Jacky Terrasson – Trio

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jacky Terrasson – Piano
Thomas Bramerie – Bass
Lukmil Perez – Schlagzeug

BeitragsbildJacky Terrasson, so die französische Wochenzeitschrift Telerama, sei ein „Pianist des Glücks“. Mit seiner Improvisationslust, Lebensfreude und Spontanität gelingt es diesem außerordentlichen Pianisten, sein Publikum Mal um Mal aufs Neue zu begeistern.

Jacques-Laurent Terrasson wurde 1965 als Sohn einer Afro-Amerikanerin und eines Franzosen in Berlin geboren. Er wuchs in Paris auf. 1993 gewann Jacky den renommierten Thelonious-Monk-Wettbewerb als talentiertester Jazz-Pianist des Jahres, anschließend ging er mit Betty Carter auf Tournee. Er entschloss sich, nach New York zu ziehen, wo er noch heute lebt. Genau ein Jahr nach seinem Triumph beim Thelonious-Monk-Wettbewerb wurde Jacky Terrasson vom New York Times – Magazin zu einem der „30 Künstler, die das Potenzial haben, die amerikanische Kultur in den nächsten 30 Jahren zu verändern“ gewählt.

Er erhielt einen Vertrag beim legendären US-Plattenlabel Blue Note. Seine drei ersten Aufnahmen für Blue Note in Trio-Formation waren „Jacky Terrasson“, „Reach“ und „Alive“. Es folgten diverse Platten mit Cassandra Wilson, Michael Brecker, Charles Aznavour oder Jimmy Scott, für den er die Musik des Albums „Heaven“ arrangierte. Witz, Raffinesse und Fantasie sind Begriffe, die im Zusammenhang mit Jacky Terrasson immer wieder auftauchen. Offen für die verschiedenen Strömungen des modernen Jazz geht Terrasson seither seinen Weg und erarbeitete sich einen individuellen Stil: subtil, basierend auf brillanter Technik, mit hoher Dynamik und einer scheinbar unerschöpflichen Kreativität.

Das Gespür für Nuancen und dramaturgische Entwicklungen zeichnet auch Jacky Terrassons aktuelles Trio mit dem profilierten Bassisten Thomas Bramerie aus Frankreich und dem kubanischen Schlagzeuger Lukmil Perez aus. Die drei Musiker beherrschen ein Gestaltungsmittel, das seinen Reiz aus dem Überraschungseffekt bezieht: plötzliche oder langsame Veränderungen des Tempos, das Spiel mit der Zeit.

Der „Rough Guide Jazz“ bemerkt über Terrasson: „Seine Auftritte können sehr lustig sein.“ Freuen wir uns auf einen Abend mit dem Trio eines großen internationalen Stars des aktuellen Jazz, auf viel Groove, Swing und Leidenschaft.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Kritik zu „Jacky Terrasson – Trio“

Der Herr der Tasten

Jacky Terrasson Trio genießt die Jazzclub – Atmosphäre des Roten Saales im Braunschweiger Schloss

Er ist ein Mann des Sowohl-als auch. Entschieden setzt er sich ans Piano. Klare Gestik gegenüber seinen Mitspielern. Auch verbale Einwürfe, selbst dem Publikum gegenüber, fast herrisch. Andererseits Hip-Shake am Klaviersessel, Lachen, Mitsingen beim Spiel. Animation des Publikums, rhythmische Akzente abfordernd. Man versteht ziemlich gut, warum renommierte Jazz-Ladies wie Betty Carter oder Cassandra Wilson sich seiner Klavier-und Arrangementfähigkeiten bedienen wollten. Was für eine Anschlagskultur, von der derben rechten Pranke bis zum nahezu zärtlichen Tastenstreicheln. Jedes Gefühl, jeder Gedanke findet seinen Ausdruck.

Welch nahezu überbordende musikalische Ideenfülle. Rätselhaft. Gesprächsfetzen in der Pause, nach dem Konzert: „Klar, das war „Funny Valentine!“ Aber was war das dazwischen? Michael Jackson hat er auch eingebaut, „Beat it“! Aber dann? Weiß ich nicht!“ Gospeligen Kadenzen, könnte vielleicht „My Church“ gewesen sein. Melancholische Walzerpassagen, manche tippten auf Chopin. Terrasson war an Quizlösungen nicht interessiert, es gab keine Ansagen dazu, er kreierte einfach.

So ein Mann konnte einfach nicht Sideman bleiben. Er musste nach vorn, Bestimmer werden. Und er ist es in einem amerikanischen Sinne, wie wir es von Miles oder Trane und bis in die heutigen Tage kennen. Das nun braucht Mitspieler, die in ihrer Rolle eigenartig traditionell bleiben, dienend. Das heißt nicht, dass Thomas Bramerie am Kontrabass und Lucmil Perez am Schlagzeug nicht zu glänzen verstanden. Beide hatten sich extrem in die musikalischen Einfälle ihres Chefs hineinzuhören. Bramerie leistete teilweise Schwerstarbeit dabei, das rhythmische Fundament stabil zu halten. Und Perez hatte die höchst unterhaltsame Aufgabe, so ein Fundament luftig erscheinen zu lassen. Aber Freiheit von der Rolle der Timekeeper gab es kaum, beeindruckende Soli ausgenommen.

Andererseits geht auch nur so Terrassons Spielkonzept auf. Nämlich einerseits als ein pianistischer Suspense- und Understatement-Meister zu agieren, der einen Standard immer weiter bis auf ein einfachstes Riff reduziert. Am eindrücklichsten wohl die ostinate Bassfigur von „Maraba blue“. Dann aber wieder die Fülle unterschiedlichster Anspielungen! Abenteuerlichste, die Tonalität untergrabende Harmonieübergänge, lässig eingeworfene blaue Noten, die Standards wie „Take five“ zu so nie gehörten Erlebnissen werden lassen. Tongerippe neben Hymnik.

Zwischen Jazz-und Barpianist sich bewegend, angeregt wohl durch die Clubatmosphäre des Roten Saals und ein locker reagierendes Publikum, gab sich Terrasson zunehmend launig. Umstritten vielleicht die Publikums-Hitabfrage im zweiten Set – es wurde ein Blues und was für einer – und das eher uninspirierte Zugabefragment. Trotzdem: höchste Zustimmung zum Konzertende.

Klaus Gohlke

Kritik zu „NDR-Bigband feat. Alon Yavnai und Joca Perpignan“

Schweißtreibende Rhythmen bei Sauna-Temperaturen

„Was? NDR-Bigband? Diese Beamtenmusikertruppe!“, spricht es verächtlich aus dem Munde eines „Jazz-Experten“. „Ist doch eh tot, dieses großorchestrale Gedöns!“

Das zielt in Richtung Bigband als routiniert alt-eingespielter Klangkörper mit einem gewissen Traditionalismus. Also Dirigent, einheitliche Kleidung und andere hergebrachte Rituale. Jazz als Feuer und Leidenschaft, als Aus-und Aufbruch? Ausgeschlossen beim Spiel nach Partitur?

