Emile Parisien Quartett “Double Screening”

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Emile Parisien – Sopransaxophon
Ivan Gélugne – Kontrabass
Julien Loutelier – Schlagzeug
Julien Touéry – Piano

BeitragsbildVital, neugierig und progressiv setzt die französische Szene wichtige Wegmarken für die Entwicklung des zeitgenössischen europäischen Jazz. Trotz aller Offenheit gegenüber Musikkulturen, Genres und Strömungen hat sie aber nie die Bodenhaftung verloren. Fortschritt auf den Füßen der eigenen Tradition ist ein besonderes Charakteristikum. Der Saxofonist Emile Parisien ist einer seiner Protagonisten: Ein Jazzvisionär, der mit einem Bein in der Vergangenheit steht und den Blick weit nach vorne richtet. Das macht ihn zur „besten Neuigkeit des europäischen Jazz seit langem“ (Le Monde), dem „ungeteilte Aufmerksamkeit“ (Norddeutscher Rundfunk) geschenkt werden sollte.

Parisiens musikalische Koordinaten sind weit gesteckt. Von der folkloristischen Tradition seiner Heimat führen sie über die Kompositionsstrategien der neuen Musik zur melodischen und harmonischen Abstraktion des freien Jazz. Die besondere Qualität dieses weiten musikalischen Feldes liegt in der Selbstverständlichkeit, mit der es ausgelotet wird. Nichts wirkt bei Parisien kalkuliert oder gezwungen. Stattdessen fließen in seine Musik ganz unangestrengt, leichthändig und ohne konzeptionelle Absicherung die Genremerkmale ineinander. Das Ergebnis klingt furios und ist ein großer Hörspaß in vielen Facetten: von provokativ-anarchisch bis mitreißend-swingend.

Wer den quirligen Franzosen jemals live auf der Bühne erlebt hat, weiß, dass er den Jazz mit Leib und Seele lebt. Authentizität und Ehrlichkeit schwingen in jedem Ton mit. Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten: Parisien wurde mit den beiden wichtigsten Jazzpreisen Frankreichs, den „Prix Django Reinhard 2012“ und den „Victoires du Jazz 2014“, ausgezeichnet. In Deutschland erhielt er den ECHO Jazz 2015 in der Kategorie „Bestes internationales Ensemble“, für das mitreißende Duo mit dem Akkordeonisten Vincent Peirani; 2019 nun den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik.

Mit seinem Quartett hat er die kürzlich bei ACT erschienene Platte „Double Screening“ eingespielt.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Emile Parisien Quartett: TMM

Frank Wingold Trio

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Frank Wingold – Gitarre
Jonas Burgwinkel – Schlagzeug
Robert Landfermann – Kontrabass

BeitragsbildDer Titel der aktuellen CD Titel sagt es: „Verschränkt, verwoben“ (entangled) ist die Triomusik von Frank Wingold, Jim-Hall-Fan, Professor für Jazzgitarre in Osnabrück und unter anderem Mitglied der Band „Underkarl“.
Rollenzuweisungen wie Solo und Begleitung, Haupt- und Nebenstimmen sind bei ihm weitgehend aufgehoben. Er setzt aufs Auslegen von Texturen in kammermusik-artigem Interplay mit seinen kongenialen Partnern Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel. Zu dritt weben sie ein Geflecht aus ineinandergreifenden Linien, die in stets wechselndem Licht changieren. Ein Gitarrentrio der erfrischend unorthodoxen Art, intelligent und swingend.

Wingold spielt mit einer im Jazz eher seltenen Technik: Er spielt seine halbakustische, siebensaitige Gitarre nicht mit einem Plektrum, sondern setzt auf die Technik des „Fingerpicking“. Diese Technik erlaubt es ihm, den melodischen und harmonischen Prozess auf seinem Instrument gleichzeitig zu gestalten, in dem er zum Beispiel mit dem Zeigefinger das Thema zupft, das ad hoc die übrigen vier Finger akkordisch grundieren.

Er spielt seit dem neunten Lebensjahr Gitarre. Von 1988 bis 1993 studierte er am Konservatorium von Hilversum Jazz und klassische Gitarre, seitdem lebt er in Köln. 1993 wurde er Mitglied der von Sebastian Gramss geleiteten Gruppe Underkarl (u. a. mit Nils Wogram), der er bis heute angehört.
Als Bandleader arbeitet Wingold mit der Gruppe „agog“ (mit Joost Lijbaart und Mark Haanstra). Mit dieser Band gewann er den Europe Jazz Contest in Brüssel, wo er außerdem als bester Solist ausgezeichnet wurde, und 2002 die Dutch Jazz Competition auf dem North Sea Jazz Festival.
Seit dem Wintersemester 2009/10 ist Frank Wingold Professor für Jazz-Gitarre am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

Mit Jonas Burgwinkel und Robert Landfermann spielen in Wingolds Trio zwei Musiker, die nicht nur im „Pablo Held Trio“ zu faszinieren wissen. Sie sind ein gesuchtes Rhythmus-Gespann von internationaler Klasse, das von zahlreichen Musikern für ihre Projekte gebucht wird.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Frank Wingold Trio: Frank Wingold

NDR Bigband Ltg. Tim Hagans
feat. Michael Moore (cl, sax) und Tom Rainey (dr)

westand Event- und Kulturzentrum, Westbahnhof 13, 38118 Braunschweig

NDR Bigband
Michael Moore, Saxofon, Klarinette
Tom Rainey – Schlagzeug
Tim Hagans – Leitung