Tot? Soso! Wie dann aber wiederum ein ausverkauftes Konzert, das mindestens achte mit dieser Truppe, das die Braunschweiger Jazzinitiative im LOT-Theater veranstaltete. Trotz harter Konkurrenz wie Champions-League Endspiel und Saunatemperaturen im Theater.

Freilich, die NDR-Leute greifen auch in die Trickkiste, um attraktiv zu bleiben. Man lockt mit Zugpferden. Mit Big Names! Mit großen Namen wie dem des Trompeters Randy Brecker, des Pianisten Omar Sosa. Diesmal nicht ganz so groß. Man featured Alon und Joca. Alon und Joca? Klingt wie Stan und Olli. Reichlich flapsige Ankündigung für die beiden Musiker, den Israeli Alon Yavnai, Pianist und Sänger, und den Brasilianer Joca Perpignan, Percussionist und Sänger. Aber – wenn es der Sache dient.

Aber der Rückgriff auf die großen Namen ist kein reiner PR-Trick, wie sich zeigt. Der eventuell etwas ritualisierte Bigband-Auftritt erhält individuellere Züge, auch eine programmatische Ausrichtung. Perpignan ist der Komponist, Yavnai der Arrangeur – beide führen hinein in die Welt der brasilianischen Musik. Chefdirigent Geir Lysne tänzelt elegant Samba. Kompositionen im Stil Hermeto Pascoals verwandeln die Band in eine gar nicht norddeutsch-norwegisch kühle Truppe. Die Bläsersätze kommen aufgelockert daher, werden zu Klanggeweben. Die Tutti akzentuieren messerscharf und kurz, unterstreichen die Polyrhythmik der beiden Hauptakteure. Karibisch-fröhliche Klänge wechseln ab mit kapverdischen Impressionen von stark afrikanisch geprägter Melodik und Rhythmik. Nahtlos wechselt man von orientalischen Skalen zu Latinmelodik, alles mit mühelos federnder Präzision und Spannkraft.

Höhepunkt waren natürlich die Duo-Parts von Perpignan und Yavnai. Die Parallelführung von Scat-Gesang und Pianoarbeit im Hochgeschwindigkeitstempo, später dann von Perkussion und Klavier, waren verblüffend und begeisterten. Und ebenso circensisch im besten Sinne war Perpignans Bearbeitung von so etwas Simplem wie dem Schellenkranz. Nicht nur der erzeugte Tonumfang erstaunte, sondern auch die Tatsache, dass man die Schellen aufeinander folgend, geradezu einzeln erklingen lassen konnte. Sonderbeifall.

Was das Konzert, das mit einer musikalischen Würdigung des unlängst verstorbenen Saxofonisten der Band, Lutz Buchner, abgeschlossen wurde, auch so angenehm machte, war die humorvolle Moderation Alon Yavnais. Stürmischer Beifall für die 19 Männer und die eine Frau an der Posaune!

Klaus Gohlke

NDR-Bigband
feat. Alon Yavnai und Joca Perpignan

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

NDR Bigband
Alon Yavnai – Piano, Gesang, Arr.
Joca Perpignan – Percussion, Gesang
Mark Walker – Schlagzeug
Leitung – Geir Lysne

NDR BigbandDie NDR Bigband lässt sich immer wieder mit Leidenschaft auf neue musikalische Projekte ein, diesmal mit „Alon und Joca“. Die Geschichte dieses Duos begann vor zwanzig Jahren. Damals war der Perkussionist Joca Perpignan gerade in Boston eingetroffen, wo er am renommierten Berklee College Jazz studieren wollte. Und weil er aus Rio de Janeiro gekommen war, erzählte man ihm von „diesem guten Latin-Pianisten“, der im Wallace’s auftrete. Am Abend besuchte er den kleinen Club. „So habe ich Alon getroffen“, erzählt der gebürtige Brasilianer Joca heute. „Und die Chemie stimmte vom ersten Takt an.“

Alon Yavnai hatte als junger Mann in Costa Rica gelebt und spielte mit dem kubanischen Saxofonisten Paquito D’Rivera preisgekrönte Alben ein. „Er hat diesen starken südamerikanischen Akzent“, freut sich Joca. „Wenn wir zusammen spielen, dann klingt er wie ein Brasilianer.“ Und so verloren sie sich auch nicht aus den Augen, als Alon nach dem Studium in New York mit Kollegen wie Freddie Hubbard und Ravi Coltrane in der Szene Fuß fasste.

Joca zog derweil in die Nähe seiner Eltern nach Tel Aviv und gründete dort eine eigene Gruppe. Wann immer sich eine Gelegenheit ergab, trafen sich die beiden zu Konzerten rund um den Globus, als Duo oder auch mit Gästen wie Dave Liebman.

Die NDR Bigband nimmt Klänge aus der ganzen Welt auf: aus Südamerika, Afrika und aus dem Nahen Osten. Musik kenne keine Grenzen, sagt Alon Yavnai. „Sie kennt verschiedene ästhetische Regeln, die wir Musiker lernen. Aber wir denken ja nicht: Heute spiele ich etwas Latin Jazz und dann was von Bach. Kreative Musik ist immer eine Mischung.“

Die NDR Bigband, mit der Alon und Joca jetzt diesen Mix erweitern, gibt ein gutes Beispiel für die kreative Vielseitigkeit, die Alon meint: „Diese Musiker sind offen für jede Art von Musik. Sie spielen jede Woche etwas völlig Neues. Und das spielen sie authentisch: mit all den Erfahrungen, die sie gemacht haben.“

Die NDR Bigband ist seit Jahren regelmäßiger Gast der Jazzinitiative.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte NDR Bigband: Sybille Zettler

Jazz und Film in der Reihe „Sound on Screen“

Universum Filmtheater, Neue Straße 8, 38100 Braunschweig

SPACE IS THE PLACE
Regie: John Coney, USA 1974, 81 Min., OmU

BeitragsbildFrisch vom Verleih Rapid Eye Movies restaurierte Underground Perle: Der einzige Spielfilm von und mit Jazz-Legende Sun Ra ist eine wilde Mischung aus Afrofuturismus, Konzertfilm, Blaxploitation, Gangster und SF-Trash. Der intergalaktische Musiker Sun Ra möchte mit seiner Musik die Black Community erlösen und den Planeten Erde verlassen. Doch er hat einen mächtigen Gegenspieler… „We’re living in the space age…“

Anschließend im Café Riptide: ENSEMBLE AUF ZEIT mit José L. Gavira, Walter Kuhlgatz, Marcel Reginatto, Heinrich Römisch und Elmar Vibrans

Featured by Initiative Jazz Braunschweig!

Ankündigung zu „Karolina Strassmayer & Drori Mondlak KLARO!“

Tausche Big Apple gegen Big Pitter

Der amerikanische Schlagzeuger Drori Mondlak über Jazz heute in Europa und den USA

„New York, New York!”, singen Lisa Minelli und Frank Sinatra. Von der Stadt, die niemals schläft. Wer es hier schafft, schafft es überall. Dachte sich wohl auch die in Österreich geborene Saxofonistin Karolina Strassmayer. Auf ins Mekka der Jazzer, damals wie heute. Um dort zufällig Drori Mondlak zu treffen, erprobter Drummer in der Szene. Wo aus Zufälligem Absichtliches wurde. Nun, die Liebe ist eine Himmelsmacht. Was letztendlich bedeutete: Tausche Big Apple gegen den Big Pitter, New York gegen Köln am Rhein, die deutsche Jazz-Metropole. Hier wurde die gemeinsame musikalische Zukunft kreiert mit der Band KLARO! Entscheidend für die Wahl Kölns war sicherlich aber auch Karolina Strassmayers intensives Engagement bei der WDR-Bigband.

Was aber ist das Alleinstellungsmerkmal von New York? Im Interview mit Drori Mondlak stellt dieser klar:

„New Yorks Jazz Szene mit seinem absolut anspruchsvollen musikalischen Niveau und seinem hohen Energielevel ist einzigartig in der Welt. Du triffst dort alle Welt! Kannst spielen, lernen, Ideen austauschen, kooperieren. Die Szene dort ist absolut offen und dynamisch. Meine Liebe und Hingabe zum Jazz hat dort begonnen, das setze ich in Köln fort.“

Gibt es dann etwas, was einzigartig ist hier in Deutschland oder Europa?

„Durchaus!“, betont Mondlak. „Der Jazz erfährt allgemein mehr Unterstützung durch kulturelle Organisationen, Jazzinitiativen, Funk und Fernsehen, Festivals. Jazz wird hier als eine Kunstform betrachtet, die es wert ist, auf einer Konzertbühne aufgeführt zu werden. Und es gibt viele engagierte Leute hier, die ihre Zeit damit verbringen, den Jazz-Ball am Laufen zu halten.“

Das zu hören, ist zweifellos erfreulich. Dass das Interesse am Jazz aber nicht erlischt, dafür muss er interessant bleiben. Keine einfache Sache in der sich immer mehr zerfasernden Musikwelt. Jazz bewegt sich dabei zwischen den Polen des Softi-Pops und der Attacke auf alle Hörgewohnheiten. Wie also sieht Mondlak die Zukunft dieses Genres?

„Ich betrachte Jazz nicht unter dem Gesichtspunkt von Stilrichtungen. Jazz ist die Person, die ihn spielt, was diese mit dem Instrument auszusagen in der Lage ist. Was sie zu erzählen hat. Jazz hat seine Wurzeln im Blues, in den afro-amerikanischen Erfahrungen. Dazu kommt der einzigartige Swing der Musik. Wohin sich das alles entwickelt, weiß ich nicht. Ich hoffe nur, dass die Tradition nicht vergessen wird. Zentral ist der Wille, eine eigene improvisatorische Tonsprache zu entwickeln, und das auf einem hohen künstlerischen Level.“

Und wie stellt sich das für Mondlak in seiner Art Schlagzeug zu spielen dar? Lässt sich das in Worte fassen?

„Ich glaube, dass es mir in den letzten Jahren immer besser gelungen ist, mit meinem Schlagzeugspiel dichter an das heran zu kommen, was ich in der Musik höre und empfinde. Was ich mit Karolina, die überwiegend die Kompositionen von KLARO! schreibt, im Zusammenspiel mit den verschiedensten Musikern erfahre, entwickelt mein Drumming immer weiter fort. Ein Prozess, der völlig offen ist.“

Wie aber lässt sich die Musik der Band, deren spezieller Ansatz beschreiben? Mondlak bleibt keine Antwort schuldig und führt aus:

„KLARO! vereint die romantischen Elemente der europäischen Klassik und Volksmusik mit dem rhythmischen Feuer und Swing des amerikanischen Jazz auf der Basis der harmonischen Raffinesse der zeitgenössischen improvisierten Musik. Wir wollen Musik schöpfen, die uns bewegt. Die etwas Schönes ausdrückt, Bedeutung hat und auch so vom Publikum verstanden werden kann. Also keine Barrieren durch unnötige Komplexität der Arrangements!“

Klaus Gohlke

Karolina Strassmayer & Drori Mondlak KLARO!

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Karolina Strassmayer – Altsaxophon
Stefan Bauer – Vibraphon
Josh Ginsburg – Bass
Drori Mondlak – Schlagzeug

Beitragsbild„Of Mystery and Beauty“ ist der Titel des aktuellen Albums der Altsaxophonistin Karolina Strassmeyer und des Schlagzeugers Drori Mondlak, das sie mit ihrem Quartett KLARO! in Braunschweig vorstellen. Tatsächlich sind die Eigenkompositionen oft getragen von geheimnisvoller Stimmung und Schönheit des Klangs. Wer jetzt an seichten Jazz für Menschen denkt, die keinen Jazz mögen, liegt ganz falsch. Die lyrisch angelegten Stücke swingen mächtig und entwickeln eine mitreißende Dynamik. Karolina Strassmeyer ist eine zupackende, in der harten Szene von New York geschulte Musikerin, die über ein breites Ausdrucksspektrum verfügt. Mitunter erinnert ihr Ton an den großen Hardbopper Jackie McLean. Sie spielte unter anderem mit solchen Weltstars des Jazz wie McCoy Tyner, Joe Zawinul, Joe Lovano, Chris Potter oder John Scofield. Mehrmals wurde sie in den USA unter die fünf besten Altsaxophonisten des Jahres gewählt. Sie ist festes Mitglied der bedeutenden WDR Bigband.
Aus New York stammt Drori Mondlak, der seit den 80er Jahren mit zahllosen namhaften Jazzgrößen wie Frank Foster, Joe Williams, Chris Potter, Ernestine Anderson, Lee Konitz, Sonny Fortune, Barbara Dennerlein, David Friedman, Lynne Arriale und Nicolas Simion spielte. Seine Einflüsse am Drumset gehen unmittelbar zurück auf die großen Schlagzeuger Joe Morello, Shelly Manne und Roy Haynes, mit denen er von Kritikern immer wieder verglichen wird. Drori Mondlak ist ein virtuoser, traditionsbewusster, moderner Jazzmusiker.
Komplettiert wird die Band durch Stefan Bauer, der seit vielen Jahren sowohl in Europa als auch in den USA im modernen Jazz ein gefragter Vibraphonist ist, und den Bassisten Josh Ginsburg aus Booklyn, der unter anderem mit Kurt Rosenwinkel und Jeremy Pelt tourte.
Also: „Alles Klaro, Karo!“. Das Publikum darf sich auf ein abwechslungsreiches Konzert mit anregendem, swingendem Jazz freuen.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Sparkassenstiftung
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Interview mit Philipp Gropper