BeitragsbildDie NDR-Bigband in Braunschweig vorstellen, heißt eigentlich Eulen nach Athen tragen. Seit über 40 Jahren ist sie als Orchester eine Instanz. Entstanden aus den Wurzeln eines reinen Rundfunk-Ensembles, hat sie sich seit den 70er Jahren zu einer Band entwickelt, die nicht nur ein umfassendes Jazz-Repertoire bedient, sondern auch eigene Impulse setzt, Genregrenzen erweitert, mit herausragenden MusikerInnen auftritt und diese zu Konzerten in alle Ecken Norddeutschlands holt.
In diesem Jahr präsentiert die Bigband unter der Leitung von Tim Hagans den in den Niederlanden wohnenden US-amerikanischen Saxofonisten Michael Moore. Er gehört zu den Musikern im Jazz, die es weniger in den Brennpunkt des Geschehens zieht und mehr an den Rand, Musiker mit Überblick wie Paul Motian, Charlie Haden, Jimmy Giuffre, die beobachten wollen, wie sich die Dinge entwickeln und mit subtilen Eingriffen die größtmögliche Wirkung entfalten. Michael Moore, Klarinette, Bassklarinette, Altsaxofon, ist ein weiterer dieser Musiker. Seit Anfang der 1980er-Jahre ist er fester Bestandteil der zeitgenössischen niederländischen Szene, allseits geschätzt als ein äußerst sensibler Improvisator mit einem ausgeprägten Sinn für Struktur und Gleichgewicht, als ein Komponist auch mit originellen Ideen und Gespür für musikalische Farbgebung.
Mit dazu geholt hat er den US-amerikanischen Schlagzeuger Tom Rainey, der derzeit den Formationen von Tim Berne, dem Fred Hersh Trio und der Ingrid Laubrock Band angehört. Er gehört zweifelsfrei zur A-Liste der Schlagzeuger, die man unmittelbar mit der modernen, kreativen Jazzszene New Yorks in Verbindung bringt, z.B. Kenny Wollesen, Gerry Hemingway, Joey Baron, Bobby Previte u.a.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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- Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Monoglot

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Pascal Eugster – E-Bass
Luca Glausen – Schlagzeug
Kristinn Smári Kristinsson – Gitarre
Sebastian von Keler – Tenorsaxofon
Fabian Willmann – Tenorsaxofon

BeitragsbildDie Band „Monoglot“ ist divers. Was die Musik, was die Nationalität der beteiligten Musiker, was die Kritik bzw. Schubladisierung betrifft. Dabei meint „monoglott“ ja eher: nur einer Zunge/ Sprache mächtig. Könnte allerdings bei Musik eine Universalsprache sein.
Manche nennen dieses Monoglottische nun „Indie-Jazz from Basel“, andere „Alternativ-Jazz mit Punk-Attitüde“. Oder aber „progressiven, minimalistischen Jazz, frech, freigeistig und verspielt.“ Wie auch immer! Präsentiert wird ein Genremix aus geheimnisvollen Melodien, repetitiven Patterns, pulsierendem Rock-Groove, Popanspielungen, Improvisationen. Fünf virtuose Musiker, die, wohl auch aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft aus Island, der Schweiz und Deutschland, einen komplexen, zugleich höchst individuellen Bandsound kreieren. Ihr Album mit dem leicht katastrophisch klingenden Titel „Wrong Turns and Dead Ends“, das sie in Braunschweig vorstellen, zeigt sich herrlich abwechslungsreich, verspielt und höchst experimentell zugleich. Eher poly- als monoglott.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig
Braunschweigische Sparkassenstiftung

Bildrechte Monoglot: Gary Schneider

Jazz-BS BS-Jazz 2020

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jazz BS BS-Jazz 2020

Die Initiative Jazz Braunschweig e.V. möchte auch in diesem Jahr im Rahmen ihres regulären Konzertprogramms Musiker*innen bzw. Bands präsentieren, die in der Region Braunschweig verwurzelt sind. Region Braunschweig meint dabei: Stadt Braunschweig und angrenzende Landkreise, also GF, HE, PE, SZ, WF, WOB. Sie sollen in gleicher Weise präsentiert werden und sich selbst vorstellen, wie die anderen Bands aus aller Welt. Der einzige Unterschied wird sein, dass das Publikum an einem Abend zwei Jazz-Formationen erleben wird, die ein jeweils einstündiges Set spielen.

Auftrittsort ist der Rote Saal im Schloss der Stadt Braunschweig. Jazz-BS stellt eine angemessene PA, die Gage orientiert sich – wie bei allen anderen Musiker*innen auch – an den Empfehlungen der DJU.

Der Konzerttermin ist Samstag, der 05. September 2020, 20 Uhr.

Bewerbungen bitte bis 30. März 2019 an bk.gohlke[at]t-online.de

Erforderlich sind dabei

  • ein Presskit (Bandprofil, HD-Foto > 1MB)
  • Tech- und Stagerider
  • Musikbeispiele (downloads, soundcloud, dropbox, spotify o.ä.)
  • Vertragsvordrucke stellt der Veranstalter

Achtung: Für Bands, die sich letztes Jahr bereits beworben haben und das wiederholen wollen, gilt ein vereinfachtes Verfahren. Es reicht dann eine Kurzmitteilung zur erneuten Bewerbung, es sei denn allfällige Veränderungen (Lineup, Foto, Links) sind eingetreten.

Klaus Gohlke, jazz-bs