Über Lust und Last, avantgardistischen Jazz zu spielen

Das Jazztrio „Gropper/Graupe/Lillinger“ versucht, das Vokabular des Jazz zu erweitern. Dabei überschreitet es mancherlei Grenzen. Klaus Gohlke sprach mit dem Saxofonisten der Gruppe, Philipp Gropper, über die Absichten und Schwierigkeiten, zur Jazz-Avantgarde gezählt zu werden.

Herr Gropper, man zählt Ihr Trio zur Jazz-Avantgarde. Können Sie mit dieser Bezeichnung leben?

In Ermangelung eines besseren Ausdrucks: Ja. Das ist ja alles relativ. Wir sind Suchende, Forschende mit je eigenen musikalischen Wurzeln.

Könnte man Ihr Trio auch als eine Band bezeichnen, die sog. Neue Musik spielt. Z.B. bewusst auf so etwas wie Thema, Ausführung eines musikalischen Gedankens verzichtet?

Wir kommen vom Jazz. Aber es gibt da gewiss Überschneidungen. Die Grenzen verschwimmen. Unsere Musik ist teilweise präzise notiert, dann wieder frei. Was uns interessiert, das ist die Klangsprache. Sound im weitesten Sinne. Wir spielen nicht einfach Bebop-Linien nach. Oder formulieren ein Thema, über das dann jeder improvisiert. Natürlich gibt es auch Harmonieschemata, Akkorde als Grundlage für Improvisationen. Traditioneller Jazz ist für uns Ausgangspunkt, wie auch Neue Musik, elektronische Musik, Hip Hop usw. Überall findet man Inspiration; abstrahiert, überträgt ins „Jetzt“ und formuliert neu. Die Geschichte des Jazz ist die Geschichte einer ständigen Erneuerung.

Heißt das, dass das Zuhören schwieriger wird, insofern ihre Musik weder eingängig, noch gefällig, noch konventionell sein will?

Das hängt zum einen von den musikalischen Erfahrungen des Publikums ab. Andererseits wollen wir unsere Tonsprache klar rüberbringen. Es ist nicht unsere Absicht, alle zu schocken und vor den Kopf zu stoßen. Vielmehr sollen die Strukturen unserer Kompositionen erkennbar sein. Wir suchen nach   Klängen, Sounds, die uns selbst faszinieren. Wir haben durchaus den Wunsch, dass man das nachvollziehen kann und davon berührt wird. Wir wollen also mit den Zuhörern diese Faszination teilen. Mainstream allerdings liefern wir nicht.

Wie reagiert das Publikum auf ihre Grenzerweiterungen?

Oft heißt es: „So etwas haben wir noch gar nicht gehört. Das ist schwer einzuordnen. Aber trotzdem toll!“ Es gibt auch Leute, die einfach rausgehen, weil ihre Erwartungen, wie ein Jazzkonzert ablaufen soll, nicht erfüllt werden. Mal sind wir wie Aliens, mal völlig akzeptiert. Aber die Leute bemerken unsere Ernsthaftigkeit und Intensität in der Auseinandersetzung mit der musikalischen Materie. Es geht uns aber nicht darum, dem Publikum zu gefallen. Es geht uns um die Realisierung unserer musikalischen Überzeugungen.

Ihr Schlagzeuger Christian Lillinger sagte unlängst, dass der Gegenwartsjazz sich zwischen Langeweile und Terror bewege. Wie sehen Sie das?

Nun, ich kenne den Kontext nicht. Aus meiner Sicht ist Vieles eher an Eingängigkeit orientiert, will nicht fordern. Man setzt also auf Wiedererkennbarkeit. Oder eben auf plakativ Spektakuläres, dem oft wirklicher musikalischer Gehalt und tiefe fehlen. Und dann gibt es noch diese Hype-Schiene in den Medien. Es gibt urplötzlich irgendwo irgendjemanden, der den Jazz wiederbelebt, ihm den angeblichen Modergeruch nimmt. Man sieht so etwas auch bei den Festival-Acts. Es wird vorsichtig gebucht.

Denken Sie z.B. an die Aufregung um Kamasi Washington? Da weiß ich ja auch nicht, was das Revolutionäre sein soll.

Ja, sehe ich auch so. Aber mir gefällt die Energie, mit der sie spielen, das nahezu Hippiehafte des Auftretens. Das Problem, das ich sehe, ist, dass das Innovative ein anderes Hören verlangt.

Sie meinen statt des genussorientierten Hörens ein eher strukturiertes Nachvollziehen?

Das Innovative verlangt eine andere Offenheit, ein Loslassen von Erwartungen. Es findet den Weg in die Öffentlichkeit nicht so leicht,  lässt sich nicht so gut verkaufen und bleibt daher oft im Untergrund. Dennoch gilt für uns: Wir spielen, was für uns wichtig und spannend ist. Es heißt ja oft, man soll das Publikum abholen. Das kann aber nicht bedeuten, dass man sich anpasst. Wir holen es – wie gesagt – ab, um mit ihm zusammen neues Gelände zu betreten.

Sie sagten vorhin, sie wollten improvisierte Musik machen, nicht Bebop-Linien spielen. Eine Absage an Traditionen?

Nein, überhaupt nicht. Ich komme selbst von Charlie Parker her. Wir haben früher alle Standards gespielt. Aber: Bebop war revolutionär in den 40er/50er Jahren. Jetzt nicht mehr. Er ist Geschichte. Die Musik ist immer noch gut und lebt weiter. Aber die musikalische Entwicklung ist weiter gegangen. Ob das Drum ’n‘ Bass ist oder Hip-Hop oder Modern Creative, Electronica. Was sich in der Rhythmik, der Instrumentierung, der Tongestaltung, den musikalischen Strukturen alles getan hat, das kann man doch nicht ignorieren. Die Erneuerung ist die Essenz des Jazz, ist seine Tradition.

Sind Sie mit Ihrem Jazz „einsame“ Musiker?

Nein, absolut nicht. Außerdem spielen wir in verschiedenen Projekten. Wer da in unsere Konzerte kommt, das hängt viel von den Auftrittsorten ab. Der Jazz hat, anders als der Pop, ein Vermittlungsproblem. Dabei gibt es keine Musik, die derart gegenwärtig beim Spielen ist, derart in der Lage ist, auf Aktuelles zu reagieren, wie der Jazz! Das ist doch hochgradig spannend, wer da was macht und warum. Improvisation, das ist etwas Spontanes, aus dem Inneren Kommendes. Aber das hat gleichzeitig einen verinnerlichten intellektuellen Unterbau. Das ist ja nichts, was man da einfach so hinhaut. Wir spielen seit 15 Jahren zusammen. D.h. in unserer Musik, unserem Interplay steckt eine jahrzehntelange auch intellektuelle Auseinandersetzung. Wenn wir dann auftreten, dann denke ich natürlich nicht über alles nach. Da laufen oft lang eingeschliffene Automatismen ab zusammen mit plötzlichen Wendungen ins Unerwartete, wo du spontan reagieren musst.

Kein Thema für die Medien?

Wenig. Aber vielleicht müssen wir auch selbstkritisch unsere Aktivitäten überprüfen.

Sie sagten, Sie setzten sich auch mit den Möglichkeiten Ihres Instrumentes auseinander, dem Saxofon. Knüpfen Sie am späten Coltrane an, dem das Instrument nicht mehr ausreichte, das, was ihn bewegte, auszudrücken?

Das Saxofon hat das Problem, dass man es z.B. schnell mit dem Genre Blues zusammendenkt. Wenn du etwas tief in dir ausdrücken willst, dann kann das Instrument dir Grenzen setzen, dich fehl leiten. Diese Grenzen zu erkennen und nach Wegen der Überwindung zu suchen, ist eine große Aufgabe. Das gilt wohl für jeden Instrumentalisten in unserem Trio.

Klaus Gohlke

Kritik zu „Gropper/Graupe/Lillinger“

In fremden Zungen
Das Trio Gropper-Graupe-Lillinger konfrontiert sein Publikum mit ungewöhnlicher Jazzmusik

Ernst sei das Leben und heiter die Kunst? Nein! Das, was die Berliner Jazz-Avantgardisten Philipp Gropper, Ronny Graupe und Christian Lillinger am Freitagabend im Roten Saal des Braunschweiger Schlosses zu Gehör brachten – es war kein Garten Elysium, in dem die himmlischen Rosen wachsen.
Wer da kam, um mal eben ein nettes Jazzkonzert zu hören, der sah sich bös überrascht. Denn was es da auf die Ohren gab, das war befremdlich, das klang oft wie musikalische Fremdsprache.
Kein verspieltes Intro, das in ein Thema mit erkennbaren Harmonien überwechselte. Keine Melodien, die man jazzig nennt, weil da die eine oder andere Dissonanz auftaucht. Und auch nicht die abwechselnde Solo-Virtuosität, und was es da so mehr an wohlstrukturiertem Jazz gibt.
Was aber dann? Chaos, was manche dann Free Jazz nennen? Auch nicht. Na klar, es sträubt sich das Nackenhaar, wenn der Gitarrist Ronny Graupe einen schwer einzuordnenden Akkord schier endlos monoton anschlägt, während seine Kollegen komplexe Rhythmen fabrizieren und Skalen hoch- und runter spielen. Was soll das? Ganz einfach: Struktur einziehen. Denn die Band hat keinen Bass. Es bedarf aber musikalischer Leitplanken. An anderer Stelle übernimmt Saxophonist Philipp Gropper diese Absicherungsarbeit mit sich wiederholenden großen Intervallsprüngen. Christian Lillinger weigert sich, die alte Drummer-Rolle des Timekeepers einzunehmen. Worum es geht, ist vielmehr, dass musikalische Impulse kreiert werden, auf die man reagiert. Diese Impulse sind oftmals minimalistisch. Einzelne Töne nur, die elektronisch manipuliert werden. Kein echtes Thema, mehr ein Denkanstoß in Form eines Sounds, eines Geräusches, mit dem sich jeder dann auseinander setzt. Erweitert, verändert, unterläuft, zerstört wird die musikalische Idee. Das ist ein intensives Zuhören und Reagieren aufeinander. Takte werden gezählt, intensiver Blickkontakt gehalten. Die Klänge schwellen an bis zur Schmerzgrenze, ebben ab. Rhythmen überlagern sich bis zur Unkenntlichkeit. „Morphen“, nennt Lillinger diese Methode, ein Klanggebilde fließend so verändern, dass ein neues daraus entsteht. Eine sich nicht zur Schau stellende Virtuosität wird dabei erkennbar.
90 Minuten arbeiten die Musiker in einem Stück, nur einmal kurz unterbrochen, um außermusikalischen Kontakt zum Publikum aufzunehmen. Harte Arbeit für die Musiker, aber auch für die Zuhörer, die dahinter kommen wollen, was da abgeht. Freilich: jene, die Stimmungen, feine Nuancierungen suchten, hatten es schwer. Die anderen feierten die modernen Kreationen.

Klaus Gohlke

Gropper/Graupe/Lillinger

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Philipp Gropper – Saxofon
Ronny Graupe – Gitarre
Christian Lillinger – Schlagzeug

Gropper/Graupe/LillingerJunge Jazz-Wilde, die arglose Konzertbesucher verprellen wollen, das sind Gropper/Graupe/Lillinger (GGL) nicht. Keine „Hyperactive Kids“ mehr, wie sie sich eine zeitlang nannten. Aber eine satt-routinierte, altersweise Truppe auch nicht. Vielmehr ein vitaler Organismus dessen Eigenleben sich im nun schon 14. Jahr seines Existierens wie ein unverhoffter Glücksfall auf das Publikum überträgt. Das passiert unmittelbar, weil diese simultanen, kollaborativen, ebenso freien wie disziplinierten Klanggespinste einen Nerv treffen und aus vorbeschrifteten Schubladen springen. Immanente Voraussetzung ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem, was da ist: Spielarten von Jazz, Neuer Musik, Elektronik, Noise, progressivem Rock.

Saxofonist Philipp Gropper, Gitarrist Ronny Graupe und Schlagzeuger Christian Lillinger haben jedoch die Elemente nicht verinnerlicht, um sie zu reproduzieren, sondern um daraus ihres zu destillieren. All die Wurzeln werden daraufhin befragt, warum sie einmal solche Dringlichkeit entwickeln konnten, um dann in eine Gegenwart gezoomt zu werden, wo sie sich dem Spirit des Jetzt zuordnen. Sehr formbewusst, individuell statt als Reproduktion, fiebrig statt linear, frei, dynamisch und konspirativ spiegeln die drei musikalisch das Leben der Metropolen der Gegenwart, setzen sich ihnen aus und bewegen sich Haken schlagend durch ihre Labyrinthe, offensiv und druckvoll. Musik von unbedingter Relevanz entsteht so, die sich immer mehr ihrer über weite Strecken auskomponierten Mittel bewusst ist.

Gropper/Graupe/Lillinger zählen zu den derzeit angesagtesten, in zahllosen Projekten mitmischenden jungen Musikern, die die Grenzen des Jazz weit zu öffnen beabsichtigen. Absolut zeitgenössisch, garantiert überraschend.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Ankündigung zu „Nicole Johänntgen – Lavendel“

Jazz wird weiblicher
Die Saxofonistin Nicole Johänntgen arbeitet mit ihrem Projekt SOFIA zumindest daran.

Sie kommt offensichtlich gern nach Braunschweig, die Jazzsaxofonistin Nicole Johänntgen. Das vierte Mal wird es sein. Diesmal mit ihrem Trio „Lavendel“ in einer verblüffenden Besetzung mit Izabella Effenberg am Vibrafon und Jörgen Welander an der Tuba. Aber es ist nicht nur das, was Johänntgen interessant macht. Es gibt da noch ein anderes Thema, das sie beackert. Wichtig gerade jetzt, wo kein Tag vergeht, an dem nicht auf ein offenbar in schwerer Schieflage befindliches Verhältnis von Männern und Frauen aufmerksam gemacht wird. Vor allem die hehre Kunstwelt erweist sich als Zentrum sexueller Übergriffigkeit.

Aber es geht doch dabei, machen wir uns nichts vor, „nur“ um eine besonders üble Variante dessen, was James Brown treffend und elend zugleich besingt: „It’s a man’s, man’s, man’s world“. Eine Männerwelt. Ach, und ohne die Frauen lebten die armen Herren in „wilderness and bitterness“, in der Wüstenei und Bitternis. Wie toll für die Frauen!

Auch die Jazzwelt, das gelobte Land der musikalischen Freiheiten, ist da nicht anders strukturiert. Nicole Johänntgen kennt diese Welt. Befragt, ob der Jazz männerdominiert sei, antwortet sie: „Ich höre im Moment zwar viel von jungen, aufstrebenden Jazzmusikerinnen, aber es sind immer noch sehr viel mehr männliche Kollegen in der Jazzszene.“

Ein kurzer Blick auf die Braunschweiger Jazzszene, wie sich beispielhaft anhand größerer Konzerte der letzten fünf Jahre in der Stadt verfolgen lässt, illustriert das. Es fanden 45 Konzerte statt. 39 davon wurden von Männern geleitet. Es traten dabei 130 Männer auf und 13 Frauen. Die regelmäßig in Braunschweig gastierende NDR-Bigband präsentiert auf ihrem Promotion-Foto ganze null Frauen.

Johänntgen stellt aber auch fest: „An den Musikschulen, an denen ich unterrichte, habe ich vorwiegend Schülerinnen und nur wenige Schüler. Ich bin gespannt, wie es sich in den nächsten 20 Jahren entwickelt!“ Nur, leben kann man von der Jazzmusik nicht so ohne weiteres. Was nun, wenn es um Familiengründungen geht? Johänntgen sieht die Sache realistisch. „Da es nicht viele Jazzmusikerinnen gibt, gibt es auch wenige Vorbilder, die Jazz und Familie vereinen. Ich denke, dass Frauen im Jazz sich die Frage stellen, ob Jazz vereinbar ist mit Familienplanung.“

Was also tun, um größere Geschlechtergerechtigkeit in der Jazzwelt zu erreichen? Lamentieren hilft nicht, wohl aber anpacken. Und so gründete Johänntgen SOFIA. Und sie führt aus: „Das ist die Abkürzung für „Support Of Female Improvising Artists“. Also Unterstützung weiblicher Improvisationskünstler. Alle zwei Jahre findet die SOFIA-Konferenz in Zürich statt, die jungen Jazzmusikerinnen die Möglichkeit gibt, sich im Musikbusiness weiterzubilden und mit anderen Musikerinnen zu jammen und Konzerte zu geben. Ich habe SOFIA gegründet, weil ich selbst einst starke Unterstützung fand. Ich habe erst nach dem Studium gelernt, wie ich Konzerte buche, Promotion mache, mich vernetze mit Musikerinnen in aller Welt. Das möchte ich nun weitergeben in der SOFIA-Konferenz. Dort herrscht ein entspanntes Klima untereinander. Ich konnte schon sehen, wie die Teilnehmerinnen nach den Workshops das Erlernte direkt umsetzten. Das freut mich sehr. Und das neue Programm steht schon!“. Derzeit tourt Nicole Johänntgen mit der polnischen Vibrafonistin Izabella Effenberg, die mit ihrem Baby und ihrem Partner in Braunschweig mit dabei sein werden. Jazz family on tour. Geht doch!

Das Trio „Lavendel“ gastiert am 16. Februar 2018 ab 20 Uhr im Roten Saal des Braunschweiger Schlosses.
 

Nicole Johänntgen – Lavendel

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Nicole Johänntgen – Saxophone
Izabella Effenberg – Vibraphon, Array Mbira
Jörgen Welander – Tuba

BeitragsbildDas neue Bandprojekt um die deutsche Saxophonistin Nicole Johänntgen „Lavendel“ traumwandelt zwischen Modern Jazz, Filmmusik und Swing. Nicole Johänntgen musiziert seit zwei Jahren mit ihrer polnischen Freundin Izabella Effenberg, die sie beim Frauenförderprojekt SOFIA kennengelernt hat. Die Kompositionen wechseln sich ab zwischen zarten märchenhaften Melodien und wilden Improvisationen. Das Bass-Fundament legt der schwedische Tubist Jörgen Welander. Bei „Lavendel“ begegnen sich Saxophon, Vibraphon und Tuba, dazu gesellt sich die Array Mbira, ein selten gehörtes Instrument mit schwingenden Lamellen.

Nicole Johänntgen ist Saxophonistin und Komponistin. Sie wurde in Deutschland geboren und lebt seit elf Jahren in Zürich. 2013 gründete sie SOFIA – Support Of Female Improvising Artists, ein Pionierprojekt, das improvisierenden Musikerinnen aus Europa im komplexen Musikgeschäft der Gegenwart helfen soll. Sie hat sich als energetische Improvisatorin auf internationaler Ebene etabliert und wird in der internationalen Jazzszene geschätzt. Ihr Spiel auf dem Altsaxophon erinnert an den großen Arthur Blythe, der ebenfalls gern eine Tuba in der Band hatte. Wie dieser sucht Nicole Johänntgen immer neue Wege, ohne die Basis des Jazz, den Swing, aus dem Blick zu verlieren.

Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, wird als Solistin für internationale Festivals gebucht und tritt zunehmend als Referentin in Erscheinung. Ihr Beitrag zum Jazzforum Darmstadt 2016 wurde in Band 14 der Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung „Gender and Identity in Jazz“ veröffentlicht.

Anfang 2016 verbrachte sie ein halbes Jahr in New York und produzierte in Brooklyn, New Jersey und in New Orleans drei neue Alben. Alle Kompositionen entstanden in der Orchard Street 72 in Lower East Manhatten in New York.

Izabella Effenberg ist eine der wenigen Jazz-Vibrafonistinnen in Europa und die erste aus Polen. Während ihres Studiums in Polen und Deutschland hat sie verschiedene Stipendien und Preise bei Wettbewerben gewonnen. Seit 2014 organisiert sie auch ein Festival „Vibraphonissimo“ in Nürnberg/Fürth.

Außerdem ist sie Solistin auf dem Array Mbira (ein 5-oktaviges, kalimbaartiges Instrument). Die erste CD „Cuentame“ hat sie beim Bayerischen Rundfunk aufgenommen, ihre zweite „IZA“ wurde von dem polnischen Jazz Magazine Jazz Forum und Kulturreferat Stadt Nürnberg unterstützt.

Jörgen Welander, geboren in Schweden, lebt seit Jahren in Deutschland als freiberuflicher Tubist und E-Bassist. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Freiburg setzte er seine Laufbahn als erfolgreicher Jazzmusiker fort.
Zu den bisherigen Höhepunkten seiner Karriere gehören mehrere Europatourneen mit „Howard Johnson & Gravity“. Er spielt regelmäßig in verschiedenen Formationen, u.a in Jazz-, Rock-, Funk- und Folkbands sowie in Projekten für Neue Musik und Theater. Er gehört zu den wenigen Tubisten Deutschlands, die dieses Instrument professionell in den populären Stilrichtungen als Bassist und Solist einsetzen.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
POMPE OPTIC
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Kritik zu „Nicole Johänntgen – Lavendel“

Nicole Johänntgens Trio „Lavendel“ begeistert mit unverstaubtem Blick in die Jazzgeschichte

Man fängt ein Jazzkonzert nicht einfach so irgendwie an. Das hängt zum einen von grundlegenden Dingen ab wie der persönlichen Befindlichkeit, aber auch von der Frage, wie man dem Publikum entgegentreten will. Es umgarnend gewinnen, es im Sturm erobern oder es in Verwirrung bringen? Man kann aber auch gleich mit dem Einstieg eine programmatische Visitenkarte vorlegen, was einem oftmals erst im Nachhinein so richtig klar wird.
Nicole Johänntgens Trio-Konzert am Freitagabend im ausverkauften Roten Saal des Braunschweiger Schlosses startete verwunderlich, auf moderne Weise traditionsbewusst und aufs intensive Zusammenspiel ausgerichtet.
Verwunderlich, weil die polnische Vibraphonistin Izabella Effenberg auf einem Instrument spielte, das zwar angekündigt war, aber wohl kaum mit einer Vorstellung verbunden werden konnte. Array Mbira, ein junges Kind aus der Familie der Lamellophone. Man kann auch etwas salopp sagen: Ein Riesen-Daumen-Klavier beträchtlichen Tonumfangs (fünf Oktaven) und eines ganz eigenen Klanges. In den tieferen Lagen harfig, in den höheren bis ins Scharfe hinein glockig.
Ein beruhigender fast repetitiver Klangteppich wurde gewoben, auf dem sich Nicole Johänntgen mit ihrem Altsaxophon und Jörgen Welander an der Tuba zunächst eher unverbunden, spontaneistisch tummelten. Alsbald aber deuteten sich intensivere Dialoge an. Das Mbira wurde durchs Xylophon ersetzt. Man scherzte mit Zitaten, nicht nur marschmusikalischer Art (Einzug der Gladiatoren) und schuf einen sehr transparenten Gesamtsound mit hohem Melodiepotential. „Eine knackig-schlanke, auf den Kern reduzierte Besetzung!“, wie die Chefin knapp umriss.
Die Instrumentierung war natürlich auch Programm. Die Tuba, ein Gerät, das ja eher als Kuriosum betrachtet wird (um es klar zu sagen: die Tuba furzt wesentlich besser als die Posaune!), und das Spiel mit ihr als zirzensisch-sportliche Betätigung. Wer denkt da nicht an tapsig sich bewegende nur für das rhythmisch-harmonische Fundament zuständige Puster? Und es fiel ja auch das Wort vom „Tanzbären“. Historisch bewegt man sich sogleich in der Basin Street, tanzt in der Second Line beim Funeral March oder beim musikalischen Shootout im Storyville. Frühes Multikulti.

Das Vibraphone hingegen spaltet oft. Die Zuhörerschaft, aber auch die BearbeiterInnen. Man mag oder geringschätzt es. Man kann es wie Hampton als Schlagwerker behandeln oder aber eher als Sänger wie Milt Jackson. Man nennt es oft kalt-metallisch und beschränkt. Und historisch gesehen, befindet man sich nicht mehr auf der Straße, recht eigentlich eher in der Phase des Modern Jazz.
Nur, um es gleich klar zustellen: Jörgen Welander spielte zwar mitunter die Rolle des Tanzbär-Tubisten, jedoch eher als ironisches Zitat. Und natürlich lieferte er die Bass-Basics, kompliziert genug, wenngleich durch Izabella Effenberg am Vibraphon darin unterstützt oder auch abgelöst. Aber ansonsten ließ er die Tuba tanzen, mitunter fast mit Waldhornschmelz. Höchst melodiös, rhythmisch variabel und erstaunlich flink, so dass sich die Frage stellte, ob der Saitenbass wirklich schneller gespielt werden kann als der geblasene. Da wurde New Orleans modern überholt.
Izabella Effenberg bearbeitete das Vibraphon mit aller Finesse, sodass, wenn es nicht rhythmisch zu dienen hatte, eine feine rhapsodische Melodik aufschien. Intonation und Phrasierung profitierten von ihrer exzellenten Spieltechnik. Ja, es hatte oft den Anschein in den solistischen Passagen, als flösse alles zusammen.
Dazwischen nun Nicole Johänntgen mit ihrem gekonnten Saxofonspiel, quasi als Lotsin zwischen den Polen Reminiszenz an den New Orleans Jazz, weltmusikalische Ausflüge und europäisch geprägte Balladenkultur. So bewegte man sich zwischen Late-night-bar-Music („Oh yes, my friend“) und nahezu erotischem Tongeflirte mit Wilanders Tubaspiel und „Kicks from New Orleans“, die witzigerweise genauso gut „Kicks from an South-African Marketplace“ hätten heißen können. Und landete schließlich bei der Ellington-Anspielung in „Take the Steam-Train“, die auch auf eine „Reveille with Beverly“ – Filmszene referiert, im Berner Oberland. Es wurde Jazz gespielt, der seine historischen Wurzeln, insbesondere auch seine Tanzbarkeit, auf eine spielerisch-lockere Weise von der Gegenwart aus anpackte, also jede Patina oder Staubigkeit vermied. Große Begeisterung im Auditorium, völlig zu Recht.

Klaus Gohlke

Kritik zu „Zoran Terzić: Movie Music“

Jazz mit Spaßfaktor
„Movie Music“ lockt mit frei interpretierter Filmmusik auch Skeptiker aus der Reserve

Da kann etwas nicht stimmen. Moderner Jazz und Spaß auf allen Seiten? Das ist verdächtig. Musik und Humor ist ja eh schon ein Problem! Schlag nach bei Brendel. Dass Musiker sich beim Jazzen freuen, nun ja, das mag an der Gage liegen oder an stimulierenden Drinks vorher und währenddessen. Kann auch Rollenspiel sein. Aber – dass das Publikum gleichermaßen Freude empfindet, das ist dann doch eigenartig oder?

Infizierte die Freude der Musiker? Jan Leipnitz behandelte sein Drumset mit einem seligen Lächeln, als habe er es seit Wochen nicht mehr spielen dürfen. Johannes Fink zupfte und strich sein extra tiefer gelegtes 5-Saiten-Cello mit staunendem Schmunzeln, als würde ihm von höherer Stelle die Hand geführt. Und Rudi Mahall, das heftige Gebläse an den Klarinetten, schien Mal um Mal amüsiert über das Klanggebräu. Nur Pianist Zoran Terzic zeigte Ernst und Würde bei der Arbeit, aber er war ja auch der Leiter der Kapelle.
Das mag ein Publikum wohl positiv affizieren, aber auf Dauer trägt so etwas nicht. Da muss schon etwas der Musik Innewohnendes hinzu kommen. Nun, vielleicht war es ja auch gar kein Jazz, der gespielt wurde, und deswegen erheiternd, erfreuend, mitreißend?

Sagen wir so: Das war eine Art Jazz-Hybridmusik. Nicht in dem Sinne, dass da verschiedene Stilrichtungen in John Zornscher Manier brutal zusammengeschnitten wurden. Auch kein prinzpienarm zusammengefügtes Tomaterial. Die Stücke hatten vielmehr etwas Kaleidoskopartiges. Jede Sequenz innerhalb der Kompositionen ließ, nachdem sie ausgespielt war, das Klanggebilde in neuem Licht erscheinen. Und so hatte man den Eindruck, mal einer Kaffeehausmusik zuzuhören, mal einem Gypsy-Swing. Mal Tanzmusik, dann Ballade, Blues, auch zügelloses Uptempo oder Brachial-Punkiges. Das ganze Konzert schien immer wieder zu verweisen auf musikalische Traditionen, jazzig oder auch nicht. Nicht als Zitat, nur als Anspielung. Vielleicht ein Irving Berlin’scher Unterton mit melancholischer Grundierung, die mitunter hätte feiner vernommen werden können, wenn die Klarinette nicht mit so viel Druck gespielt worden wäre.

Filmmusik-Bearbeitungen im engeren Sinne waren das eher nicht. Eher Widerspiegelungen eines inneren Films des Komponisten, entstanden aus Filmerlebnissen und eigener Befindlichkeit in ganz persönlichen sozialen Bezügen. Natürlich konnte man filmmusikalische Form-und Funktionselemente wiederfinden. Wenn man konnte bzw. wollte auch direkte Anspielungen auf Filme feststellen, aber darum ging es Terzic in seinen Kompositionen wohl weniger. Eher darum, beim Zuhörer den eigenen inneren Film, einen Assoziationsstrom zu stimulieren. Und das geht gut, wenn man eingängige Melodien, nachvollziehbare harmonische Abläufe und musikalischen Witz niveauvoll zusammenführt.
Das war wohl der Grund der allseits konstatierbaren Freude am Konzert der Band „Movie Music“.

Klaus Gohlke

Zoran Terzić: Movie Music

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Zoran Terzić – Piano, Melodion
Rudi Mahall – Klarinetten
Johannes Fink – Cello, Bass
Jan Leipnitz – Schlagzeug

Beitragsbild„Movie Music“, das neue Programm des Berliner Komponisten und Pianisten Zoran Terzić, ist inspiriert von der Melancholie der Filmmusiken der 1960er und 1970er Jahre.
Zoran Terzić studierte Bildende Kunst in New York, bevor er am Lehrstuhl für nicht-normative Ästhetik in Wuppertal bei Bazon Brock promoviert wurde. Er ist sowohl Autor als auch Jazzpianist. Jahrelang war er für das Berliner Balkan Black Box Festival aktiv. Seine Monographie “Kunst des Nationalismus” (Berlin 2007) beschäftigt sich mit der Kultursemiotik des Krieges.

Inspiriert von Komponisten wie Mancini, Morricone, Svoboda, Rota, Barry, Legrand, Lai, Sarde präsentiert Zoran Terzić das originelle Repertoire mit langjährigen Weggefährten, die zu den interessantesten Musikern der europäischen Szene gehören – allen voran Rudi Mahall, einer der international meistgefragten deutschen Musiker, der als Bassklarinettist die Fackel des großen Eric Dolphy weiter trägt. Dem Braunschweiger Publikum sind seine Auftritte mit Aki Takase oder den Kultbands „Der Rote Bereich“ und „Die Enttäuschung“ in warmer Erinnerung. Mit dem Quartett Alexander von Schlippenbachs führt Mahall sämtliche 70 Kompositionen von Thelonious Monk unter dem Namen „Monk`s Casino“ in einem (!) Konzertprogramm auf. Mahall studierte ursprünglich klassische Klarinette, die er nun auch in „Movie Music“ einbringt.

Zur Band gehören mit dem Cellisten Johannes Fink und dem Schlagzeuger Jan Leipnitz zwei weitere führende Musiker aus dem Umfeld der originellen Avantgarde um Aki Takase, der Band „Günter Adler“ oder Gebhard Ullmann.
Im Niemandsland zwischen Kitsch und Avantgarde angesiedelt, besticht Movie Music durch Eingängigkeit und melodische Präsenz. Tradition und Innovation, Freiheit und Schönheit sind hier keine Gegensätze, sondern heben sich in der Energie des musikalischen Ausdrucks auf. Movie Music bezieht sich vor allem auf den Film, der im Inneren abläuft oder erst noch geschaffen werden muss.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig