Der Vorverkauf beginnt - sofern nicht anders angegeben - zwei Monate vor dem Konzert.
Die Konzerte im LOT-Theater beginnen ab 2019 bereits um 19:00 Uhr.

Samuel Blaser Quartet

westand Event- und Kulturzentrum, Westbahnhof 13, 38118 Braunschweig

Samuel Blaser – Posaune
Marc Ducret – Gitarre
Gerry Hemingway – Schlagzeug
Masatoshi Kamaguchi – Bass

Die Initiative Jazz Braunschweig macht genau da weiter, wo sie im Februar dieses Jahres aufgehört hat. Nämlich mit der Präsentation erstklassiger Jazzkonzerte. Bleiben wir dieser Tradition auch treu, so müssen wir nunmehr immer mit der Unsicherheit leben, dass aktuelle Infektionsentwicklungen alle Planungen umstoßen. So ist es nun einmal, wir bitten Sie, die aktuellen Entwicklungen unserer Konzertplanungen aufmerksam zu verfolgen.

Im Februar begeisterte das Eva Klesse Quartett, nun wird das Quartett des Schweizer Ausnahme-Posaunisten Samuel Blaser für uns aufspielen, eine kleine Supergruppe, wenn man so will. Mit dem Gitarristen Marc Ducret, Träger des Django Reinhardt Preises. Er spielte u.a. mit Joachim Kühn, Michel Portal und Tim Berne und gilt als Grenzüberschreiter, was seine Arbeitsfelder betrifft. Das Gleiche kann man auch von Gerry Hemingway sagen, dem Schlagzeuger der Band. Auf über 150 Einspielungen für verschiedenste Labels ist er als Bandleader, Komponist und Mitspieler verschiedenster Stilrichtungen von John Cale bis Marilyn Crispell zu hören. Schließlich Masatoshi Kamaguchi am Tieftöner, ein äußerst vielseitiger, intuitiv agierender Bassist.

Samuel Blaser seinerseits – Benny Golson-, J.J. Johnson- und 2019 European Jazz Award-Gewinner – gilt als einer der technisch versiertesten Posaunisten der Gegenwart, der sich nicht schubladisieren lässt. „Meine Interessen sind zu offen, um in eine spezifische Kiste gesperrt zu werden.“, sagt er im Interview. So spielt er Hommagen an Jimmy Guiffre und Carla Bley ein, dann verknüpft er Renaissance- und Barockmusik mit Gegenwarts-Jazz. Zeigt sich als kreativer Bandleader, der starke Melodien, Harmonien und Rhythmen kreiert, um seinen Mitspielern Räume zu eröffnen, sich auszudrücken, Kompositionen fortzuentwickeln und einen Gruppensound zu entwickeln. Wagt aber auch, Soloprojekte zu präsentieren.

Seine Arbeiten zeigen insgesamt Wege auf, improvisierte Musik zu einem echten Hör-Erlebnis werden zu lassen. „Ich bin sicher, dass eine funkelnde Posaune eine Botschaft direkt in dein Herz senden kann und damit dein Leben verändert!“, prophezeit er mit Emphase. Wir werden es mit seinem Quartett erleben.

» Weitere Informationen

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig
Die Braunschweigische Stiftung
 

Festival “Drei Tage Neue Musik Braunschweig”

9. bis 11. Oktober 2020

Natura Renovatur
Wiederherstellung des Gewohnten. Gleichzeitig ein neuer Anfang.

Unter diesem Motto nimmt das Festival „Drei Tage Neue Musik Braunschweig“ das Werk Giacinto Scelsis in den Fokus und entwickelt daraus einen programmatischen Parcours, der ausgehend von Scelsis Werktitel Natura Renovatur die Klangwelt des 21. Jahrhunderts neu definiert.

Das Festival findet vom 9. bis 11. Oktober in der Dornse des Altstadtrathauses statt.
Es bleibt seinem bewährten Konzept mit einem aktuellen Motto, drei thematischprogrammatischen Konzerten, dem Profil Entertainment-Performance – dem moderierten und kommentierten Konzert – und dem pendenprinzip bei der finanziellen Publikumsbeteiligung treu.

Alle Konzerte des diesjährigen Festivals beziehen sich programmatisch ganz bewusst auf den experimentierfreudigen Italiener und stellen sein Werk neben dasjenige von Galina Ustvolskaja und Spohr-Preisträger Salvatore Sciarrino. Auf dem Programm steht auch die Uraufführung eines Auftragswerks für Ensemble, Live- Elektronik und Saxofon.

Das Eröffnungskonzert am Freitag, 9. Oktober, konfrontiert den Komponisten-Sonderling Scelsi mit Stücken, die eine innere Verbindung zu seinem Werk haben, wie etwa „Tre Pezzi for Scelsi“ für Kammerensemble, Live-Elektronik und AltSaxofon des Künstlerischen Leiters des Festivals Vlady Bystrov. Auch Bystrov ist, wenn man so will, mehr Klangtüftler als Komponist, einer, der sich praktisch und theoretisch intensiv mit dem Phänomen Klang auseinandersetzt. In „Tre Pezzi for Scelsi“ aus dem Jahr 2020, gespielt von der Klangwerkstatt Braunschweig, heben sich solistische Melodiefragmente des Saxofons aus einem dichten Gewebe an irisierenden Ensembleklängen heraus. Konzentration und Reduktion bestimmen hier das musikalische Geschehen. Auch Salvatore Sciarrinos Werke sind von Scelsi inspiriert und spielen mit dem Phänomen des Klangs und seiner Auffächerung bzw. Transformation via Klangfarbe und mikrotonaler Veränderungen. Als Solistinnen sind Tatjana Prelevic am Klavier und Lenka Zupkova an der Violine (Ensemble Megaphon).

Im zweiten Abend, am Samstag, 10. Oktober, teilen Musiker unterschiedlicher Herkunft eine gemeinsame Klanggestik und vereinigen zwei verschiedene Klangideen: Homogenität und Heterogenität, Realität und Illusion sowie Identität und Incognito. Hier werden auf den Reminiszenzen von und über Scelsi basierende Themen improvisatorisch verarbeitet, die sich zum ersten Mal treffendes Trio, bestehend aus wahren Meistern ihres Fachs, dem Pianisten Simon Nabatov, Schlagzeuger Christian Lillinger und Saxofonisten Vlady Bystrov, zu neuen Klanggebilden formt.

Im Abschlusskonzert, der Matinee am Sonntagvormittag, 11. Oktober, erzählt Dr. Vlady Bystrov aus musikwissenschaftlicher Sicht über seine persönlichen Begegnungen mit Musik Giacinto Scelsi und präsentiert einige Solo-Stücke für Saxofon und Klarinette. „Tre Pezzi“ nannte Giacinto Scelsi ein Stück aus dem Jahr 1956, in dem er von einem Ton D ausgehend einen wahren Klangkosmos entstehen lässt. „Maknongan“ oder „Ixor“ sind die anderen. Außerdem spielen Simon Nabatov und Vlady Bystrov Improvisationen zu dem Hörspiel- Klanginstallation über Scelsi. Eine fantastische Schule des Hörens und eine Klanginsel im Meer des Gewöhnlichen.

» Weitere Informationen

Veranstalter: Freunde Neuer Musik Braunschweig e.V.
 

Jazz mit Mindestabstand

DAS KULT, Hamburger Straße 273 Eingang 2C, 38114 Braunschweig

Sonntag, 26. 7. 2020 von 14-19 Uhr: Regio-Jazz Open Air, Schimmelhof-Gelände

Das Festival findet trotz des angesagten leichten Regens statt!

Beitragsbild

Wir sind aus der Coronapause zurück und freuen uns, Sie/Euch begrüßen zu können. Schon seit vier Monaten ist die Braunschweiger Kulturszene pandemiebedingt im Stillstand – keine Auftrittsmöglichkeiten für die Künstler, keine Konzerte für das Publikum. Mit dem Jazz-BS Open Air soll nun am 26. 7. ein vorsichtiger Neuanfang gewagt werden. Unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen veranstaltet die Initiative Jazz Braunschweig in Zusammenarbeit mit dem KULT ein Open-Air-Konzert mit Bands aus der Region. Von 14-19 Uhr werden zu sehen sein:
 
 
 
 

  • 14:00-14:45 Uhr: Duo Waida/Lampe (Sven Waida p, Tobias Lampe b)
  • 14:45-15:30 Uhr: Britta Rex Quartett (Britta Rex voc, André Neygenfind b, Eddie Filipp dr, Jan Behrens p)
  • 15:30-16:00 Uhr: Konrad Brinckmeier (p)
  • 16:00-16:45 Uhr: Henny Baldt Trio feat. Bernd Dallmann (Henny Baldt dr, Viktor Bürkland p, Peter Schwebs b, Bernd Dallmann sax)
  • 16:45-17:30 Uhr: Trio Matti Wandersleb dr, Bernd Dallmann sax, Heinrich Römisch b
  • 17:30-18:15 Uhr: Alex & Solid Jazz feat. David Tobin (Alexander Hartmann sax, David A. Tobin voc, Peter Schwebs b, Helge Adam p, Sam Torres dr)
  • 18:15-19:00 Uhr: Die kleine Swingbrause (Matthias Köninger voc/p, Heinrich Römisch b, Ingemar Oswald dr)

Ort: Schimmelhof-Gelände vor dem KULT, Hamburger Str. 273/C2

Der Eintritt ist frei; um eine Spende zugunsten der Auftretenden wird gebeten.

Hygieneregeln: Sitzplätze mit Mindestabstand sind vorhanden, evtl. Sitzkissen mitbringen. Maskenpflicht auf dem Weg zum Platz und zum Catering; auf den Sitzen kann die Maske abgenommen werden.

 

Bolle-Gedächtniskonzert

Jazz-Kneipe Baßgeige, Bäckerklint 1, 38100 Braunschweig

Britta Rex – Gesang
Walter Kuhlgatz – Trompete, Flügelhorn
Marcel Reginatto – Alt- und Baritonsaxophon
Otto Jansen – Tenorsaxophon
Elmar Vibrans – Piano
Heinrich Römisch – Bass
Thomas Geese – Schlagzeug

BeitragsbildEin Jahr ist es im Februar her, dass Norbert „Bolle“ Bolz gestorben ist. Es ist Zeit, mit einem Jazzabend in der Baßgeige an ihn und seinen Einsatz für die swingende Musik zu erinnern. Bolle, der auch den Musikerinnen und Musikern der Braunschweiger Szene immer wieder Auftrittsmöglichkeiten gab, hätte daran Freude gehabt. Freude ist das Stichwort:
Es gibt keinen Trauerabend, sondern eine Feier des swingenden Jazz, den Bolle liebte.

Eintritt: 15 €
 

Eva Klesse Quartett

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Eva Klesse – Schlagzeug
Philip Frischkorn – Klavier
Evgeny Ring – Alt-Saxophon
Stefan Schönegg – Kontrabass

BeitragsbildWas die Schlagzeugerin Eva Klesse (die erste (!) deutsche Instrumentalprofessorin für Jazz) mit ihrem Quartett (Evgeny Ring: Alt-Sax; Philip Frischkorn: Piano; Stefan Schönegg: Kontrabass) entwickelt, ist reife, klug durchdachte und zugleich empathisch gespielte Musik. Dank melodischer und harmonischer Raffinesse ist ihr Jazz für unterschiedliche Hörerinnen und Hörer interessant, jenseits vom Mainstream. Das Quartett präsentiert sich dabei als atmender Organismus, der modernen Jazz zwischen Kontemplation und Temposchärfe entwirft. Man lässt einander ungemein viel Platz und klebt nicht an konventionellen Rollenverteilungen von Komposition und Improvisation. Dieser kammermusikalische Jazz mit seiner Ausdruckstiefe führt zu einer musikalischen Erzählkunst, die im internationalen Kontext souverän bestehen kann. Eva Klesse beeindruckt mit einem dynmaischen Spiel, beherrscht feinste Nuancen und zarteste Töne. Sie ist kreative Gestalterin mit einer identifizierbaren Handschrift und kongeniale Partnerin ihrer exzellenten Mitmusiker, die ihre Spielphilosophie bruchlos teilen. Die Jazzfreunde erwartet ein Abend mit spannendem Interplay unterschiedlicher Spielhaltungen und Charaktere.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
POMPE OPTIC
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Silke Eberhard Trio

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Silke Eberhard – Klarinette, Altsaxophon
Jan Roder – Bass
Kay Lübke – Schlagzeug

BeitragsbildDie Klarinettistin und Altsaxophonistin Silke Eberhard steht mit ihrem aufregenden Trio fest auf dem Fundament der modernen Jazztradition. Sie bezieht sich auf Innovatoren wie Ornette Coleman, Charles Mingus oder Eric Dolphy. Ohne das Sicherheitsnetz eines Harmonieinstrument spielt ihr Trio mit dem Bassisten Jan Roder und dem Schlagzeuger Kay Lübke hart swingenden modernen Jazz. Das Konzept der Band erinnert an das Mike Osborne Trio aus den 70er Jahren oder an das berühmte Ornette Coleman Trio der Blue-Note-Aufnahmen aus dem „Golden Circle“ in Stockholm.
Interaktion ist das Stichwort, das das Spiel der Drei kennzeichnet. Die Musiker gehen spontan auf die Ideen des jeweils anderen ein. Die originellen Kompositionen bieten dafür das Ausgangsmaterial.
Die CD des Silke Eberhard Trios „The Being Inn“ wurde 2017 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Der bekannte Jazzkritiker Bert Noglik begründete das für die Jury so:
„Das Album gleicht einer Einladung in das imaginäre Gasthaus, das sich die Berliner Altsaxophonistin und Bassklarinettistin Silke Eberhard beim Schreiben der Stücke vorstellte – ein Ort, an dem die moderne Jazztradition im Raum schwebt und im gemeinschaftlichen Spiel neu ausgeformt wird. Dabei sind die Fenster weit geöffnet, so dass sich bei allen Reminiszenzen an die Geschichte dieser Musik ein beglückendes Gefühl von Freiheit einstellt. Jan Roder am Kontrabass und Kay Lübke am Schlagzeug weben ein spannendes Beziehungsgeflecht und treten als Gesprächspartner der Bandleaderin wie auch selbst als Solisten hervor, so dass ein vielfältig ausdifferenzierter Trioklang entsteht, der sehr eigen ist und zugleich vertraut anmutet.“ Da kann man nur gespannt sein.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Silke Eberhard Trio: Silke Eberhard

Nathan Ott Quartett

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Nathan Ott – Schlagzeug, Komposition
Christof Lauer – Saxophone
Sebastian Gille – Saxophone
Jonas Westergaard – Kontrabass

BeitragsbildFür den 6. Dezember ist ein Konzert mit dem Natan Ott Trio feat. Dave Liebman angekündigt. Dave hatte leider einen schweren Unfall erlitten, der Auftritte unmöglich macht. Nathan Ott ist es gelungen, Christof Lauer zu gewinnen, Daves Saxofonpart zu übernehmen. Wir sprechen ausdrücklich nicht von „ersetzen”, denn Christof ist kein Ersatzmann. Die Band wird das avsierte Repertoire spielen, auf andere Weise interpretiert. Christof Lauer muss man nicht vorstellen, er ist einer der profiliertesten Saxofonisten Deutschlands, der uns schon oft in Braunschweig begeisterte.
Wir bitten um Verständnis und Neugier.

Das Nathan Ott Quartett bringt den Geist der legendären Lighthouse-Edition der Elvin Jones Band der 70er Jahre ins 21. Jahrhundert und präsentiert eine der wichtigsten Jazz-Stimmen unserer Zeit: die des US-amerikanischen Saxophonisten Dave Liebman. Liebman ist eine treibende Kraft des zeitgenössischen Jazz und gehört zu den zentralen Saxophonisten der von John Coltrane beeinflussten Moderne. Seit er weltweites Aufsehen durch seine Zusammenarbeit mit Miles Davis und Elvin Jones erregte, übt er großen Einfluss auf die Musik der Gegenwart aus, sowohl als Saxophonist, Komponist und Bandleader wie auch als Lehrer und Buchautor. In Braunschweig können Sie ihn in der außergewöhnlichen Konstellation im Quartett mit dem jungen Jazzdrummer Nathan Ott erleben.

Ott war zuerst klassischer Geiger und begann erst mit 18 Jahren, Schlagzeug zu spielen, nachdem er ein Konzert von Dave Liebman beim Augsburger Jazzsommer erlebt hatte. Inzwischen hat er sich in der Jazzszene auch über Generationsgrenzen hinweg als ein überaus wacher und vitaler Impulsgeber bewährt und spielt mit Musikern aus Deutschland, Griechenland, Spanien und den USA. Seit Herbst 2016 gestaltet Ott auch seine eigene Konzertreihe „The Nathan Ott Dubph0nic“ im Altonaer Jazzclub Hafenbahnhof.

In seinem Quartett verzichtet Ott bewusst auf ein Harmonieinstrument und richtet so den Blick auf die je individuellen Spielweisen und Klanggestaltungen der beiden Saxophonisten. Dave Liebman war 2005 bei uns im Städtischen Museum zu Gast, während Sebastian Gille, Preisträger des Hamburger Jazzpreises 2015, unlängst mit Jens Düppe das Braunschweiger Jazzpublikum im Roten Saal begeisterte. Am Kontrabass ist Jonas Westergaard, der die Reihe großer skandinavischer Bassisten mit internationalem Erfolg fortsetzt.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Nathan Ott: Cascadas

Shake Stew “Rise And Rise Again”

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Lukas Kranzelbinder – Bass, Bandleader
Clemens Salesny – Altsaxofon
Johannes Schleiermacher – Tenorsaxofon
Mario Rom Trompete
Oliver Potratz – Bass
Nikolaus Dolp – Schlagzeug
Mathias Koch – Schlagzeug

BeitragsbildShake Stew ist die österreichische Jazzband der Stunde. Eine Band, die als Sensation im Jazz gilt. Der Staub, den die sieben Ausnahmemusiker rund um Lukas Kranzelbinder seit ihrer Bandpremiere beim Jazzfestival Saalfelden 2016 aufgewirbelt haben, hat sich gerade erst wieder ein wenig gesetzt, da legen sie bereits mit voller Energie nach: „Rise And Rise Again“ ist das zweite Studioalbum betitelt, und in welchem Tempo diese Formation neuen musikalischen Output erzeugt, ist wirklich atemberaubend.
Wurde ihr Debüt im österreichischen „Standard“ noch als „magische Eröffnungsstunde“ und vom „Kurier“ als „intergalaktisches Roadmovie für die Ohren“ beschrieben, scheint es mittlerweile wirklich so, als ob die Musik dieser Formation immer größere Wellen schlägt. Nach Einladungen vom renommierten Montreal Jazz Festival bis hin zum deutschen Jazzfestival Frankfurt wurde auch die deutsche Wochenzeitung DIE ZEIT auf Shake Stew aufmerksam. Sie schickte ihren Musik-Journalisten Ulrich Stock im September 2018 für ganze fünf Tage in den Jazzclub Unterfahrt nach München, wo die Band gerade eine Residency mit täglich wechselndem Programm spielte.

Dass einer jungen österreichischen Formation eine komplette Seite im Feuilleton der ZEIT gewidmet wird, erscheint bereits bemerkenswert, viel mehr aber verblüffen die Euphorie und Begeisterung, die den Journalisten angesichts seiner Erfahrungen gepackt haben:

„Was ich hörte, haute mich um. Grandiose Rhythmen, schmelzende Bläser, hypnotischer Funk-Beat-Swing-Afro-Jazz-Rock-Rhythm-and-Irgendwas. Ich war so gebannt, ich konnte nach dem Konzert kaum aufstehen. Inzwischen weiß ich, dass andere Hörer ähnliche Initiationserlebnisse hatten; etwas geht von dieser Band aus, das neu und besonders ist – und ungemein attraktiv.“

Es könnte Ihnen genauso gehen. Freuen Sie sich auf einen einzigartigen Abend!

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Shake Stew: Andreas Waldschuetz

Drei Tage Neue Musik

25. bis 27. Oktober 2019

Programm

Kompositionen auf Weiß

Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr
Einführungsvortrag
Dr. Vlady Bystrov: Freie Improvisation

Freitag, 25. Oktober 2019, 20:00 Uhr
Impro-Abend mit Vlady Bystrov (Holzblasinstrumente), Anto Pett (Klavier) und Anne-Liis Poll (Gesang)

Musik am Bauhaus

Samstag, 26. Oktober 2019, 19:30 Uhr
Einführungsvortrag
Dr. Vlady Bystrov: Musik am Bauhaus

Samstag, 26. Oktober 2019, 20:00 Uhr
Adolf Busch: Duo für Viola und Saxofon, Erwin Schulhoff: Hot-Sonate für Altsaxofon und Klavier, Arnold Schönberg: Verklärte Nacht (Arr. f. Ensemble)
Braunschweiger Klangwerkstatt und Ensemble Megaphon: L. Župková, V. Bystrov, H. Krauss, T. Prelevic

Komponistinnenportrait Adriana Hölszky

Sonntag, 27. Oktober 2019, 11:00 Uhr
Quasi una fantasia für Oboe, Snowbirds für Violine und Klavier, Flux Reflux für Saxofon solo, Klangwaben für Violine solo, Hörfenster für Franz Liszt für Klavier solo
Braunschweiger Klangwerkstatt und Ensemble Megaphon: L. Župková, V. Bystrov, H. Krauss, T. Prelevic

Alle Konzerte finden in der Dornse des Altstadtrathaus Braunschweig statt.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Veranstalter: Freunde Neuer Musik Braunschweig e.V. in Kooperation mit dem Louis Spohr Musikzentrum
Programm-Download (PDF 2,5 MB)

Altstadtmarkt 7
38100 Braunschweig

 

VEIN – Symphonic Bop

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Michael Arbenz – Piano
Thomas Lähns – Bass
Florian Arbenz – Schlagzeug

BeitragsbildSeit mehr als einem Jahrzehnt gilt das Schweizer Trio VEIN als eines der führenden Klaviertrios Europas. Es bestritt Tourneen in über 40 Ländern, von Kolumbien bis Russland, von Portugal bis Norwegen, von Italien bis Japan, und wurde von Ulrich Olshausen (FAZ) auch schon als ein “Trio von nahezu abgehobener Sonderklasse” bezeichnet. In letzter Zeit beschritt VEIN neue Wege, in dem es sein kammermusikalisches und flexibles Trio-Spiel auch durch grössere Formationen erweiterte.

Da alle drei VEIN-Mitglieder ein klassisches Studium absolvierten, sind auch Einflüsse aus der klassischen Musik hörbar. So zum Beispiel von Ravel (dessen Musik VEIN auf dem letzten Album „VEIN plays RAVEL“ bearbeitete), Debussy, Mahler oder Stravinsky.

VEIN ist nun auch mit der Trioversion des „Symphonic Bop“ – Programms auf Tournee. Hier wird dieses klangliche Universum wieder auf die drei ursprünglichen Instrumente reflektiert. Auf diese Weise vereint sich der flexible und unberechenbare Aspekt von VEIN mit einer maximalen dynamischen Breite und einer Farbenvielfalt, die von großen Formationen inspiriert ist.

Michael Arbenz – Piano

Michael Arbenz, klassisch ausgebildeter Pianist und autodidaktischer Jazzmusiker, verbindet seine Neugierde zum Neuen mit der Erfahrung seiner klassischen Ausbildung. Nach dem Studium am Konservatorium in Basel arbeitete er zum Beispiel mit Pierre Boulez, Heinz Holliger, Jürg Wyttenbach oder dem Schweizer Ensemble Contrechamps.
Bereits als Kind entdeckte Michael die Liebe zum Jazz. Seine eigenständiger Zugang zur Jazz-Tradition und weiterer improvisierter Musik führte zu einem sehr persönlichen Ansatz. Da er das Klavier gerne orchestral einsetzt, sind seine Improvisationen oft sehr vielschichtig und von vielen Einflüssen geprägt. Zu diesen zählen bedeutende Jazzpianisten quer durch die Musikgeschichte aber auch Ideen und Klangfarben der klassischen und zeitgenössischen Musik.

Er spielte mit dem Trio VEIN bei vielen renommierten Konzertveranstaltern und arbeitete zum Beispiel mit Greg Osby, Glenn Ferris, Dave Liebman, Marc Johnson, Wolfgang Puschnig und Andy Sheppard.

Thomas Lähns – Bass

Als gefragter Bassist kombiniert Thomas Lähns die Bogen-Technik eines klassischen Orchestermusikers mit der Spontanität eines Jazz-Bassisten. Er spielte klassische Konzerte mit Grössen wie Heinz Holliger oder Peter Eötvös, u.a. bei den Salzburger Festspielen oder dem Schleswig-Holstein Musik Festival, und bestreitet regelmäßig klassische Soloauftritte in Europa und Südamerika. Ausserdem ist er einer der wenigen Kontrabassisten, die Hans Werner Henzes Konzert für Kontrabass und Orchester aufführten.
Seine ersten musikalischen Schritte machte Thomas auf dem E-Bass, seinen Jugend-Idolen “Iron Maiden” nacheifernd. Als er später zum Kontrabass wechselte, entdeckte er den Jazz, studierte in Basel klassische Musik bei Wolfgang Güttler und Botond Kostyak und nahm an Masterclasses von Mark Dresser teil.
Als Jazzbassist spielt er mehr als 100 Konzerte im Jahr, neben seiner Mitwirkung im Trio VEIN unter anderem mit Christoph Stiefel, Johannes Mössinger und Kolsimcha. Er bezieht sich auf die Tradition von Scott LaFaro, Richard Davis oder Miroslav Vitous, besonders aber auch auf jene der grossen Bogen-Meister Slam Stewart und Major Holley.

Florian Arbenz – Schlagzeug

Florian Arbenz ist einer der vielseitigsten Schlagzeuger Europas. Mit dem Jazz kam er über Musiker wie Kirk Lightsey oder Famadou Don Moye in Berührung und studierte bei Ed Thigpen und Steve Smith. Als klassisch ausgebildeter Perkussionist mit grosser internationaler Orchestererfahrung trat er unter anderem mit Peter Eötvös, György Kurtag und Christoph von Dohnanyi auf. Während seines Studiums verbrachte er sechs Monate am Instituto Superior de Arte in Havanna/ Kuba und so ist sein Spiel von afro-kubanischen Elementen, aber auch von asiatischen Finger-Techniken beeinflusst. Florian ist in aktivem Austausch mit der internationalen Drummer-Szene, folgt den neusten Strömungen des Drumsets und verfeinert seine Spielweise stets mit neuen Innovationen.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte VEIN: Daniel Infanger

Dieter Ilg “B-A-C-H”

Augusteerhalle der Herzog August Bibliothek, Lessingplatz 1, 38304 Wolfenbüttel

Eine Kooperation mit der „Gesellschaft der Freunde HAB“

Dieter Ilg – Bass
Rainer Böhm – Piano
Patrice Héral – Drums

BeitragsbildBereits seit Jahren gehört Dieter Ilg zu den einflussreichen Stimmen des europäischen Jazz. Seine elektrisierende Vitalität, intelligente Neugier, technische Brillanz und totale Hingabe an den Moment brachten ihm internationale Reputation nebst drei ECHO Jazz Trophäen ein.

Aus den Werken Johann Sebastian Bachs holt sich Kontrabassist Dieter Ilg das neue Material für sein Trio mit Rainer Böhm am Piano und Patrice Héral am Schlagzeug. Kammerjazz, intim und extrovertiert zugleich. Ilgs Trio hebt Grenzen zwischen musikalischen Epochen und Genres auf. Bemerkenswert konsequent verfolgt Ilg seine Vorstellung von einer eigenen, natürlichen Herangehensweise. Traumwandlerisches Zusammenspiel und Mut zum Risiko lässt magische, unverwechselbare Augenblicke entstehen, die diese drei Instrumentalisten zu einer der intensivsten und organischsten Live-Formationen ihrer Art formen. Melodiös, lyrisch, romantisch eingänglich und gleichsam forsch herausfordernd. Musik mit Anspruch und gleichzeitig angenehm hörbar.

Der dreifache Echo Jazz – Preisträger Dieter Ilg erlangte Ende der 1980er Jahre größere nationale wie internationale Bekanntheit durch seine feste Mitgliedschaft im Quintett des US-Trompetenstars Randy Brecker, als Nachfolger Ron Carters. Ein Ritterschlag. Daraufhin wurde der Südbadener für ausgewählte WDR-Bigband- Projekte regelmäßig engagiert und wirkte u.a. an der erfolgreichen ACT-Produktion „Jazzpana“ mit. Ob im Quartett mit Peter Erskine, Kenny Wheeler und John Taylor, im berühmten Albert Mangelsdorff-Wolfgang Dauner Quintett oder mit seiner Furore machenden Premiere als Leader von Ilg / Schröder / Haffner wurde Dieter Ilg zu einem Vorbild für jüngere Generationen.

Durch seine Trioexkursionen als Initiator von Formationen mit Marc Copland und Bill Stewart (American Songbook) oder Wolfgang Muthspiel und Steve Argüelles (European Songbook) wurde der Kontrabassist zu einem Aushängeschild für Eigenständigkeit, Konstanz und ständigem Forscherdrang.

Seit acht Jahren nun präsentiert er mit seiner „Working Band“ (mit Rainer Böhm und Patrice Héral) Bearbeitungen klassischer Werke europäischer Musikgeschichte. Nach Giuseppe Verdis „Otello“ und Richard Wagners „Parsifal“ veröffentlichte der Virtuose 2015 seine letzte Tonkonserve, wiederum beim renommierten Label ACT, mit Variationen zu Themen Ludwig van Beethovens. Ende September 2017 erschien des Tiefenzauberers neuestes Werk: dieses Mal Johann Sebastian Bach gewidmet. Dieter Ilg formt – nach langjähriger Duopartnerschaft mit dem beliebten Saxofonisten Charlie Mariano – seit einigen Jahren auch eine solche mit Deutschlands prominentestem Jazzmusiker, Trompeter Till Brönner.

Der im südbadischen Offenburg aufgewachsene Landesjazzpreisträger Baden-Württemberg studierte klassischen Kontrabass bei Prof. Wolfgang Stert in Freiburg i. Br., zog zu einem seiner intensivsten Lehrern, dem umtriebigen Mentor Dave Liebman, nach NYC und sponn die Fäden seiner weiteren Karriere. Sein singender Ton, seine handwerkliche Meisterschaft und seine expressive, individuelle Ausdruckskraft sind Markenzeichen und finden bei unterschiedlichsten Musikern und Musikerinnen weltweit starken Anklang.
Für einen deutschen Jazzmusiker eine einmalige und einzigartige Vita.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 18 € (GdF) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Dieter Ilg “B-A-C-H”: Dieter Ilg

BS-Jazz – Osterburg-Vibrans Duo / HC Hasse Quintett

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jazz BS – BS Jazz

Set 1: Osterburg-Vibrans-Duo
(Dietmar Osterburg: Gitarre; Elmar Vibrans: Piano)

Set 2: HC Hasse Quintett
(Hans-Christian Hasse: Piano; Claus Sartori: Saxophon; Lorenz Däubler: Saxophon; Heinrich Römisch: Bass; Ingemar Oswald: Schlagzeug)

Unter dem Motto Jazz BS – BS Jazz möchte die Initiative Jazz Braunschweig zukünftig Musiker*innen bzw. jeweils zwei Bands am Abend präsentieren, die in der Region Braunschweig verwurzelt sind.

BeitragsbildDie Duo-Besetzung Gitarre-Piano ist selten im Jazz. Eigentlich schade, finden Dietmar Osterburg (Gitarre) und Elmar Vibrans (Piano). Denn in dieser Kombination findet man eine Freiheit in der Improvisation, Kommunikation und Interaktion, wie sie in größeren Besetzungen nur schwer zu erreichen ist. Das Programm enthält Jazz-Standards und Kompositionen von John Abercrombie, Jim Hall, John Hicks und Attila Zoller, die in ganz eigener Manier improvisatorisch interpretiert werden.

BeitragsbildDie aktuelle Formation um den Braunschweiger Jazzpianisten Hans-Christian Hasse fühlt sich der Tradition der US-amerikanischen Tonsprache des Jazz verpflichtet. Die Musiker bieten dem Hörer ein abwechslungsreiches musikalisches Menü, angerichtet aus packenden Latin-Grooves, erdigen Hard-Bop-Linien und leidenschaftlichen Improvisation-Parts.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Osterburg-Vibrans Duo: Dietmar Osterburg
Bildrechte HC Hasse Quintett: Hans-Christian Hasse

Jazz im Park

Park des Ritterguts Abbensen, Eixer Straße 24, 31234 Edemissen

Veranstalter: Braunschweigische Landschaft e.V.

MUSIKZUG FREIW. FEUERWEHR ABBENSEN – JAZZ & DIXIELAND
JAN-HEIE ERCHINGER – SOLOPIANO
EVELYN KRYGER – WORLDFUSION
SAM LEIGH-BROWN & PETER BEFORT QUINTETT – BOSSANOVA

Zum 7. Mal lädt die Braunschweigische Landschaft ein zu JAZZ IM PARK. Diesmal grooven und swingen die Bands im Park des Rittergutes Abbensen. Moderne Musik in traditionsreicher Umgebung, ein Festival zum Hören und Sehen. Etablierte und erfolgreiche Jazz-Musiker ebenso wie musikalische Newcomer lassen hören, wie zeitgenössischer Jazz klingt.

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Eintritt: 5 €

Jens Düppe Quartett “Dancing Beauty”

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jens Düppe – Schlagzeug, Komposition
Sebastian Gille – Saxophon
Lars Duppler – Piano
Christian Ramond – Kontrabass

BeitragsbildGehen John Cage und Jazz zusammen? Neutöner Cage hatte ja ein eher distanziertes Verhältnis zum Jazz. Jens Düppe zeigt mit seinem Projekt „Dancing Beauty“, wie gut das funktionieren kann. Der Schlagzeuger und Komponist Düppe hat sich neun musikphilosophischer Aussagen des Jahrhundertmusikers Cage angenommen und sie als Grundlage für einen kreativen Entstehungsprozess benutzt. Ganz im Sinne von Cage hat sich Düppe frei von Genregrenzen und musikalischen Schranken von diesen Zitaten leiten lassen. Besonders zeigt sich das Potential dieser Idee durch die Umsetzung Düppes in dem Song „Dancing Plastic Bag“: ein kurzes Stück Musik, gespielt nur mit Hilfe von zwei Plastiktüten.

“Die erste Frage, die ich mir selbst stelle, wenn etwas nicht scheint, schön zu sein, besteht darin, warum denke ich, dass es nicht schön ist? Und sehr kurz darauf entdeckt man, dass es keinen Grund dazu gibt.“ Diesen Gedanken von Cage hat der Kölner Komponist in dem Stück „Sleeping Beauty“ verarbeitet. Es geht ihm ganz besonders um die wünschenswerte Offenheit, die ihm in unserer heutigen Welt so wichtig scheint, und er möchte deshalb ganz bewusst von anderen Perspektiven aus blicken können.

Bei der Komposition „Everything We Do Is Music“ handelt es sich um einen fast schon heroischen und edlen Gedanken! Ein Gedanke, der absolute Freiheit verleiht und einen Aufruf zu einer uneingeschränkten künstlerischen Entfaltung darstellt. Mit „This Is Not The End“ spielt er natürlich auch darauf an, dass er hier nicht stehenbleiben und auf jeden Fall weitermachen werde. Mit neuen Ideen, weiteren Kompositionen und Projekten – nicht nur im Jazz, so der Kölner.

Es sind aber nicht nur die Zitate von Cage, die Düppe beim Komponieren beflügelt haben. Sebastian Gille am Saxophon, Lars Duppler am Piano und Christian Ramond am Bass, Musiker aus der ersten Reihe des deutschen Jazz, sind seine Wegbegleiter und Inspiratoren. Sie alle haben mit ihrem Können eine ganz individuelle Klangvielfalt entwickelt, auf die Düppe beim Komponieren jedes Stückes ausdrücklich eingegangen ist. Die Folge ist ein unverwechselbarer Gesamtklang als Band, der so in fast zehn Jahren gemeinsamen Spiels entstehen konnte.

So präsentieren sich ganz unterschiedliche Klangwelten, jede für sich ein eigener
Kosmos von Melodien, Rhythmen und Strukturen. Eine große Geschichte von Möglichkeiten, Unvoreingenommenheit und musikalischer Freiheit. Ein Jazz-Abenteuer erster Güte.
„Dancing Beauty“ war für den Echo Jazz 2018 nominiert und erhielt 2019 den WDR Jazzpreis.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Jens Düppe Quartett: Gerhard Richter

Turn feat. Nils Wogram

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jonathan Hofmeister – Piano, Synthesizer
Florian Herzog – Kontrabass
Jan F. Brill – Schlagzeug
Nils Wogram – Posaune

BeitragsbildTURN hat die Klangwelten von Keith Jarrett, Peter Erskine und Paul Bley absorbiert, neben der Jazz-Tradition Einflüsse aus Rock, Pop und Elektronik integriert und Bass und Schlagzeug von der Begleitrolle emanzipiert. Im Gegensatz zu anderen jedoch bleiben Jonathan Hofmeister, Florian Herzog und Jan F. Brill nicht dort stehen. Instinktsicher loten sie die Register des Trioklangs nach neuen Farben aus, drehen und wenden vermeintlich vertraute Formen und finden immer wieder überraschende Wege zwischen schwebender Klang-Improvisation, raffiniertem Gewebe und treibendem Groove. Ein pulsierender Basslauf zerstäubt plötzlich zur kollektiven Klangwolke, und bevor man weiß, wo oben und unten ist, rollt ein monströser Groove vorbei und pflügt das Feld für eine zauberhaft zarte Melodie.

Auf seiner Tour im Mai 2019 hat das Trio den international bekannten Posaunen-Star Nils Wogram dabei. Das Publikum kann sich also auf ein Klaviertrio freuen, das um Posaune und Synthesizer erweitert ist, einen ganz eigenen Sound präsentiert und gleichzeitig fest im Jazz verwurzelt ist.

Jonathan Hofmeister, Florian Herzog und Jan F. Brill begegneten sich 2012 während des Studiums an der Musikhochschule Köln. Über das Instrumentalstudium hinaus erforschen sie seitdem traditionelle und innovative Aspekte des Klangkörpers Trio. 2014 gewann TURN den Kompositionspreis beim Jazzpreis Biberach. Ihre im Juni 2014 im Kölner „Loft“ aufgenommene Debut-CD ist im April 2016 im Rahmen der Next Generation Reihe (JazzThing) auf dem Label Doublemoon erschienen. Im Sommer 2015 gewannen sie den europäischen Jazzpreis „Conad“ und tourten durch Europa (Konzerte u.a. auf Umbria Jazzfestival, Jazzwoche Burghausen, Jazzrally Düsseldorf).

Nils Wogram genoss gleichzeitig eine Klassik- wie Jazz-Ausbildung. Bereits im Alter von 16 Jahren war er Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters, gründete eigene Bands und gewann Preise bei „Jugend musiziert“. Von 1992 bis 1994 studierte er in New York und schloss seine Ausbildung 1999 an der Musikhochschule Köln ab. Seit dieser Zeit hat er 23 Alben unter seinem Namen veröffentlicht. Wogram, der einer der führenden Posaunisten in der Welt des Jazz überhaupt ist, lehrt an der Musikhochschule Luzern.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 
Bildrechte TURN: Jonathan Hofmeister

Omer Klein Trio

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Omer Klein, Piano
Haggai Cohen-Milo, Bass
Amir Bresler, Schlagzeug

BeitragsbildJazz aus Israel macht seit einiger Zeit weltweit Furore. Zur ersten Reihe der israelischen Musiker gehört der Pianist Omer Klein. Sein klassisch besetztes Trio mit Haggai Cohen-Milo am Kontrabass und dem Schlagzeuger Amir Bresler gehört zu den wichtigsten akustischen Formationen des aktuellen Jazz.

Bei seinem Konzert in Braunschweig stellt das Trio sein gerade erschienenes Album „Radio Mediteran“ vor, dessen neun Stücke alle aus der Feder von Omer Klein stammen. Die Kompositionen schlagen stilistisch einen weiten Bogen, der von Modern-Jazz-Klavierspiel bis zu Balkan-Einflüssen und arabischer Volksmusik reicht. Durch den erstmaligen Einsatz von Percussions und Synthesizern kommen diesmal weitere Aspekte hinzu.
Dass diese abenteuerfreudige Mischung so gut funktioniert, liegt nicht nur an Kleins Klavierkünsten, sondern auch an der thematischen Klammer. Die Songs kreisen um das Mittelmeer. „Meine Band und ich haben einen sehr persönlichen Bezug zu diesem Meer: Wir alle sind in seiner Nähe aufgewachsen“, so Omer Klein. „Haggai, Amir und ich hören nach einem Konzert oft noch gemeinsam im Hotel Musik. Während der Tour zu ‚Sleepwalkers’ fiel mir auf, dass ein Großteil der Stücke, die wir uns vorspielten, aus Nordafrika, dem Balkan oder der arabischen Welt stammten.“ Diese Erkenntnis legte den Grundstein für „Radio Mediteran“.
Omer Klein entwickelte eine Faszination für das Mittelmeer, studierte seine Geschichte, besann sich eigener Erinnerungen, ging den kulturellen Verbindungen und Vermischungen nach und hörte dabei immer wieder die Musik dieser Region. „Nach und nach erschien mir das Meer wie ein geheimer Kontinent, ein Kulturkreis, der viel mehr Gemeinsamkeiten hat, als sich viele Länder bewusst machen.“

Ein folkloristisches Album ist es dennoch nicht geworden, denn so Omer Klein: „Ich wollte diese Musik nicht kopieren. Wir haben eher versucht, sie aufzusaugen und in einen neuen, persönlichen Kontext zu bringen, um am Ende vielleicht gar ein neues Genre zu schaffen.“

Das – darauf lassen sie ersten Hörproben schließen – scheint dem Omer Klein Trio überzeugend zu gelingen.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Omer Klein Trio: Peter Hönnemann

Nguyên Lê „Streams“ Quartet

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

*** Konzertbeginn im LOT-Theater ist künftig bereits um 19:00 Uhr ***

Nguyên Lê – E-Gitarre, Elektronik
Illya Amar – Vibraphon
John Hadfield – Schlagzeug
Chris Jennings – Kontrabass

Beitragsbild„Streams“ heißt das neue Quartett, das der in Paris lebende Gitarrist Nguyên Lê geformt hat. Das musikalische Ziel der Band ist die Verschmelzung von Jazz und der Musik anderer Kulturen. Dabei geht es den Musikern nicht um exotische Effekte, sondern darum, einen stimmigen und zeitgenössischen Ausdruck zu erzeugen – also Ströme (Streams) der verschiedensten Kulturen aufzugreifen und musikalisch zu verschmelzen. Der Fokus liegt bei eigenen Kompositionen, die von Nguyên Lês vielfältigen Erfahrungen musikalischer Grenzüberschreitungen genährt werden. Die Wurzeln der afro-amerikanischen Musik, des Blues und des Bebop, aber auch die Einflüsse von Bela Bartok und Claude Debussy finden Widerhall.

Die Musiker von „Streams“ sind tief im Jazz und der Weltmusik verwurzelt. Nguyên Lê – bereits mehrmals in unterschiedlichen Projekten bei uns in Braunschweig zu Gast – wurde in Paris als Sohn vietnamesischer Eltern geboren. Er kommt vom Jazz und hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Projekte über Vietnam, Nord- und Westafrika, Westindien, Türkei, Indien, Japan und Korea geleitet oder war daran beteiligt.

Schlagzeuger John Hadfield aus New York stammt aus der Kansas-City-Jazztradition um den Saxophonisten Bobby Watson. Er bereiste intensiv Indien, Peru, die Mongolei, den Mittleren Osten und Indonesien, um die Rhythmen und Instrumente jener Kulturen zu erlernen.

Kontrabassist Chris Jennings ist Kanadier und lebt in Paris. Er hat sich mit Dhafer Youssef, Karim Ziad, Bojan Z, Kudsi Erguner oder dem algerischen Chaabi-Orchestra „El Gusto“ einen Namen gemacht.

Der französische Vibraphonist Illya Amar arbeitete mit Musikern aus Indien, Argentinien, Vietnam und Brasilien zusammen. Zurzeit arbeitet er an Arrangements jüdischer Musik.

Für die Musiker von „Streams“ ist der Jazz wegen seiner Offenheit und seiner Integrationskraft die beste musikalische Form, um den Dialog über die Kulturen hinweg zu festigen.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
POMPE OPTIC
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Nguyên Lê: Uli Fild

Das Kapital

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

*** Konzertbeginn im LOT-Theater ist künftig bereits um 19:00 Uhr ***

Daniel Erdmann, Tenorsaxophon
Hasse Poulsen, Gitarre
Edward Perraud, Schlagzeug

Beitragsbild„Das Kapital“ präsentiert bei uns die Musik seines aktuellen Projekts „Vive la France“- und das sehr eigenwillig: Wann haben Sie zum letzten Mal „La mer“ oder „Ne me quitte pas“ gehört? Patrick Hernandez’ Disco-Knaller „Born To Be Alive“ oder „Comme d’habitude“, die französische Vorlage zu Sinatras Ego-Hymne „My Way“? Die erste „Gymnopedie“ von Impressionismus-Ikone Satie oder Stücke aus Renaissance und Barock, etwa von Lully? Egal, wie lange es her sein mag, so wie hier waren diese „Hits“ aus rund 430 Jahren Musikgeschichte noch nie zu erleben. Das Kapital, weithin gefeiert als versiertes Jazztrio mit charakteristischem Ausdruck, transzendiert die höchst unterschiedlichen Vorlagen in seinen eigenen Kosmos. Mit hintersinnigem Witz schneidert die Band den Stücken ein hinreißend neues Klanggewand, das ursprüngliche Genrezugehörigkeiten vergessen lässt oder gar absichtsvoll konterkariert. Etwa wenn das ehemals hedonistische „Born To Be Alive“ unvermittelt Blues-Züge annimmt oder „Vertigo“, 1746 von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer geschrieben, plötzlich zu rattern beginnt wie eine Punkjazz-Parodie.

Bekannt wurde die 2002 gegründete pan-europäische Band der Individualisten mit eigenwilligen Eisler-Interpretationen. Auf zwei Alben transferierten Erdmann, Poulsen und Perraud 2009 und 2011 Songs des legendären Komponisten Hanns Eisler ins Jazz-Idiom. Für ihren ironischen Biss auf „Ballads & Barriades“ wurde die Band mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Auch bei ihren folgenden Studio-Produktionen, zuletzt Ende 2015 „Kind Of Red“ mit durchweg eigenen Kompositionen, ließen die meinungsfreudigen, vielfach preisgekrönten Virtuosen ihre politische Haltung durchschimmern. Natürlich beziehen sie sich dabei auch auf Traditionslinien des freien Jazz. Man denke nur an jene Musiker in den Vereinigten Staaten, die einst der afro-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung nahe standen. Oder an die europäische Freejazz-Bewegung der späten Sechziger.

Inhaltlich erweist „Das Kapital“ nun der populären Musik seiner ersten respektive zweiten Heimat Referenz. Edward Perraud wurde in Nantes geboren, der in Wolfsburg geborene Berliner Daniel Erdmann ist schon länger überwiegend in Reims ansässig und der Däne Hasse Poulson lebt, nach Boston und Kopenhagen, seit Jahren in Paris. „Der Titel der Platte ist natürlich ironisch gemeint. Es ist doch total absurd, dass Nationalisten jetzt an vielen Orten wieder stärker werden“, sagt Daniel Erdmann. „Manche der Stücke, die wir eingespielt haben, mögen zum nationalen Kulturgut Frankreichs gehören, aber sie sind sicher kein Soundtrack zu Patriotismus.“

Ein zentrales Element der Musik von „Das Kapital“ ist Sound. Erdmanns Tenorsaxophon fesselt durch sein warmes, tiefgründiges Timbre, eine latente, eruptive Energie und pointiert angerauten Ausdruck. Perraud weiß dank klassischer Schlagwerkausbildung, wie man neben rhythmischen auch klingende Akzente setzt. Poulsen spielt filigrane, gezupfte Motive auf der akustischen Gitarre, streicht flirrende Töne mit dem Geigenbogen, entlockt der E-Gitarre harsche Riffs oder greift zur Mandoline. Das Trio kennt keine Tabus, wechselt von melodischen zu abstrakten Passagen, vereint Stilmittel unterschiedlicher Genres. Was aber am wichtigsten ist: alle hören einander zu, gehen auf Ideen der anderen ein. So entsteht eine wunderbare Transparenz und gleichzeitig seltene atmosphärische Dichte, die live (in ausgedehnteren Improvisationen) umso spektakulärer wirken kann.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Das Kapital: Das Kapital

Angelika Niescier Trio “NOW”

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Angelika Niescier – Saxophon
Simone Zanchini – Akkordeon
Stefano Senni – Kontrabass

BeitragsbildAngelika Niescier ist seit langem eine der aufregendsten Stimmen im deutsche Jazz. 2010 mit dem deutschen Musikpreis ECHO ausgezeichnet, ist sie eine der wenigen, die auch im Mutterland des Jazz, den USA, auf Interesse stoßen. 2017 bekam sie den renommierten Albert-Mangelsdorff-Preis. Die Saxophonistin ist eine Virtuosin mit einem wandlungsfähigen, beweglichen Ton, quicklebendig, überschäumend und einfallsreich. Stilsicher wechselt sie zwischen freier Improvisation und zeitgenössischer Komposition. Als Komponistin entwirft sie detailversessen, farbenfroh und konsequent hochgradig komplexe musikalische Räderwerke.

Das Trio mit den beiden italienischen Kollegen, mit dem sie nun NOW vorstellt, ist einem glücklichen Zufall geschuldet: Ein Kompositionsauftrag für das „Südtirol Jazzfestival Alto Adige“ brachte Angelika Niescier im Juli 2012 mit Stefano Senni und Simone Zanchini zusammen, die sie sich für diesen Anlass erwählt hatte: „Das war von Anfang an aufregend“, erinnert sie sich an die erste Begegnung bei Bozen. Simone und Stefano seien „sehr entspannt und doch hochkonzentriert“ gewesen. Entsprechend war das Konzert. Und entsprechend war auch der Drang, sich „noch weiter in den in das Projekt hinein zu begeben und dem Konzert eine CD-Produktion folgen zu lassen: NOW.

Stefano Senni legt am Bass die unerschütterliche Basis, während Akkordeonist Zanchini mal tangoartig melancholisch, mal rasend schnell zusammen mit Angelika Niescier das Spektrum zwischen folkloristischen Elementen, swingendem Jazz und Avantgarde auslotet – überaus unterhaltsam, spannend, originell, modern und traditionsbewusst.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Angelika Niescier Trio: Arne Reimer

Lucia Cadotsch “Speak Low” Trio

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Lucia Cadotsch – Gesang
Petter Eldh – Bass
Otis Sandsjö – Tenorsaxophon

BeitragsbildSPEAK LOW: Sängerin Lucia Cadotsch hat sich mit diesem Album einen langjährigen Wunsch erfüllt. Gemeinsam mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenorsaxophon singt sie eine berückend schöne Sammlung von modernen Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. Die Musik dieses Albums stellt das Trio um die Sängerin aus der Schweiz live in Braunschweig vor.

„Speak Low“ bedeutete 2016 für Lucia Cadotsch den internationalen Durchbruch. Die Reaktionen der Presse sind euphorisch: maximale Punktzahl im englischen Guardian, maximale Punktzahl im renommierten Downbeat Magazine und 2017 der ECHO Jazz als Sängerin des Jahres. Die Kritiken überschlagen sich, die ZEIT attestiert ihr die „Wiederbelebung des Jazz-Gesangs“, der Guardian lobt eine Stimme mit der „Klarheit einer klassischen Sängerin und der Einfachheit einer Folk-Sängerin“. Es folgten Festivalauftritte beim Jazzfest Berlin, Vortex London, Moods Zürich und vielen anderen. 2018 ist gefüllt mit Konzerten an den ersten Adressen des Jazz.

Wenn Lucia Cadotsch erzählt, fällt ein Wort besonders häufig: Suchen. Lange Jahre hat sie nach den richtigen Musikern und noch länger nach dem richtigen Sound gespürt. „Nina Simone und Billie Holiday, ihre Art Songs zu interpretieren und zeitlos zu halten, haben mich dazu gebracht, diese Platte zu machen”, sagt Lucia. Dass ihre Wahl auf den Kontrabassisten Petter Eldh und den Tenorsaxophonisten Otis Sandsjö fiel, war großes Glück, aber kein Zufall. Mit Petter Eldh hatte sie bereits bei „Schneeweiss + Rosenrot“ zusammengespielt. Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten im Jazz. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR und zahlreichen anderen Formationen. Er veröffentlicht sehr rege, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 150 Konzerte auf internationalen Bühnen.

Otis Sandsjö, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei, sich durch sein außergewöhnliches Spiel einen großen Namen in der Szene zu machen. Er spielt außerordentlich ideenreich, beherrscht die Zirkularatmung und erzeugt überraschende Effekte.

Das ist moderner Jazz, der auf Tradition gründet und in unerwartete Richtungen geht – erdig, swingend, originell.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (Schüler*innen & Studierende)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Lucia Cadotsch “Speak Low” Trio: Michael Jungblut

Otto Wolters zum 80. Geburtstag – ein Jubiläumskonzert

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Es spielen:

– So What (Jazzcombo der Städtischen Musikschule Braunschweig; Ltg. Bernd Dallmann-Darley)
– Jürgen Niemann & Antje Siefert
– Malte Winter Trio
– Juan Peñalver (Madrid) (Legende von I. Albéniz)
Pause
– Elmar Vibrans & Dietmar Osterburg
– Sven Waida & Tobias Lampe
– Britta Rex & Friends (H. Baldt, H. Römisch) feat. Uli Beckerhoff (trp)

Durch das Konzert führt Matthias Kröninger

Beitragsbild„Otto ist eine Lichtgestalt des Jazz für uns alle, die sich in der Jazzszene bewegen!“, bringt Thomas Geese es auf den Punkt. In der Tat: Jazz ist in Braunschweig ohne den Namen Otto Wolters nicht zu denken. Da ist der Musikpädagoge und Inspirator, der lange Zeit Jazzpiano lehrte. An der Städtischen Musikschule, der Musikhochschule Hannover und später privat. Da ist der Musiker, der national und international in Erscheinung trat. Da ist der Gestalter, der die Musikerinitiative Braunschweig mitbegründete und die Braunschweiger Jazzszene nachhaltig beeinflusste.
Freunde und Bekannte kommen in unterschiedlichen Formationen zusammen, um zu gratulieren und sich zu bedanken.

Eintritt: Abendkasse 10 €

Für dieses Konzert gibt es keinen Vorverkauf. Karten können nur an der Abendkasse erworben werden. Sie können aber Karten per E-Mail an vorstand[at]jazz-braunschweig.de reservieren.

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig
 

Jochen Rückert Quartett
feat. Mark Turner (sax.)

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jochen Rückert – Schlagzeug
Mark Turner – Saxophone
Lage Lund – Gitarre
Joe Martin – Bass

BeitragsbildJochen Rückert ist einer der wenigen europäischen Jazzmusiker, die sich dauerhaft in der New Yorker Szene durchsetzen konnten. Nun kommt der Schlagzeuger mit seinem amerikanischen Quartett im Rahmen einer Tournee nach Braunschweig. International am bekanntesten ist darin zweifellos der Tenorsaxophonist Mark Turner. Die Initiative Jazz Braunschweig hat Mark Turner mit seiner eigenen Band 2001 vorgestellt.

Jochen Rückert, in Köln geboren, lebt seit 1998 in Brooklyn und blickt auf die Mitwirkung an über 80 Alben zurück. Er ist ein kompletter Musiker, anerkannt als vielseitiger Drummer, als Komponist und als Leiter diverser Formationen. Seit geraumer Zeit besteht sein Quartett mit dem filigranen Gitarristen Lage Lund, dem Bassisten Joe Martin und natürlich Mark Turner, in dem viele einen der besten Tenorsaxofonisten der Gegenwart sehen. Turner ist einer der wenigen bekannten Saxophonisten, die sich in der Spielweise von den großen Vorbildern wie John Coltrane oder Sonny Rollins absetzen. Seine Stilistik ist eher an dem durchdacht strukturierten Zugriff eines Warne Marsh aus der kühlen Schule von Lennie Tristano orientiert.

Die Band ist der Komplexität des Bebop ebenso verpflichtet wie dem Gebot „Es soll swingen!“. Jochen Rückert packt das Publikum nicht nur durch stupende Schlagzeugtechnik, sondern vor allem mit viel Emotionalität. Er besticht als Leader, der klare Linien vorgibt, ohne die Kreativität der Mitspieler zu beschränken. Ein Konzert von souveräner Leichtigkeit, großem Temperament und außerordentlicher Virtuosität ist zu erwarten. Amerikanischer Jazz!

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte Jochen Rückert Quartett: Thomas Krueselmann

Możdżer Danielsson Fresco Trio

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Leszek Możdżer – Klavier
Lars Danielsson – Bass, Cello
Zohar Fresco – Perkussion

BeitragsbildDie Initiative Jazz Braunschweig präsentiert mit Leszek Możdżer, Lars Danielsson und Zohar Fresco ein internationales Star-Trio, das seit Jahren Furore macht. Das Konzert könnte unter der Überschrift „Drei Künstler, drei Kulturen, eine Zeit“ stehen.

Polen hat eine große Jazztradition und brachte immer wieder Musiker hervor, die Weltgeltung bekamen. Darunter sind solche Namen wie Michal Urbaniak, Zbigniew Seifert, Krzysztof Komeda oder . Tomasz Stańko. In diese Reihe gehört zweifelsohne auch der Pianist Leszek Możdżer.

Ihn könnte man als musikalischen Impressionisten bezeichnen, als einen Meister im Kreieren von Klangfarben feinster Abstufungen. Die Stärke des schwedischen Bassisten und Cellisten Lars Danielsson besteht darin, diese Klang-und Stimmungsstrukturen je nach Situation transparenter oder komplexer zu konturieren. Zohar Fresco, der israelische Meister der Rahmentrommel, ist derjenige, der mit seinem vielfältigen Schlagwerk gewissermaßen musikalisches Feuer in die polnisch-schwedische Sensitivität bringt. Feuer verstanden als Impulsivität und Strukturbrechung, als unvorhersehbarer, aber absolut notwendiger „Störfaktor“.

Es ist die elegante und subtile Raffinesse, mit der das Trio seit Jahren schon zu begeistern vermag.

Mit diesem Konzert gratuliert die Initiative Jazz Braunschweig. e.V. dem Deutsch-Polnischen Kulturverein Braunschweig e.V. zum 20jährigen Bestehen.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

David Helbock’s Random/Control

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

David Helbock – Piano, Inside Piano, Electronics, Toypiano, Melodika, Percussion
Johannes Bär – Trompete, Piccolotrompete, Flügelhorn, Sousaphone, Tuba, Alphorn, Beatbox, Didgeridoo, Electronics, Perkussion
Andreas Broger – Sopransaxophon, Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette, Flöten, Flügelhorn, Perkussion

BeitragsbildMehr als zwei Dutzend Instrumente auf der Bühne, aber nur drei Musiker: David Helbock beschränkt sich weitgehend auf solche mit Tasten. Dazu die beiden unter anderem am Salzburger Mozarteum ausgebildeten Bläser. Johannes Bär ist fürs Blech zuständig, von Trompete über Bassflügelhorn bis zu hin zu Alphorn und Tuba. Andreas Broger spielt die Holzblasinstrumente: Saxophone, Klarinetten, Flöten.

Für die aktuelle CD, im Mai 2018 beim renommierten Label ACT erschienen, und seine Konzerttournee hat sich David Helbock bei seinen Lieblingsjazzpianisten bedient und deren jeweils bekanntestes Stück originell arrangiert. So erklingen lebendige, groovige neue Versionen von Watermelon Man (Herbie Hancock) oder Bolivia (Cedar Walton), aber auch ruhige, die Seele ansprechende Stücke wie My Song (Keith Jarrett).

Über die Jahre hat sich ein eigenständiger Bandsound entwickelt. Egal, was David Helbock als Ausgangsmaterial wählt, die Band klingt immer wie Random/Control – eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Musik fürs Ohr und Spannendes fürs Auge. Oder wie Roland Spiegel vom Bayerischen Rundfunk formulierte:
“Ich halte diesen Musiker mit dem Strickkäppi für einen der besonders aufregenden des jungen Jazz aus Europa. Wenn David Helbock spielt, erlebt man Neues. Und es ist nie verkopfte Musik – sondern eine, die den Kopf und den Körper mitreißt.“

David Helbock begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen. 2005 schloss er ein klassisches Konzertfach-Diplom mit Auszeichnung ab. Seit 2000 nahm Helbock zusätzlich Unterricht beim New Yorker Jazzpianisten Peter Madsen.
Helbock ist seit Beginn seiner Laufbahn außerdem als Komponist aktiv. Zu seinen Werken zählt ein großes „Jahreskompositionsprojekt“, bei dem er ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück schrieb. 2010 ist dieses Werk als „My Personal Realbook“ mit über 600 Seiten Musik erschienen.

2014 trat David Helbock als Solist auf Michael Mantlers CD „The Jazzcomposers Orchestra – Update“ in Erscheinung, die bei ECM Records veröffentlicht wurde.
Helbocks Alben als Leader wurden seit 2010 bis 2015 bei Traumton Records veröffentlicht. Seit Mitte 2016 ist Helbock Exklusivkünstler beim Münchner Plattenlabel ACT Music.

2007 und 2010 war Helbock zweiter Preisträger beim weltweit größten Jazzpiano-Solowettbewerb in Montreux und gewann zusätzlich den Publikumspreis.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung Braunschweig
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Jacky Terrasson – Trio

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Jacky Terrasson – Piano
Thomas Bramerie – Bass
Lukmil Perez – Schlagzeug

BeitragsbildJacky Terrasson, so die französische Wochenzeitschrift Telerama, sei ein „Pianist des Glücks“. Mit seiner Improvisationslust, Lebensfreude und Spontanität gelingt es diesem außerordentlichen Pianisten, sein Publikum Mal um Mal aufs Neue zu begeistern.

Jacques-Laurent Terrasson wurde 1965 als Sohn einer Afro-Amerikanerin und eines Franzosen in Berlin geboren. Er wuchs in Paris auf. 1993 gewann Jacky den renommierten Thelonious-Monk-Wettbewerb als talentiertester Jazz-Pianist des Jahres, anschließend ging er mit Betty Carter auf Tournee. Er entschloss sich, nach New York zu ziehen, wo er noch heute lebt. Genau ein Jahr nach seinem Triumph beim Thelonious-Monk-Wettbewerb wurde Jacky Terrasson vom New York Times – Magazin zu einem der „30 Künstler, die das Potenzial haben, die amerikanische Kultur in den nächsten 30 Jahren zu verändern“ gewählt.

Er erhielt einen Vertrag beim legendären US-Plattenlabel Blue Note. Seine drei ersten Aufnahmen für Blue Note in Trio-Formation waren „Jacky Terrasson“, „Reach“ und „Alive“. Es folgten diverse Platten mit Cassandra Wilson, Michael Brecker, Charles Aznavour oder Jimmy Scott, für den er die Musik des Albums „Heaven“ arrangierte. Witz, Raffinesse und Fantasie sind Begriffe, die im Zusammenhang mit Jacky Terrasson immer wieder auftauchen. Offen für die verschiedenen Strömungen des modernen Jazz geht Terrasson seither seinen Weg und erarbeitete sich einen individuellen Stil: subtil, basierend auf brillanter Technik, mit hoher Dynamik und einer scheinbar unerschöpflichen Kreativität.

Das Gespür für Nuancen und dramaturgische Entwicklungen zeichnet auch Jacky Terrassons aktuelles Trio mit dem profilierten Bassisten Thomas Bramerie aus Frankreich und dem kubanischen Schlagzeuger Lukmil Perez aus. Die drei Musiker beherrschen ein Gestaltungsmittel, das seinen Reiz aus dem Überraschungseffekt bezieht: plötzliche oder langsame Veränderungen des Tempos, das Spiel mit der Zeit.

Der „Rough Guide Jazz“ bemerkt über Terrasson: „Seine Auftritte können sehr lustig sein.“ Freuen wir uns auf einen Abend mit dem Trio eines großen internationalen Stars des aktuellen Jazz, auf viel Groove, Swing und Leidenschaft.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

NDR-Bigband
feat. Alon Yavnai und Joca Perpignan

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

NDR Bigband
Alon Yavnai – Piano, Gesang, Arr.
Joca Perpignan – Percussion, Gesang
Mark Walker – Schlagzeug
Leitung – Geir Lysne

NDR BigbandDie NDR Bigband lässt sich immer wieder mit Leidenschaft auf neue musikalische Projekte ein, diesmal mit „Alon und Joca“. Die Geschichte dieses Duos begann vor zwanzig Jahren. Damals war der Perkussionist Joca Perpignan gerade in Boston eingetroffen, wo er am renommierten Berklee College Jazz studieren wollte. Und weil er aus Rio de Janeiro gekommen war, erzählte man ihm von “diesem guten Latin-Pianisten”, der im Wallace’s auftrete. Am Abend besuchte er den kleinen Club. “So habe ich Alon getroffen”, erzählt der gebürtige Brasilianer Joca heute. “Und die Chemie stimmte vom ersten Takt an.”

Alon Yavnai hatte als junger Mann in Costa Rica gelebt und spielte mit dem kubanischen Saxofonisten Paquito D’Rivera preisgekrönte Alben ein. “Er hat diesen starken südamerikanischen Akzent”, freut sich Joca. “Wenn wir zusammen spielen, dann klingt er wie ein Brasilianer.” Und so verloren sie sich auch nicht aus den Augen, als Alon nach dem Studium in New York mit Kollegen wie Freddie Hubbard und Ravi Coltrane in der Szene Fuß fasste.

Joca zog derweil in die Nähe seiner Eltern nach Tel Aviv und gründete dort eine eigene Gruppe. Wann immer sich eine Gelegenheit ergab, trafen sich die beiden zu Konzerten rund um den Globus, als Duo oder auch mit Gästen wie Dave Liebman.

Die NDR Bigband nimmt Klänge aus der ganzen Welt auf: aus Südamerika, Afrika und aus dem Nahen Osten. Musik kenne keine Grenzen, sagt Alon Yavnai. “Sie kennt verschiedene ästhetische Regeln, die wir Musiker lernen. Aber wir denken ja nicht: Heute spiele ich etwas Latin Jazz und dann was von Bach. Kreative Musik ist immer eine Mischung.”

Die NDR Bigband, mit der Alon und Joca jetzt diesen Mix erweitern, gibt ein gutes Beispiel für die kreative Vielseitigkeit, die Alon meint: “Diese Musiker sind offen für jede Art von Musik. Sie spielen jede Woche etwas völlig Neues. Und das spielen sie authentisch: mit all den Erfahrungen, die sie gemacht haben.“

Die NDR Bigband ist seit Jahren regelmäßiger Gast der Jazzinitiative.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Bildrechte NDR Bigband: Sybille Zettler

Karolina Strassmayer & Drori Mondlak KLARO!

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Karolina Strassmayer – Altsaxophon
Stefan Bauer – Vibraphon
Josh Ginsburg – Bass
Drori Mondlak – Schlagzeug

Beitragsbild„Of Mystery and Beauty“ ist der Titel des aktuellen Albums der Altsaxophonistin Karolina Strassmeyer und des Schlagzeugers Drori Mondlak, das sie mit ihrem Quartett KLARO! in Braunschweig vorstellen. Tatsächlich sind die Eigenkompositionen oft getragen von geheimnisvoller Stimmung und Schönheit des Klangs. Wer jetzt an seichten Jazz für Menschen denkt, die keinen Jazz mögen, liegt ganz falsch. Die lyrisch angelegten Stücke swingen mächtig und entwickeln eine mitreißende Dynamik. Karolina Strassmeyer ist eine zupackende, in der harten Szene von New York geschulte Musikerin, die über ein breites Ausdrucksspektrum verfügt. Mitunter erinnert ihr Ton an den großen Hardbopper Jackie McLean. Sie spielte unter anderem mit solchen Weltstars des Jazz wie McCoy Tyner, Joe Zawinul, Joe Lovano, Chris Potter oder John Scofield. Mehrmals wurde sie in den USA unter die fünf besten Altsaxophonisten des Jahres gewählt. Sie ist festes Mitglied der bedeutenden WDR Bigband.
Aus New York stammt Drori Mondlak, der seit den 80er Jahren mit zahllosen namhaften Jazzgrößen wie Frank Foster, Joe Williams, Chris Potter, Ernestine Anderson, Lee Konitz, Sonny Fortune, Barbara Dennerlein, David Friedman, Lynne Arriale und Nicolas Simion spielte. Seine Einflüsse am Drumset gehen unmittelbar zurück auf die großen Schlagzeuger Joe Morello, Shelly Manne und Roy Haynes, mit denen er von Kritikern immer wieder verglichen wird. Drori Mondlak ist ein virtuoser, traditionsbewusster, moderner Jazzmusiker.
Komplettiert wird die Band durch Stefan Bauer, der seit vielen Jahren sowohl in Europa als auch in den USA im modernen Jazz ein gefragter Vibraphonist ist, und den Bassisten Josh Ginsburg aus Booklyn, der unter anderem mit Kurt Rosenwinkel und Jeremy Pelt tourte.
Also: „Alles Klaro, Karo!“. Das Publikum darf sich auf ein abwechslungsreiches Konzert mit anregendem, swingendem Jazz freuen.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Sparkassenstiftung
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Gropper/Graupe/Lillinger

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Philipp Gropper – Saxofon
Ronny Graupe – Gitarre
Christian Lillinger – Schlagzeug

Gropper/Graupe/LillingerJunge Jazz-Wilde, die arglose Konzertbesucher verprellen wollen, das sind Gropper/Graupe/Lillinger (GGL) nicht. Keine „Hyperactive Kids“ mehr, wie sie sich eine zeitlang nannten. Aber eine satt-routinierte, altersweise Truppe auch nicht. Vielmehr ein vitaler Organismus dessen Eigenleben sich im nun schon 14. Jahr seines Existierens wie ein unverhoffter Glücksfall auf das Publikum überträgt. Das passiert unmittelbar, weil diese simultanen, kollaborativen, ebenso freien wie disziplinierten Klanggespinste einen Nerv treffen und aus vorbeschrifteten Schubladen springen. Immanente Voraussetzung ist die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem, was da ist: Spielarten von Jazz, Neuer Musik, Elektronik, Noise, progressivem Rock.

Saxofonist Philipp Gropper, Gitarrist Ronny Graupe und Schlagzeuger Christian Lillinger haben jedoch die Elemente nicht verinnerlicht, um sie zu reproduzieren, sondern um daraus ihres zu destillieren. All die Wurzeln werden daraufhin befragt, warum sie einmal solche Dringlichkeit entwickeln konnten, um dann in eine Gegenwart gezoomt zu werden, wo sie sich dem Spirit des Jetzt zuordnen. Sehr formbewusst, individuell statt als Reproduktion, fiebrig statt linear, frei, dynamisch und konspirativ spiegeln die drei musikalisch das Leben der Metropolen der Gegenwart, setzen sich ihnen aus und bewegen sich Haken schlagend durch ihre Labyrinthe, offensiv und druckvoll. Musik von unbedingter Relevanz entsteht so, die sich immer mehr ihrer über weite Strecken auskomponierten Mittel bewusst ist.

Gropper/Graupe/Lillinger zählen zu den derzeit angesagtesten, in zahllosen Projekten mitmischenden jungen Musikern, die die Grenzen des Jazz weit zu öffnen beabsichtigen. Absolut zeitgenössisch, garantiert überraschend.

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Karten:
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Nicole Johänntgen – Lavendel

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Nicole Johänntgen – Saxophone
Izabella Effenberg – Vibraphon, Array Mbira
Jörgen Welander – Tuba

BeitragsbildDas neue Bandprojekt um die deutsche Saxophonistin Nicole Johänntgen „Lavendel“ traumwandelt zwischen Modern Jazz, Filmmusik und Swing. Nicole Johänntgen musiziert seit zwei Jahren mit ihrer polnischen Freundin Izabella Effenberg, die sie beim Frauenförderprojekt SOFIA kennengelernt hat. Die Kompositionen wechseln sich ab zwischen zarten märchenhaften Melodien und wilden Improvisationen. Das Bass-Fundament legt der schwedische Tubist Jörgen Welander. Bei „Lavendel“ begegnen sich Saxophon, Vibraphon und Tuba, dazu gesellt sich die Array Mbira, ein selten gehörtes Instrument mit schwingenden Lamellen.

Nicole Johänntgen ist Saxophonistin und Komponistin. Sie wurde in Deutschland geboren und lebt seit elf Jahren in Zürich. 2013 gründete sie SOFIA – Support Of Female Improvising Artists, ein Pionierprojekt, das improvisierenden Musikerinnen aus Europa im komplexen Musikgeschäft der Gegenwart helfen soll. Sie hat sich als energetische Improvisatorin auf internationaler Ebene etabliert und wird in der internationalen Jazzszene geschätzt. Ihr Spiel auf dem Altsaxophon erinnert an den großen Arthur Blythe, der ebenfalls gern eine Tuba in der Band hatte. Wie dieser sucht Nicole Johänntgen immer neue Wege, ohne die Basis des Jazz, den Swing, aus dem Blick zu verlieren.

Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, wird als Solistin für internationale Festivals gebucht und tritt zunehmend als Referentin in Erscheinung. Ihr Beitrag zum Jazzforum Darmstadt 2016 wurde in Band 14 der Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung „Gender and Identity in Jazz“ veröffentlicht.

Anfang 2016 verbrachte sie ein halbes Jahr in New York und produzierte in Brooklyn, New Jersey und in New Orleans drei neue Alben. Alle Kompositionen entstanden in der Orchard Street 72 in Lower East Manhatten in New York.

Izabella Effenberg ist eine der wenigen Jazz-Vibrafonistinnen in Europa und die erste aus Polen. Während ihres Studiums in Polen und Deutschland hat sie verschiedene Stipendien und Preise bei Wettbewerben gewonnen. Seit 2014 organisiert sie auch ein Festival „Vibraphonissimo“ in Nürnberg/Fürth.

Außerdem ist sie Solistin auf dem Array Mbira (ein 5-oktaviges, kalimbaartiges Instrument). Die erste CD “Cuentame” hat sie beim Bayerischen Rundfunk aufgenommen, ihre zweite „IZA“ wurde von dem polnischen Jazz Magazine Jazz Forum und Kulturreferat Stadt Nürnberg unterstützt.

Jörgen Welander, geboren in Schweden, lebt seit Jahren in Deutschland als freiberuflicher Tubist und E-Bassist. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Freiburg setzte er seine Laufbahn als erfolgreicher Jazzmusiker fort.
Zu den bisherigen Höhepunkten seiner Karriere gehören mehrere Europatourneen mit “Howard Johnson & Gravity“. Er spielt regelmäßig in verschiedenen Formationen, u.a in Jazz-, Rock-, Funk- und Folkbands sowie in Projekten für Neue Musik und Theater. Er gehört zu den wenigen Tubisten Deutschlands, die dieses Instrument professionell in den populären Stilrichtungen als Bassist und Solist einsetzen.

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Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
POMPE OPTIC
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Zoran Terzić: Movie Music

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Zoran Terzić – Piano, Melodion
Rudi Mahall – Klarinetten
Johannes Fink – Cello, Bass
Jan Leipnitz – Schlagzeug

Beitragsbild„Movie Music“, das neue Programm des Berliner Komponisten und Pianisten Zoran Terzić, ist inspiriert von der Melancholie der Filmmusiken der 1960er und 1970er Jahre.
Zoran Terzić studierte Bildende Kunst in New York, bevor er am Lehrstuhl für nicht-normative Ästhetik in Wuppertal bei Bazon Brock promoviert wurde. Er ist sowohl Autor als auch Jazzpianist. Jahrelang war er für das Berliner Balkan Black Box Festival aktiv. Seine Monographie “Kunst des Nationalismus” (Berlin 2007) beschäftigt sich mit der Kultursemiotik des Krieges.

Inspiriert von Komponisten wie Mancini, Morricone, Svoboda, Rota, Barry, Legrand, Lai, Sarde präsentiert Zoran Terzić das originelle Repertoire mit langjährigen Weggefährten, die zu den interessantesten Musikern der europäischen Szene gehören – allen voran Rudi Mahall, einer der international meistgefragten deutschen Musiker, der als Bassklarinettist die Fackel des großen Eric Dolphy weiter trägt. Dem Braunschweiger Publikum sind seine Auftritte mit Aki Takase oder den Kultbands „Der Rote Bereich“ und „Die Enttäuschung“ in warmer Erinnerung. Mit dem Quartett Alexander von Schlippenbachs führt Mahall sämtliche 70 Kompositionen von Thelonious Monk unter dem Namen „Monk`s Casino“ in einem (!) Konzertprogramm auf. Mahall studierte ursprünglich klassische Klarinette, die er nun auch in „Movie Music“ einbringt.

Zur Band gehören mit dem Cellisten Johannes Fink und dem Schlagzeuger Jan Leipnitz zwei weitere führende Musiker aus dem Umfeld der originellen Avantgarde um Aki Takase, der Band „Günter Adler“ oder Gebhard Ullmann.
Im Niemandsland zwischen Kitsch und Avantgarde angesiedelt, besticht Movie Music durch Eingängigkeit und melodische Präsenz. Tradition und Innovation, Freiheit und Schönheit sind hier keine Gegensätze, sondern heben sich in der Energie des musikalischen Ausdrucks auf. Movie Music bezieht sich vor allem auf den Film, der im Inneren abläuft oder erst noch geschaffen werden muss.

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- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
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- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Uli Beckerhoff Quartett
plus special guest: Otto Wolters

Roter Saal im Schloss, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig

Uli Beckerhoff – Trompete und Flügelhorn
Richard Brenner – Piano
Moritz Götzen – Bass
Niklas Walter – Schlagzeug
Otto Wolters – Piano

Unmittelbar vor Weihnachten gastiert der Trompeter Uli Beckerhoff mit seinem neuen Quartett im Roten Saal des Braunschweiger Schlosses. Beckerhoff, der seit Anfang der Siebziger Jahre zu den führenden Vertretern seines Instruments in Deutschland und Europa zählt, hat sich für sein neues akustisches Quartett drei junge und hochtalentierte Musiker ausgesucht, die alle Eigenschaften mitbringen, die für eine große künstlerische Karriere Voraussetzung sind: höchste instrumentale Fähigkeiten, große emotionale Ausdruckskraft, Einfallsreichtum und Risikobereitschaft. Generationsübergreifend entsteht so der Raum für kreatives Zusammenspiel als Grundlage für Beckerhoffs vielseitige, swingende Kompositionen und seinen mal lyrischen, mal zupackenden Trompetenton.
Die Jazzinitiative Braunschweig hat Uli Beckerhoff im Verlauf seiner Karriere immer wieder vorgestellt: so mit den Gruppen „Riot“, „Changes“, der „International Skoda Band“ oder mit Formationen, die mit dem Braunschweiger Pianisten Otto Wolters verbunden sind. Bei unserem Konzert wird es deshalb auch zu einem Treffen dieser zwei Urgesteine des modernen deutschen Jazz und seiner pädagogischen Vermittlung kommen. Wolters wird als Gast bei einigen Stücken mitwirken.

Uli Beckerhoff spielte in zahlreichen Bands mit der Elite der deutschen Jazz-Musiker zusammen. Unter dem Namen „Changes“ stellte er Anfang der Achtziger Jahre zusammen mit Wolfgang Engstfeld, Ed Kröger, Peter Bockius und Peter Weiss die bedeutendste deutsche Neo-Bop-Gruppe zusammen, mit der er auf vielen europäischen Festivals auftrat. Er spielte in der Manfred Schoof Big Band, mit Charlie Mariano und Jasper van`t Hof, ebenso mit internationalen Jazzstars wie Stan Getz, Norma Winstone, John Taylor und vielen anderen. Er schrieb Auftragskompositionen für Rundfunksender. Beckerhoff hat an verschiedenen Institutionen als Pädagoge gewirkt. Seit vielen Jahren ist er Professor für Jazztrompete und Ensembleleitung an der Folkwang Hochschule in Essen.

Sein Schaffen ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert.

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Karten:
Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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– Abendkasse
– und weitere …

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen/StudentInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Die Braunschweigische Stiftung
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Christof Lauer Trio

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Christof Lauer – Saxofone
Thomas Alkier – Schlagzeug
Lisa Wulff – Bass

Mit Christof Lauer stellt die Initiative Jazz Braunschweig einen der führenden Tenorsaxophonisten Europas vor. Lauer spielte seit Mitte der Siebziger Jahre u.a. im Albert-Mangelsdorff-Quintett, im United Jazz und Rock Ensemble oder dem Jazzensemble des Hessischen Rundfunks. Gleichzeitig verfolgte er eigene, vielbeachtete Projekte. Seit 1993 gehört er fest zur NDR BigBand. Lauer, ursprünglich stark vom übermächtigen John Coltrane beeinflusst, hat eine eigene kraftvolle Sprache auf seinem Instrument entwickelt, mit dem er immer wieder neue Herausforderungen sucht. Eine davon ist das Spiel im Trio mit Bass und Schlagzeug, in dem er auf ein Harmonien lieferndes Instrument wie Piano oder Gitarre verzichtet. Dieses Spiel ohne Netz und doppelten Boden ist Virtuosen vorbehalten. Das berühmteste Beispiel dafür ist Sonny Rollins, der immer wieder auf diese Formation zurückgriff.

Solch ein Vorhaben kann nur gelingen, wenn Bass und Schlagzeug ebenfalls virtuos besetzt sind. Mit Lisa Wulff, der jungen Top-Bassistin aus Deutschland, und dem versierten Schlagzeuger Thomas Alkier gehören zwei zum Trio, die sich kreativ gegenseitig befeuern und gleichberechtigt mit dem Saxophon kooperieren.

Lisa Wulff, 1990 geboren, studierte Bass bei Detlef Beier in Bremen. Sie war für den Echo Jazz 2017 in der Kategorie Instrumentalist/in National Bass/Bassgitarre nominiert. Sie spielt in mehreren Bands (u. a. „Kalis“, „takodoon“) und leitet ein Quartett unter eigenem Namen. Ihre Vielseitigkeit an Kontrabass und E-Bass macht sie zu einer stark nachgefragten Künstlerin für die verschiedensten Projekte, so z. B. regelmäßig für die NDR BigBand. Tourneen unternahm sie mit Randy Brecker, Curtis Stigers oder Nils Landgren.

Thomas Alkier, Jahrgang 1965, gehört seit Jahren zu den renommierten Schlagzeugern Europas. Seine Kreativität und positive Ausstrahlung verhalfen ihm zu Engagements u.a. mit Gary Burton, Betty Carter, Michel Godard, Joachim und Rolf Kühn, Wolfgang Puschnig. Herausragend seine Zusammenarbeit mit Carla Bley und Steve Swallow u.a. im Mai 2006 bei der Aufführung von “Escalator over the Hill“ und im November 2008 bei “3/4“ mit dem Pianisten Uri Caine.

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- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Arild Andersen Trio

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Arild Andersen – Kontrabass
Tommy Smith – Saxofon
Thomas Strønen – Schlagzeug

Im letzten Jahr war der in den USA lebende britische Jazz-Bassist Dave Holland mit seinem Trio bei uns zu Gast und spielte ein eindrucksvolles Konzert. Im Herbst dieses Jahres nun präsentieren wir wiederum einen großartigen Bassisten, keinen geringeren als „One of Europe’s leading bassplayer“ (all about Jazz), den Norweger Arild Andersen. Auch er im Trio-Format, auch wieder im Braunschweiger LOT-Theater.
Andersen ist ein Meister des vollendeten Tons. Technisch perfekt, unangestrengt und makellos elegant fließen seine Basstöne, gerne elektronisch angereichert mit einem Electro Harmonix Delay. „It’s about sound – and that is in your mind, as well as in your fingers!“, wie er im Gespräch bekannte.

Seine eigene Stimme fand Andersen früh in den 70er Jahren im Zusammenspiel mit den Größen der improvisierten Musik wie Stan Getz, Sonny Rollins, Dexter Gordon, Chick Corea, Paul Bley, um nur einige zu nennen. Aber anders gewichtend als Dave Holland – erweiterte Andersen die damals dominierende US-amerikanische Tonsprache um spezifische europäische musikhistorische Traditionen und ethnomusikalische Vielfalt.
„Jazz muss nicht mehr nach dem amerikanischen Reinheitsgebot gespielt werden. Die Ursprünge des Jazz in Amerika sind immer noch spannend, die amerikanischen Meister grandios, aber Jazz steht für Freiheit, sich musikalisch neue Wege, neue Ausdrucksformen zu suchen!“, so Andersens Credo.

Ergebnis war das umwerfende Arild Andersen Quartet mit Jon Christensen, Nils Petter Molvær, Jon Balke und Tore Brunborg, das die europäische Jazzmusik viele Jahre beeinflusste. Gleichzeitg erschloss Andersen aber auch Querverbindungen zwischen traditioneller norwegischer Folkmusik und modalem Jazz, die er orchestral ausbaute. Immer wieder aber – darin Dave Holland sehr ähnlich – zieht es ihn zu Jazz-Kleinformaten, besonders dem Trio. Ob mit Ralph Towner und Nana Vasconcelos; mit Markus Stockhausen und Patrice Heral oder jetzt wieder und hier in Braunschweig mit Tommy Smith (sax) und Thomas Strønen (dr).

Was ihn an diesem Trio reizt, umreißt Andersen so: „Die gemeinsame Klangsprache, eine treibende Energie, die sich immer wieder eigene künstlerisch zutiefst befriedigende Wege bahnt.“

Andersen nennt Tommy Smith einen der besten Saxofonisten der Welt, der wohl nur deshalb nicht im Rampenlicht der Jazzwelt steht, weil er ein absoluter Teamplayer ist (u.a. mit Gary Burton, Chick Corea und John Scofield).

Thomas Strønen (1972) ist ein norwegischer Jazz-Schlagzeuger und Komponist, der an über 60 Alben mitgewirkt hat. Er hat mit international bekannten Künstlern weltweit zusammengearbeitet wie Iain Ballamy, Arve Henriksen, Mats Eilertsen,Eivind Aarset, Nils Petter Molvaer, Bob Stenson, John Taylor,Sidsel Endresen, Bugge Wesseltoft, Tomasz Stanko und Ernst Reijsegger.

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Karten:
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
eck*cellent IT GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Julian & Roman Wasserfuhr Quartett

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Julian Wasserfuhr – Trompete
Roman Wasserfuhr – Piano
Oliver Rehmann – Schlagzeug
Markus Schieferdecker – Bass

Schon als Teenager galt Julian Wasserfuhr als größtes deutsches Ausnahmetalent an der Trompete seit Till Brönner. Zusammen mit seinem Bruder Roman am Klavier bildet er ein unzertrennliches Paar. Ihre (Seelen-)Verwandtschaft kommt dem gemeinsamen Spiel zugute. Die Vertrautheit der Brüder verleiht der Musik einen entspannten und unangestrengten Charakter. Ob mit Trompete oder Flügelhorn, Julian ist kein Vertreter der Höher-Schneller-Weiter-Fraktion. Mit seinem warmen Ton schafft er atmosphärische Klangräume. Sein Bruder Roman ist mit seinem akzentuiert-strahlenden Klavierspiel an dem frischen, aber dennoch ausgereiften und luftigen Sound der Band nicht minder beteiligt.

Nach ihrem hochbeachteten Debüt „Remember Chet“, das die beiden als Teenager aufgenommen haben, starteten sie in der deutschen Jazzlandschaft durch. Bald schon spielten sie mit Größen wie Nils Landgren, Lars Danielsson oder Wolfgang Haffner zusammen und fanden zugleich immer mehr zu einem eigenen, charakteristischen, melodisch-atmosphärischen „Wasserfuhr-Sound“:

„Ich mag den Mut zur Einfachheit, den die beiden besitzen. Das muss man sich trauen. Zu bewundern ist dann das Gegenteil von “Angeber–Jazz“, bringt es der Schauspieler Matthias Brandt es auf den Punkt.

Der Titel des neuen Albums, das das Wasserfuhr-Quartett in Braunschweig vorstellen wird, „Landed In Brooklyn““ (ACT/edel), ist augenzwinkernd gemeint: Zwei Jazz-Youngsters aus der deutschen Provinz haben sich auf den Weg über den Atlantik gemacht, um in der Metropole New York ein Album mit US-Jazzgrößen aufzunehmen. „Für uns als Musiker ist es immer das Wichtigste, nicht stehen zu bleiben. Ständig sucht man nach Inspiration, um sich weiterzuentwickeln.“

Ergebnis ist eine Musik, die Ohren verwöhnt und Herzen anspricht. Die sensibel gespielten Songs wirken wie Balsam für die Seele, umschmeicheln, ohne dabei in irgendeiner Form seicht zu klingen.

“Landed in Brooklyn“ erzählt von der Stadt und seinen Musikern. Ein atmosphärisch dichter Mainstream-Jazz ist entstanden, der Bilder im Kopf hervorruft. Emotionen werden transportiert. Das Album ist zupackender und, im besten Sinne des Wortes, verspielter geworden, swingender, schlussendlich amerikanischer als seine Vorgänger, aber ohne den typischen Wasserfuhr-Sound zu verlieren.

Unterstützt werden die Wasserfuhr-Brüder durch Oliver Rehmann am Schlagzeug und Markus Schieferdecker am Bass. Absolut nachgefragte Rhythmiker, die aber nicht nur Sidemen sind, sondern produktiv-herausfordernd dazu beitragen, dass der Quartett-Klang eine abgerundete Tiefe erhält.

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- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Philipp Brämswig Trio

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Philipp Brämswig – Gitarre
Fabian Arends – Schlagzeug
Florian Rynkowski – Bass

Moers 2016. Das Kölner „Subway Jazz Orchestra“ spielt. Eine Bigband mit den üblichen Solo-Parts. Ein junger Gitarrist steht auf und legt los. Phänomenal. Alle Gitarren-Idiome sind ihm geläufig. Noch beeindruckender sein Interplay bei den morgendlichen Sessions: einfühlsam, vorantreibend, melodieorientiert, abstrakt. Er tanzte beeindruckend „auf allen Hochzeiten“.

Es geht um den Kölner Gitarristen Philipp Brämswig. Ein junger Mann mit „Top Talent Stipendium“, Studien in New York bei Wayne Krantz und Dave Liebman. Begleiter u.a. von Charlie Mariano, Richie Beirach, Bob Mintzer.

Die Gründung einer eigenen Band war die logische Konsequenz. Ein Trio, zusammen mit Fabian Arends am Schlagzeug und Florian Rynkowski am Bass. Alles junge gefragte Musiker der Kölner Szene.

Beeindruckend ist Brämswigs zupackendes und zugleich durchdachtes Gitarrenspiel. Im Trio mit Florian Rynkowski am elektrischen Bass und Drummer Fabian Arends, dessen Spiel erkennen lässt, dass er bei Jonas Burgwinkel in die Schule gegangen ist, hat Brämswig einen traumhaft eingespielten Klangkörper geformt, der vertrackte Rhythmen so furios wie mühelos durchforstet. Balladeske Figuren, für deren Gestaltung Brämswig das Plektrum aus der Hand legt, spielen die drei Musiker ebenso perfekt aufeinander bezogen wie die rockigen Gebilde, die sie mit Fusionsounds überziehen. Kein Wunder, dass dem Liner-Notes-Verfasser Bill Milkowski zu Brämswigs Trio an einer Stelle Methenys berühmtes Trio mit Jaco Pastorius und Bob Moses einfällt.

Das Trio präsentiert seine aktuelle, vom Deutschlandfunk geförderte und von der Fachpresse sehr lobend aufgenommene CD „Molecular Soul“. Auf dieser schaffen sie Klangwelten jenseits von Stilgrenzen und erfreuen sich und ihre Zuhörer an ihrem berauschenden Zusammenspiel. Neben einer natürlichen Virtuosität ist vor allem die mal einfühlsame, mal zupackende Interaktion zum Markenzeichen der Band geworden.Die Kompostionen des Bandleaders sind Schmelztiegel verschiedenster musikalischer Einflüsse und vereinen Intellekt und Groove.

Neuester Höhepunkt der Wertschätzung ihrer Musik: Nominierung für das Finale des Neuen Deutschen Jazzpreises in Mannheim 2017.

Willkommen in Braunschweig.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

NDR Bigband feat. Omar Sosa und Ernesto Simpson

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

NDR-Bigband
feat. Omar Sosa (p) und Ernesto Simpson (dr)
Leitung: Geir Lysne

Seit über 40 Jahren ist die NDR-Bigband als Jazz-Orchester eine Instanz. Entstanden aus den Wurzeln eines reinen Rundfunk-Ensembles, hat sie sich seit den 70er Jahren zu einer Band entwickelt, die nicht nur ein umfassendes Jazz-Repertoire bedient, sondern auch eigene Impulse setzt, Genregrenzen erweitert, mit Weltstars auftritt und diese zu Konzerten in alle Ecken Norddeutschlands holt.

In diesem Jahr präsentiert die Bigband unter der neuen Leitung des norwegischen Saxofonisten und Komponisten Geir Lysne den in Barcelona lebenden kubanischen Pianisten Omar Sosa sowie Ernesto Simpson als Unterstützer am Schlagzeug.

Omar Sosas Musik weist eine große stilistische Bandbreite auf und ist von vielfältigen Einflüssen geprägt. Auf einem Fundament des Latin Jazz und afrokubanischer Rhythmen verarbeitet er nordafrikanische traditionelle Musik. Seine Musik betrachtet er als Ausdruck seines politischen und spirituellen Bewusstseins. In seinem Projekt „es:sensual“ mit der NDR-Bigband will er die verschiedenen Seiten seiner Persönlichkeit zusammenführen, getrieben von der unstillbaren Lust, immer wieder Neues zu versuchen.

Zur Aufführung gelangen Kompositionen, die von dem brasilianischen Cellisten Jaques Morelenbaum arrangiert wurden. Sosa erklärt: “Ich will meine afro-kubanische Seite zeigen, aber auch meine elektronische. Ich bin kein Jazzpianist, ich spiele keinen Bebop oder Swing. Jazz ist meine Philosophie: Es ist die einzige Musik, in der auch andere Musiken ihren Platz haben. Es soll eine aufregende Reise mit der NDR-Bigband werden. Die Band selbst und ihr Farbenreichtum sollen in den Vordergrund rücken. Farben, die man im Gedächtnis behält! Blumen, Vögel, Sonne. Kraftvolle Musik, aber ohne dabei Muskeln spielen zu lassen.“ Der kubanische für den Grammy nominierte Schlagzeuger Ernesto Simpson wird ihn dabei tatkräftig unterstützen.

Karten:
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

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Jakob Bro Trio

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Jakob Bro – Gitarren
Joey Baron – Schlagzeug
Thomas Morgan – Bass

Jakob Bro TrioWäre der Begriff nicht so belastet, könnte man das Jakob Bro Trio eine kleine Supergroup nennen. Jakob Bro, Top-Gitarrist aus Dänemark (Composer of the Year und Album of the Year 2016), Joey Baron, US-Multi-Stilist an den Drums, bekannt vor allem durch seine Zusammenarbeit mit John Zorn und Bill Frisell, und dann noch Thomas Morgan, Bassist, als Modern Creative unterwegs mit allem, was Rang und Namen hat.
Bro wird gern als “Aquarellist mit der Gitarre” bezeichnet. Das bezieht sich auf die von ihm entworfenen nahezu schwebend wirkenden Klanglandschaften. Die klaren, lang anhaltenden, vor allem mit Delay-Effekten angereicherten Gitarrenlinien, die sich auf das Melodische rückbesinnen. Es ist in gewisser Weise skandinavischer Jazz: Die Musik kennt überwiegend keine Eile, wirkt sphärisch, ist aber überhaupt nicht kühl, eher melancholisch-reflektierend. Sie verschafft der Zuhörerin, dem Zuhörer ungemein viel Reflexions- und Gefühlsräume. Dass es mitunter aber auch ganz anders zugehen kann, sei nicht verschwiegen.
“Ich sehe Musik als ein Ganzes”, sagt Bro über seinen musikalischen Ansatz. “Nicht als Bühne für solistische Akrobatik. Jeder in der Gruppe muss die gleiche Verantwortlichkeit beim Spielen erhalten. Ich genieße es, wenn ich Stimmungen und gewisse Strukturen entwerfe und wir dann zusammen auf Entdeckungsreise gehen. Also keine festen Vorgaben von mir. Vielmehr möchte ich, dass Joey und Thomas auf ihre Ideen und Intuition vertrauen und die Musik in nicht vorher zu erwartende Richtungen lenken. So passiert immer wieder Neues, die Musik geht ihren Weg. Sie strömt. Deshalb ist der Titel unserer letzten ECM-Einspielung 2016 folgerichtig: “Streams”.”
Folgen wir also den Strömen.

Karten:
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Duncan Eagles “Partikel” Quartett

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Duncan Eagles – sax, effects
Eric Ford – dr
Max Luthert – b, electronics
David Preston – g

Duncan Eagles Partikel QuartettEs ist fast 25 Jahre her, dass eine Band aus England bei Jazz-BS auftrat. Dabei herrschen auf der Insel – wenn man den Berichterstattern Glauben schenken darf – beneidenswerte Zustände. Zwar ist Jazz kein Massenphänomen, erfährt aber doch breiteren Zuspruch, und zwar gerade bei jüngeren Menschen. Ursache? Sicherlich der sehr ungezwungene Umgang mit Traditionen, Genres, musikalischen und subkulturellen Einflüssen aller Art dort.

Eine Band, die das lebt, ist PARTIKEL aus London. Eigentlich ein Trio des Saxofonisten Duncan Eagles, das diesmal um den Gitarristen David Preston erweitert auftritt.

PARTIKEL gilt als eine der besten Jazzgruppen der Insel, die eine hervorragende Mixtur aus Jazz, klassischen Bezügen und elektronischen Elementen zu einem organischen, homogenen Ganzen verschmelzen. Wie variabel der Ansatz der Band ist, zeigt sich allein schon in der Verschiedenartigkeit der Besetzung. Mal klassisches Sax-Trio, dann als streichergestütztes Oktett, nunmehr als Quartett, das einen Gitarristen als Melodiker und Harmoniker dazu holt. Je nach musikalischem Erkundungsinteresse wechselt die Formation und damit das Terrain, auf dem man sich bewegt.

Gleich bleibt aber der kraftvolle, dichte Sound der Band und das an der Melodie interessierte Abtauchen in so unterschiedliche musikalische Welten wie Bop, Weltmusik, Rock und Neue Musik.

“England swings like a pendulum do! “, sang Roger Miller 1965. Immer noch? “Ja, durchaus!”, sagt Duncan Eagles auf Nachfrage. “Ein bisschen anders als damals natürlich. Für mich entsteht ein Swing-Gefühl, wenn die Musik ehrlich, leidenschaftlich und mit klarer Intention gespielt wird.“ Wir dürfen gespannt sein.

Karten:
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Stephan-Max Wirth “Experience” Quartett

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Stephan-Max Wirth – Tenorsax, Sopranosax
Jaap Berends – Gitarre
Bub Boelens – Bass
Florian Hoefnagels – Schlagzeug

Stephan-Max Wirth„Calling Europe!“ heißt das neue Album des Berliner Saxophonisten Stephan-Max Wirth, das die Band bei ihrem Konzert im Februar vorstellen wird. Entstanden ist ein explosives musikalisches Gemisch, das ein Europa der Hindernisse, der Werte und des Wollens abbildet – eine optimistische und leidenschaftliche Hommage an Europa.

Die Stephan-Max Wirth Experience ist pure Spontaneität, verbunden mit langjähriger gemeinsamer Erfahrung. Dieses Quartett lässt trotz ausgeprägter Soli der Musiker nie das Gefühl des Zusammenseins vermissen. In intuitiv gefühlten, direkt umgesetzten demokratischen Entscheidungen entwickelt diese Band dadurch eine außerordentlich schlagkräftige Musik, die den Hörer auf einen Trip durch Europa mitnimmt. Die Reise überwindet Grenzen, erzählt von den großen, übergreifenden Problemen unserer Zeit, spricht aber auch jeden Einzelnen von uns an und fügt letztendlich alles wieder zu einem großen Ganzen zusammen.

Musikalisch gelingt das durch einfühlsame und einprägsame Melodien wie in den Balladen „Winter in Paris“ oder „Little Wonder“. Hart abgerechnet wird in „Zoom“, einer Fokussierung auf immer gleiche Verhaltensmuster und Strategien, die letztendlich nichts anderes als eine Sackgasse anstatt Lösungen anzubieten hat. Es hilft nichts, man muss an der Substanz kratzen, sonst gibt es keine Veränderungen. Also alles auf Anfang und dann: „Calling Europe!“

Mit seiner legendären holländischen Rhythmusgruppe, bestehend aus Jaap Berends (git), Bub Boelens (b) und Florian Hoefnagels (dr) ist Stephan-Max Wirth seit Jahren kontinuierlich auf Tour. Mit zahlreichen Konzerten und Einspielungen unter eigenem Namen hat sich diese Formation weit über die Grenzen Deutschlands hinweg durchgesetzt: Stationen waren dabei u.a. „Illumination”. Für dieses Album erhielt Stephan-Max Wirth den Berliner Förderpreis „Studioprojekt Jazz”. Das umfangreiche Bühnenprojekt „DADA Republic!” wurde auf dem Berliner Jazzfest uraufgeführt. Mit der CD „multiple pulse” wurde das SMWE für den „JAZZ-ECHO deutscher Musikpreis” in der Kategorie „Ensemble des Jahres international“ nominiert. Die CD „PASSION“ war u.a. CD der Woche beim NDR. Die letzte CD „The Inner Draft“ wurde von der Presse zur „audiophilen CD des Monats“ gekürt; ein zweistündiger Berliner Live-Mitschnitt wurde vom RBB ausgestrahlt.

Karten:
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Eric Schaefer & The Shredz

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Eric Schaefer – dr
John-Dennis Renken – tr
Volker Meitz – keyb
John Eckhardt – b

Der Name ist Programm, denn das neue Album “Bliss”, das Eric Schaefer mit seinen drei Mannen vorstellen wird, verrät von Anfang an: The Shredz fetzen. Der texturreiche Sound mit seinen Delay-Schleifen, seinen Synthesizermodulationen und dem druckvollen Schlagzeug-Sound – überhöht durch tranceartige Anmutungen, Repetitionen, elegische Trompetenmelodien, quäkende Orgelsounds und druckvolle Bässe – verdichtet sich zu einem mitreißenden Klangkonstrukt.

Neben seinem Shredz-Projekt spielt der vielfach ausgezeichnete Komponist und Schlagzeuger Eric Schaefer seit Jahren u. a. mit dem Pianisten Michael Wollny, in verschiedenen Bands um Kalle Kalima, Arne Jansen und Joachim Kühn. Als neuer Schlagzeuger in Kühns New Trio hat Schaefer mit dem Album “Beauty and Truth” ein neues Ausrufezeichen gesetzt.

“Bliss” nimmt jedoch in ihrem Schaffen einen ganz besonderen Platz ein: Man wollte auf eine gemeinsame Reise gehen, eine Art Trance-Zustand anstreben. Diese Reise war dann voll von Überraschungen; ungeplante Ausflüge entpuppten sich als Höhepunkte, die Hingabe wurde mit formidablen Resultaten belohnt.

John-Dennis Renken ist Mitglied von Zodiak Trio, Ruhrecho, UFO, The Bliss, The Dorf, Beam, Stefan Schulze’s Large Ensemble. Außerdem hat er ein Trompeten-Solo-Projekt und arbeitet mit der WDR-Bigband u. a.

Volker Meitz ist Mitglied des Projekts Rhinow und des Sonar Kollektiv Orchesters und arbeitet mit Kalle Kalima, Lisa Bassenge, Clara Hill, Jazz Indeed und 4Hero zusammen. In der Vergangenheit spielte er auch mit Jazzanova, Astrid North, Chuck Loeb, Ed Motta, Groove Galaxi, Pat Appleton u. a. Weltweit publiziert wurde sein eigenes Projekt “Meitz”.

John Eckhardt ist Mitglied von Ensembles wie l’art pour l’art und Resonanz des Dresdner Ensembles für zeitgenössische Musik. Daneben hat er mehrere Soloprojekte als Kontra- und E-Bassist. Er arbeitete auch mit Pierre Boulez, Matthew Herbert, dem Ensemble Modern, Evan Parker, Sasha Waltz und Nils Wogram zusammen.

Karten:
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Pablo Held Trio

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Pablo Held, p
Jonas Burgwinkel, dr
Robert Landfermann, b

Anfang 2010 war das Pablo Held Trio schon einmal zu Gast bei Jazz BS im Lindenhof. Es gab viel Hype um jene Senkrechtstarter damals, ihr Konzept der Überwindung vorstrukturierter Arrangements. Weg vom Thema-Solo-Schematismus, dafür das Wagnis, aus der Situation heraus plausible Wege des Zusammenspiels zu entwickeln. In der Konzert-Rezension hieß es damals: „Von ihnen wird man sicherlich noch einiges hören!“

In der Tat. Zehn Jahre spielen Pablo Held, Jonas Burgwinkel und Robert Landfermann nun schon zusammen. Im Trio, im Tentett, im Quartett mit John Scofield. „One of the great groups in music today! “, ein Ritterschlag durch die Gitarrenlegende Scofield.
Burgwinkel und Landfermann ihrerseits gehören längst zu den gefragtesten Rhythmus-Sidemen, weit über Deutschlands Grenzen hinaus

Das Pablo Held Trio tritt weltweit auf, in diesem Jahr in den USA, Schweiz, Österreich, Süd-Korea, Niederlande, Kanada und – ja – in Braunschweig.

Sie präsentieren diesmal ihr jüngstes Album “Lineage”, wiederum akustische, experimentelle Musik, in der unterschiedlichste Stilistiken und Genres zu einer eigenen Mixtur verschmolzen werden. Filigraner, kammermusikalischer Jazz, der die Grenzen von Improvisation und Komposition überschreitet.

Dass das auch nach so langem Zusammenspiel zu produktiven Ergebnissen führt, liegt zweifelsfrei am großen Repertoire in Bezug auf Stilarten, Techniken, Genres, die die drei Ausnahmemusiker auf erstaunliche Weise situativ abzurufen verstehen. Es ist ein vorzügliches Interplay, bei dem Ideenentwicklung und Ideenverarbeitung reibungslos vonstattengehen. Dabei bewegen sich die Stimmen selbstständig, jeder Musiker kann sich individuell entfalten, ohne dass der Ensemble-Charakter verloren geht. All das ginge nicht, gäbe es zwischen Pablo Held, Jonas Burgwinkel und Robert Landfermann nicht eine tiefe menschliche Übereinstimmung, die die Basis für experimentelle, freisinnige und ungewisse Ausflüge in musikalische Terra Incognita bilden.

Braunschweig ist für das Pablo Held Trio eine Top-Adresse, weil es vor sechs Jahren hier ein ungemein aufgeschlossenes Publikum erlebte, das sich bereitwillig auf Wanderungen durch Bebop, Cool- und Freejazz, neue Musik und Melodiefreudigkeiten einließ und damit auch wesentlich zur Spielfreude des Trios beitrug.

Karten:
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MAB – Hoffmann Maschinen- und Apparatebau GmbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Christoph Irniger “Pilgrim” Quintett

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Christoph Irniger – ts
Stefan Aeby – p
Dave Gisler – g
Raffaele Bossard – b
Michi Stulz – dr

Das Quintett Pilgrim um den Züricher Tenor-Saxofonisten Christoph Irniger spielt Musik, die sich nur schwer kategorisieren lässt. Ausgerüstet mit einer gesunden Portion Selbstbewusst-sein und jeder Menge Abenteuergeist, begeben sich die fünf Musiker auf eine musikalische Reise. Anders als Touristen, die ihre Erwartungen bestätigt haben wollen, gehen die Musiker das Wagnis ein, etwas zu erfahren. Sie sind auf Entdeckungsreise, unterwegs in einem Abenteuer ohne Reiseführer, Risikoversicherung und Rückflugticket. Der dazugehörige Soundtrack oszilliert zwischen rätselhafter Selbstreflexion und wilden Eruptionen, wobei die Musiker einen vollen, dichten Rundum-Sound schaffen. Letztens stellte die Band mit „Italian Circus Story“ ihr zweites Album vor, das auf dem renommierten Schweizer Label Intakt Records erschienen ist.

Die Songs des Albums sind von einem lässigen, mediterranen Flair durchweht. Die Kompositionen lassen viel Platz für Spontaneität und Improvisation, wobei der Klangkörper mit seinen vielseitigen Untergruppierungen voll zum Tragen kommt. Mal sind die Stücke durchkomponiert, mal nur skizzenhaft angerissen. „Fertige Noten sind für Christoph Irniger nichts anderes als eine Überschrift, ein Thema einer möglichen Geschichte oder eine Tür, die in einen weiteren musikalischen Freiraum führt,“ schreibt der Jazz-Kritiker Franz X. Zipperer. Egal, welcher Musiker ein Thema aufgreift, er wird die Geschichte jeweils anders erzählen. So sind die Stücke auf der CD quasi in ihrer Reinform zu hören, als Moment-aufnahme, mit der Unmittelbarkeit eines Konzertes. Ihre Musik ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass manchmal das Gesamte weit mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.

Die Band, die seit 2010 besteht, hat sich über die Jahre neu gruppiert und zu einer der aufregendsten Ensembles des jungen europäischen Jazz entwickelt. Die fünf Musiker stammen aus unterschiedlichen Teilen der Schweiz. Sie treten in verschiedenen Gruppen auf der ganzen Welt auf und haben in ihren noch jungen Karrieren Gelegenheit gehabt, mit Jazz-Größen wie Dave Douglas, Nasheet Waits, Dave Liebman oder Joey Baron zu lernen und zu spielen.

Musiker

Christoph Irniger – Saxophon, geboren 1979 in Zürich, studierte von 2000-2006 an der Jazzschule Zürich Musikpädagogik und der Musikhochschule Luzern Performance bei Christoph Grab und Nat Su. In den folgenden Jahren hielt er sich regelmäßig in Berlin und New York auf. Er war Gewinner des Förderpreises 04 der Friedel Wald Stiftung, erhielt die „borsa di studio“ für Sienajazz 06 und ist Gründer der Bands Christoph Irniger Trio, Pilgrim, NoReduce und den Cowboys from Hell, mit denen er 2010 den 3. Platz beim ZKB Jazzpreis belegte. Ferner wirkte er bei Aufnahmen und Auftritten zahlreicher Künstler mit, u.a. Ohad Talmor, Nasheet Waits, Dan Weiss, Dave Douglas, Claudio Puntin, Nils Wogram, Ziv Ravitz, Nat Su, Max Frankl, Stefan Rusconi, Christian Weber, Vera Kappeler sowie dem Lucerne Jazz Orchestra.  Er spielt Konzerte im In- und Ausland und sein Werk ist bis dato auf über 15 Tonträgern dokumentiert. Irniger unterrichtet am Konservatorium Zürich.

Stefan Aeby – Piano, geboren 1979 in Fribourg, lernte bei verschiedenen Musikern wie Jean Christophe Cholet, Art Lande und Marc Copland. Gleichzeitig erlangte er einen Master in Musikwissenschaft an der Universität Freiburg. Er leitet seit 2008 sein eigenes Trio und spielt regelmäßig mit dem Tobias Preisig 4, dem Lisette Spinnler 5 und Sarah Büchi‘s Flying Letters. Er ist zudem als Komponist für verschiedene Theaterprojekte und Stummfilme tätig. Er spielt oder spielte mit: Frank Tortiller, Gabriele Mirabassi, Bob Mintzer, Chris Potter, Claudio Puntin, Clarence Penn, Yves Torchinsky, Bänz Oester, Samuel Rohrer, Lisette Spinnler, Claudio Pontiggia, Marcel Papaux, Samuel Blaser, Gustav, Julien Charlet, Rick Margitza, Patrice Moret, Stéphane Belmondo, Julian Sartorius, Oscar D’Leon, Tom Harrell… Verschiedene Tourneen führten ihn nach Asien, Südamerika, Afrika und durch große Teile Europas. Von 2004 bis 2010 unterrichtete er an der Jazzschule Montreux. Seit Herbst 2010 unterrichtet er am Konservatorium Freiburg. Zudem ist er auf über 18 Tonträgern zu hören.

Dave Gisler – Gitarre, geboren 1983, wurde von seinen Eltern privat unterrichtet und nahm bei seinem Vater ab dem 8. Lebensjahr klassischen Gitarrenunterricht. Mit 23 Jahren absolvierte er die Musikhochschule Luzern, wo er u.a. von Kurt Rosenwinkel unterrichtet wurde. Er ist Mitbegründer der Band NoReduce. Ferner spielte er u.a. in Japan, den USA und Europa als Sideman in den Bands von Weird Beard, Mat Down, Noflores, Asmin, Mumur, und dem Lucerne Jazz Orchestra. Er spielte mit Nasheet Waits, Dave Douglas, Peter Frei, Nat Su, Jeff Davis, Heiri Känzig, Lukas Niggli, Jonas Burgwinkel, Claudio Puntin, Jean-Paul Brodbeck, Samuel Rohrer, Chris Wiesendanger, Lisette Spinnler, Domenic Landolf, Ahmed Fofana u.v.a. 2009 spielte er mit “Yvonne Meier’s Scores“ beim Visions-Festival in Manhattan und ist Preisträger der Heinrich Danioth-Stiftung für einen viermonatigen Atelieraufenthalt in New York. Als Stellvertretender Dozent hat er an der Musikhochschule in Luzern sowie Zürich Lehraufträge wahrgenommen.

Raffaele Bossard – Kontrabass, geboren 1982, kam mit 17 Jahren über den Elektrobass auf den Kontrabass. Im Sommer 2008 schloss er mit einem Master in Pädagogik und Performance (mit Auszeichnung) die Hochschule Luzern für Musik ab. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Heiri Känzig, Hämi Hämmerli, Patrice Moret und Peter Frei. Raffaele Bossard spielt bei Matthias Spillmanns’ Mats-Up, Dominik Egli’s Plurism, Christoph Irniger Trio und dem Joe Haider Quartett. Seine noch junge Karriere ließ ihn mit Jazz-Größen spielen wie: Joey Baron, Nasheet Waits, Nils Wogram, Hayden Chisholm, Claudio Puntin, Ohad Talmor, Ziv Ravitz und Nat Su. Er spielt regelmäßig im In- und Ausland und seine musikalische Tätigkeit ist auf zwei Dutzend Tonträgern dokumentiert. Raffaele Bossard ist Preisträger des ZKB Jazzpreises, Moods Jazz & Blues Award, der Friedel-Wald Stiftung 2008 und der Korporation Zug und war Teilnehmer des 18. internationalen IASJ Meeting in Riga, Lettland.

Michael Stulz – Drums, geboren 1977 in Basel. 1998: 4-monatiger Aufenthalt in New York. Studium an der Drummers Collective. 1999-2004: Jazz-Studium an der Musikhochschule Luzern mit Unterricht bei Norbert Pfammatter, Fabian Kuratli und Pierre Favre. 2004: International Jazz Meeting in Freiburg unter der Leitung von George Gruntz. 2005: 6-mona-tiger Aufenthalt in Westafrika mit Konzerttätigkeit und Unterricht in Afrikani-scher Perkussion. Festivals und Konzerte in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Portugal, Italien, Japan, Holland, China, Korea, Peru, Bolivien, Syrien, Burkina Faso, Ghana, Kosovo, Albanien. Aktuelle Formationen: Stefan Aeby Trio, Tobias Preisig Quartett, Christoph Irniger Pilgrim, Lisette Spinnler Band, Luca Sisera Roofer, Jochen Baldes Subnoder.

Karten:
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Lisbeth Quartett

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Charlotte Greve – sax
Manuel Schmiedel – p
Marc Muellbauer – b
Moritz Baumgärtner – dr

Klingt irgendwie anders, dieser Bandname: „Lisbeth Quartett“. Sympathisch und ein wenig lustig. Ja, fast schon wie eine Persiflage auf die im Jazz übliche Nomenklatur aus Bandleader-Name plus Bandmitglieder-Zahl. Dabei ist Lisbeth bzw. Elisabeth einfach nur der zweite Name der Bandleaderin Charlotte Greve. Warum denn nicht „Charlotte Greve Quartett“? Nein, das klänge einfach zu „naja“, so die Begründung der jungen Quartett-Chefin in einem Interview.
Das ist jedenfalls sicher: Das „Lisbeth Quartett“ klingt alles andere als „naja“, vielmehr nach etwas, das man gut kennt… und mag. Den Jazz neu erfinden, nein, das wollen die drei jungen und der eine etwas reifere Musiker definitiv nicht. Stattdessen wollen sie mit einer „leidenschaftlichen Selbstverständlichkeit“ erfrischend leicht anmutenden Jazztiefgang bieten und sich dabei stetig entwickeln.
2009 in Berlin gegründet, mauserte sich das „Lisbeth Quartett“ mit dem Pianisten Manuel Schmiedel, mit Marc Muellbauer am Bass und Moritz Baumgärtner am Schlagzeug schnell vom Geheimtipp zur Qualitätsmarke. 2012 erhielten die vier Musiker den Jazz-Echo als „Newcomer des Jahres“. Da hatten sie bereits zwei Alben veröffentlicht. Das dritte, „Framed Frequencies“, ist 2014 erschienen. Im Vorfeld hatte sich die Band auf ein Konzept geeinigt, das im Jazz nicht unbedingt das übliche ist. Dazu heißt es auf Charlotte Greves Website: „Die Komposition wird nicht auf den Trigger für die Improvisation limitiert, sondern die improvisatorischen Möglichkeiten der einzelnen Protagonisten werden in die Komposition integriert.“
Charlotte Greve und Manuel Schmiedel hat es aus der deutschen Hauptstadt nach New York verschlagen, Moritz Baumgärtner und Marc Muellbauer leben weiterhin in Berlin. Das neue Album bildet somit einen ozeanübergreifenden Austausch ab. Es sei, so die Band, „eine urbane, Kontinente und Generationen übergreifende Schatzinsel der Perspektiven, die sich aus über hundert Jahren Jazzgeschichte für die Zukunft auftun.“ Wir nennen das einfach mal eine ganz besondere „Inselbegabung“.

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» zur Kritik

Giovanni Guidi Trio

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Giovanni Guidi – Piano
Thomas Morgan – Doppelbass
João Lobo – Schlagzeug


Als Förderer junger italienischer Jazztalente hat Enrico Rava nicht nur Stefano Bollani und Gianluca Petrella ins Rampenlicht gerückt, sondern auch Giovanni Guidi, mit dem er das Album “Tribe” aufnahm. Insbesondere hebt Rava Guidis “grenzenlose Neugier” und seine “unnachgiebige Raffinesse” hervor. Guidis Alben sind gekonnte Sammlungen von Eigenkompositionen voller kreativen Wagemuts, bei denen die beiden Mitspieler reichlich Raum zur Entfaltung haben.

Alle drei Musiker haben ein ausgeprägtes Gespür für den Zusammenhall von Klang und Stille. So entstehen besondere lyrische Momente tiefer Reflexion, die große Originalität verraten.

Der Bassist Thomas Morgan ist Amerikaner. Er hat in vielen Bands mitgespielt, darunter in denen von Samuel Blaser, Paul Motian, John Abercrombie und Yoon Sun Choi. Und auch der Schlagzeuger João Lobo hat – trotz seiner relativ jungen Rampenpräsenz – bereits mit einigen großen Namen gespielt, darunter Gianluca Petrella, Roswell Rudd, John Hebert und Michael Attias.

Der Jazz, den diese drei spielen, ist sofort auf nachhaltige Zustimmung gestoßen. So lobt der britische Guardian die Musik des Trios als “ein dynamisches, aber auch eingängiges Programm mit Nummern, die an Paul Bleys frühe Interpretationen von Carla-Bley-Stücken erinnern, mit walzerartigen Balladen, …, mit eisig delikaten Melodien, die nahtlos in sinistre Märsche übergehen. Es mag zwar nur ein weiteres akustisches Jazz-Piano-Trio sein, aber eines, das sich schwungvoll gleich in die erste Reihe spielt.”

Karten:
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DAVE HOLLAND TRIO
feat. Kevin Eubanks and Obed Calvaire

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Dave Holland – Bass
Kevin Eubanks – Guitar
Obed Calvaire – Drums

Das Konzert ist ausverkauft

17. Oktober 1993. Staatstheater Braunschweig. Die „Betty Carter All Stars“ waren angesagt. Ein Bassist eröffnete das Konzert. Was für ein Bass: Singend, swingend, elegant-fließend!
Welch Tonbett wurde da bereitet für “BeBop-Betty“, Geri Allen am Piano und Jack DeJohnette am Schlagzeug.
Der Mann am Bass war Dave Holland, ein Brite. Geboren in Wolverhampton, einer englischen Stadt so groß wie Braunschweig, gelegen in den West Midlands. Dort ging er in die musikalische Lehre, die bereits einen Wesenszug des Mannes widerspiegelt: Er spielte alles. Aber auf so besondere Art, dass Miles Davis ihn 1968 direkt aus einem Gig in Londons “Ronnie Scott’s“ nach New York holte. Er befand sich urplötzlich in der Jazz-Superliga als Nachfolger von niemand Geringerem als Ron Carter. Seite an Seite u.a. mit Chick Corea, Wayne Shorter, Tony Williams für Davis‘ fundamentale Alben “Filles de Kilimanjaro“, “In a Silent Way“ und “Bitches Brew“. Fusion-Jazz mit dem Double-Bass und dann mit dem um Effekte angereicherten E-Bass. Grandios. Aber: So sehr er Miles schätzte und die Inspiration genoss – Holland suchte seinen eigenen Weg.
Und wurde zur wandelnden Provokation für alle Jazzzfundis hüben und drüben, die Free-Fanatiker und die Traditionalisten. Er spielte mit Anthony Braxton Avant-Garde-Jazz, mit Stan Getz huldigte er der Tradition. In einem aber blieb und bleibt er sich treu: er spielt den “schweren“, den großen Bass. Dessen Gravitationszentrum sind für ihn das Klangpotential der tiefsten Saiten, die Materialität dieses Riesencorpus und daraus resultierend dann die Bevorzugung der schweren Begleitkontrapunktik, ohne schwer daherzukommen. So ist er einer der inspiriertesten Kollektiv- und Klangimprovisatoren geworden wie neben ihm wohl nur noch Charlie Haden.
Er gründete Trios, Quartette, Quintette, Sextette, spielte zu zweit oder allein, um transparent, offen, gleichwohl formbewusst und ungebunden von harmonischen Festschreibungen Jazz zu spielen.
“Ich spielte mit Bebop-Bands, mit Swing-Bands, Dixieland. Das ist alles Teil der Musikgeschichte. Und ich liebe es noch immer, diese Geschichte wieder zum Leben zu erwecken, indem ich sie unter meiner Perspektive betrachte. Das ist wie Bach wieder spielen, traditionelle Aspekte der Geschichte. Hauptsache sind Ehrlichkeit und Qualität!“, wie er in einem DownBeat-Interview sagte. Und so entwickelte er sich als Sideman und als Leader zu einem der komplettesten Virtuosen seines Instruments. Bester Instrumentalist, bester Jazzkünstler, bester Bandleader, beste CD – welche Ehrung hat er nicht erhalten?
Dafür braucht er gestandene, selbstbewusste Mitspieler. In Braunschweig tritt Dave Holland mit einem Trio auf, in dem
Kevin Eubanks (*1957), ein vertrauter Mitspieler, die Gitarre als Harmonie- und Melodieinstrument spielen wird. Er zeichnet sich durch dichtes, intensives, eher an impressionistischen Einwürfen und linearen Entwicklungen orientiertes Spiel aus statt an verpflichtenden Akkordprogressionen. Er spielte u.a. mit Art Blakey, Roy Haynes, Slide Hampton und Sam Rivers.
Der 33jährige Obed Calvaire (*1982) aus Miami gilt als exzellenter Drummer, der alle sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen weiß, ein kreatives Zusammenspiel voranzubringen. Wegen seiner inspirierenden Ausdrucksfähigkeit hat er mit zahlreichen Größen der Jazzmusik auf allen internationalen Festivals gespielt, u.a. mit Wynton Marsalis, Joshua Redman, David Liebman und Richard Bona.

Karten:
- Musikalien Bartels, Braunschweig, Wilhelmstraße 89, Tel.: 0531 / 125712
- Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

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Eintritt: Abendkasse 28 € / 25 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

» zur Kritik

NDR Bigband
Plays the Music of Randy Brecker

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Randy Brecker, Trompete
Wolfgang Haffner, Schlagzeug
Jörg Achim Keller, Leitung
NDR Bigband

Das Konzert ist ausverkauft

Die NDR Bigband trifft Randy Brecker! Auf dem Programm ihres gemeinsamen Projektes im Braunschweiger LOT Theater steht eine Werkschau des Trompeters. “Die wird durch seine gesamte Karriere führen; die klassischen Brecker-Brothers-Sachen sind dabei, aber auch alles davor und bis heute”, sagt der Leiter und Arrangeur der NDR Bigband, Jörg Achim Keller.

Alles davor und heute
Damit ist der Rahmen für ein vielseitiges Programm gesteckt, schließlich wirkte Randy Brecker nicht nur entscheidend bei der Entwicklung des jungen Genres JazzRock mit: Er war Gründungsmitglied bei “Blood, Sweat & Tears”, rief mit seinem Bruder Michael sowohl die “Combo Dreams” (mit John Abercrombie und Billie Cobham) als auch die Supergroup “Brecker Brothers” ins Leben. Auch im akustischen Jazz hat er sich einen Namen gemacht: anfänglich im Horace Silver Quintett, später auch bei Art Blakeys Jazz Messengers, Charles Mingus, Carla Bley und nicht zuletzt mit seinen eigenen Quintetten, mit denen er einen persönlichen Stil entwickelte.

Aufs Wesentliche reduziert
“Seine Grundharmonik ist eigentlich sehr sparsam”, erläutert Arrangeur Keller, der Breckers Kompositionen für die NDR Bigband umsetzte. “Im Jazz sind ja oft fünf, sechs oder mehr Töne pro Akkord üblich, bei ihm ist es fast wie ein vierstimmiger Choralsatz. Aber welche Töne da sind, das macht halt diesen speziellen Sound aus.” Und Brecker räumt ein: “Ich hab gern eine Menge Spannung in meiner Musik.”

Von transparenten Orchestrierungen bis zum Wall of Sound
Und das gilt für seine Fusion/Funk-Kompositionen für die “Brecker Brothers” (die bekannteste darunter “Some Skunk Funk”) genauso wie für seine Auseinandersetzung mit dem funky hardbop von Clifford Brown, Lee Morgan und Freddie Hubbard über seine intensiven Flirts mit der Musik Brasiliens bis hin zum “Jazz Ballad Songbook”.
“All diese verschiedenen Stücke eröffnen jeweils andere Möglichkeiten”, sagt Jörg Achim Keller. “Die möchte ich mit der Bigband ausloten, von ganz transparenten Orchestrierungen bis hin zur soliden Wall of Sound.”

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Marco Ambrosini & Jean-Louis Matinier
– Inventio –

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Marco Ambrosini, Nyckelharpa
Jean Louis Matinier, Akkordeon

Ambrosini & MatinierInventio ist in jeder Beziehung ein schöpferisches Projekt, was sich schon bei den Instrumenten zeigt: Matinier hat das Akkordeon aus dem von ihm gewohnten folkloristischen Rahmen gelöst, und Ambrosini ist einer der wenigen Musiker außerhalb der Folkmusik Skandinaviens, die Nyckelharpa spielen.

Das Programm, das Ambrosini und Matinier hier bringen, ist von den barocken Sonaten von Bach und Biber inspiriert, nimmt aber auch z. B. lyrische Kadenzen Pergolesis auf. Deren Meisterwerke haben die beiden umempfunden und neu arrangiert und durch eigene Kompositionen ergänzt.

Auf dem Weg von den alten Werken zur modernen Musik improvisieren sie gemeinsam und finden dank des ungeahnten Zusammenspiels ihrer Instrumente neue Klangfarbenkombinationen. So ist die Musik wieder einmal das Medium, das die Trennung von Vergangenheit und Gegenwart auflöst und Brücken zwischen den Genres baut.
Insofern ist die Musik von Ambrosini und Matinier grenzenlos.

Bis zum Barock war die Nyckelharpa ein verbreitetes Instrument, bis es von der Geige und anderen Streichinstrumenten verdrängt wurde. Ein Instrument, das Geschichte atmet. Es klingt anders, fremd, überkommen aus einer längst vergangenen Zeit. Ambrosinis Spiel geht zwar auf diese historische Befangenheit ein, aber er bleibt dabei modern und verhilft der Nyckelharpa doch zu neuem Glanz.

Marco Ambrosini (*1964 in Forlì/Italien) studierte zunächst Violine und Viola und Komposition in Ancona und Pesaro. Seit 1983 spielt er Nyckelharpa, die er gemeinsam mit den Geigen- und heutigen Nyckelharpabauern Condi und Osann weiterentwickelte. Er arbeitet als Komponist und als Solist sowie als Mitglied verschiedener Ensembles für Alte Musik, Barockmusik und zeitgenössische Musik (u. a. Studio Katharco, Oni Wytars (Deutschland), Els Trobadors (Spanien), Unicorn, Accentus, Clemencic Consort, Armonico Tributo Austria (Österreich), Kapsberger (Rolf Lislevand, Norwegen), L’Arpeggiata (Christina Pluhar, Frankreich). Daneben spielt er auch mit Michael Riessler und Jean-Louis Matinier. 1994 spielte er Barock-Konzerte für die Moskauer Philharmonie als Nyckelharpa-Solist mit dem Ensemble LAD. Konzerte und Tourneen führten ihn in mehr als 25 Staaten. Seine Diskografie umfasst über 110 CDs.
Marco Ambrosini lebt heute in Deutschland.

Jean-Louis Matinier (*1963 in Nevers/Frankreich) ist einer der führenden zeitgenössischen Akkordeonspieler im Bereich des Jazz und der Weltmusik.
Er hat klassische Musik studiert, sich dann dem Jazz und anderen Formen improvisierter Musik zugewandt. Von 1989 bis 1991 spielte er im Nationalen Französischen Jazz-Orchester unter Claude Barthélémy. Seine Spielweise ist zwar stark durch den europäischen, kammermusikalischen Jazz geprägt; durch seine spezifische Aufnahme der Akkordeontradition wirkt diese Befangenheit allerdings aufgelöst. Seine Kompositionen sind einfallsreich und er wendet sein Instrument vielseitig an. Matinier tritt meist mit anderen Instrumentalisten auf, so z. B. Renaud Garcia-Fons, der ihn in einem sehr interaktiven Duo auf seinem Kontrabass begleitet. In Deutschland wurde er zunächst durch Auftritte mit Michael Riessler bekannt. Matinier hat auch mit Louis Sclavis, Gianluigi Trovesi, Michel Godard, François Couturier, Philippe Caillat und Anouar Brahem gespielt und arbeitet auch zur Zeit mit einigen dieser Musiker zusammen.

In Braunschweig haben wir ihn mit einigen der genannten Musiker schon zu Gast gehabt, so mit Anouar Brahem (Le pas du chat noir), Renaud Garcia-Fons (Alboréa) und Miichael Riessler (Silver and Black).

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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– Abendkasse
– und weitere …

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Eintritt: Abendkasse 19 € / 17 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Madras Special & Karnataka College of Percussion
We remember Charlie Mariano
50 Years Jubilee Tour of Karnataka College of Percussion

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

R.A. Ramamani – voc
T.A.S. Mani – perc
Ramesh Shotham – perc
Zoltan Lantos – violin
Sebastian Müller – guitar
Reza Askari – bass
Johannes Lemke – sax

Madras Special & Karnataka College of PercussionUm sein 50-jähriges Bestehen gebührend zu begehen, hat sich das Karnataka College of Percussion unter seinen Leitern R.A. Ramamani und T.A.S. Mani mit Madras Special von Ramesh Shotham zusammengetan, um mit einem gemeinsamen Programm “We remember Charlie Mariano” auf Tournee zu gehen.
Das Karnataka College of Percussion wurde 1964 von T.A.S. Mani gegründet, um Musiker an den klassischen indischen Perkussionsinstrumenten auszubilden. Dank ihrer Leistungen und des reichen Erfahrungsfundus, den sie in über 30 Jahren zusammengetragen hat, hat sich diese Einrichtung stetig weiterentwickeln können und bei den jüngeren Generationen das Bewusstsein für die klassische südindische Musik wachgehalten und gefördert.
T.A.S. Mani hatte seine eigenen Vorstellungen, wie er seine Arbeit erfolgreich gestalten könnte, und auch dank der breiten Unterstützung, die er in seiner musikalischen Heimat Karnataka fand, gelang es ihm, die Grundlage für seine erfolgreiche Lehrtätigkeit zu schaffen. Die öffentliche Anerkennung seines College und seiner Arbeit kommt nicht zuletzt dadurch zum Ausdruck, dass er sein Land im Auftrag der indischen Kulturbehörde auf verschiedenen Musikfestivals vertreten hat und dass das College häufig von ausländischen Musikern und Kulturdelegierten besucht wird.

Seit 50 Jahren setzt T.A.S. Mani mit dem von ihm in Bangalore gegründeten Karnataka College of Percussion nicht nur mit der Vermittlung der klassischen südindischen Musik Maßstäbe, sondern auch mit genreübergreifenden Projekten. Zu seinen Schülern gehören viele Musiker von internationaler Bedeutung wie z.B. Trilok Gurtu und Ramesh Shotham, der hier und heute mit seinem Projekt “Madras Special” auftritt. Mani machte sich aber nicht allein durch seine pädagogischen Tätigkeiten und die Leitung verschiedener Ensembles einen Namen, sondern auch als Komponist. Darüber hinaus leitet er das zehn­köpfige Elite-Ensemble “Tala Tarangini”, mit dem er im Rahmen verschiedener Projekte die klassische südindische Musik und deren rhythmische Spezialitäten, wie z. B. Konnakol, die südindische Trommelsprache, vorstellt.
Mit vornehmer Zurückhaltung, stets im Dienst seiner Musik, für die er lebt, entwickelt Mani sein virtuoses Spiel auf dem “mridangam”. Elegant spielt er beidseitig auf der klassischen Trommel und bringt so die “Königin der Perkussioninstrumente”, wie das Instrument bezeichnet wird, immer wie­der anders in das klangliche Erscheinungsbild ein.
R.A. Ramamani ist Sängerin, Komponistin und Lehrerin und genießt in der indischen Musik seit langem eine Ausnahmestellung; in indischen Musiker­kreisen heißt es, sie sei von indischen Gottheiten und Spiritualität umgeben. Seit ihrem fünften Lebensjahr hat sie eine fundierte Aus­bildung in der traditionellen südindischen Musik erhalten. Der Aufstieg zu einer der führenden Stimmen in der karnatischen Musik führte die Ausnahmesängerin auf die großen Festivalbühnen in Indien und Euro­pa, wo sie das Publikum durch die enorme Ausdrucksbreite ihres Gesangsstils von der vibratoreichen, instrumental geprägten Stimmführung bis zu improvisatorischen Kunstfertigkeiten begeisterte. Außerdem ist sie eine Spezialistin im Vertonen traditioneller Texte aus den alten südindischen Überlieferungen. Ihre Kompositionen sind seit langem ein stilprä­gender Faktor im Repertoire des Karnataka College of Percussion.
1980 war sie mit dem Karnataka College of Percussion auf Europatournee und trat 1983 beim Berliner Jazzfestival gemeinsam mit Charlie Mariano auf. Dem folgten zahlreiche weitere Projekte und Konzerte in Europa und immer wieder auch in Deutschland, wo sie zuletzt 2007 bei der Ruhr-Triennale zu erleben war.

Madras Special
Auch Ramesh Shotham stammt aus Südindien, lebt aber heute in Köln. Mit seinen subtilen, unaufdringlichen Rhythmen hat er eine Vielzahl musikalischer Begegnungen nachhaltig beeinflusst und ist ein prägender Brückenbauer zwischen verschiedenen musikalischen Kulturen geworden. Er hat mit Charlie Mariano, Rabih Abou Khalil, Carla Bley, Steve Coleman, Siggi Schwab und Embryo gespielt, und noch jedes Mal hat er der Musik mit seinen unverwechselbaren Grooves eine besondere Qualität verliehen. Madras Special ist ein Projekt, das er schon seit vielen Jahren betreibt und zu dessen aktueller Besetzung der ungarische Violinist Zoltan Lantos, der Gitarrist Sebastian Müller, der Bassist Reza Askari sowie der Saxofonist Johannes Lemke gehören.

Die Musik von “Madras Special” ist inspiriert von klassischen südindischen Ragas und Talas sowie von der modernen Weltmusik. Auf der Grundlage komplexer Grooves, die nicht selten an rätselhafte mathematische Formeln erinnern, entwickelt die Band ein packendes Ganzes aus Jazz, Funk, Rock und Ethnomusik. Die musikalische Fusion verschiedener Kulturen wird hier Wirklichkeit.
Shotham wird heute als einer der erfolgreichsten Perkussionisten gefeiert. Er stand nicht nur mit führenden europäischen und amerikanischen Jazz- und Rockmusikern auf der Bühne, sondern spielte auch mit Künstlern aus Afrika, Australien, China, Korea, Taiwan und mehreren arabischen Ländern.
Das Projekt “Madras Special” ist ein besonderes Kunstwerk zwischen Abend- und Morgenland, eine musikalische Reise durch die Kontinente mit vielen spannenden Umwegen zu unterhaltsamen, manchmal auch abenteuerlichen Ausflugszielen entlang der Route Köln-Madras.

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
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Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Enrico Rava New Quartet

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Enrico Rava – Trompete
Francesco Diodati – Gitarre
Gabriele Evangelista – Kontrabaß
Enrico Morello – Schlagzeug

Sein einzigartiger Ton, seine Eleganz, sein lyrisches Spiel sind die Attribute, die für Enrico Rava typisch sind. Sie verschafften dem italienischen Jazz internationale Anerkennung – lange bevor andere italienische Jazzer diesen Ruf untermauerten.

Nach ersten Auftritten als Posaunist in traditionellen Jazzcombos wechselte er unter dem Einfluss von Miles Davis und Chet Baker zur Trompete, und bereits 1960 leitete er ein eigenes Quartett. 1964 gehörte er zum Quintett von Gato Barbieri.

Neben Steve Lacy spielte er mit südafrikanischen Musikern wie Louis Moholo und Joahn Dyani, bevor er 1967 nach New York ging, wo er mit Roswell Rudd, Marion Brown, Rashied Ali, Cecil Taylor, and Charlie Haden Musik machte. Zu einem kurzen Besuch nach Europa zurückgekehrt nahm er Platten mit Lee Konitz und Manfred Schoof auf.

Von 1969 bis 1972 arbeitete er in New York, wo er mit Carla Bley und ihrem Jazz Composers’ Orchestra zusammentraf und mit der Truppe von Roswell Rudd spielte. Große Beachtung fanden auch seine Einspielungen mit Dollar Brand, Archie Shepp und Dino Saluzzi. In seinen eigenen Bands spielten u. a. John Abercrombie, Jeanne Lee, Roswell Rudd, Jean-François Jenny-Clark und Aldo Romano, aber auch argentinische Musiker, als er zeitweilig in Buenos Aires lebte. Während dieser Jahre komponierte er auch Filmmusiken, z.B. für Bernardo Bertolucci, und leitete seine eigenen Quartette und Quintette ohne Piano.

In den 1980er Jahren spielte er mit Gil Evans und Cecil Taylor, hatte aber auch immer eigene Gruppen, die zunächst noch im Jazzrock-Idiom spielten. Mehr und mehr galt sein Interesse jedoch der Komposition und der italienischen Tradition. In seinen Plattenprojekten Rava, L’Opera Va und Carmen beschäftigte er sich intensiv mit der Umsetzung von Opernarien in den Jazz. Mit dem Trompeter Paolo Fresu nahm Rava mehrere Platten auf, auf denen er sich mit den Trompetern in der Geschichte des Jazz beschäftigte (z.B. Bix, Shades of Chet, Play Miles Davis). Der Pianist Stefano Bollani ist zuerst in seinen Gruppen bekannt geworden. Seit 1997 ist der Posaunist Gianluca Petrella Mitglied seines Quintetts. Mit Gianluca Petrella, Eberhard Weber und Reto Weber war er auch im Trio bzw. Quartett The Europeans unterwegs.
ECM hat einige seiner wichtigsten Aufnahmen aus den 70er Jahren wiederaufgelegt, darunter The Pilgrim and the Stars, The Plot, und Enrico Rava Quartet, während Soul Note und Label Bleu CDs seiner innovativen Electric Five mit zwei elektrischen Gitarren veröffentlichte (tatsächlich war es ein Sextett, denn Rava hat die Angewohnheit, sich selbst nicht mitzuzählen.) Mit dem Keyboardmeister Franco D’Andrea und dem Trompeter Paolo Fresu nahm Rava  Bix and Pop und Shades of Chet, Tribute an Bix Beiderbecke und Armstrong sowie an Chet Baker auf. Erwähnunswert sind auch Rava l’Opera Va und Carmen, hinreißende Interpretationen von Opernarien.
2001 gründete er ein neues Quintett mit jungen Talenten wie Gianluca Petrella,Stefano Bollani, Rosario Bonaccorso und Roberto Gatto und tourte mit alten Freunden wie Roswell Rudd und Gato Barbieri, mit denen er 2004 Easy Living aufnahm. Drei Jahre später, nachdem Bollani, der sich inzwischen als Solist einen Namen gemacht hatte, durch Andrea Pozza ersetzt worden war, kam The Words and the Days heraus. 2007 veröffentlichten Rava und der Pianist Stefano Bollani das Album The Third Man und 2009 folgte New York Days, eine Sammlung stimmungsvoller Stücke mit Anklängen an den Film noir unter der Mitwirkung von Bollani (Piano), Mark Turner (Tenorsaxofon), Larry Grenadier (Bass) und Paul Motian (Schlagzeug). Für Tribe, das im Herbst 2011 erschien, überraschte Rava mit einem durch und durch italienischen Sextett: Gianluca Petrella (Posaune), Giovanni Guidi (Piano), Gabriele Evangelista (Bass) und Fabrizio Sferra (Schlagzeug), bei dem auch der Gitarrist Giacomo Ancillotto als Gast dabei war. 2012 erschienen das Album On the Dance Floor.
Erstaunlicherweise wurde sich Rava der Musik von Michael Jackson erst nach dessen Tod bewusst, und sie wurde zur Obsession. Das Album, sein Tribut an das, was er als Beitrag des verstorbenen Sängers zur Musik des 20. Jahrhunderts betrachtet, wurde mit dem Parco della Musica Jazz Lab in Rom aufgenommen und besteht nur aus Musik von Jackson.
Für 2015 ist eine neue CD mit Rava und seinem neuen Quartett mit Francesco Ponticelli, Gabriele Evangelista and Enrico Morello geplant.
2011 erschien Enrico Ravas Autobiografie, in der er auch seine vielen Begegnungen mit internationalen Größen des Jazz wie Gato Barbieri, Carla Bley, Don Cherry, Steve Lacy, Cecil Taylor und vielen anderen schildert

Wir freuen uns, Enrico Rava nach 1992, 1995 und 2008 (mit Stefano Bollani) wieder einmal in Braunschweig begrüßen zu dürfen.

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Shoot the Moon

Theatersaal im Lindenhof, Kasernenstraße 20, 38106 Braunschweig

Almut Schlichting – Saxofon, Komposition
Winnie Brückner – Gesang
Tobias Dettbarn – Bassklarinette
Sven Hinse – Kontrabass
Philipp Bernhardt – Schlagzeug

Musik für fantasievolle Seelen und unruhige Geister – so etwa lauten die Kritiken, mit denen die junge Band um Almut Schlichting belegt wird. Die Kompositionen für das Ensemble, das inzwischen bereits drei CDs veröffentlicht hat, schreibt die Bandleaderin selbst, wobei sie Elemente aus ganz unterschiedlichen zeitgenössischen Musikstilen spielerisch miteinander verbindet: Anklänge an amerikanischen Folk und europäische Volksmusiken, Swing und klassische Moderne, Pop und Rock verknüpft sie zu einem frischen, frechen Jazz mit Songcharakter, der gekonnt auf die Vokalistin Winnie Brückner zugeschnitten ist. Ansonsten kommt die Band mit zwei Bläsern, Bass und Schlagzeug aus, also ohne Akkordinstrument, wodurch sich den Solisten einige Freiheiten bieten.

Mit dieser Band können wir zum dritten Mal in diesem Jahr einen aus Braunschweig stammenden Musiker vorstellen: Seit einem Jahr gehört der Schlagzeuger Philipp Bernhardt dazu, den wir natürlich besonders herzlich begrüßen.

Das Berliner Quintett Shoot the Moon entwickelt aus den farbenfrohen Songs der Bandleaderin Almut Schlichting ein dichtes Netz an Erzählebenen, in das sich der Zuhörer mit seiner eigenen Fantasie fallen lassen kann.

Lebendig werden die Songs durch die traumwandlerisch eingespielte Band; durch den virtuosen Charme der Gesangsparts, die warmen Sounds der Bassklarinette und des Altsaxofons, die durchlässig groovende Rhythmusgruppe und die fantasievollen Improvisationspassagen.

Shoot the Moon waren 2005 Preisträger des Studiowettbewerbs des Berliner Senats und haben inzwischen drei von der Presse hochgelobte CDs veröffentlicht. Seitdem haben sie sich in zahlreichen Club- und Festivalkonzerten in die Herzen des Publikums gespielt.

Pressestimmen

„Eingängige Melodien, vertrackte Grooves und witzige Texte“
Kulturradio vom rbb / Ulf Drechsel

„Frischer, frecher Jazz mit Songcharakter“
BR-KLASSIK / Beate Sampson

„Großartige Szenen in dichten Interaktionen… Unbedingt hören!“
Jazzzeitung / Hans-Dieter Grünefeld

„Eine subtil groovende harmonische Achterbahnfahrt,die mit rasanten
Loopings den Puls beschleunigt“
Nürnberger Nachrichten / Peter Gruner

„Musik für fantasievolle Seelen und unruhige Geister“
melodiva / Tina Karolina Stauner

„Luftig und sommerlich“
Jazz Thing / Rolf Thomas

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 19 € / 17 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Jürgen Friedrich: REBOOT & NANO BROTHERS

Lindenhof, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Johannes Ludwig – Saxofon
Jürgen Friedrich – Klavier
David Helm – Bass
Fabian Arends – Schlagzeug

Jürgen Friedrich stammt ja ursprünglich aus Braunschweig. Zum Studieren ging er nach Köln und begann eine bemerkenswerte Karriere als Pianist, Komponist und Pädagoge. Heute bringt er zwei ganz aktuelle Bands nach Braunschweig, das Klaviertrio REBOOT und das Improvisationsduo NANO BROTHERS.

REBOOT ist sein magisches neues Trio, für das er mit David Helm und Fabian Arends kongeniale Partner gefunden hat. Die drei spielen archaische Musik von komplexer Schönheit. Sie wurzeln tief im Jazz, kombinieren alten Blues mit zeitgenössischer Musik, sind mal fast popmusikalisch unterwegs und wandeln dann wieder frei durch harmonische Fantasy-Welten. Die CD Reboot ist 2015 auf Nils Wograms Plattenlabel NWOG Records erschienen.

Die NANO BROTHERS sind die beiden klassisch ausgebildeten modernen Jazzmusiker Johannes Ludwig und Jürgen Friedrich. Sie spielen in diesem Duo ausschliesslich nicht notierte Musik, frei improvisiert oder nach Miniaturkonzepten aus ihrem selbst entwickelten Improvisations-Songbook. Dieses Prinzip ist für das Publikum besonders spannend und wird begeistert aufgenommen. Die CD Echtzeit erscheint im Frühjahr 2015 bei FLOATmusic.

Johannes Ludwig
… studierte Jazz-Saxofon in Nürnberg und Jazz-Komposition/-Arrangement in Köln bei u.a. Hubert Winter, Steffen Schorn, Klaus Graf, Sebastian Sternal, Joachim Ullrich und Frank Gratkowski. Als Musiker und Komponist bewegt er sich in einem breiten musikalischen Spektrum, von zeitgenössischem Jazz über Pop bis zu improvisierter Musik. Er ist in diversen Projekten deutschlandweit aktiv, vor allem mit dem Johannes Ludwig Quartett, in Duos mit den Pianisten Andreas Feith und Jürgen Friedrich und der Band Jilman Zilman.
… betreibt im traditionsreichen Kölner Club Subway mit Jens Böckamp und Janning Trumann das Subway Jazz Orchestra, eine Bigband, die einmal im Monat auftritt und fast ausschließlich selbst arrangierte Programme spielt.
… war Mitglied im Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg und im Bundesjazzorchester, mit dem er in Südafrika und Indien auf Tour war.
… betreibt gemeinsam mit Jens Böckamp sein eigenes Label FLOATmusic, wo auch sein aktuelles Quartett-Album “Airborne” und das Duo-Album “Echtzeit” mit Jürgen Friedrich erscheint.
www.johannesludwig.com

Jürgen Friedrich
… hat Klavier und Komposition an der Musikhochschule Köln studiert und reiste oft in die Jazzmetropole New York. Er ging mit Kenny Wheeler auf Tour (CD Summerflood), spielte mit John Hébert und Tony Moreno beidseits des Atlantiks (CD Pollock) und realisierte Musik für Streichorchester und Improvisatoren (CD Monosuite). Als Pianist des Cologne Contemporary Jazz Orchestra CCJO ist er an zahlreichen Uraufführungen im Kölner Stadtgarten und im WDR beteiligt.
Neue Projekte sind u.a. das frei improvisierende Duo Nano Brothers mit Johannes Ludwig und das moderne Klaviertrio Reboot mit David Helm und Fabian Arends.
… unterrichtet Klavier an der Musikhochschule Köln und betreut den Masterstudiengang für Komposition und Arrangement an der Musikhochschule Mannheim.
… spielte mit Julian Arguelles, Matthias Bergmann, Hayden Chisholm, Tobias Christl, John Hollenbeck, der HR-Bigband, Peter Kahlenborn, Achim Kaufmann, David Liebman, Robert Lucaciu, dem Maria Schneider Jazz Orchestra, Ben Monder, der NDR-Bigband, Gabriel Pérez, Céline Rudolph, Norbert Scholly, Philipp Scholz, Loren Stillman, Sunday Night Orchestra, Christian Thomé, Nils Wogram.
… gewann den Gil Evans Award for Jazz Composition, den Jazzpreis Niedersachsen und den Förderpreis der Stadt Köln für Jazz und Improvisierte Musik.
www.juergenfriedrich.net

David Helm
… hat an der Musikhochschule Frankfurt und der Musikhochschule Köln studiert.
… spielte mit Jonas Burgwinkel, Mark Dresser, Anette von Eichel, Kurt Elling, Sebastian Gille, Niels Klein, Matthias Nadolny, Barre Phillips, Florian Ross, Sebastian Sternal und ist festes Mitglied des Subway Jazz Orchestra.
… war Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters.
… gewann Preise beim Sparda-Jazz Award Düsseldorf und bei Jugend Jazzt auf Landes- und Bundesebene.

Fabian Arends
… hat an der Musikhochschule Köln studiert.
… spielte mit Hubert Nuss, John Goldsby, Uli Beckerhoff, Ingmar Heller, Nicolas Thys, Jason Seizer, Thomas Rückert, Robert Landfermann, Pablo Held, Gerd Dudek, Dieter Manderscheid, Henning Berg, der NDR-Radiophilharmonie, dem EOS-Kammerorchester Köln, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem WDR-Rundfunkchor.
… war Mitglied des Bundesjugenjazzorchesters.
… gewann den Praetorius Musikpreis Niedersachsen, den Sparda-Jazz-Award Düsseldorf, den Junge Münchener Jazzpreis.
www.fabianarends.com

Karten:
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Heinz Sauer & Daniel Erdmann Quartett

Lindenhof, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Heinz Sauer – Tenorsaxofon
Daniel Erdmann – Tenorsaxofon
Johannes Fink – Bass
Christophe Marguet – Schlagzeug

Sie sind – jeder für sich – zwei profilierte Individualisten, die nun zusammengefunden haben. Heinz Sauer nennt der Jazzpublizist Hans-Jürgen Schaal “die unbeugsame Instanz des deutschen Jazz“, die sich aus dem Schatten der amerikanischen Idole freispielte und seitdem ihren eigenen Weg geht – bis heute “mit vollem Risiko“, wie im improvisierenden Duo mit Michael Wollny. Über Daniel Erdmann sagt der Jazzkritiker Wolf Kampmann, er besitze das “Mangelsdorff-Gen“, und meint damit: „Es ist ihm ein Bedürfnis, in jeden einzelnen Ton Tiefe, Bedeutung und Brisanz zu legen.“

Das hört man u. a., wenn sich Erdmann und das Trio “Das Kapital“ mit der Musik Hanns Eislers auseinandersetzen. Jetzt tritt Erdmann mit Heinz Sauer in einen lebendigen Dialog: “Mit Heinz zu spielen ist tatsächlich eine Chance, denn er ist ein wirklich einzigartiger Musiker. In seinem Spiel ist eine Dringlichkeit, Ehrlichkeit, Poesie. Er hat eine unverkennbare Stimme, einen sehr inspirierten Sound. Und das verbindet uns auch: die Wichtigkeit des Klanges unserer Instrumente.“

Den verehrten Kollegen hatte Erdmann noch in Konzerten mit Albert Mangelsdorff gehört. “Ihre frühen Platten habe ich erst später wahrgenommen, und das war wirklich eine Offenbarung, denn die ähneln in Ansatz und Struktur meinem Ideal von zeitgenössischer Jazzmusik. Mit anderen Worten: ich kann mich mit diesen Musikern und dieser zeitlosen Musik identifizieren, auch wenn meine Geschichte und Einflüsse andere sind.“

Den Bezugspunkt Mangelsdorff hat das Quartett “Special Relativities“ inzwischen hinter sich gelassen. Sauer, “der Mann, der sich nicht ausruht“ (Berliner Zeitung), fände den Blick zurück vermutlich “unproduktiv“. Stattdessen haben die beiden Instrumentalkollegen mit Bassist Johannes Fink (Joachim Kühn Trio, Aki + the Good Boys) und Schlagzeuger Christophe Marguet (Joachim Kühn, Sébastien Texier) ein eigenes Koordinatensystem entworfen. Die Grundlinien: expressive Melodiösität, ein narratives Klang-Vokabular und die Lust am freien Spiel der Fantasie.

(Text : Tobias Richtsteig)

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
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Hendrika Entzian Quartett feat. Sandra Hempel

Lindenhof, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Maxi Jagow – Saxofon
Simon Seidl – Piano
Hendrika Entzian – Bass
Fabian Arends – Schlagzeug
Sandra Hempel – Gitarre

Die Musik des Kölner Quartetts um die Kontrabassistin Hendrika Entzian lockt mit akustischen Klängen, songartigen Strukturen und melodischen Bögen. Detailscharf und geschmackssicher changiert die Band zwischen lyrischen Momenten und kräftigen Improvisationen. Im April erscheint “Turnus”, das neue Album des 2012 gegründeten Quartetts. Im Repertoire finden sich einige wenige Standards, hauptsächlich aber Kompositionen von Hendrika Entzian und dem Tenoristen Maxi Jagow.

Sandra Hempel kennen wir bereits von einigen früheren Auftritten. Sie spielt eine halbakustische E-Gitarre und bedient sich elektrischer oder elektronischer Effektgeräte nur sparsam. Wie bei allen guten Gitarristen fällt auf, dass die Musik “zunächst aus den Fingern kommt”, wie ein Kritiker anmerkte. Sie spielt ein bisschen mit dem Volumen, verändert ein bisschen den Hall – das genügt ihr. Ihre Gitarre ist für sie gleichzeitig Harmonie- und Melodieinstrument.

“Seit Jahren zählt die Gitarristin Sandra Hempel zu den vielseitig geschliffenen Juwelen der Hamburger Jazzszene. So kennt man sie, …, sicher und prägnant den großen Klangkorpus der NDR-Bigband belebend, groovy die Flamme unter den Rhythmus von diversen Latin- und Funkbands haltend oder konzentriert die Tiefen der harmonischen Möglichkeiten auslotend, …”
(Die Welt, 04.10.2012)

Inzwischen ist Sandra Hempel mit einer eigenen Band aus der zweiten Reihe hervorgetreten und hat auch gerade mit ihren eigenen Kompositionen ein weites Terrain abgesteckt, in dem Interaktion und Wechselrede die wichtigsten Triebkräfte sind.

Karten:
Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage 1, Tel.: 0531 / 125712
Touristinfo Braunschweig, Kleine Burg 14, Tel.: 0531 / 470-2040
Konzertkasse Braunschweig, Schloss-Arkaden & Schild 1a, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 19 € / 17 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
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Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

SOUL JAZZ FACTOR

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Jeremy Pelt – Trompete
Vincent Herring – Altsaxofon
John Arman – Gitarre
Jared Gold – Hammondorgel
Joris Dudli – Schlagzeug

Die jahrelange Zusammenarbeit von Vincent Herring und Joris Dudli hat mit diesem Quintett einen neuerlichen Höhepunkt erreicht. Dass ihre jüngste CD “True Paradise“ für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2014 nominiert wurde, dürfte an der Kombination eines extrem virtuosen Hammond B 3-Trios mit dem perfekt eingespielten Bläserteam Herring/ Pelt liegen, das die teils funkigen, teils ohrwurmartigen Arrangements höchst soulig interpretiert.

Jeremy Pelt – tp
Jeremy Pelt hatte schon im Grundschulalter klassischen Trompeten-Unterricht, konzentrierte sich aber später auf den Jazz. Er studierte Jazzimprovisation und Filmmusik an der Berklee School of Music in Boston, wo er den Bachelor of Arts erwarb. Seit seiner Ankunft in New York spielte er mit vielen großen Persönlichkeiten des Jazz: Jimmy Heath, Frank Wess, Charli Persip, Frank Foster, Ravi Coltrane, Ralph Peterson, Nancy Wilson und vielen anderen. Er arbeitete mit namhaften Bands wie dem Village Vanguard Orchestra, der Roy Hargrove und der Duke Ellington Big Band. Zur Zeit ist er Mitglied des Lewis Nash Septetts, der Mingus Big Band und der Cannonball Adderley Legacy Band. Von dem weltbekannten Magazin Downbeat wurde Pelt zwei Jahre nacheinander zum Rising Star auf der Trompete gewählt.

Vincent Herring – as
Herring wuchs in Vallejo in Kalifornien auf, wo er ab 1980 an der California State University studierte, bevor er 1983 nach New York zog. Dort studierte er an der Long Island University und wurde außerdem privat von Phil Woods unterrichtet. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich nebenbei als Straßenmusiker. 1985 bis 1988 war er in der Band von Lionel Hampton, 1987 im Quintett von Horace Silver und 1989 bei Art Blakeys Jazz Messengers. Bekannt wurde er als Mitglied der Nat Adderley-Band, der er von 1987 bis 1993 angehörte. Von dessen Bruder Cannonball wurde er musikalisch wesentlich beeinflusst. Mit 14 Alben als Leader und weit über 100 als Sideman schreibt Vincent Herring schon lange Jazzgeschichte. Bis heute ist er im Louis Hayes und im Kenny Barron Quintett zu hören und spielt auf internationalen Festivals immer wieder in verschiedenen All Star-Formationen wie z. B. “Kind Of Blue“.

John Arman – g
John Howard Arman wurde 1986 in Innsbruck geboren. Dank seiner Eltern kam er früh mit Musik in Berührung und machte seine ersten Bühnenerfahrungen als Sängerknabe im zarten Alter von 4 Jahren. Mit 8 bekam er den ersten Gitarrenunterricht und mit 14 Unterricht am Konservatorium Innsbruck. Nach einigen Jahren im Klassischem Konzertfach wechselte er zum Jazz-Studium, zunächst in Innsbruck und später in Linz in der Gitarren-Klasse von Peter O’Mara.
Es folgten erste Radio- und Fernsehauftritte sowie einige internationale Preise, Engagements u.a. bei Charlie Haynes und Richie Beirach sowie als Vorgruppe von Jim Hall. 2011 beendet er sein Studium mit Auszeichnung und siedelte nach London zum Masterstudium an der renommierten Royal Academy Of Music über, wo er Unterricht bei Phil Robson, John Paricelli, Mike Walker und Pat Martino hatte. Heute hat John Arman seinen Lebensmittelpunkt in Wien.

Jared Gold – org
Seinen Aufstieg zu einem der gefragtesten neuen Organisten in der New Yorker Szene verdankt Gold seiner jahrelangen Hingabe an die Hammond B-3 und deren Ikonen wie Larry Young, Jack McDuff und Don Patterson. Seiner Vielseitigkeit verdankt er die Zusammenarbeit mit vielen etablierten Jazzgrößen wie u. a. Dave Stryker, John Abercrombie, Ed Cherry, Jon Gordon, Oliver Lake, Bill Goodwin, Adam Nussbaum, Jimmy Ponder, Ralph Bowen, Bruce Williams, Cecil Brooks III, Don Braden, Ralph Peterson, William Ash, John Swana, and Tony Reedus. Außerdem hat ihm die langjährige Zusammenarbeit mit dem Posi-Tone-Label schon fünf Alben als Leader beschert.

Joris Dudli – dm
Joris Dudli konnte sich besonders während seines fast zehnjährigen Aufenthalts in
New York vielschichtig musikalisch profilieren. In dieser Zeit legte er auch den Grundstein für seine langjährige Zusammenarbeit mit Vincent Herring. In Österreich hatte er sich schon lange zuvor zunächst im Austropop und später mit dem Vienna Art Orchestra und dem Art Farmer Quintet etabliert. Es folgten unzählige Konzerte mit internationalen Musikern wie Benny Golson, Chico Freeman, Johnny Griffin, Joe Henderson u.v.a. und 2002 auch mit dem Joe Zawinul Syndicate. Über die Jahre hat sich Dudli auch als Komponist einen Namen gemacht. Viele seiner Stücke wurden insbesondere durch die Formation “Earth Jazz“ bekannt.

Karten:
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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
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Otto Wolters Quartett

Lindenhof, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Otto Wolters – Piano
Ulli Beckerhoff – Trompete
Gunnar Plümer – Bass
Michael Küttner – Schlagzeug

Für die Initiative Jazz Braunschweig ist es eine große Freude, dass wir wieder an einen für unser Publikum gewohnten Spielort – den Lindenhof – zurückkehren können. Der Lindenhof präsentiert sich in neuem Gewand – dazu möchten wir mit einem Konzert unseres Gründungsmitglieds und guten Freundes Otto Wolters einen Kontrapunkt setzen.

Das Otto Wolters Quartett, das wir begrüßen, ist eine Erweiterung seines Trios, das er in den 1960er Jahren mit Gunnar Plümer und Michael Küttner gründete und mit dem er zunächst für das Goethe-Institut auf Tournee ging. Es folgten viele anderweitige Engagements. Das Otto Wolters Trio knüpfte bewusst an Konzepte berühmter Trios wie die von Bill Evans and Keith Jarrett an und brachte es zu internationaler Bekanntheit. Wolters hat mit vielen bedeutenden deutschen Künstlern gespielt, darunter Gunter Hampel, Carmel Jones, Attila Zoller, Toto Blanke, Leszek Zadlo, Michael Küttner und Albert Mangelsdorff. 1980 war er zusammen mit dem amerikanischen Tenorsaxofonisten Sonny Stitt auf Tournee, 1985 mit dem Pianisten Hans Christian Wille.

Otto Wolters  kam nach zehn Jahren Ausbildung in klassischer Musik zum Jazz: beim Hören einer Platte von Erroll Garner erwischte ihn der coup de foudre. Und diese Leidenschaft hat ihn nicht wieder losgelassen. Ausbildungen in Jazzpiano gab es damals noch nicht, also brachte er es sich selbst bei. Ab 1974 füllte er diese Lücke dann und wurde Dozent für Jazzpiano an der Musikhochschule Hannover und in Braunschweig. Unterricht hat er außerdem an Jazz Clinics und Jazzseminaren in Burghausen, Osnabrück und Weikersheim gegeben, und auch die Nachwuchsförderung liegt ihm damals wie heute am Herzen.

Neben seiner engagierten beruflichen Arbeit ist er seinem alten Trio immer treu geblieben, und auch noch heute treten sie gemeinsam auf, sobald ihre eigenen Projekte ihnen dazu Zeit lassen.

Karten:
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Matthias Tschopp Quartet Plays Miró

Aula der HBK, Johannes-Selenka-Platz 1, 38116 Braunschweig

Matthias Tschopp, Baritonsaxofon
Yves Theiler, Piano
Luca Sisera, Kontrabass
Stan Neufeld, Schlagzeug

Eine schwarze Melodie zu gelben Akkorden, rote Klänge zu den Rhythmen von Pinselstrichen. Der Baritonsaxofonist Matthias Tschopp vertont mit seinem neuesten Projekt Bilder des katalanischen Malers Joan Miró (1893-1983). Moderne Kunst gespielt als Jazz: kreativ, originell, farbig.

Die Idee, Jazz und Malerei programmatisch zu verknüpfen, kam Matthias Tschopp während eines Studienaufenthaltes in Barcelona bei einem Besuch der berühmten Fundació Joan Miró. Mit seinem Quartett ist es ihm eindrucksvoll gelungen, die Bilder des katalanischen Meisters in zeitgenössische Jazzmusik umzusetzen und daraus ein sehr eigenes, faszinierendes Klangbild entstehen zu lassen. Mirós Werke werden als Projektionen während des Konzertes gezeigt. Das Matthias Tschopp Quartett überzeugt mit eleganten Kompositionen und Arrangements, einem subtilen Zusammenspiel und einem technisch brillanten wie dynamischen Auftritt. Hier finden Farben, Figuren, Klänge und Imagination perfekt zusammen.

Das Matthias Tschopp Quartett ist diesjähriger Gewinner des renommierten Preises der Zürcher Kantonalbank und zum ersten Mal in Deutschland zu hören.

Karten:
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Tomasz Stanko Quartett

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Tomasz Stanko – trumpet
David Virelles – piano
Thomas Morgan – bass
Gerald Cleaver – drums

Der Klang seines Instruments sei eng mit seinem Leben verbunden, sagt Tomasz Stanko. Von Kindheit an war er, Sohn eines Geigers, vom Klang der Trompete fasziniert. Rau, kernig und doch sehnsuchtsvoll – melancholisch. So wie man es der polnischen Seele gerne attestiert.

Stanko gehört zur ersten Generation europäischer Musiker, die als Reaktion auf den amerikanischen Free Jazz neue Wege suchten und einen ihnen eigenen musikalischen Ausdruck fanden. Sein Vorbild war Krzysztof Komeda, von dem er 1963 auf dem Warschauer Jazz Jamboree eingeladen wurde, in dessen Band zu spielen. Der gehörte er mehrere Jahre an und spielte mit ihr auch im Westen.

Über Krzysztof Komeda sagt Stanko: “Er war so etwas wie ein Guru für mich, besonders als Komponist. Er zeigte mir, wie einfach Lebendigkeit sein kann, wie man das Entscheidende spielt, ohne die unterschiedlichsten Harmonien, Asymmetrien und vielen kleinen Details auszublenden. Ich kann wirklich glücklich sein, dass ich meine Karriere mit so einem Lehrer beginnen durfte.”
Mit Komeda spielte Stanko 1966 die Platte “Astigmatic” ein, die zu den Standards der polnischen Jazz-Geschichte gehört. Danach folgten Tourneen durch Jugoslawien, Tschechoslowakei und Skandinavien, arbeitete er mit dem Pianisten Andrzej Trzaskwoski zusammen, bis er 1968 sein Quintett mit dem Tenor-Saxophonisten Janusz Muniak aufbaute. Bis 1973 gastierte das Ensemble auf allen großen Festivals, wobei Stanko immer wieder die Zeit blieb, bei anderen Projekten mitzuwirken

Einengungen hat Tomasz Stanko in seiner Heimat Polen nie erleben müssen. Die Jazz-Landschaft war zwar klein und übersichtlich, aber dank der Kontakte, die die polnische Jazzföderation zur amerikanischen Botschaft unterhielt, waren Konzerte amerikanischer Bands möglich, und dank Joachim-Ernst Berendt kamen auch deutsche Gruppen zu dem Warschauer Jazzfestival.

Bis in die 1980er Jahre schloss sich Stańko keiner Formation mehr dauerhaft an, sondern trat mit unterschiedlichen Musikern auf (u. a. Dave Holland, Tomasz Szukalski, Edward Vesala, Cecil Taylor, Heinz Sauer). In Indien entstand 1980 das Soloalbum Music from Taj Mahal and Karla Caves. Dann arbeitete er mit dem Trio von Sławomir Kulpowicz. Mit C.O.C.X. und mit seiner Freelectronic (zu der unter anderem Vitold Rek gehörte) spielte er Fusion und trat auch auf dem Jazz Festival Montreux auf. Sein Komeda-Tribut Litania erhielt 2000 den Deutschen Schallplattenpreis. Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends spielte er zunächst mit den Musikern des Simple Acoustic Trio (Marcin Wasilewski – Piano, Sławomir Kurkiewicz – Kontrabass, Michał Miśkiewicz – Schlagzeug) zusammen. 2013
arbeitete er mit einem amerikanischen Quartett zusammen.

Seit den 1970er Jahren hat seine Musik alle Bereiche des Jazz verinnerlicht; durch die Integration, Assimilation und Auflösung konventioneller Rhythmen, Harmonien und Strukturen entstehen scheinbar atonale und schwebende Klänge, die auf eine spezifische Weise musikalisch geordnet sind. Das Besondere am Spiel Tomasz Stańkos sind sein eigener, unverwechselbarer Sound, die slawische Melancholie und der kraftvolle, “schmutzige“ Klang seiner Trompete, der bereits beim ersten Ton seinen Schöpfer erkennen lässt.

Karten:
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Joachim Kühn / Majid Bekkas / Ramon Lopez: Chalaba

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Joachim Kühn, piano, alto sax
Majid Bekkas, voc, guembri, oud
Ramon Lopez, drums, tabla, perc

Eine Musik von magischer Intensität hat die deutsche Kritik Joachim Kühn und seinem Trio mit Majid Bekkas und Ramon Lopez bescheinigt. Wie bereits zuvor mit Rabih Abou Khalil und Jarrod Cagwin hat er sich mit den beiden auf die Spuren der arabischen und afrikanischen Musik begeben, deren Reichtum er als ausreichenden Fundus für eine Lebensaufgabe bezeichnet hat.

Sein Leben war auch so schon reich an Musikerfahrungen. Er kommt wie einige andere der ganz großen Jazzmusiker aus der klassischen Ecke. Mit 17 entschied er sich für den Jazz und gründete 1964 sein erstes Trio. Mit 22 kehrte er Leipzig den Rücken, traf seinen Bruder Rolf, der diesen Schritt schon vorher gegangen war, in Hamburg wieder und entwickelte sich zu einem allenorts anerkannten und gefeierten musikalischen Weltbürger.

Sein Leben war nicht gerade von Stetigkeit geprägt. Und auch seine musikalischen Vorlieben wechselten mit den Plätzen, an denen er lebte. Immer war er den stilistischen Neuorientierungen im Jazz um einen entscheidenden Schritt voraus, so beim Free Jazz und dann auch beim elektrischen Jazz. Trotzdem ist es immer seine eigene Musik gewesen. So wie er sich durch seine Musikerkollegen in seiner Entwicklung beeinflussen und bereichern lässt, hat er auch immer wieder auf das bereits von ihm Er- und Gelebte zurückgegriffen, es integriert. Ende der neunziger Jahre erlebten wir dann eine fundamentale Veränderung seiner Musik, als er sein eigenes Improvisationsschema entwarf, das Diminished Augmented System. In diesem System gibt es keine Dur- und Mollakkorde mehr, sondern für jede Tonart jeweils vier übermäßige und drei verminderte Akkorde, die er als Klänge bezeichnet. Die rechte Hand spielt die eigentliche Melodie-Improvisation; die Ideen, die ihm kommen, teilen sich dieser Hand – wie er es bezeichnet – “organisch” mit. Der Kopf sei dabei ausgeschaltet. Was heißen dürfte, dass seine Musik von seinem Empfinden gesteuert ist. Lange Jahre habe er gebraucht, um den für diese Spielweise unerlässlichen Zustand überhaupt zu erreichen; er könne anschließend kaum je sagen, was er gerade gespielt habe.

Nach seiner Übersiedlung in den Westen wurde er innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Vertreter der Jazz-Avantgarde in den so unterschiedlichen Jazzmetropolen Paris, Los Angeles, New York und Hamburg. Und mit genau so unterschiedlichen Musikern spielte er dort: Michel Portal, Ornette Coleman, Archie Shepp, Jean François Jenny-Clark, Daniel Humair, Joe Henderson, Rabih Abou-Khalil, Michael Brecker und Michael Wollny. Die längste Strecke ging er mit dem französischen Bassisten Jenny-Clark und dem Schweizer Schlagzeuger Daniel Humair. Das Trio gehörte zu den frappantesten und gefragtesten Formationen des Free Jazz in Europa und spielte – wie sich einige sicher noch erinnern werden – im September 1995 für uns. Die Zusammenarbeit endete mit dem Tod Jenny-Clarks 1998.

In den letzten Jahren hat er sich mit dem marokkanischen Sänger und Guembri- und Oud-Spieler Majid Bekkas und dem spanischen Schlagzeuger Ramon Lopez zusammengetan und auch viel mit Michael Wollny gespielt, der eine Generation jünger ist und seine Diplomarbeit über ihn geschrieben hat. Und unvergessen für die gesamte Welt des Jazz: sein legendärer Auftritt mit Archie Shepp, der Inkarnation der afroamerikanischen Musik.

Joachim Kühn war insgesamt bereits viermal bei uns zu Gast: 1991 mit seiner Jubiläumsband, 1995 mit Daniel Humair und Jean François Jenny-Clark, 1998 mit Detlev Beier und Wolfgang Reisinger und 2005 mit Rabih Abou Khalil und Jarrod Cagwin. Wir freuen uns auf dieses fünfte Mal mit Majid Bekkas und Ramon Lopez.

Karten:
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Gerardo Nuñez

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Gerardo Nuñez, git
Pablo Martin, bass
Angel “Cepillo” Sanchez, perc

Gerardo Nuñez wurde in Jerez de la Frontera, der Wiege des Flamenco, geboren, und der Flamenco hat ihn von früh auf gefesselt. Schon als Junge spielte er für alle großen Sänger seiner Stadt, und dem Flamenco ist er treu geblieben, auch wenn der Drang nach Neuem ihn nach Madrid führte, wo er heute mit seiner Frau Carmen Cortés, eine der ganz großen Flamenco-Tänzerinnen, wohnt und arbeitet. Mit seinen vielen Platten stieß er sich und dem Flamenco stets neue Türen auf, und die Kooperation mit Jazzmusikern brachte ihm ein ganz neues, viel größeres Publikum. Verbiegen lassen hat er sich dabei nicht: ein Geheimnis seines Erfolgs ist zweifellos seine authentische Art – schon nach wenigen Takten weiß der Fan, dass es sich nur um Gerardo Nuñez handeln kann.

Die großen Meilensteine seines Erfolgs waren das Ende der 80er Jahre in Amerika entstandene Album Flamencos En Nueva York, mit dem er seinen internationalen Durchbruch besiegelte, sowie nach einer Reihe weiterer erfolgreicher Alben die CD’s Andando el tiempo (2004) und Travesía (2012). Während Andando el tiempo unendliche Weiten zwischen Flamenco und Jazz ahnen lässt, hat Nuñez seiner Musik in Travesía Pop, Funk, Jazz und Latin einverleibt. In Travesía erzählt er Geschichten, die Afrikaner auf ihrer Flucht über das Mittelmeer nach Europa erleben – eine symbolische Begrüßung über alle musikalischen Schlagbäume hinweg: Bei der Anlandung eines Bootes mit Flüchtlingen an einem spanischen Strand war Nuñez zufällig anwesend; mit zwei der Ankömmlinge ist er heute noch befreundet und arbeitet mit ihnen.

Mit dem Jazz in Berührung kam Gerardo Nuñez über die Musik, die eine US-Airbase bei Jerez in den Äther schickte: Charlie Parker, Thelonious Monk, John Coltrane. Die Flamenco-Puristen mögen Nuñez’ Hinwendung zum Jazz ablehnen: trotzdem gilt er heute neben Paco de Lucía zu den wichtigsten Flamenco-Gitarristen.

Als Gerardo Nuñez 2005 bei uns war, war er mit denselben Musikern gekommen: dem Bassisten Pablo Martin und dem sagenhaften Perkussionisten Cepillo, damals unter seinem vollständigen Namen Ángel Sánchez “Cepillo”. Dieses Mal wird Nuñez außerdem von dem Vokalisten Jesús Méndez begleitet.

Cepillo (auf Deutsch: Bürste) ist sicher allen damaligen Besuchern in besonders lebhafter Erinnerung geblieben: Was er seinem Cajón, einer Perkussionskiste, die ihm auch zum Sitzen diente, an Musik entlockte, war schier unvorstellbar, und so mancher Zuhörer musste diese “Kiste” in der Pause einfach näher begucken.

Die BZ schrieb damals in ihrer Kritik u.a.:
“… Das Gitarrenspiel von Nuñez ist völlig attitüdenfrei. Die virtuose, von der klassischen Gitarre … nachhaltig beeinflusste Technik ist beachtlich – sie zu Schauwerten zu münzen, ist Nuñez indes fremd. Von der Spielhaltung und vom Erscheinen her wirkt er fast wie ein prototypischer Gegenentwurf zum mediterranen Macho der alten Schule. In sich ruhend, sich seines Wertes bewusst, aber nicht auftrumpfend. Die Emotion, deren expressive Zurschaustellung wesentlicher Teil des Flamenco ist, scheint hier zwar nicht gemindert, doch eher in eine gelöste Innerlichkeit gewandelt.
Einer wie Gerardo Nuñez gibt natürlich auch im Zusammenhang seiner Mitmusiker nicht den zampanohaften Instrumentalvirtuosen. Die Musiker sind Partner, man begegnet sich auf Augenhöhe, sucht den Dialog, und der ist höchst angeregt. Die Bälle fliegen nur so hin und her zwischen Nuñez, Pablo Martin, einem Meister der schwebenden Bassläufe, und Cepillo, dem gewitzten Spieler der hölzernen Perkussionskiste Cajón. …”

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Adam Bałdych / Luciano Biondini Quartet

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Adam Bałdych, violin
Luciano Biondini, accordion
Michel Benita, bass
Philippe Garcia, drums

Es gibt Geschichten in der Musik, die nur der Jazz schreiben kann: Ein polnischer Teufelsgeiger trifft einen italienischen Akkordeon-Weltmeister. Sie nehmen einen algerischen Bassisten und einen französischen Schlagzeuger hinzu. Und fertig ist ihr neues Quartett. Und die Pointe ist, dass die vier Musiker sich erst am Tag vor ihrem ersten Konzert zum ersten Mal sehen, um miteinander zu proben.

Möglich macht das der Jazz als universale Sprache. Und möglich macht das auch die Neugier der Musiker, mit ihnen noch unbekannten Kollegen zusammenzukommen und gemeinsam kreativ Neuland zu betreten. Spannend wird dies bei diesem Quartett insbesondere deshalb, weil die vier Mitglieder aus unterschiedlichen Kulturkreisen mit einer großen musikalischen Geschichte und Tradition stammen, die ihnen eine – ihnen eigene – Prägung verliehen haben. So ist bei Luciano Biondini nicht nur die gesamte italienische Klassik herauszuhören, sondern auch die lebendige mediterrane Folklore. Und bei Bałdych als jüngstem Mitglied der Band scheint sowohl die polnische Klassik durch als auch die moderne Popkultur. Fast alle haben zudem eine klassische Ausbildung, die sich nicht nur in der virtuosen Beherrschung des Instruments niederschlägt, sondern auch in ihrer Musik.

So sorgt der Jazz immer wieder für spannende Momente und neue musikalische Offenbarungen. Auch bei diesem Quartett darf das Publikum die Erwartungen hoch ansiedeln. Und mit größter Sicherheit werden sie auch erfüllt werden.

Adam Bałdych: Bałdych ist zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz. Er entdeckte den Jazz als seine Musik mit 13, weil sie ihm “die Freiheit gab, die ich suchte”. Mit 16 begann er seine internationale Karriere. Nach Abschluss seines Jazzstudiums an der Musikhochschule Kattowitz bekam er ein Stipendium für das Berklee College in Boston. Seitdem ist New York der Ausgangspunkt für seine musikalischen Reisen durch alle Welt. Binnen kurzer Zeit erschienen mehrere Alben, darunter Magical Theatre, zu dem er sich von Hermann Hesses Steppenwolf inspirieren ließ.

Luciano Biondini: Biondini war jahrelang in der klassischen Welt zu Hause, bevor er für eine Weile verstummte und dann im Jazz seine Stimme wiederfand. Zu dem Instrument seiner Wahl hat er in einem Interview kürzlich gesagt: “Auf dem Akkordeon kannst du Orgel- oder auch Cembalomusik spielen. Das Akkordeon bietet dir viele Möglichkeiten. Künstlerisch mag es nicht korrekt sein, Cembalomusik auf dem Akkordeon zu spielen, aber es ist das Beste, was du tun kannst, um das Instrument technisch zu meistern. Es ist wichtig, ein großes Repertoire zu erlernen, denn so kannst du dich vom gewohnten Sound des Akkordeons lösen und etwas anderes entwickeln. Das Akkordeon kann wie ein ganzes Orchester sein. Du kannst es auf vielfache Art verwenden, sogar perkussiv. Es ist für mich enorm stimulierend, immer neue Möglichkeiten auf dem Instrument zu entwickeln. Das tue ich ganz natürlich, nämlich auf der Bühne.”

Michel Benita: Der in Algerien geborene Benita kam im Alter von fünf Jahren nach Frankreich und studierte in Montpellier Gitarre und Bass. Er wurde bald in die erste Riege des Orchestre national de Jazz berufen. Sein warmer, kraftvoller und flexibler Ton auf dem Kontrabass machte ihn für viele Musiker zum interessanten Partner. Inzwischen hat er sich in der europäischen Szene als einer gefragtesten Bassisten etabliert.

Philippe Pipon Garcia: Der französische Schlagzeuger und Perkussionist hat ebenfalls eine klassische Ausbildung hinter sich. Er lebte sieben Jahre in der Türkei als Professor für Perkussion am Musikkonservatorium in Ankara und Istanbul und arbeitete mit dem Sinfonieorchester Ankara und vielen türkischen Musikern zusammen. Gleichzeitig etablierte er sich als Maler und Fotograf.

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Yuri Honing Acoustic Quartet

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Yuri Honing, saxophone
Wolfert Brederode, piano
Ruben Samama, acoustic bass
Joost Lijbaart, drums

Yuri Honing, seinen Pianisten Brederode und seinen Schlagzeuger Lijbaart kennen wir schon von früheren Konzerten, und wir sind froh, dass sie wieder den Weg nach Braunschweig gefunden haben.

Sehr zu Recht gilt Yuri Honing als Wegbereiter für neue Entwicklungen. Von ihm stammt der zunächst irritierende Satz, Jazz sei kein Musikstil, sondern eine Sprache, und so hat er auch nie einen Unterschied zwischen den verschiedenen Stilen und Musiken gemacht. Seine Inspirationen bezieht er nicht nur aus dem Jazzkanon, sondern ebenso aus dem zeitgenössischen Pop. Am anderen Ende des Spektrums findet sich sogar u. a. seine Interpretation von Schuberts Winterreise, die er mit der klassischen Pianistin Nora Mulder aufnahm und die ein großer Erfolg war. Jazz, Pop, Klassik – Honing hat sie auf seine Weise und nach seinem musikalischen Verständnis amalgamiert zu einem faszinierenden, stimmigen und wie selbstverständlich wirkenden Ganzen.

So gehört Yuri Honing zu der wachsenden Anzahl jüngerer Musiker, die zwar die Jazztradition und ihre Sprache bis in all ihre Facetten kennen und in ihr verwurzelt sind, sich aber nicht von Konventionen einengen lassen und die Inspiration und Anreize für ihre Kreativität aus allen Musikarten ziehen.

Zu dieser jungen Generation gehört auch Wolfert Brederode, der wie Honing allen neuen musikalischen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen ist und wie er unermüdlich unterwegs ist auf der Suche nach neuen Horizonten. Wie Honing hat auch Brederode mit vielen Größen des Weltjazz gespielt, eine prägende Erfahrung, die ihre Spuren hinterlässt. In diesem Quartett ist es seine Aufgabe, die Räume zwischen Honings überfliegenden Saxofonlinien und den beiden Rhythmikern mit Begleitfiguren zu füllen und die Hitze seiner Mitspieler wieder auf moderate Temperaturen zurückzuführen.

Joost Lijbaart genoss eine klassische Schlagzeug-Ausbildung, bevor er nach einem Aufenthalt im Senegal, wo er die afrikanische Perkussion erlernte, zu Yuri Honing und Wolfert Brederode fand. Er ist bekannt für den schonungslosen Umgang mit seinem Schlagzeug, mit dem er sich auf seine Weise neuen Horizonten nähert.

Ruben Samama ist der Jüngste der Gruppe. Er gilt als äußerst talentiert und hat sich auch mit eigenen Formationen schon einen Namen gemacht. Er versteht es nicht nur, dem Spiel der anderen mit repetitiven Kurzfiguren Konstanz zu verleihen, sondern auch, durch elektronische Spielereien Akzente zu setzen.
Wir dürfen uns also nicht nur auf neue musikalische Horizonte freuen, sondern auch auf vier überragende Musiker.

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Rémi Panossian Trio
feat. Nicole Johänntgen & Nicolas Gardel

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Rémi Panossian: piano
Maxime Delporte: bass
Frédéric Petitprez: drums
Nicolas Gardel: trumpet
Nicole Johänntgen: saxophone

Wer unser Konzert mit dieser Band und Nicole Johänntgen im letzten Jahr (damals mit Frederik Köster) erlebt hat, kann es nicht vergessen haben. Es war unglaublich. In immer enger werdenden Windungen schraubte sich das Ensemble von Stück zu Stück zu immer furioseren Finalen, das Publikum jubelte und wollte die Musiker gar nicht gehen lassen.

Bei Nicole Johänntgen ist nicht zu verkennen, woher sie stammt. Aus dem Saarland ist der französische Einfluss ja auch heute noch nicht wegzudenken, und so bleibt Nicole der saarländischen Tradition treu, eine Brückenfunktion zwischen Deutschland und Frankreich zu erfüllen. Sie tritt gern und mit großem Erfolg mit jungen französischen Formationen auf und stärkt damit auf ihre Weise die kerneuropäische Freundschaft auch auf dem Gebiet des Jazz.

Dem Pianisten Rémi Panossian und seinem jungen Trio wird nachgesagt, mit seiner Musik ein schillerndes musikalisches Universum irgendwo zwischen Romantik, Avantgarde, Rock und Jazz zu schaffen. Gemeinsam mit dem Bassisten Maxime Delporte und dem Schlagzeuger Frédéric Petitprez kreiert er eine Musik, die zugleich lyrisch und voller Energie ist. Ihr erstes Album Add Fiction wurde von der internationalen Presse mit großer Sympathie aufgenommen, und auch die sympathischen Auftritte des spielerisch perfekten Trios erfreuen sich in der Jazzwelt wachsender Beliebtheit.

Nicolas Gardel, der mit Stil und Originalität Vintage und Moderne miteinander verbindet, hat die französische Jazzszene in erster Linie mit seiner Band The Headbangers erobert, mir der er Funk, Pop und Elektro in Trialog treten lässt. An den Grenzen seines musikalischen Universums gelingt es ihm, mit seinem kraftvollen und eleganten Spiel und seiner umwerfenden Energie neue Perspektiven zu eröffnen.

Nicole und Nicolas – man kann durchaus sagen, dass schon die Vornamen den Zusammenklang der beiden Musikerpersönlichkeiten zeigen. Ihr ungezwungenes Zusammenspiel voll überschäumender und ansteckender Energie schafft bei jedem Stück eine Synthese aus verschiedenartigsten Klängen und Rhythmen, macht jedes Stück zu einer neuen Erfahrung für den Zuhörenden, denn jedes Stück ist mit Herzblut gespielt: Jazz at its best, Jazz in all seinen Facetten.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

Eintritt: Abendkasse 19 € / 17 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Renaud Garcia-Fons – Linea del Sur

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, 38100 Braunschweig

Renaud García-Fons: Kontrabass
Antonio Ruiz “Kiko”: Guitarra flamenca
Pascal Rollandi: Perkussion
David Venitucci: Akkordeon
Technik: Romain Frydman

Renaud García-Fons war schon mehrfach bei uns, erstmals 1999 mit seinem Projekt Alborea. Das Konzert, das im Städtischen Museum stattfand, war ausverkauft: selbst der “Balkon” war voll besetzt, und die Zuhörer saßen auf den Treppen. Es war ein überwälti-gendes Konzert, und es war ein fantastisches Publikum. Alle waren wir hingerissen – nicht nur von der Musik und von dem Können der Musiker, sondern auch und vor allem von dem fremden und hinreißenden Klang von Renauds Kontrabass, dem er eine fünfte – eine hohe – Saite verpasst hatte und den er damit – auch gestrichen – zu einem neuen, genialen Soloinstrument des Jazz gemacht hatte.

García-Fons hat Klassik, Jazz und orientalische Musik studiert, so dass er in den verschie-densten Musikrichtungen zu Hause ist. Was sein Spiel zu etwas ganz Besonderem macht, ist nicht nur seine fünfte Basssaite, sondern auch, dass er häufig den Bogen einsetzt, um seinen Bass zum Singen zu bringen.

Seitdem er sich für den Bass als “sein” Instrument entschieden hat, ist der Bass nicht mehr nur das traditionelle Begleitinstrument. Indem er dem Kontrabass eine neue Klang- und Tonwelt erschlossen hat, hat er die Emanzipation dieses fantastischen Instruments auf den Weg gebracht. Alle Kritiker sind sich einig, dass sein Spiel unerreicht ist, dass er mit und ohne Bogen ein Magier, der Paganini des Kontrabasses ist. Sein Bass klinge wie ein Bass, aber auch wie ein Violoncello, eine Violine und manchmal sogar wie eine Gitarre, eine Oud oder eine Berimbau. Niemand auf der Welt spiele wie er.

La Linea del Sur (Straße des Südens) heißt García-Fons’ neuestes Projekt. Diese imaginäre Route, auf die er uns mitnimmt, hält magische Begegnungen für uns bereit, in denen sich die verschiedensten Klangwelten des mediterranen Raums, spanische und orientalische Musiktraditionen und klassische französische Klänge aufeinander einlassen und uns wohl wieder – wie bei seinem Projekt Alborea von 1999 – in eine andere Welt transportieren werden.

Jazz und Flamenco – die Kombination dieser beiden Musikrichtungen hat zwei spanische und einen deutschen Vater: 1967 brachte Joachim Ernst Berendt auf den Berliner Jazztagen den Saxofonisten Pedro Iturralde und den Gitarristen Paco de Lucía zusammen, die im Spanien nach Franco mit anderen spanischen Jazzern wie z. B. Gerardo Núñez auch in der Musik neue Wege suchten. Die Entwicklung des Flamenco Jazz war entscheidend dafür verantwortlich, dass Spanien zu einem attraktiven Standort für zeitgenössischen Jazz und die sog. Weltmusik wurde. So haben wir in den letzten Jahren ja immer wieder auch spani-sche Jazzer bei uns zu Gast gehabt, so z. B. 2011 das Colina/Miralta/Sambeat-Trio. Gleichzeitig wertete der Siegeszug des Flamenco Jazz Europa als Standort für eine selbstständige Weiterentwicklung des Jazz enorm auf.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

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Eintritt: Abendkasse 25 € / 22 € (ermäßigt) / 10 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

International Škoda Allstar Band

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Uli Beckerhoff – Trompete / Deutschland
Matthias Nadolny – Saxofon / Deutschland
Peter O`Mara – Gitarre / Australien
Glauco Venier – Piano / Italien
Ingo Senst – Bass / Deutschland
Bruno Castellucci – Schlagzeug / Belgien
feat. Sónnica Yepes – Gesang / Spanien

Bevor sie sich zur International Skoda Allstar Band zusammentaten, kannten sich die Musiker schon seit vielen Jahren und hatten in den unterschiedlichsten Kombinationen miteinander gespielt. Und auch wir kennen sie einzeln und gemeinsam, und Ingo Senst ist obendrein Braunschweiger.

Die Musik der International Skoda Allstar Band ist so vielfältig wie die unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Einflüsse ihrer Musiker. Sie bezieht ihre Quellen aus dem zeitgenössischen Jazz, der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und dem American Songbook. Das Programm besteht überwiegend aus Kompositionen der einzelnen Musiker und wird in den unterschiedlichsten Besetzungen vom Duo bis zum Septett dargeboten.

Alle Mitglieder dieser Band sind große Persönlichkeiten und Stilisten auf ihren Instrumenten, und so können wir uns auf einen Abend voller großer musikalischer Ausdruckskraft, Intensität und Kreativität, stupender instrumentaler Fähigkeiten, großer musikalischer Vielfalt, Spielfreude und Humor freuen.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
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– Abendkasse
– und weitere …

Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Skoda Auto Deutschland
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Dieter Ilg Trio

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Dieter Ilg: Baß
Reinhard Böhm: Piano
Patrice Héral: Schlagzeug

Jazz und Klassik. Dieter Ilg kennt beide Welten. Er wusste schon früh, dass er Jazzbassist werden wollte, studierte aber erst mal klassischen Kontrabass.
Ilg hat immer wieder mal für uns gespielt und hat uns vor drei Jahren mit seinem Verdi-Projekt Otello hingerissen. Jetzt widmete sich Ilg mit seinen großartigen Kollegen Rainer Böhm am Piano und Patrice Héral am Schlagzeug Wagners Parsifal, und wie bei Otello ist nicht nur die Fachpresse, sondern auch das Publikum einhellig begeistert. Übereinstimmend wird betont, wie spannend die intensive musikalische Auseinandersetzung ist, die diese drei Musikerpersönlichkeiten sowohl miteinander als auch mit Wagners vorgegebenen Themen und Motiven führen. Herausgekommen ist eine kühne Umdeutung des monströsen Wagner-Kosmos in Sphären, bei der die Kriterien Improvisation, Intuition und spontane Interaktion in ihrer ganzen Wirkungsbreite umgesetzt werden – und Wagner auf eine neue Art Faszination verleihen. Ilg hat Oper und Jazz auf einen Nenner zu bringen gewusst und sein Publikum in den Bann dieser Kombination gezogen. Er hat es geschafft, dass Wagner Spaß macht.

Dieter Ilg gilt als einer der weltbesten Bassisten, der nicht nur mit eigenen Gruppen, sondern auch als Sideman stark gefragt ist. Was wohl in seiner Persönlichkeit begründet liegt: im Vordergrund steht die Musik, nicht der Musiker. Sein Spiel ist selten abstrakt, sondern ausgesprochen bilderreich. Er nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise durch die innere Bilderwelt wie ein Geschichtenerzähler, der in die Mythen des Unbekannten abtaucht, um dann doch wieder in vertrautere Sphären zurückzufinden. Mit seinem 100 Jahre alten Bass reiht er wunderbar weiche Flageoletts an Obertonklänge und treibende Grooves, und sein Publikum hat es ihm immer gedankt.

Ilg weiß um die Möglichkeiten seines Instruments, und mit dem vielfach ausgezeichneten Pianisten Rainer Böhm und dem phänomenalen französischen Drummer Patrice Héral hat er die Idealbesetzung für seine ambitionierten Projekte gefunden. Beide korrespondieren perfekt mit Ilgs singendem Bass und seinem Konzept der dramatischen Verdichtung. Ilgs “Parsifal” zeugt von der Zeitlosigkeit und Universalität dieser Musik, und ihm gelingt eine logische, kammermusikalische Umdeutung des schwierigen Materials. “Das Monumentale wird sinnlich, das Sinnliche monumental,” sagt er selbst und beweist in jedem einzelnen Stück mit beeindruckender Virtuosität und stilistischer Variationsbreite seine unendlich scheinende Gestaltungskraft.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Daniel Humair: SWEET & SOUR

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Emile Parisien: Saxofon
Daniel Humair: Schlagzeug
Emmanuel Codjia: Gitarre
Jérôme Regard: Kontrabass

Seit vielen Jahrzehnten ist Daniel Humair ein Fixpunkt der europäischen Jazzwelt, und nicht nur das. Er ist fester Bestandteil der internationalen Jazzszene; die vielen Größen des Jazz, mit denen er zusammen gespielt hat, sind zwar noch zählbar, aber nicht aufzählbar. Neben seinem Instrument, dem Schlagzeug, für das er ein Lehrbuch verfasst hat, ist er auch ein genialer und bekannter Maler, dessen Bilder in so mancher Galerie und Gemäldesammlung vertreten sind.

Hier soll aber von dem Schlagzeuger Humair die Rede sein, dem es immer wieder gelungen ist, mit variablen, immer neuen Schlagzeugtechniken neue Häfen anzusteuern. Und mit seinem unglaublichen Gefühl für Talente hat er sich immer wieder mit jüngeren Musikern umgeben und sich in immer neuen Besetzungen neuen Herausforderungen gestellt und selbst neu definiert. Es gibt wohl kaum einen anderen Musiker, der über Jahrzehnte mit solcher Konstanz praktisch alle berühmten Jazzpreise Frankreichs, Italiens und der Schweiz errungen hat.

Und von dem Komponisten soll auch die Rede sein. Einer, der seine Kompositionen zunehmend mit seinen Mit-Spielern zusammen entwickelt.

Einen inspirierenden Gefährten hat er dabei in Vincent Peirani gefunden, der auch stets auf der Suche nach neuen Klängen ist. Er beherrscht sein Instrument – das Akkordeon – so perfekt, dass es mal klingt wie eine Orgel, mal wie ein Klavier, und dann wie ein Blasinstrument oder eine menschliche Stimme. Und genau so vielfältig ist der Stil Peiranis, der sich in keine Schublade stecken lassen will. Während er in Frankreich ein gefragter Musiker ist, ist er in Deutschland noch relativ unbekannt.

Genau so ist es mit Emile Parisien. Bei uns wenig bekannt, hat er es in Frankreich und Großbritannien bereits zu beachtlichen Erfolgen gebracht. Auch er hat eine ähnliche Arbeitsweise wie Humair und Peirani und beschreibt seine Musik als ein Puzzle aus Klangmaterie. Zwischen den Musikern wird viel diskutiert, um am Ende wie ein Schriftsteller mit einer Geschichte aufwarten zu können, die auf eigenen Füßen stehen kann – die eine echte Dramaturgie hat.

Zur vollen Wirkung verhilft der Formation Jérôme Regard, der Kontra- und auch Elektrobass spielt. Auch er ist bei uns noch nicht so bekannt, aber es spricht alles dafür, dass diese Tournee dieses neuen Quartetts ihm einen größeren Bekanntheitsgrad beschert.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 8 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Antenne Métropole
Braunschweigische Landessparkasse
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Trio Riessler-Levy-Matinier

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Michael Riessler: Bassklarinette
Howard Levy: Mundharmonika, Piano
Jean-Louis Matinier: Akkordeon

Ist es eine Jazzband? Eine Folk-Gruppe? Ein klassisches Kammertrio? Drei Virtuosen, bekannt für ihre sehr individuellen Wege zwischen Genres und Stilen, haben sich zum Gipfeltreffen zusammengefunden. Michael Riessler aus Deutschland, der u.a. für Kagel, Cage, Lachenmann und Stockhausen die Klarinette spielte und zugleich die „folklore imaginaire“ erkundete, hat sich längst in der vordersten Linie der globalen Improvisationsszene etabliert. Howard Levy aus den USA, der Welt fortgeschrittenster Spieler auf der (diatonischen) Mundharmonika, war Feature-Solist z.B. bei Bela Fleck, Paul Simon, Willy Schwarz, Holly Cole, Rabih Abou-Khalil, Dolly Parton oder Bobby McFerrin sowie bei vielen anderen Musikern zwischen Klassik und Country, Latin und Pop. Jean-Louis Matinier aus Frankreich ist der führende Akkordeonist des europäischen Jazz, musikalischer Partner von u.a. Renaud Garcia-Fons, Louis Sclavis, Gianluigi Trovesi, Anouar Brahem, aber auch Langzeit-Begleiter der französischen Chanson-Legende Juliette Gréco.
In ihrer universellen Musiksprache, die z.B. auch Bach, Blues oder Weltmusik umfasst, entwickeln Riessler, Levy & Matinier einen neuen Sound und ein neues ästhetisches Konzept. Der Klang der Durchschlagzungen von Mundharmonika und Akkordeon verschmilzt dabei wunderbar mit Riesslers schnarrender Bassklarinette, was dem Ensemble ein seltenes Timbre voller Überraschungen verleiht. Ausgehend von ganz unterschiedlichen Kernideen aller drei Spieler startet das Trio zu abenteuerlichen, humorvollen Flügen der musikalischen Fantasie, getragen von tänzerischen Rhythmen und dem Spaß am Spielen.
Und das schreiben die Kritiker: „Aufregenderes ist derzeit selten zu hören“ (Süddeutsche Zeitung). „Drei exzellente Musiker in einer außergewöhnlichen Formation! Gemeinsam zaubern sie eine faszinierende Melange aus zeitgenössischem Jazz, moderner E-Musik und imaginärer Folklore, garniert mit einem Schuss erdigem Blues und packenden südamerikanischen Rhythmen. Bestechende Virtuosität, sprühende Spielfreude und ein freudvolles Überspringen jeglicher musikalischer Grenzen kennzeichnen dieses Spitzentrio“ (Spielboden Dornbirn, Österreich).

Aktuelle CD: Silver & Black (ENJA records, ENJ 9536 2

Kontakt: Kulturbüro Dr. Raimund Kast
Bahnhofstr. 79
D-89231 Neu-Ulm
fon +49 – 731 – 61 0750
mobil +49 – 171 – 688 4094
kulturbuero.kast@t-online.de
www.kulturbuero-kast.de

Karten:
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– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse
GOD Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Antonello Salis / Gianluca Petrella – Duo

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Antonello Salis: Akkordeon, Piano
Gianluca Petrella: Posaune

Duos mit Musikern, die ein großer Altersunterschied trennt, sind in der neueren Jazzszene öfter anzutreffen, und immer wandelt ihre Musik und ihr Zusammenspiel auf ungeahnten Pfaden, die das Publikum begeistern. So haben wir es in letzter Zeit mit Heinz Sauer und Michael Wollny erlebt, und auch mit Stefano Bollani und Enrico Rava.

Eine Hälfte des Duos, das wir dieses Mal begrüßen, kennen wir schon: Antonello Salis war schon zweimal mit Paolo Fresu bei uns. In Erinnerung behalten haben wir ihn sicher nicht nur wegen seines obligaten Kopftuchs und seiner sonnengegerbten Haut, die eher an einen karibischen Piraten oder Aussteiger denken lassen, sondern vor allem wegen seiner rasanten Art, seinem Akkordeon und dem Piano nicht nur mit den Fingern, sondern mit dem ganzen Körper unvergleichliche Musik zu entlocken.
Er hat sich nicht auf eine Sparte festlegen lassen. Seine künstlerische Vielseitigkeit hat ihn in Theaterprojekten, im modernen Tanztheater, einem Film von Eric Rohmer mitwirken und auch mit Popmusikern und Rockgruppen spielen lassen. Hier eignete er sich dann wohl auch seinen hinreißend theatralischen Performancestil an, der ihn von allen seinen Kollegen unterscheidet.
Sein Erfindungsreichtum, sein Akkordeon, seine Heimat Sardinien mit seiner Folklore, mediterrane Farben und Gerüche, Salis’ Musik.
Die Liste der großen Jazzer, mit denen er gearbeitet hat, ist lang: Enrico Rava, Paolo Fresu, Paolo Angeli, Roberto Gatto, Lester Bowie, Ed Blackwell, Billy Cobham, Pat Metheny, Bobby Previte, Bobby Watson, Linley Marthe, Stefano Bollani und vor allem auch Gérard Pansanel.
Er hat inzwischen auf vielen bekannten Jazzfestivals in Europa und Amerika gespielt: Perugia, Ravenna, London, Bath, New York, Chicago, Moskau, Paris, Montreux, Nizza, Le Mans, Madrid, Sao Paulo, Rio de Janeira, Stockholm, Oslo, Saint-Louis und in Mexiko. Und er ist mit einigen internationalen europäischen Preisen ausgezeichnet worden, wie z.B. dem Django d’Or, dem Career Achievement Award in Cagliari und dem Top Jazz.

Gianluca Petrella gilt weltweit als einer der herausragenden Jazzposaunisten, und das nicht zuletzt wegen der Bandbreite seiner kreativen Ausdrucksformen. Auch er trat mit vielen Musikern der ersten Garde auf: mit Carla Bley, Gianluigi Trovesi, Paolo Fresu, Bobby Previte, Steve Swallow, Ray Anderson, Pat Metheny, Lester Bowie, John Abercrombie. Und auch er gewann den Django d’Or und einige andere begehrte Preise.

Schon nach nur wenigen CD-Einspielungen und Projekten mit Enrico Rava und Lester Bowie galt Petrella als aufsteigender Stern am Jazzhimmel. Das dürfte vor allem an seinem ungewohnten Umgang, seinem neuartigen und überzeugenden Dialog mit den Jazztraditionen liegen, denen er durch Elektronik und andere technische Kunstgriffe ganz neue Facetten verleiht. So zeigt sich Petrella als flexibler, unverwechselbarer Solist, der tatsächlich seinesgleichen sucht.

Wir dürfen uns auf einen spannenden Abend freuen.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

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Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Rémi Panossian Trio feat. Frederik Köster & Nicole Johänntgen

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Nicole Johänntgen: Saxofon
Frederik Köster, Trompete
Rémi Panossian, Piano
Maxime Delporte, Bass
Frédéric Petitprez, Schlagzeug

Ein schillerndes musikalisches Universum irgendwo zwischen Romantik, Avantgarde, Rock und Jazz eröffnet das junge Trio des Pianisten Rémi Panossian. Gemeinsam mit dem Bassisten Maxime Delporte und dem Schlagzeuger Frédéric Petitprez kreiert der junge Franzose eine Musik, die zugleich lyrisch und voller Energie ist. Ihr erstes Album “Add Fiction” wurde von der internationalen Presse mit großer Sympathie aufgenommen, und auch die sympathischen Auftritte des spielerisch perfekten Trios erfreuen sich in der Jazzwelt großer Beliebtheit.

Dieses tolle Trio kommt mit zwei weiteren großartigen Musikern zu uns: Frederik Köster und Nicole Johänntgen. Ihre Musik ist als gewagter und explosiver Cocktail beschrieben worden: eine Synthese aus Rock, Elektro, Anklängen von Hip-Hop und natürlich Nicoles athmosphärische Saxofonlinien und Frederik Kösters faszinierende Trompete. Köster ist ein äußerst vielseitiger Trompeter, bei dem sich hinreißende Virtuosität und beeindruckende Musikalität verbinden. Das bewies er erst neulich wieder nachdrücklich, als er in einem Projekt Odysseus seine Stimme gab, eine Stimme, die weint und wütet, klagt und schreit, bevor der Held vorerst besänftigt in die Heimat zurückkehrt.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

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Rita Marcotulli European Leaders

LOT-Theater, Kaffeetwete 4a, Braunschweig

Rita Marcotulli: Piano
Andy Sheppard: Saxofon
Nguyen Lê: Gitarre
Marilyn Mazur: Schlagzeug, Percussion
Michel Benita: Bass

Rita Marcotulli und ihr einzigartiger Sound sind nicht so leicht zu verorten. Zu definieren ist er sicher zum Teil über Ritas klassische Ausbildung, aber bestimmt auch durch die Musik, mit der sie aufgewachsen ist und zu der nicht zuletzt Pink Floyd gehörte. Und mit ihrem Pink Floyd-Projekt, mit dem sie eine Synthese zwischen Musiken verschiedener Genres wagte und schaffte, dürfte sie den Grundstein für den Ruf gelegt haben, den sie sich in der Welt des Jazz erspielt hat. Mit von der Partie war u.a. Andy Sheppard, der auch heute dabei ist. 1996 war er schon einmal zusammen mit Carla Bley bei uns.

Rita Marcotulli hat mit den verschiedensten Musikern gespielt und verschiedene Musiken, darunter auch italienische Folklore erkundet. Sie spielte mit Kenny Wheeler und Billy Cobham, aber auch mit Chet Baker, Peter Erskine, Joe Henderson, Joe Lovano, Nguyen Lê und immer wieder mit Andy Sheppard – und das in den verschiedensten Formationen. Das Zusammenspiel zwischen Rita und Andy Sheppard wird als einfühlsames, farbenfrohes und filigranes Gespräch beschrieben, wie es nur zwischen Menschen möglich ist, die nicht nur im akustischen Sinn dieselbe Wellenlänge haben.

Andy Sheppard, der nach eigener Aussage nur das machen will, was er am besten kann: Musik, ist ein Grenzgänger zwischen den Stilen. Er verbindet afrikanische, indische und südamerikanische Elemente zu einer Musik mit ganz eigenem Profil, mit der er nicht zuletzt auch dank des warm timbrierten Klangs seines Saxofons und seiner lyrischen Spielweise Herz und Sinne seines Publikums erreicht.

Als dritten Musiker dürfen wir Nguyen Lê begrüßen, der für uns ja auch kein Fremder ist. Die Frage, wie das wohl funktionieren soll, eine von der Klassik kommende Jazzpianistin und ein Saitenzauberer der besonderen Art, ist wohl erlaubt. Aber die beiden verstehen es, europäische Musiktradition und Harmonien aus dem fernen Osten miteinander zu verschmelzen, ihre unterschiedlichen Stilrichtungen und Traditionen zu einer Synthese ihrer Gegensätze – zu einem west-östlichen Divan – zu führen.

Am Bass steht Michel Benita, mit dem Rita über die Jahre auch immer wieder gespielt hat. Auch Benita ist seit vielen Jahren nicht mehr aus der europäischen Jazzszene wegzudenken. Seine absolute Meisterschaft auf seinem Instrument und sein feiner und subtiler Anschlag haben manchen Großen unserer Zeit begeistert und zur Zusammenarbeit angeregt: Archie Shepp, Peter Erskine, Enrico Rava, Paolo Fresù und nicht zuletzt Rita. 2007 war er mit Nguyen Lê und Peter Erskine bei uns.

Und auch Marilyn Mazur, die Queen of Percussion, kennen wir bereits. Ihr unkonventionelles Spiel, das keine Idiome und keine Beschränkungen kennt und nach ihrer eigenen Aussage besonders von Miles Davis’ Musik der 60er/70er Jahre beeinflusst ist, hat schon früh viele große Musiker zur Zusammenarbeit herausgefordert, unter ihnen – neben Miles Davis – Wayne Shorter, Gil Evans und Jan Garbarek. Seit langem spielt und tourt sie auch mit eigenen Gruppen und war im Sommer bei Jazz Baltica zu Gast. Mit Marilyn Mazur hat das Klischee von der verlorenen Frau am Schlagzeug wohl endgültig seine Berechtigung verloren.

Wir können uns auf einen einmaligen, spannenden Abend in einem neuen Rahmen und auf eine Zusammenarbeit mit dem L.O.T.-Theater freuen!

Karten:
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Cholet / Känzig / Papaux-Trio

Lindenhof “da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Jean-Christophe Cholet: piano, compositions
Heiri Känzig: bass
Marcel Papaux: drums

Nachdem wir den französischen Jazzmusiker Jean-Christophe Cholet letztes Jahr mit seinem Projekt “Times” mit Geoffroy De Masure, Linley Marthe und Chander Sardjoe bei uns hatten, freuen wir uns, ihn dieses Jahr mit seinem französisch-schweizerischen Trio mit Heiri Känzig und Marcel Papaux begrüßen zu können.
Dieses Trio, das jetzt schon seit zehn Jahren miteinander spielt, ist die glückliche Verbindung von drei Ausnahmemusikern, die es verstehen, ihr Zusammenspiel trotz individueller Entfaltung zu subtiler Stimmigkeit zu führen. Die meisten der von ihnen gespielten Kompositionen stammen von Cholet. Sie kommen transparent und schnörkellos daher, verraten aber bei näherem Hinhören schnell ihre atmosphärische Dichte und ihren Facettenreichtum. Inzwischen hat sich das Trio in ganz Europa einen Namen gemacht. Seine sechs Alben wurden von der Kritik gefeiert und haben seinen Ruf als eine der vitalsten und ideenreichsten Formationen dieser Art in Europa gefestigt.
Heiri Känzig und Marcel Papaux zählen zu den besten Rhythmusgruppen in Europa. Ihr Spiel reicht von minimalistischer Begleitung bis zum fieberhaften Groove. Während Heiri Känzig seinem Bass sonore und tragende Klänge von außerordentlicher Ästhetik entlockt, zeichnet sich Marcel Papaux durch elegant swingende und überaus präzise Rhythmen aus. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich dann das nuancenreiche und expressive Spiel Cholets und vereint die drei Musiker mit ihren Eigen- und Besonderheiten in einer in sich geschlossenen Schleife in einer komplexen, spannenden Klangwelt, die sich ihre Offenheit jedoch nicht nehmen lässt.
In diesem komplexen Gewebe fällt Jean-Christophe Cholet mit seinem starken und nuancierten Einfühlungsvermögen die Rolle zu, die labyrinthartig verwobenen Klänge und Farben miteinander zu vereinbaren, indem er durch kontrollierte und originelle Punktuierung die notwendigen Akzente setzt.

Karten:
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

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For Free Hands

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Andreas Brunn: Gitarre
Vladimir Karparov: Altsaxofon
Dimitris Christides: Schlagzeug, Percussion
Scott White: Bass

Als innovativste und spannendste Band wird die Berliner Gruppe For Free Hands gegenwärtig gehandelt, und tatsächlich verkörpert sie den heutigen Zeitgeist so exemplarisch wie kaum eine andere. Diese vier Musiker aus Deutschland, Bulgarien, Griechenland und Kanada stehen zwar in ganz unterschiedlichen nationalen Traditionen, aber sie spiegeln gleichermaßen die Vielfalt und den Abwechslungsreichtum unserer europäischen Moderne wider und verkörpern damit eine neue Facette des zeitgenössischen europäischen Jazz.

Das glückliche Zusammentreffen dieser vier Musiker, das amerikanisch-deutsche Jazztraditionen zu einer Symbiose mit balkanesker Lebendigkeit und schwerblütiger Lebensfreude (Kusturica!) führt, hat einen Jazz hervorgebracht, der sich der Einordnung in bekannte Schubfächer entzieht und sich irgendwie auch als eine Art Weltmusik präsentiert. Zudem hat sich die Gruppe vom Althergebrachten gelöst. Sie hat völlig neue Wege beschritten und Jazz, freie Improvisation und Folklore zu einem neuen Ganzen verschmolzen. So haben sie ihr Album wohl nicht ohne Hintergedanken “Transversal” betitelt, was man interpretatorisch mit “quer zum Mainstream” übersetzen könnte.

Die vier Musiker sind Andreas Brunn aus Deutschland, der Bulgare Vladimir Karparov, der Grieche Dimitris Christides und Scott White aus Kanada.

Von Andreas Brunn mit seiner siebensaitigen Akustikgitarre und E-Gitarre heißt es, dass er Erinnerungen an John McLaughlin wachrufe. Sein Spiel und sein Kompositionstalent seien hintergründig und von intelligentem Witz.

Vladimir Karparov gilt als Ausnahmesaxofonist, der es auf unvergleichliche Weise versteht, die traditionelle und zuweilen orientalisch beeinflusste Musik seiner Heimat mit innovativer Jazztechnik zu verknüpfen, so dass seine atemlosen Melodiekaskaden zu einem rauschhaften Hörerlebnis werden.
Dimitris Christides hat viele Jahre in London zugebracht, wo er Musik studierte und die Londoner Jazzszene kennenlernte. Sein Trommelstil mischt die perkussiven Elemente der Balkan- und nahöstlichen Rhythmen mit der subtilen und kreativen Sensibilität des Jazz. Jetzt lebt er in Berlin als Lehrer für Schlagzeug und hat bei For Free Hands das Schlagzeug und die Percussion übernommen.

Der Kanadier Scott White ist ein vielseitiger Musiker und Komponist, der seit Jahrzehnten mit den verschiedensten Bands als Bassist in Nordamerika und Europa unterwegs ist. Nach einer Anstellung als Musiker und Kapellmeister beim Cirque du Soleil lebt er heute in Kanada und Deutschland als freiberuflicher Musiker.

Karten:
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Radio Okerwelle

Masha Bijlsma & Bones

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Masha Bijlsma: vocals
Bart van Lier: trombone, bass trumpet
Adrian Mears: trombone
Rob van den Broeck: piano
Henk de Ligt: double bass
Dries Bijlsma: drums

Als Masha Bijlsma mit ihren “Bones” vor fünf Jahren schon einmal bei uns war, schrieb die Braunschweiger Zeitung in ihrer Rezension begeistert von ihrer außergewöhnlichen Sangeskunst, mit der sie ihre Stimme perfekt als sechstes Instrument in Szene setze, und davon, dass sie mal heiser wie das Saxofon schnurre und sich mal röhend wie die Posaune erhebe.
Auf ihr Saxofonschnurren müssen wir diesmal verzichten, denn sie hat neben ihrem Trio, mit dem sie schon immer spielt, zwei Posaunen mitgebracht: Bart van Lier, Hollands geliebten und gefeierten Posaunisten, der sich einen ganz großen Namen als Mitglied der Peter Herbolzheimer Band und der Slide Hampton Trombone Group gemacht hat. Was er auch spielt, mit seinen spannungsgeladenen Soloeinlagen von höchster Virtuosität bewegt er sein Publikum immer wieder zu spontanen Beifallsstürmen. Der andere Posaunist ist Adrian Mears, der aus Australien stammt und sich inzwischen in Süddeutschland niedergelassen hat. Er hat schnell den Anschluss an die deutsche und europäische Jazzszene gefunden und sich zu einer ihrer starken Stimmen entwickelt, nachdem er u.a. auch mit Kenny Wheeler und dem Bob Brookmeyer New Art Orchestra gespielt hat.
Zu Masha Bijlsmas exzellent eingespieltem Trio gehören Rob van den Broeck am Klavier – er ist Mitglied des European Jazz Ensemble -, Henk de Ligt am Kontrabass und Dries Bijlsma, ihr Vater, am Schlagzeug.

Mashas großer Atout ist die enorme Wandlungsfähigkeit, der Klangfarbenreichtum und der außergewöhnliche Tonumfang ihrer Stimme, ihr großes Stil- und Ausdrucksspektrum, bluesige Farbe und Sinnlichkeit. So singt sie Kompositionen von so grundverschiedenen Musikern wie Thelonious Monk, Fats Waller, Charlie Haden, Tony Lakatos, Jasper van’t Hof und Kate Bush und zeigt dabei, wie kreativ und progressiv man Klassiker des Jazz interpretieren kann. Daneben singt sie aber auch eigene Kompositionen, deren lyrische Texte sie oft selber geschrieben hat.

Wir können uns wieder auf einen abwechslungsreichen und mitreißenden Abend freuen.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 10, Tel.: 0531 / 16606
– Online über eventim
– Abendkasse
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Mit freundlicher Unterstützung:
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig
Radio Okerwelle

Curtis Fuller Sextett

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Curtis Fuller: Posaune
Jim Rotondi, Trompete
Piero Odorici, Tenorsaxofon
Rob Bargad, Piano
Milan Nikolic, Bass
Joris Dudli, Schlagzeug

Zweifellos ist Blue Train von John Coltrane aus dem Jahr 1957 eines der unvergesslichen und ganz großen Stücke der Jazzgeschichte. Es beginnt nicht – wie man erwarten sollte – mit einem Saxofonmotiv, sondern mit einem zwölffach wiederholten Shout auf der Posaune, zu dem sich dann Trompete und Saxofon gesellen. Diese Posaune spielt Curtis Fuller, und hätte er nur dieses eine Stück aufgenommen, mit seinem warmen, schweren Ton hätte er sich bereits unsterblich gemacht. Seit dieser Epoche, die von Tenorsaxofon und Trompete dominiert wurde, hält er der damals wenig beliebten Posaune die Treue.

Mit und seit Blue Train hat Curtis Fuller seinen Platz in der Jazzgeschichte. Curtis Fuller ist aber auch auf Dutzenden anderer historischer Platten zu hören: mit den Adderleys, die er aus seiner Militärzeit kannte, mit Art Blakey, Dizzy Gillespie, Art Farmer, Benny Golson, Count Basie und Miles Davis und vielen, vielen anderen – und natürlich auch mit eigenen Gruppen. Da wurde er nicht von ungefähr für das Label Blue Note entdeckt. Gemeinsam mit J.J. Johnson zählt Curtis Fuller zu den herausragenden Posaunisten des Hard Bop. Nach einer längeren Zeit des Schweigens aufgrund gesundheitlicher Probleme und des Todes seiner Cathy gelang ihm vor einigen Jahren das Comeback, so z.B. auf dem Jazzfest Berlin 2009.

Und nun kommt er zu uns nach Braunschweig. Für uns Ältere wird mit ihm die Erinnerung an erste Begegnungen mit dem Jazz wieder wach, dieser damals in Europa weitestgehend unbekannten Musik, und an die Faszination, die der Jazz unser Leben lang auf uns ausgeübt hat. Mit Curtis Fuller kommt ein Musiker zu uns, der den Jazz wie kaum ein anderer personifiziert und der bestimmt auch bei jüngeren Generationen seine Gemeinde hat.

Ein großes Konzert in einem kleinen Rahmen – wir danken Joris Dudli für diese freundschaftliche Geste an das Braunschweiger Publikum. Wir erleben Joris dabei am Schlagzeug; neben ihm und Curtis Fuller hören wir Jim Rotondi mit seiner Trompete, Piero Odorici am Tenorsaxofon, Rob Bargad am Piano und Milan Nikolic am Bass.

Karten:
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Mo’Blow

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Matti Klein (keys)
Felix F. Falk (sax & perc)
André Seidel (drums)
Tobias Fleischer (bass)

Die Wiege von Mo’Blow stand in Liverpool, wo Felix F. Falk vor zehn Jahren während eines Studienaufenthaltes den Funk für sich entdeckte und die Ursprungsformation “Sahnefunk” gründete. Aus ihr wurde schon ein Jahr später in Berlin die jetzige Band mit dem Namen Mo’Blow, in der sich der Saxofonist Falk mit dem Bassisten Tobias Fleischer, dem Schlagzeuger André Seidel und dem Pianisten Matti Klein zusammenfand. Seitdem erobern diese vier jungen Musiker die deutsche und europäische Funk-Szene, und das mit prominentester Unterstützung: Nils Landgren, die lebende Funklegende, hörte von ihnen, und es sollte nicht lange dauern, bis sie gemeinsam ein Album aufnahmen.

Schon bald begannen sie, ihr musikalisches Spektrum um Jazz und Soul zu erweitern, und Publikum und Kritik haben es ihnen gedankt: 2008 waren sie zweifacher Preisträger des Jazz & Blues Award und 2011 Gewinner des Future Sound, dem Wettbewerb der Leverkusener Jazztage.

Was sie auszeichnet, ist nicht nur das Neue, der frische Wind, den sie in die Szene gebracht haben, sondern auch ihre Energie und der ihnen eigene kernige Sound. Nichts kommt altmodisch oder konventionell daher, sondern alles in eigenständiger Komposition und ohne abzukupfern: eben superfrisch und überzeugend.

Die Kritik ist einhellig positiv und lobt die intelligenten Kompositionen und die teils ungewöhnliche Instrumentierung mit Didgeribones, einer Art Didgeridoo, die markanten Saxofon-Hooklines, den fetten Bass und das präzise verschleppte Schlagzeug.

Und www.unser-luebeck.de sagt: “Hier wird jeder noch so waghalsig angesetzte Break, jede noch so schräg gesetzte Synkope mit einer Lässigkeit und Selbstverständlichkeit ins Klanggeflecht gewoben, dass man nie befürchten muss, dieser Spaß und Spielfreude versprühende Vierer würde in der nächsten taktvertrackten Haarnadelkurve aus der Spur geschossen.”

Alles klar? We’ll hear!

Karten:
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Wanja Slavin Lotus Eaters

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Wanja Slavin: Altsaxophon
Rainer Böhm: Piano
Andreas Lang: Bass
Tobias Backhaus: Schlagzeug

Seinen Namen “Lotus Eaters” hat dieses junge Quartett aus der griechischen Mythologie entlehnt: Auf seinen Irrfahrten war Odysseus auch einmal bei den Lotophagen gelandet, die ihm und seinen Mannen gastfreundlich ein paar Lotusfrüchte anboten. Aber kaum hatten die Männer davon gegessen, hörten sie Sphärenklänge, waren von wunderlichen Wahrnehmungen umwoben und schwelgten in glückseligem Vergessen. Odysseus musste sie dieser glücklichen Insel mit Gewalt entreißen und anketten, damit sie ihm wieder aufs Schiff und in Richtung Heimat folgten.
Da liegt natürlich die Vermutung nahe, dass Wanja Slavin und seine Mannen uns, ihr Publikum, mit ihrer Musik auch in hypnotische Sphären und damit zu neuen Ufern entführen wollen.
Was sie spielen, geht vom Deep Jazz aus und führt die Tradition fort, die von John Coltrane und Bill Evans mit großer Leidenschaftlichkeit und Poesie begründet wurde. Und auch in ihren eigenen Kompositionen legen die Lotus Eaters eine Durchdringung der musikalischen Materie und eine Virtuosität an den Tag, die das Publikum in Staunen versetzt.
Ein Kritiker sagte, wenn Wanja Slavin und seine kongenialen Musiker die Zukunft des deutschen Jazz seien, müsse man sich keine Sorgen machen. Sie sind tatsächlich innerhalb kurzer Zeit zu den größten Hoffnungsträgern, zu den wichtigsten Stimmen unserer Jazzszene geworden. Was bisher von der im Jahr 2008 gegründeten Band an Aufnahmen im Umlauf ist, klingt auf jeden Fall so, als ob die zur “U 30”-Generation gehörenden Musiker eine große Zukunft vor sich haben.
Diese Zukunft hat schon begonnen: Dieses Jahr belegten sie den zweiten Platz bei dem jährlichen BMW Welt Jazz Award, bei dem sie in der letzten Runde gegen Nils Wogram antraten, der für uns ja kein Unbekannter ist.

Karten:
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John Abercrombie & Marc Copland

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

John Abercrombie: guitar
Marc Copland: piano

Das Konzert ist ausverkauft

“Speak to Me” haben Pianist Marc Copland und Gitarrist John Abercrombie ihre erste gemeinsame Duo-CD genannt – und das ist es, was hier passiert: ein Dialog zweier Vollblutmusiker, die sich nichts mehr beweisen müssen, ein Dialog zweier Harmonie-Instrumente und letztlich auch ein Dialog von Musik und Musikern. Es ist ein leises, ruhiges Reden, distinguiert und tiefsinnig, heiter und leicht. Marc Copland und John Abercrombie blenden alles Überflüssige aus und lassen sich im Fluss der Melodien und Akkorde treiben, wobei sie beide die Freiräume des anderen achten und sich gleichzeitig zunutze machen.
Schon vom Sound her ergeben die beiden eine verblüffende Symbiose. Im Spielen wie auch im Kompositorischen sind Copland und Abercrombie ganz offenbar Brüder im Geiste. Abercrombie zeigt, dass er eine besondere Gabe im Fortspinnen melodischer Fäden hat: Aus kleinen Motiven entstehen Gebilde von berückender Schönheit, die stets einen ganz eigenen Zauber entfalten, weil sie harmonisch und melodisch immer wieder unerwartete Wege gehen. Auf subtile Art lyrisch sind diese Stücke, sie haben höchst eingängige Momente und entziehen sich dann aber auch wieder der allzu leichten Memorierbarkeit: Kleine, flüchtige Klangskulpturen.
In Coplands eigenen Stücken gibt es ganz ähnliche Phänomene: Oft gibt es zupackende Begleitmotive und ein leicht fassbares Thema, das sich aber durch Coplands unorthodoxe Harmonik gleich wieder dem Eindruck des Griffig-Ohrwurmhaften entzieht. Und auch hier ergibt sich – gerade durch die Harmonien – ein Charakter von Flüchtigkeit und edler Momenthaftigkeit. Der wiederum verstärkt sich noch in Copland-Stücken wie Falling Again und Talking Blues: Gebilde, die eine ganz eigene Schönheit durch sanfte Verfremdung scheinbar vertrauter Motive erhalten.

Wunderbar organisch wirkt das musikalische Zusammentreffen dieser beiden Großmeister des zeitgenössischen Jazz. Fast ist es manchmal, als würden die Musiker sich behutsam ineinander spiegeln – so dass jeder immer wieder Züge des anderen übernimmt, aber die Silhouette doch immer klar erkennbar die jeweils eigene bleibt. Besonders spannend bei so profilierten Musikern und Jazzkomponisten wird es, wenn dann doch Standards im Repertoire auftauchen.

Künstler der Verwandlung und der Anverwandlung sind die beiden Musiker – und sie wirken hier in einer Weise zusammen, wie nur sie es können. Feine, ruhige Kommunikation mit enorm prägnanter Aussage – gewiss nicht nur für langjährige Bewunderer der beiden ein Jazz-Ereignis.

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Ramón Valle Trio

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Ramón Valle: piano
Omar Rodriguez Calvo: bass
Owen Hart jr.: drums

Ramón Valle ist mit Sicherheit einer der interessantesten Pianisten, die derzeit im Bereich Modern Jazz zu finden sind.

Was so manchen überrascht, ist, dass in Valles Spiel und in seinen Eigenkompositionen nur selten seine kubanische Wurzeln hervorblitzen.

Er selbst beschreibt seinen Ansatz als “nicht 100% kubanisch, sondern als 100% Ramón Valle” – und das bedeutet: mal temperamentvoller Wirbelwind, mal verspielt-melancholische Einlagen, dann wieder wunderschöne, mitreißende Melodien und eine unglaubliche Ausstrahlung, mit der er jedes Publikum im Sturm erobert.

Bereits mit sieben Jahren begann Ramón Valle Klavier zu spielen und machte sich mit Anfang 20 u. a. durch Festivalauftritte in der kubanischen und lateinamerikanischen Jazzszene schnell einen Namen.

Solopfade beschritt er schließlich 1993 mit seinem Debütalbum “Levitando”. Chucho Valdés, eine Ikone des modernen Jazz Cubano und Gründer von Irakere, pries Valle daraufhin als “das größte Talent unter unseren jungen Pianisten”.

Seit 1998 lebt Ramón Valle in Europa. Sein Auftritt beim North Sea Jazz im Jahr 2000 wurde als die große Entdeckung des Festivals gewertet, sein Spiel und seine Kompositionen überzeugten auf ganzer Linie. In den Jahren darauf folgten weitere Auftritte bei renommierten Festivals wie in Montreux, beim Festival de Jazz Plaza Habana oder in Leverkusen, als Solopianist oder mit Trio- bis Quintettbesetzung – einmal mit dem Trompeter Roy Hargrove als begeistertem Gastmusiker.

2003 erlebte Amsterdam die Uraufführung von Valles Auftragskomposition “Mixed-up Mokum” im Royal Concertgebouw – einem Stück für zehnköpfiges Ensemble (unter Leitung von Ramón Valle selbst), das stilistisch zwischen Jazz, improvisierter und klassischer Musik angesiedelt ist.

Auch weitere CDs hat der Pianist inzwischen in unterschiedlichen Besetzungen aufgenommen – sechs an der Zahl. “Playground” heißt sein neustes Werk, eingespielt in dem von ihm bevorzugten Trioformat mit Omar Rodriguez Calvo am Bass und Schlagzeuger Owen Hart jr.

Mit “Playground” verarbeitet der Musiker und frischgebackene Vater ganz neue Lebenserfahrungen und -verantwortungen, ebenso wie Rückblicke auf die eigene Kindheit und andere Erinnerungen. Mit nimmermüder Spielfreude erzählt er mit seinem Trio musikalische Geschichten ohne Worte. Jedes Stück, jede Geschichte entwickelt dabei eine ganz eigene Atmosphäre; lebendig, facettenreich und intensiv präsentiert sich dem Zuhörer auf “Playground” ein Klaviertrio der Extraklasse.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
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– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
(14 Cent/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)
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Monty Alexander

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Monty Alexander: piano, vocals
Hassan Shakur: bass
George Fludas: drums

Der Pianist Monty Alexander hat sich große Verdienste erworben als unermüdlicher Brückenbauer zwischen swingendem Jazz und der Musik seiner Heimat Jamaika. Zum einen ist ihm mit “New Calypso Bebop” die Kreation eines neuen, überaus attraktiven und mitreißenden Genres gelungen, zum anderen hat er sich intensiv mit den Reggae-Songs seines Landsmanns Bob Marley auseinandergesetzt. Kommt hinzu, dass der melodieverliebte Tastendribbler bei seinen Auftritten einen optimistischen Überschwang versprüht, der einen unweigerlich an Oscar Peterson denken last.

Doch noch ein bisschen Sommer! An seinen gemütlich durch die Jazzlande schnaufenden “Harlem-Kingston Express” (so der Titel seiner neuen CD) hat der Pianist und Melodica-Spieler Monty Alexander verschiedene Wagen angekoppelt: Im Salon mit den Ledersesseln servieren die Musiker köstliche Jazztrio-Häppchen (“Sweet Georgia Brown”). Ab und zu weht ein bisschen Cannabisgeruch zum Fenster herein: Weiter vorn fährt ein rostig klappernder Speisewagen, dessen Koch das Kofferradio offenkundig auf eine lokale Reggae-Station eingestellt hat. Wer sich “No Woman No Cry” in einer vorwärtsdrängenden Jazzfassung für Klavier, Bass und Schlagzeug nicht oder nur schwer vorstellen kann – letzter Wagen, bitte. So zuckelte Monty Alexander lächelnd durch den verregneten Sommer und ist jetzt in Braunschweig angekommen.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
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Braunschweigische Landessparkasse
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Christof Lauer Trio

Lindenhof “DaPaolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Christof Lauer: saxes
Michel Godard: tuba
Patrice Héral: drums

“Ich halte Christof inzwischen ganz unumwunden, ohne pathetisch zu sein, für den besten Saxophonisten, den wir in Europa haben. Ich bin jedes Mal total fasziniert, wenn ich ihm zuhöre. Er hat inzwischen eine Meisterschaft erreicht, die schon gespenstisch ist.”
(Volker Kriegel)

Nachdem Christof Lauer schon mehrfach in Formationen wie dem Albert Mangelsdorff / Wolfgang Dauner Quartett (1999) und Michel Godard & les Cousins Germains sowie mit der NDR Bigband in Braunschweig zu hören war, kommt das Aushängeschild des deutschen Jazz auf Einladung der Initiative Jazz Braunschweig dieses Mal mit einem Trio, zu dem neben Michel Godard auch Patrice Héral gehört, den wir letztes Jahr mit Dieter Ilg erlebt haben.
Christof Lauer ist in den letzten 30 Jahren mit großer Kontinuität auf allen Kontinenten der Erde und bei allen europäischen und internationalen Festivals von Montreux bis Istanbul und von Havanna bis Peking aufgetreten – sowohl mit eigenen Bands als auch als Sideman in den unterschiedlichsten Formationen. Die Vielfalt und kreative Energie von Lauers musikalischen Begegnungen und Projekten spiegelt immer wieder seine tiefste Überzeugung wider: „Jazz ist Kommunikation“.
Michel Godard mit seiner mehrstimmigen Spielweise gilt als einer der profiliertesten europäischen Tubisten. Der Perkussionist Patrice Héral hat zwischen den Pyrenäen und dem Nordkap mit den wichtigsten Protagonisten des zeitgenössischen Jazz gespielt und ist seit 2005 Mitglied des Orchestre National de Jazz.

Karten:
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Jean-Christophe Cholet – TIMES Creation 2010

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Geoffroy De Masure: trombone, compositions
Jean-Christophe Cholet: Piano, compositions
Linley Marthe: bass
Chander Sardjoe: drums

Der französische Jazzmusiker Jean-Christophe Cholet, der sich als Pianist, Komponist und Arrangeur und nicht zuletzt mit seinem französisch-schweizerischen Trio mit Heiri Känzig und Marcel Papaux einen Namen gemacht hat, kommt mit seinem neuen Projekt “Times” zu uns.
Dieses Quartett – neben Cholet bestehend aus dem Posaunisten Geoffroy de Masure, dem Bassisten Linley Marthe und dem Schlagzeuger Chander Sardjoe – verbindet in origineller Weise die unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen der vier Musiker: de Masure zeichnet sich durch sein warmherziges und komplexes Spiel aus, das auch in raffiniert-kultivierten Kompositionen seinen Ausdruck findet; Linley Marthe, der mauritianische E-Bassist, der von Zawinul als einer der besten Bassisten der Welt geschätzt wurde und Jazz und afrikanische Musik zu einer originellen Einheit führt, steuert seine Stimmhaftigkeit, tiefen Groove und Ungezwungenheit bei; Chander Sardjoe, Schlagzeuger indischer Herkunft, wird wegen seines einmaligen interaktiven und polyrhythmischen Spiels bewundert, und auch für seine intuitive Improvisationkunst, mit der er afroamerikanische und südindische Musiktraditionen zu verbinden sucht.
In diesem komplexen Gewebe spielt Jean-Christophe Cholet die übliche Rolle des Koloristen, der diese verschiedenen musikalischen Temperamente und labyrinthartigen Angebote miteinander vereinbart, indem er durch kontrollierte und originelle Punktuierung die notwendigen Akzente setzt.

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Bruno Böhmer Camacho Trio

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Bruno Böhmer Camacho: Piano
Juan Camilo Villa: Bass
Rodrigo Villalòn: Schlagzeug

Latin Jazz aus Deutschland – das ist das Schlagwort, das diese drei jungen Jazzmusiker aus der uns durch García Marquez vertraut gewordenen kolumbianischen Stadt Barranquilla wohl am besten kennzeichnet. Mit gerade 17 Jahren kamen sie mit ihrem damaligen Quintett aus Schulzeiten zum Studium nach Deutschland. Inzwischen haben sie viele Konzerte gegeben, mehrere Preise gewonnen und zählen zu den aufstrebenden Talenten der deutschen Jazzszene.

Bruno Böhmer Camacho wurde die Musik in die deutsch-kolumbianische Wiege gelegt: Er ist der Sohn einer bekannten Konzertpianistin und Enkel eines berühmten Komponisten, und so begann er schon im Kindesalter, Musik zu machen, und war erst neun, als er eine eigene Jazzgruppe gründete, die schon bald zu verschiedenen Festivals in Südamerika eingeladen wurde. Die ganze Jazzgruppe kam 2002 mit Bruno Böhmer in die Heimat seines Vaters und gewann bei dem Wettbewerb “Jugend jazzt” auf Anhieb einen Preis für die beste Jazzgruppe. Viele andere Preise folgten wie z.B. der begehrte Folkwang-Preis (2006).

Mit Juan Camilo Villa, der der Gruppe 2008 einen weiteren Folkwang-Preis bescherte, und Rodrigo Villalón hat er ebenbürtige Partner. Die Musik dieser drei jungen Leute gilt als melodisch, fantasiereich, äußerst feinfühlig, kraftvoll, virtuos und temporeich – eine spannende, ausgeprägt eigenständige Art des modernen Jazz. Man spürt ihre lateinamerikanischen Wurzeln und Böhmers interkontinentales Erbe: Temperament und lateinamerikanische Lebensfreude gepaart mit Rationalität und Ernsthaftigkeit.

Auch hier können wir uns wieder auf einen großartigen Jazzabend freuen.

Karten:
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Anne Hartkamp Quintett

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Anne Hartkamp: Gesang
Frank Delle: Saxophon
Thomas Rückert: Piano
André Nendza: Bass
Oliver Rehmann: Schlagzeug

Anne Hartkamp studierte klassischen Gesang in Wien und Jazzgesang bei u.a. Deborah Brown an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten, ist als Sängerin, Texterin und Komponistin viel gefragt und sowohl als Sidewoman wie auch als Bandleaderin aktiv.

Anne Hartkamp, deren Markenzeichen neben intensiven Songinterpretationen vor allem auch der instrumentale und improvisatorische Umgang mit der Stimme ist, kann auf zahlreiche Festivalauftritte, Konzerte, TV-und Rundfunkproduktionen und
Aufnahmen mit Jazzmusikern wie Gunter Hampel, WDR Bigband, Thomas Heberer, Lajos Dudas, Axel Dörner, Michael Wollny, Marion Brown, Nils Wogram, Angelika Niescier, Perry Robinson u.v.a. verweisen.

Zur Zeit konzertiert sie vor allem im Duo “Magnolia & van Endert” mit dem Gitarristen Philipp van Endert (aktuelle CD: “Humpty’s Amazing Boogie Pencil”) und in ihrem Jazzquintett (mit Frank Delle, Thomas Rückert, André Nendza und Oliver Rehmann), dessen Debut-CD „momentum“ 2010 von der Presse begeistert aufgenommen wurde und das vor allem Kompositionen der Bandleaderin in den Mittelpunkt stellt. Darüberhinaus lehrt sie Jazzgesang an der
Hochschule Osnabrück.

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Chico Freeman & Fritz Pauer Trio

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Chico Freeman: Saxofon
Fritz Pauer: Piano
Johannes Strasser: Bass
Joris Dudli: Schlagzeug

Chico Freeman wurde in Chicago in eine Musikerfamilie hinein geboren; sein Vater war ein Altmeister der Chicagoer Jazzszene. Er begann ein Mathematikstudium, merkte aber schnell, dass sein Herz weniger für die Mathematik als für die Musik und das Saxofon schlug. Er wechselte in der Uni-Band zu den Saxofonisten und gab die Mathematik für das Hauptstudienfach Musik auf, das er dann mit dem Diplom abschloss.

Chico Freeman möchte nicht als Jazzmusiker “per se” eingestuft werden. Er beschreibt seinen musikalischen Ansatz so: “Mein Ziel ist es, neue Welten zu erforschen, und ich will nicht durch Kategorien dabei eingeschränkt werden. Ich will nicht, dass man mir sagt, dass ich nicht in andere Kategorien wechseln kann. Die einzigen Beschränkungen, die ich akzeptiere, sind die, die ich meiner eigenen Vorstellungskraft auferlege. Und da gibt es keine.” Er hat sich selbst dabei als Raumschiffpiloten gesehen, der durch das All navigiert und aus dem Vorhandenen neue Klänge erschafft. So wurde er nicht zu Unrecht auch als “Alchemist” bezeichnet, der die ihm zur Verfügung stehenden Elemente so verändert und vermischt, dass sich unendliche musikalische Möglichkeiten eröffnen. Und die nutzt er auch, um stets neue Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln, die aber immer das musikalische Erbe bewahren.
So war Chico Freeman denn auch an dem Projekt einer Vielkanal-Klanginstallation in der New Yorker Galerie Engine 27 beteiligt. Das Ziel war eine 16-Kanal-Komposition mit verräumlichter Musik, die von Lautsprecher zu Lautsprecher durch den riesengroßen Raum flutete.

Während er zunächst in eigenen Gruppen den Avantgarde-Jazz weiter auslotete, wendete er sich Anfang der 80er Jahre der Tradition zu. U.a. gründete er die Formation The Leaders, der u.a. auch Arthur Blythe angehörte, und hatte mit Brainstorm seit 1989 auch eine Electric Band. Er spielte mit den innovativsten Musikern der Welt zusammen wie z.B. Elvin Jones, Jack DeJohnette, Sam Rivers, McCoy Tyner, Sun Ra, Lester Bowie und Wynton Marsalis, aber auch mit vielen lateinamerikanischen Größen wie Tito Puente.

Heute gilt Chico Freeman als einer der technisch brillantesten Saxofonisten der Gegenwart, wobei sein Sound von einer atemberaubenden Überblastechnik geprägt ist, die das ihm zur Verfügung stehende Tonspektrum ja noch erweitert. Nicht nur ist ihm eine sinnvolle und originelle Symbiose der Stilelemente anderer großer Jazzmusiker gelungen, sondern er hat neue Horizonte nicht nur für seine eigene Musik eröffnet.

Auch Fritz Pauer kam schon im Elternhaus mit dem Jazz in Berührung. In künstlerischer wie auch in menschlicher Hinsicht nennt er die Begegnung mit Hans Koller als entscheidendes Moment seiner Entwicklung: ohne ihn wäre er kaum Jazzmusiker geworden, äußerte er einmal. So wurde er es: Als Pianist, Komponist und Arrangeur wirkte er in seiner Heimatstadt Wien und in Berlin, und er war lange Jahre als Lehrkraft an den Musikhochschulen in Wien und Graz tätig. Fritz Pauer wirkte bei unzähligen Konzerten als Solopianist mit, war aber auch Konzertpartner von internationalen Jazzgrößen wie Bob Brookmeyer, Art Farmer, Dexter Gordon, Dave Liebman und Charlie Mariano. Eher bescheiden und bodenständig, ist Fritz Pauer nicht aus der mitteleuropäischen Jazzszene wegzudenken.

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Chico Freeman
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig
Radio Okerwelle

Colina / Miralta / Sambeat Trio

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Javier Colina: Kontrabaß
Marc Miralta: Schlagzeug
Perico Sambeat: Saxophon

Als das spanische Trio Colina-Miralta-Sambeat 2007 sein Debüt-Album “Karonte” herausbrachte, erschien ein neuer Stern am europäischen Jazzhimmel, der mit der zweiten CD-Veröffentlichung “Andando” in diesem Jahr immer heller erstrahlt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Jazz, den sie spielen, nicht sich selbst genügt, sondern vom Flamenco und von lateinamerikanischer Musik und Rhythmik inspiriert ist. Von den Medien begeistert aufgenommen haben die beiden CD’s für das Trio in den beiden Amerikas, Europa und Afrika einen wahren Auftrittsreigen von Paris über London nach Buenos Aires eingeläutet.

Javier Colina wird nicht nur als der spanische Meister auf dem Kontrabass, sondern auch als einer der besten Kontrabassisten der europäischen Gegenwart gehandelt, während Perico Sambeat der bedeutendste spanische Saxofonist sein dürfte. Der Schlagzeuger Marc Miralta mit seiner internationalen Erfahrung ist der Dritte im Bunde und führt das Trio zu einer Einheit, wie sie im europäischen Raum eher selten zu hören ist. So ist es kein Wunder, dass sich die Liste der Musiker, mit denen sie zusammen arbeiten, wie ein Who’s Who des modernen Jazz ausnimmt: Gerardo Nuñez, Company Segundo, Enrique Morente, Chano Dominguez – ganz abgesehen von den Großen des Jazz, auf die sie in den USA getroffen sind.

Auch die musikalische Historie dieser drei Musiker ist beeindruckend und spricht für sich:

Javier Colina machte erstmalig in den 90er Jahren von sich reden, als er zusammen mit Chano Domínguez und Guillermo McGuill das bekannteste Jazz-Trio Spaniens bildete, das vor allem Jazz-Flamenco spielte. Aber gleichzeitig trat er mit anderen Jazzgrößen auf und ließ sich von der Musik Malis inspirieren. Er begleitete den Kora-Meister Toumani Diabaté und spielte mit ihm die CD “Djelika” ein. Mit Stolz erfüllt ihn auch seine Arbeit mit der Fort Apache Band, mit der er alle Möglichkeiten der Fusion von Jazz und Latin ausloten konnte und wo er mit dem Trompeter Jerry González einen kongenialen Partner fand.

Perico Sambeat dürfte der auf der internationalen Bühne wohl am besten bekannte spanische Jazz-Saxofonist sein. Als Kind lernte er Klavier, studierte klassische Flöte und besuchte danach die berühmte Jazz-Schule Taller de Música in Barcelona. Das Saxofon-Spiel brachte er sich ab 1980 selbst bei. 1991 ging er nach New York, wo er auf Lee Konitz, Joe Chambers und Jimmy Cobb traf. Und auch auf Marc Miralta.

Marc Miralta begann bereits im Alter von 7 Jahren Schlagzeug zu spielen und nahm mit 11 Jahren die ersten Unterrichtsstunden im Fach Drums/ Percussion. 1990 begann er sein Studium am Berklee College of Music in Boston, das er 1993 beendete. Seitdem ist er selbst Lehrer an der Taller de Música in Barcelona.

Wir können uns also wieder einmal auf ein Konzert freuen, das uns Facetten des modernen Jazz bietet, die wir in Braunschweig in dieser Art noch nicht gehört haben.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
(14 Cent/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)
– Online über eventim
– Abendkasse
– und weitere …

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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweiger Flammenfilter GmbH, PROTEGO
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

SNOW OWL TRIO – THE ART OF CONTRABASS GUITAR

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Juan »Snow Owl« Gárcia-Herreros, Kontrabassgitarre
Hector Martignon, Piano
Valentin Schuster, Schlagzeug

Es gibt nicht allzu viele E-Bassisten, die allein durch den besonderen, eigenen Klang im Gedächtnis haften bleiben. Eberhard Weber, Steve Swallow und natürlich Jaco Pastorius zählen dazu. Nun gesellt sich ein weiterer Bassist in diese kleine, aber illustre Runde – auch er nicht nur durch seine virtuose Fingerfertigkeit, sondern eben durch seinen Sound: Juan »Snow Owl« Gárcia-Herreros.

Geboren in Bogota, Kolumbien, wo ihm die Indianer der Anden den Namen »Snow Owl« gaben, doch aufgewachsen im »melting pot« New York, wo er begann, Bass zu spielen und all die verschiedenen Musikrichtungen zu mischen, die er dort hörte: Blues, Funk, Jazz, Heavy Metal, Salsa, Rock …Im Alter von 18 Jahren erlangte er ein Stipendium für das weltbekannte Berklee College Of Music in Boston. Dort entschied sich „The Snow Owl“ auch endgültig für sein Instrument: nicht Kontrabass oder regulärer E-Bass, sondern eine „six string electric contrabass guitar“, ein sechssaitiger, speziell gestimmter E-Bass, der in der Lage ist, die Töne aller Bassinstrumente eines Orchesters zu spielen – vom tiefsten Ton des Klaviers bis zum höchsten Ton des Cellos. Der Bass von Juan »Snow Owl« Gárcia-Herreros kann klingen wie eine Flamenco-Gitarre oder wie ein Donnergrollen. In seinen Kompositionen erscheinen wunderschöne Melodien und faszinierende Stimmungen, die Geschichten erzählen.

Dabei wird er in seinem SNOW OWL TRIO von großartigen Musikern unterstützt: der Pianist Hector Martignon, ebenfalls Kolumbianer, ist eine lateinamerikanische Pianolegende. Er spielte in den Bands von Ray Barretto und Richard Bona und wurde mit seiner eigenen Band 2008 für den Grammy in der Kategorie »Best Latin Jazz Album« nominiert. Schlagzeuger Valentin Schuster ist gefragter Sideman der jungen, österreichischen NuJazz-Szene.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
(14 Cent/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)
– Online über eventim
– Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Karin Hammar Quartet

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Karin Hammar: Posaune
Anders Kjellberg: Schlagzeug
Adam Forkelid: Klavier
Tony Overwater: Bass

Jazz aus Schweden ist längst kein Geheimtipp mehr. Man denkt sofort an großartige Trios (z.B. E.S.T.; Bobo Stenson, Tigvall), an Vokalistinnen (etwa R. Gustafsson, V. Tolstoy), an den umtriebigen Mann mit der roten Posaune: Nils Landgren. Es gibt aber noch eine zweite Posaune, die von sich reden macht: die von Karin Hammar.
Sie selbst bezeichnet sich als „freelancer“ in den Gefilden des Jazz, Salsa, Pop, Bossa Nova und verwandten Stilrichtungen. Was sie in die Spitze der europäischen Posaunenspieler aufsteigen ließ, ist der feine, intonationssichere, mal saubere, mal „dreckige“ Ton, den sie je nach Situation zu spielen vermag. Ihre Kompositionen sind geschmeidig, präsentieren akustischen Jazz mit groovigen und lyrischen Seiten.
Ihr Auftritt bei der JazzBaltica 2009 ließ den NDR urteilen: „Anspruchsvoller, virtuoser Jazz mit zum Teil hypnotischen Beats und Basslinien (…) Hammar selbst überzeugt durch einen vollen lyrischen Ton.“
Unterstützt wird sie dabei durch die gut eingespielte Rhythmusgruppe, die mehr als solide begleitet und selbst für solistische Höhepunkte sorgt.

Letzte Veröffentlichung: Everyday Magic. 2009. Skip Records/Soulfood. SKP 9091-2

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
(14 Cent/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Yuri Honing “Wired Paradise” – White Tiger Tour 2010

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Yuri Honing: Saxofone
Mark Haanstra: E-Bass
Joost Lijbaart: Schlagzeug
Frank Möbus: E-Gitarre
Stef van Es: E-Gitarre

Yuri Honing zählt zu den bedeutendsten Saxofonisten der Niederlande. Grund dafür ist zweifellos die umfassende Tour-Erfahrung, die ihn durch mehr als 50 Länder führte; freilich auch die umfangreiche Diskographie mit mehr als 30 Titeln; natürlich auch die Zusammenarbeit mit den Größten des modernen Jazz. Dafür sprechen selbstverständlich auch die zahlreichen internationalen Ehrungen. Was ihn seit einigen Jahren aber so angesagt sein lässt, das ist seine Arbeit mit der Elektrik-Band „Wired Paradise“, die einen spektakulären Mix aus Elektronica, Rock, Pop und Jazz kreiert.

Es geht Honing nicht um eine popularisierende Fusionmusik. Vielmehr will er zeigen, dass Jazz eine eigene musikalische Sprache spricht: unverwechselbar und permanent im Wandel begriffen. Das macht er z.B. dadurch klar, dass er die Akkordstrukturen der adaptierten populären Musik nicht verändert, sondern allein durch die Melodie-Ausdeutung und die Phrasierung zu völlig neuen Klangergebnissen kommt.

Honing benutzt seine Saxofone oft elektronisch verfremdet als eine Art Stimme. Seine beiden Gitarristen repräsentieren in der Band zwei ganz gegensätzliche musikalische Stilrichtungen. Der bekannte deutsche Gitarrist Frank Möbus ( „Roter Bereich“) vertritt den eher kühlen Avantgarde-Jazz, während Stef van Es die rockmusikalischen Anteile einbringt. Bassist Mark Haanstra und Schlagzeuger Joost Lijbaart liefern eindrucksvoll die Grundlagen für den Groove der Stücke, wobei der eher 4/4-orientiert als swingend-ternär ist.

Honings Spiel wird durch seinen weiten musikalischen Hintergrund vertieft. So verschiedene Einflüsse wie die arabische Musik (The Orient Express“, 2001), aber auch die der Klassik (Franz Schuberts „Winterreise“ 2007 mit Nora Mulder am Piano) gehören zu seinen Arbeitsfeldern.
Es erwartet uns folglich nicht Smooth-Jazz, sondern Risiko und Abenteuer.

Letzte Veröffentlichungen: White Tiger-Live (2009: SunnyMoon); Meet your demons (2008: SunnyMoon).

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
(14 Cent/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)
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– Abendkasse
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

Claudio Puntin Oktett „Sepiasonic“

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Claudio Puntin: Klarinetten, Zischboard, Toys
Insa Rudolph: Gesang, Toys
Kim Efert: Gitarre, Toys
Jörg Brinkmann: Cello
Samuel Rohrer: Schlagzeug, Zischboard, Toys
Daniel Manrique-Smith: Altflöte, Flöte
Daniel Agi: Alt-, Bass-, Kontrabassflöte
Liz Hurst: Kontrabassflöte

Zum Abschluss vor der Sommerpause präsentiert Ihnen die Initiave Jazz-Braunschweig den international renommierten und vielseitigen Klarinettisten und Komponisten Claudio Puntin mit dem Oktett „Sepiasonic“, das er mit der Sängerin Insa Rudolph 2006 gründete.
Absicht der beiden war, Songs in außergewöhnliche, akustisch erzeugte Klänge zu betten. Ein wichtiger Bestandteil der Soundästhetik der Band ist der dreistimmige Flötensatz, der den Kompositionen einen samtenen harmonischen Hintergrund liefert. Hinzu kommen – neben die für jazznahe Bands nicht ungewöhnlichen Instrumente Schlagzeug, Gitarre, Klarinette und Cello – auch eine Vielzahl so genannter Toys: Megaphone, Taschenharfe, Spielzeugpiano und das Zischboard. Das ist ein von Puntin für diese Band erfundenes Instrument, das mithilfe unterschiedlich klingender Luftdüsen funktioniert.
So ausgestattet kann die organisch verwobene Klangtextur, mit der die lyrischen Melodielinien unterfüttert werden, ein in vielen Schattierungen schimmerndes, kammermusikalisches Farbspektrum entfalten, das seine Jazzherkunft gleichwohl nicht leugnet. Heraus kommt eine Musik, in der klassische Kompositionstechniken, Improvisation und komplex groovende Polyrhythmik in einer spannenden Dramaturgie zusammengeführt werden.

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
(14 Cent/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 42 Cent/Min.)
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Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
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Angelika Niescier Sublime III

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Angelika Niescier: Saxophon
Christoph Hillmann: Schlagzeug
Sebastian Räther: Bass
Florian Weber: Piano
Special guest: Raed Khoshaba: Oud

Sie kennen doch das Bergmannslied, diese Anfangszeilen „Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt. Und er hat sein helles Licht angezündt’…“? Können Sie sich das als Modern-Jazz-Bearbeitung vorstellen? Doch, das geht. Keine Frage für die Saxophonistin Angelika Niescier. Wie seinerzeit Albert Mangelsdorff mit einer Feuerwehrblaskapelle zusammenarbeitete, so studierte Niescier im Rahmen der Local-Heroes-Woche in Dinslaken „Glückauf-Jazz“ mit dem MGV Concordia ein. Andererseits wählten Musikkritiker im Jahresrückblick 2009 Angelika Niescier zweimal zum „Wild Thing“, einmal zum „ Besten Liveact 2009“!

Geht das alles zusammen? Die junge Saxophonistin vereint diese Gegensätze offenbar mühelos, wie sie auch sonst eine große Vielseitigkeit als Instrumentalistin und Komponistin zeigt. So arbeitet sie mit Schriftstellern, Tänzern, Dramaturgen und bildenden Künstlern zusammen, komponiert Chor- und Orchesterwerke, auch Filmmusiken, tourt im Auftrag des Goethe-Instituts durch die halbe Welt und erhält 2009 mit ihrer Band sublimeIII den Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Und das sind nur einige Daten aus dem Leben der umtriebigen Musikerin.

Sie selbst nennt John Coltrane als den prägenden Einfluss in Bezug auf ihr Saxophonspiel, dessen stupende Technik, musikalischen Ideenfluss und Spiritualität. Und so ist ihr Saxophonspiel ungemein ausdrucksstark und variantenreich, in Klang und Dynamik subtil, virtuos zupackend und entspannt lyrisch. Sie schafft für sich und ihre Band einen musikalischen Vorstellungsraum, der die Mitspieler nicht zu bloßen Begleitern macht, sondern diese ihrerseits zur kreativen Ausgestaltung des musikalischen Materials inspiriert. Das Klangspektrum wird erweitert durch den irakischen Oud-Spieler Raed Khoshaba.

Letzte Veröffentlichung: Angelika Niescier sublime III 2009 (enja)

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
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Makiko Hirabayashi Trio

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Makiko Hirabayashi: Piano
Klavs Hovman: Kontrabass
Marilyn Mazur: Schlagzeug, Perkussion

Auf den ersten Blick verblüfft es schon, dass eine Japanerin Dänemark zu ihrem Hauptwohnsitz gemacht hat, auf den zweiten allerdings weniger. Es haben schon viele hervorragende Jazzmusiker vor ihr Dänemark zu ihrer Wahlheimat erkoren, man denke nur an Stan Getz, an Dexter Gordon oder in jüngerer Zeit Horace Parlan oder Bob Rockwell.
Damals wie heute bietet dieses Land eben alles Wesentliche für international renommierte Jazzmusiker, wie es Makiko Hirabayashi auch ist: eine lebendige dänische Jazz-Szene mit sehr guten MusikerInnen und internationalen Festivals nicht nur in Kopenhagen..

Sie lernte früh das Geigen- und Klavierspiel, vertiefte letzteres in Boston, USA und dann in Kopenhagen, am einzigen „Konservatorium für Rhythmische Musik“ in Nordeuropa. Ihre Einflüsse beschreibt sie als vielfältig: Klassik, Modern Jazz, fernöstliche Sounds und nordische Folkmusik. Sie greift diese Anregungen auf spezifische Weise auf. Es ist ein Changieren zwischen den Genres, das ihr Spiel und ihre Kompositionen auszeichnet.
Es handelt sich um eine oftmals nahezu intime Musik, die ihre Weite und Klarheit durch Hirabayashis filigranes, aber auch kraftvolles und weiträumiges Klavierspiel erhält, so Raum schaffend für die Individualität ihrer beiden Mitspieler. Klavs Hovmans Bassspiel umfängt die Melodien je nach Bedarf mal impressionistisch, mal kammermusikalisch oder kräftig groovend, während die weltweit bekannte Perkussionistin Marilyn Mazur (Richtig; die da mit Miles Davis, Wayne Shorter, Jan Garbarek und vielen anderen Großen des Jazz zusammenspielte) mit ihren Sounds und Rythm Patterns die Musik von vielen Seiten her zu öffnen versteht.

So entsteht eine Musik voller poetischer Stimmungen, überraschender und beeindruckender Lyrizismen, neuer Tonalitäten und einer ganz eigenen Konstellation von Reflexion und kräftigem Zugriff, von Struktur und Auflösung, von Intensität und Weite.

Letzte Veröffentlichung: Hide and Seek. (2009. Enja 9192)

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Dieter Ilg – Otello – Trio

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Dieter Ilg: Bass
Rainer Böhm: Piano
Patrice Héral: Schlagzeug, Perkussion

Man tut sicherlich keinem der gegenwärtigen deutschen Jazz-Bassisten Unrecht, wenn man sagt, dass es zwei international herausragende Spieler dieses Instruments hierzulande gibt: Eberhard Weber und Dieter Ilg.
Erster wurde für seine musikalischen Verdienste, am Ende seiner Laufbahn befindlich, 2009 angemessen gewürdigt. Was Dieter Ilg betrifft, so hat er mit seinen 49 Jahren viel erreicht und es ist sicherlich auch noch viel von ihm zu erwarten.
Was an ihm beeindruckt, ist einerseits natürlich die virtuose Technik und eine Spielweise, die oft erzählend-bildreich genannt wird. Das entscheidende Surplus ist aber etwas anderes. Ilg hat lange darüber nachgedacht, seine musikalischen Prägungen in in die Spielweise des Modern Jazz zu übertragen, wobei es dabei nicht nur um seine ganz persönliche musikalische Sozialisation geht, sondern offenbar um ganze musikhistorische Traditionen. Das also, was in Braunschweig Maria Joao, Rudresh Mahanthappa oder Miguel Zénon auf je eigene Weise demonstrierten, nämlich musikkulturelle Kontexte unterschiedlicher Art zusammen zu führen.
Das führte Ilg zur jazzmusikalischen Volksliedadaption (CDs „Folk Songs“ und „Fieldwork“), und zwar auf absolut überzeugende Weise, wie er schon in Braunschweig zeigen konnte.
Dass er daneben aber auch die Arbeit als „Groover“ nicht gering schätzt und auch ein einfühlsamer Gestalter ist, zeigt seine Arbeit mit Till Brönner, Dieter Quasthoff, Nguyên Lê und nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Charlie Mariano. Auch ein Solo-Projekt hat er unlängst vorgestellt; seine Lieblingsformation scheint aber das Trio zu sein.
Das zeigt nun sein neuestes Projekt, die jazzmusikalische Annäherung an die Opernwelt, genauer: an Verdis „Othello“. Es wäre interessant zu wissen, ob und inwieweit Ilg dabei die Arbeit des Paul Motian Trios „Tethered Moon“, die die Einspielung „Experiencing Tosca“, also eine Puccini-Anverwandlung vornahmen, bekannt war. Auf jeden Fall gelingt Ilg hier mit seinen Mitspielern Rainer Böhm am Piano und Patrice Héral am Schlagwerk ein überraschender Coup. Böhm zeigt sich als einfühlsamer Tastenvirtuose, der allerdings in der Fachpresse noch recht wenig beachtet scheint, während Patrice Héral nicht nur als Schlagzeuger überzeugt, sondern über ein umfangreiches Können verfügt, auch elektronische Samples in die Musik einzubauen.
Zu erwarten ist auf jeden Fall ein Trio mit hohem künstlerischen Anspruch, Spielfreude und mitreißender Intensität.

Jüngste Veröffentlichung: Dieter Ilg „Otello“ (fullfat 09/Edelkultur). VÖ: 2/2010

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
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Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
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Wolfgang Haffner Trio

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Wolfgang Haffner (Schlagzeug)
Lars Danielsson (Bass)
Hubert Nuss (Piano)

Wolfgang Haffner ist einer der bedeutendsten Schlagzeuger Deutschlands. Mehr als 400 Aufnahmen umfasst allein seine Discographie als Sideman über alle Genregrenzen hinweg. Was ihn so gefragt sein lässt, ist seine Betonung des Grooves, der präzise, swingend, voller Drive und ungemein virtuos gespielt wird. Effekthascherei ist nicht sein Ding.

Aber auch als Komponist und Bandleader macht Haffner schon seit geraumer Zeit von sich reden. Seine Arbeit im Trio mit den Pianisten Hubert Nuss und dem schwedischen Bassisten Lars Danielsson erweist sich als immer beeindruckender. Die Elemente Groove, Harmonie und Melodie stehen dabei im Mittelpunkt und lassen so akustischen Trio-Jazz entstehen, der über seine Anklänge an die aktuelle Nu-Jazz-Szene und seine Verweise auf den klassischen Jazz die wundersame Einordnung des Trios unter die Rubrik „Old-Nu-Jazz“ bewirken.

Mit „Round Silence“ will das Wolfgang Haffner Trio das Thema „Stille“ ausloten, eine Fortsetzung und Vertiefung der Arbeit von „Acoustic Shapes“ 2008. Die Band erzeugt vielfarbene, nahezu impressionistische Klanggewebe. Titel wie „Nightsong“, „The space in between“, „Wordless“, „The Flow“ deuten an, wohin die Reise geht: eher ruhige, lyrische Kompositionen von großer Tiefe sind bestimmend.

Der Schlagzeuger Haffner verschwindet dabei keineswegs. „Der Schlagzeuger hat einen extrem wichtigen Part. Er steuert die Musik grundlegend. Das ganze Rhythmusfundament und die Dynamik der Band habe ich zu verantworten!“ So der Drummer.

Das alles funktionierte aber nicht ohne seine beiden exzellenten Mitspieler. Zum Einen ist das Hubert Nuss, der Pianist, von dem sein musikalischer Ziehvater John Taylor sagt, dass er über eine reiche harmonische Sprache verfüge, die die Komplexität und Intensität post-romantischer klassischer Musik mit einer stupenden melodischen und rhythmischen Einfachheit vereinige und so einen neuen Sound in der Jazzmusik schaffe.

Und dann ist da noch der herausragende schwedische Bassist Lars Danielsson, dessen bemerkenswerte Musikalität u.a. dadurch gewürdigt wurde, dass er als Artist in Residence auf dem JazzBaltica Festival 2004 das Jazz Baltica Ensemble leiten konnte.
Es erwartet die Besucher ein Konzert mit pulsierendem Schlagzeug, schönen Basslinien und eingängigen Melodien.

Jüngste Veröffentlichung: Round silence. ACT 9605-2 LC 07644

Karten:
– Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
– Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
– Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
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Pablo Held Trio feat. Sebastian Gille

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Pablo Held (Piano)
Jonas Burgwinkel (Schlagzeug)
Robert Landfermann (Bass)
Sebastian Gille (Saxophon)

Pablo Held, Jahrgang 1987, gilt als Senkrechtstarter unter den jungen Jazzpianisten, bereits mit 12 Jahren gewann er den NRW-Wettbewerb „Jugend jazzt“. Mittlerweile spielt er auf allen großen europäischen Jazzfestivals und gewann 2009 mit seinem Trio den Westfalen-Jazzpreis.

Helds Pianostil gilt als eigenständig, klar und unangestrengt, fern aller gängigen Floskeln des Genres. Sein Spiel im Trio gilt als introspektiv, aber nicht hermetisch – voll zurückgehaltener Energie und großer Tiefe. Impressionistisch, aber durchaus auch kantig entwickelt er seine Melodiebögen und Akkorde. Die Kritik spricht von einer Idealkombination von Improvisationsphantasie und musikalischer Ökonomie. Dabei gelinge es ihm, das Dynamik- und Emotionsspektrum von zartester Klanglyrik bis hin zum ausdruckskräftigen Triodonner auszuschöpfen.

Unterstützt wird Held dabei von einer der profiliertesten Rhythmus-Sektionen Deutschlands, dem Bassisten Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel am Schlagzeug, beide WDR-Jazzpreis-Gewinner 2009. Sie verstehen es, sowohl subtil als auch dynamisch-energisch das Heldsche Klavierspiel zu begleiten.
Das Trio featured den Hamburger Saxophonisten Sebastian Gille, ebenfalls mehrfacher Jazzpreisträger.

Jüngste Veröffentlichung: „Forest of Oblivion“ (Pirouet/Heinzelmann)

Karten:
– Ticket-Hotline der Konzertkasse: 01805-331111
– Online über eventim
– Abendkasse

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Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz

Dick de Graaf Special Project

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Dick de Graaf (Tenor- und Sopransaxophon)
Andrea Pozza (Piano)
Jos Machtel (Bass)
Pascal Vermeer (Schlagzeug)
Fay Claassen (Gesang)
Adrian Mears (Posaune)

Seit mehr als zwei Jahrzehnten tritt Dick de Graaf auf nationalen und internationalen Konzertbühnen auf. Dabei überzeugt er als Bandleader, Sideman, Solo-Spieler, Komponist und Arrangeur, wie die vielfältigen Publikums- und Medienreaktionen zeigen. Verblüffend ist dabei die Spannbreite seines musikalischen Ansatzes, sowohl was die jazzmusikalischen Formen und Inhalte, aber auch deren Formationen betrifft.

De Graaf kennt kein musikalisches Schubladendenken. Gleichermaßen sicher und beseelt spielt er mit New Orleans Musikern, mit Griot-Musikern aus Mali. Er überzeugt mit Straight- Ahead-Jazz amerikanischer Herkunft, Tango- oder auch Hendrix-Bearbeitungen. Ein Kompositionsauftrag für das Franz-Schubert-Festival in Basel ließ die „Schubert Impressions for Jazz Quintet“ entstehen, aufgeführt beim North Sea Jazz Festival in Den Haag 2002. Seine jüngste CD-Einspielung „Moving Target“ wiederum greift Choral- und Pianomusik-Motive Belá Bartóks auf, spielt aber auch auf jüngere Rock-Pop-Stücke an.
Um diesen breiten musikalischen Ansatz realisieren zu können, wählt de Graaf unterschiedliche Formationen: Bigband, Quartett, Quintett, Septett, aber auch die Arbeit mit ungewöhnlich besetzten Trios und Holzblasensembles.
Das führte ihn zwangsläufig im Laufe der Jahre mit ganz unterschiedlichen Musikern zusammen, etwa Chet Baker, die niederländischen Jazzstars Han Bennink, Misha Mengelberg, Jasper van’t Hof, dem Saxophonisten-Kollegen Tony Lakatos usf.
Das alles ist nicht Zeichen von Willkür und programmatischer Beliebigkeit, sondern zeugt vielmehr vom breiten musikalischen Horizont Dick de Graafs, den er jazzmusikalisch zu nutzen versteht.

„Dick de Graaf ist ein großartiger Saxophonspieler, der Beweis ist, falls man noch Beweise braucht, dass Europa die Heimat großer Jazzmusiker ist, dass die USA nicht das einzige Land sind, wo man diese finden kann. Es ist eine Schande, dass Musiker wie Dick de Graaf nicht besser bekannt sind.“ (musicweb-international 2008).

Die ZuhörerInnen erwartet auf jeden Fall ein Jazzabend mit melodiös ausgereiftem Klang, uneingeschränkter Spielfreude und hoher Improvisationskunst.

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Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Miguel Zenón Quintet

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Miguel Zenón (Altsaxophon)
Luis Perdomo (Piano)
Hans Glawischnig (Bass)
Henry Cole (Schlagzeug)
Tito Matos (vocal, perc.)

Miguel Zenón ist nicht einfach nur ein « junger talentierter Wilder » des Jazz, 33 Jahre alt, in Puerto Rico geboren und aufgewachsen, in New York lebend. Er zeigt nicht einfach nur ein sehr klares, flüssiges Altsax-Spiel, seine Band ist nicht nur sehr gut auf hohem Level eingespielt – all das wäre nicht außergewöhnlich, sondern Voraussetzung für eine Europa-Tournee.
Wesentlicher, um seine gegenwärtige Bedeutung im Jazz zu verstehen, ist sicherlich, dass er viermal den Downbeat Critic’s Poll der Nachwuchsstars in der Kategorie Altsaxophon erhielt, 2006 zum besten Nachwuchskünstler des Jahres im Jazz Times Magazine gewählt wurde, seine CD AWAKE 2008 zur besten Jazz-Veröffentlichung des Jahres erklärt wurde.
Gewürdigt und unterstützt wird damit Zenóns Interesse , klassische Jazztradition mit afro-karibischer und latein-amerikanischer Musik zu verschmelzen.

Es geht ihm dabei insbesondere darum, die traditionelle Musik seines Heimatlandes Puerto-Rico, die Plena, mit dem amerikanischen Jazz-Erbe in Beziehung zu setzen.
Plena, eine Jahrhunderte alte handperkussionsgetriebene afro-karibische Musiktradition, eine Art Straßenecken-Volksmusik bzw. „gesungene Zeitung“ verbindet afrikanische Rhythmen mit europäischen Harmonien und Kadenzen. Grundsätzlich liegt ihr ein 4/4-Metrum zugrunde, das sich mit der oft achtsilbigen assonanten Lyrik auseinandersetzt.

Zenón hat mit dem Projekt Esta Plena, das er mit seiner Band vorstellen wird, furiose moderne Jazzimprovisation mit der synkopenreichen melodisch-lyrischen puertoricanischen Musiktradition vereint. Das Qintett improvisiert dabei in verschiedenen Metren, Melodien und Akkordfortschreibungen.

Zum Gelingen dieser Musik tragen wesentlich seine Bandmitglieder bei, die einfühlsam auf Zenóns Intentionen eingehen. Dass die Umsetzung seiner musikalischen Ideen gelingen konnte, führt Zenón auf das tiefe musikalische Verständnis seiner Mitspieler zurück, die von ihren eigenen Projekten absehen und sich auf ihn zu konzentrieren verstehen. Hervorzuheben ist, dass Zenóns Plena-Lehrmeister, Hektor (Tito) Matus, selbst als Perkussionst und Sänger mitwirkt und somit zu größter Authentizität der Musik beitragen wird.

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Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Nguyên Lê Quartet

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Nguyên Lê (Gitarre & Laptop)
Rita Marcotulli (Piano)
Chris Jennings (Bass)
Roberto Gatto (Schlagzeug)

Nguyên Lê ist kein Unbekannter in der Region Braunschweig. Viermal war er mit unterschiedlichen Besetzungen bei uns zu Gast und präsentierte Stationen seiner musikalischen Entwicklung.

Als Sohn vietnamesischer Eltern 1959 in Paris geboren, ist er ein Gitarrist mit sehr weit gespannten Interessen. Die Eckpunkte seiner musikalischen Sozialisation sind in seinen vielfältigen Projekten klar zu erkennen. Die elektrisch verstärkte und mit elektronischen Effekten arbeitende rockige Gitarrenmusik mit Jimi Hendrix als Leitfigur („Purple. Celebrating Jimi Hendrix“ 2002); die vietnamesische Herkunft („Tales from Viet-Nam“ 1996); der europäische moderne Jazz („Walking on the Tiger’s Tail 2005) ; die nordafrikanischen Einflüsse, die sich in Frankreichs Metropole vielfältig widerspiegeln (z.B.„Maghreb and friends“; 1998).

Nguyên Lês virtuoses und international mit Aufmerksamkeit beobachtetes Gitarrenspiel bedient sich modernster digitaler Techniken, aber nicht um Effekte zu haschen, sondern als Möglichkeit, den musikalischen Ausdruck seines Instrumentes zu erweitern – vom jazzrockigen Idiom hin zu weltmusikalisch-ethnischen Sounds.

Seine musikalischen Vorstellungen motivieren bedeutende internationale Jazzmusiker ganz unterschiedlicher Provenienz zur Zusammenarbeit mit Nguyên Lê, so den Bassisten Renaud Garcia-Fons, den Bläser Paul McCandless, die Percussionistin Terry Lyne Carrington, den Schlagzeuger Peter Erskine, um nur ganz wenige zu nennen.
Auch sein „New Quartet“ versucht den Weg zu gehen, den Lê als Herausarbeitung der eigenen Wurzeln und Traditionen bei gleichzeitiger Positionierung innerhalb der musikalischen Moderne beschreibt.

Wieder arbeiten herausragende Musiker mit Nguyên Lê zusammen: Roberto Gatto, einer der bedeutendsten italienischen Schlagzeuger, geschätzt durch sein besonderes „mediterranes“ Timbre; Rita Marcotulli, die vom komplex-abstrakten modern Jazz bis zum neapolitanischen Liedgut alle Genres am Klavier beherrscht; und schließlich der kanadische Bassist Chris Jennings, der sowohl am Kontra- wie am E-Bass durch starkes melodisches Gefühl und rhythmische Strukturierungen auffällt.

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Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Yellowjackets

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Bob Mintzer (Tenorsaxofon / EWI)
Russell Ferrante (Piano / Keyboards)
Jimmy Haslip (Bass)
Marcus Baylor (Schlagzeug)

Auf der Bühne zu hören sind „The Yellowjackets“ – das heißt auf Deutsch „die Wespen“. Wespen haben bei den meisten Menschen nicht den besten Ruf. Sie nerven bei der sommerlichen Kaffeetafel im Freien, ihr Stich verursacht Schmerzen oder sogar allergische Schockreaktionen, und auch in akustischer Hinsicht erweisen sie sich als Störenfriede. Also denkbar schlechte Vorbilder für eine Band, die das englische Wort für Wespen im Namen trägt, deren Musik aber weder aggressiv noch zuckersüß klingt.

Tatsächlich entbehrt der Gruppenname „The Yellowjackets“ jeglicher Symbolik: der Name entstand ganz anders. Den Musikern gefiel der Klang des Wortes, und so wurde einfach nach dem Gehöhr entschieden.

Auch in punkto Lebensdauer verbietet sich jeglicher Vergleich mit dem Insekt. Mit mittlerweile 28 Jahren Bandgeschichte setzen die vier Gelbjacken auf das, was im schnelllebigen Musikgeschäft wie ein Wert aus grauer Vorzeit erscheint: Kontinuität. Während manche Gruppe mit wachsender Popularität zunehmend kommerzieller wird, gingen die Yellowjackets den umgekehrten Weg: anfangs elektronisch und „radiofreundlich“, wandelte sich ihr Sound zu einem weniger elektrisch eingefärbten und jazzigeren Klangbild. Nach wie vor verarbeitet das Quartett Elemente aus Pop, Rhythm&Blues und Gospel. Das Ergebnis ist weder jener hemdsärmelige Machismo der Hochgeschwindigkeits-Fusion noch die Safer-Sex-Erotik des Smooth Jazz – eben „The Yellowjackets“.

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Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Alex de Macedo Trio

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Alex de Macedo (Gitarre)
Christian Schantz (Bass)
Philipp Bernhardt (Schlagzeug)

Das “Alex de Macedo – Trio” bewegt sich im Spannungsfeld des Modern-Jazz und basiert auf dem kreativen Zusammenspiel der drei Musiker. Mal beat-lastig, dann wieder melodisch gestalten sich die Stücke aus der Feder des Bandleaders komplex und abwechslungsreich, ohne sich in abgehobenen Strukturen zu verlieren.

Alex de Macedo gehört noch zu den Geheimtipps der deutschen Jazz-Szene. Als Sohn einer Brasilianerin und eines Deutschen wuchs Alex in Brasilien, Deutschland, Nigeria und im Irak auf und hatte dadurch Zugang zu brasilianischer, afrikanischer und arabischer Musik. Mit 15 begann er als Autodidakt Gitarre zu spielen. Später studierte er Jazzgitarre an der Folkwang-Hochschule in Essen. De Macedo spielte u.a. mit Claudius Valk, Andre Nendza, Christoph Hillmann und dem Soulsänger Boris Titulaer ( z.Z. das niederländische Nr.1-Album “Rely on me”). Zu seinen Einflüssen zählen Gitarrengrößen wie John Scofield, Jimi Hendrix und Kurt Rosenwinkel. Seine eigenen Kompositionen sind beeinflußt durch die Musik von Weather Report, Keith Jarret, Hermeto Pascal und Shakti.

Den Schlagzeuger Philipp Bernhardt lernte Alex de Macedo beim Studium an der Folkwang-Hochschule kennen. In den folgenden Jahren ging Philipp Bernhardt nach New York, wo er mit einigen großen Repräsentanten des Jazz auf der Bühne stand: u.a. mit Ron Carter, Marc Ribot und John Patitucci. In New York lernte Philipp Bernhardt auch den Bassisten Christian Schantz kennen, der als Schüler von Greg Cohen (Mitglied in der Band von Tom Waits und John Zorn) schnell zu einem festen Bestandteil der New Yorker Jazz-Szene geworden war und durch sein kreatives und gleichzeitig solides Bass-Spiel auffiel.

Im Jahr 2007 belegte Alex de Macedo mit der Coverversion von John Scofield s “The Low Road” beim Wettbewerb “Go For Sco” den 1.Platz. John Scofield hatte die Version selbst als Beste ausgesucht und überreichte ihm die Auszeichnung am Rande seines Konzertauftritts “John Scofield Trio plus Horns” in Braunschweig. Im gleichen Jahr gründete sich das “Alex de Macedo – Trio”, das inzwischen ihr eigenes Programm “Natureman in Factoryland” erarbeitet hat.

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Susi Hyldgaard Quintett

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Susi Hyldgaard (voc, piano, acc)
Jannik Jensen (bass)
Benita Haastrup (drums)
Roy Nathanson (sax)
Bill Ware (vibes)

Die dänische Pianistin und Akkordeonistin Susi Hyldgaard musiziert mit erfreulicher Leichtigkeit und Unbefangenheit im Grenzbereich zwischen Pop, Jazz und elektronischer Musik und gilt zudem als eine der profiliertesten Sängerinnen ihrer Generation. Seit sie beim Berliner Jazz-Fest 2001 größere internationale Aufmerksamkeit gewann, hat sie sechs eigene Alben herausgebracht, wurde mit Preisen für ihre Kompositionen ausgezeichnet und erhielt auch einen Grammy.

Auf fünf ihrer Alben hat Susi Hyldgaard alle Stücke selbst komponiert, und auch die Songtexte sind überwiegend von ihr. Susi Hyldgaard erzählt Geschichten mit ihrer Stimme, sie verwebt kleine menschliche Gegebenheiten und Erfahrungen zu Liedern, die sie genauso persönlich vorträgt, wie sie sie geschrieben hat: eigenartig und unverwechselbar, mal wild und expressiv, dann wieder zart und in sich gekehrt.

Zur Überraschung ihrer Fans, brachte Susi Hyldgaard 2007 eine CD mit der Danish Radio Bigband heraus, auf der sie altbekannte Standarts von Cole Porter bis Nat King Cole sang, natürlich auf eine ganz eigene Art und Weise. Ihr jüngstes Programm “It’s Love We Need” besteht wieder aus Eigenkompositionen, die sie im letzten Jahr gemeinsam mit der NDR-Bigband für einige Aufführungen und als Album realisiert hat. Zum ersten Mal gab Susi Hyldgaard ihre Kompositionen zur weiteren Bearbeitung aus der Hand. Roy Nathanson (Saxophon) und Bill Ware (Vibraphon) – Mitglieder der Jazz Passengers (USA) – lieferten die Arrangements für die NDR-Bigband.

Von dieser Zusammenarbeit war Susi Hyldgaard begeistert: “Ich bin sehr skandinavisch, was eine gewisse melancholische Atmosphäre in meiner Musik angeht. Amerikaner haben das nicht. Nicht, dass sie das nicht verstehen würden, aber sie finden in allem die positive Seite. Selbst die dunkelsten Songs machen so eine Menge Spaß.”

Dürfte Susi Hyldgaard’s jüngstes Album mit der NDR-Bigband schon jetzt eines der ersten Anwärter auf die Jazz-CD des Jahres sein, bietet die direkte Interaktion mit Roy Nathanson und Bill Ware im Quintett ein kompaktes Hörerlebnis dieser skandinavisch-amerikanischen Zusammenarbeit mit Überraschungspotenzial.

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Wolfert Brederode Quartett

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Wolfert Brederode (Piano)
Claudio Puntin (Klarinetten)
Mats Eilertsen (Bass)
Samuel Rohrer (Schlagzeug)

Der niederländische Pianist und Komponist Wolfert Brederode hat einen sehr persönlichen und poetischen Stil entwickelt. Seine ruhigen und reflektierten Kompositionen lassen für Improvisationen große Freiräume. Die nutzen seine Mitspieler, allen voran der hervorragende Klarinettist Claudio Puntin, mit denen Wolfert Brederode 2007 bei ECM die CD „Currents“ aufgenommen hat.

Wolfert Brederode (Jahrgang 1974) studierte am Königlichen Konservatorium von Den Haag klassisches Klavier und Jazzpiano. Seine Musik mit stark lyrischem Einschlag kam besonders gut zur Geltung in der Zusammenarbeit mit der Sängerin Susanne Abbuehl , die mit vertonter Poesie und Prosa aufhorchen ließ. Brederode arbeitete u.a. auch mit Michel Portal, David Liebman, Wolfgang Puschnig und Ack vam Rooyen zusammen. Jazzpodium nannte ihn einen „exzellenten Pianisten“ und die FAZ attestierte ihm, er „(verwalte) die modernen Traditionen mit eigenem Profil.“

Mit den Musikern seines Quartetts hat Brederode in unterschiedlichen Konstellationen zusammen gespielt. Claudio Puntin, ein Schweizer italienischer Abstammung, gilt als einer der führenden Klarinettisten in Europa, der sowohl in der klassischen, als auch in der improvisierten Musik gefragt ist. Im Jazzbereich hat Puntin u.a. mit Hermeto Pascoal, Fred Frith und Nils Wogram gespielt. Der norwegische Bassist Mats Eilertsen studierte in Trondheim und ist so etwas wie ein Fixpunkt in der norwegischen Jazzszene. Er spielte u.a. mit Kenny Wheeler, Pat Metheny, Nils Petter Molvaer, John Taylor und Trygve Seim. Der Schweizer Schlagzeuger Samuel Rohrer, der in Bern und am Berkeley College in Boston studierte, ist für sein einfühlsames Spiel bekannt. Er arbeitete u.a. mit Michel Portal, Ferenc Snétberger und Wolfgang Muthspiel zusammen.

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung Braunschweig

Maria João & Mário Laginha

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1

Maria João (Gesang)
Mário Laginha (Piano)

Die Portugiesin Maria João gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den eigenständigsten und originellsten Jazzsängerinnen. Mit spielerischer Leichtigkeit und virtuoser Vokalakrobatik bezieht sie in den Jazzgesang Einflüsse aus der portugiesischen, brasilianischen, afrikanischen Musik, aber auch aus dem Rock ein. Der klassisch ausgebildete Pianist Mário Laginha, mit dem sie seit 1994 acht Alben aufgenommen hat, ist auch als Komponist und Arrangeur der kongeniale Partner im Dreamteam des portugiesischen Jazz.

Maria João (geboren 1956 in Lissabon) begann ihre Karriere in Dixieland-Bands und traditionellen Big-Bands, „bevor sie – über den Fado (den „Blues“ Portugals) – zum modernen Jazz fand. Dabei hat sie den Scatgesang vielleicht am virtuosesten im europäischen Jazz weiterentwickelt“ (Das Jazzbuch). Ihre stimmliche Bandbreite ist enorm, oft wurde sie als weibliches Pendant zu Bobby McFerrin und zum jungen Al Jarreau bezeichnet. Ab 1987 arbeitete Maria João mit der japanischen Pianistin Aki Takase zusammen, spielte zwei von der Jazzkritik hochgelobte Alben ein.
Für die Einbeziehung von Einflüssen der Weltmusik fand Maria João in ihrem Landsmann Mário Laginha (Jahrgang 1960) einen kongenialen Partner. Der hatte als Kind „klassisch“ Klavier, später auch Gitarre gelernt, später dann – angeregt durch ein Konzert von Keith Jarrett – Jazzpiano studiert. Unter anderem spielte er mit dem heutigen Madredeus-Gitarristen José Peixoto in einer Gruppe, zu der seit 1991 auch Maria João Kontakt hatte. Nach ihrer Duo-CD „Danças“ folgten Weltmusik-Projekte, bei denen Musiker wie Dino Saluzzi, Ralph Towner oder Trilok Gurtu mitmachten.

Maria João: „Singen ist für mich so etwas wie Tanzen – nicht im konventionellen Sinne, sondern Tanzen mit den Songs, mit den Worten, mit dem Atem, mit den anderen Musikern, mit der Musik.“ (Das Jazzbuch)

Eintritt: 20,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Dietmar Osterburg Trio

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20, Braunschweig

Dietmar Osterburg (Gitarren)
André Neygenfind (Bass)
Eddie Filipp (Schlagzeug)

Der Braunschweiger Gitarrist und Komponist Dietmar Osterburg, dessen Debüt-CD „For A While“ als „gitarristische Großleistung“, er selbst als „ein ganz großartiger europäischer Modern-Jazz Gitarrist“ (Jazzpodium) hochgelobt wurde, spielt mit seinem Trio eigene Kompositionen, die sich souverän durch die verschiedenen Stilarten des modernen Jazz bewegen: Lyrische Balladen, modaler Jazz, Latin, freie Improvisationen, rockige Anklänge.

Im Vordergrund steht dabei das dynamische und interaktive Zusammenspiel der Bandmitglieder, die die gestalterischen Möglichkeiten einer kleinen Besetzung hörbar genießen.. Mit dabei sind neben Dietmar Osterburg an elektrischer und akustischer Gitarre André Neygenfind am Bass und Eddie Filipp am Schlagzeug.

Jazzpodium schrieb zur Debüt-CD: „Es ist ein Album der Superlative schlechthin, dem, ganz einfach, überhaupt nichts fehlt… ein Gitarrist von verblüffend starker, intensiver Aussagekraft…. von überraschend ausgereifter, heutzutage ganz erstaunlicher eigener Handschrift… glückliches Braunschweig! Mindestens fünf Sterne!“

Die ersten musikalischen Erfahrungen von Dietmar Osterburg (geboren im Dezember 1962) hatten noch keinerlei Berührungspunkte mit dem Jazz. Zehn Jahre lang lernte er Geige, nahm (mit diversen Preisen belohnt) bei „Jugend musiziert“ teil und war Mitglied in verschiedenen Orchestern. Die Gitarre und der Jazz kamen später, da war er 18 Jahre alt. Nach einem Studium der Germanistik und Erziehungswissenschaft in Hamburg, wo er Gitarrenunterricht nahm, entschied er sich zum Musikstudium, das er zunächst für ein Jahr in Hilversum/Niederlande, danach bis zum Diplom in Hannover absolvierte. In Hannover kam als Instrument der Kontrabass hinzu. Zunächst konzentrierte sich Dietmar Osterburg auf den Bass, spielte auf zahlreichen Festivals unter anderen mit Uli Beckerhoff und Benny Bailey zusammen und ist seit Jahren Mitglied der Band des Sinto-Geigers Martin Weiss. Doch in jüngster Zeit spielt die Gitarre eine zunehmende Rolle. Mit durchschlagendem Erfolg.

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Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

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Rudresh Mahanthappa´s CODEBOOK feat. Vijay Iyer

Lindenhof “Da Paolo”, Kasernenstraße 20

Rudresh Mahanthappa (Altsaxophon)
Vijay Iyer (Piano)
Carlo de Rosa (Bass)
Dan Weiss (Schlagzeug)

Jazz voller Vitalität, Spiellust und Interaktion bietet das Quartett des Saxophonisten Rudresh Mahanthappa mit dem Pianisten Vijay Iyer. Die beiden US-Amerikaner (Jahrgang 1971), Söhne indischer Einwanderer, gehören zu den Jungstars der amerikanischen Jazzszene. Ihre Musik basiert auf komplexen rhythmischen Strukturen und findet die Balance zwischen klarer Form und improvisatorischer Freiheit. Ihr Album „Codebook“ (2006) wurde von der Kritik gefeiert.

Rudresh Mahanthappa spielt das Altsaxophon kraftvoll, sein Ton hat eine drängende Dichte. In seinen Soli baut er unaufdringlich rhythmische Pattern indischer Musik ein. Das gilt auch für Vijay Iyer, dessen Pianostil rhythmische und melodische Färbungen einbezieht in der Musik der südindischen Kulturregion Karnataka.
Rudresh Mahanthappa studierte am Berklee College of Music in Boston und an der DePaul University in Chicago. Als einflussreiche Musiker nennt er John Coltrane, Charlie Parker, aber auch unter anderen Bela Bartok. Er trat mit Musikern wie Dave Liebman, Greg Osby, David Murray, Jack DeJohnette und Steve Coleman. Coleman war es auch der Rudresh Mahanthappa und Vijay Iyer 1995 miteinander bekannt machte.

Iyer, der in Rochester im Umfeld indischer Einwanderer mit deren Musik und westlicher Klassik aufgewachsen ist, studierte Musik und promovierte an der University of California Berkeley und kam erst spät über die Rockmusik zum Jazz. Seit 1998 lebt er in New York.
Vijay Iyer in einem Gespräch (in Jazzthing): „Rudresh und ich gehören zur ersten Generation indischer Amerikaner. Wir waren früh getrieben von Identitätssuche. Wer wir wirklich sind, oder zumindest eine Ahnung davon , haben wir durch die Musik erfahren.“

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Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Herman Kathan’s Busch-Werk and the Masters of Groove

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1

Jazz in der Landessparkasse Braunschweig

Stargäste:
Trilok Gurtu
Famadou Konaté
Nippy Noya
Jonas Hellborg

Das dürfte ein Meilenstein der Perkussions-Geschichte werden: Herman Kathan’s Busch-Werk, ein reines Perkussions-Ensemble, kommt zum Konzert mit vier Stargästen, drei davon Perkussionisten. Allen voran Trilok Gurtu aus Indien, als Meister des Tabla-Spiels einer der gefragtesten Perkussionisten überhaupt. Famoudou Konaté aus Guinea (Westafrika) ist ein Virtuose komplexer Rhythmen auf der Djembé-Trommel. Bassist Jonas Hellborg aus Schweden, der seine Virtuosität in unterschiedlichen Genres wie Jazz, Rock, „Worldmusic“ und zuletzt klassischer indischer Musik unter Beweis gestellt hat, spielt seinen Bass mitunter als wäre es ein reines Perkussions-Instrument. Nippy Noya aus Indonesien gilt als einer der Pioniere in der europäischen Perkussions-Szene.

Als Botschafter des Rhythmus versteht sich das Perkussions-Ensemble Busch-Werk, das seit zehn Jahren besteht und mit wechselnden internationalen Gästen unterschiedliche musikalische Welten zusammen führt. Unter der Federführung des leidenschaftlichen Perkussionisten Herman Kathan (afrikanische und brasilianische Trommeln, Seiteninstrumente) sind Norbert Schubert (kubanische und afrikanische Trommeln), Roberto D’Agostino (Drumset, Steeldrum) und Michael Siefke (koreanische, balinesische und japanische Perkussion) bestens mit der rhythmischen Vielfalt unterschiedlicher Kulturen vertraut.

Trilok Gurtu (Jahrgang 1951), der bei seinen Auftritten von unzähligen Perkussions-Instrumente (Tabla, Bongo, Tom Tom, Snaredrum, Becken, Hi Hat, Gong, Glocken) umgeben ist, wurde vor allem als Vermittler zwischen indischen und westlichen Musik-Traditionen berühmt. Schon mit zehn Jahren spielte er mit seinem Bruder Ravi in einer Perkussions-Gruppe und lernte früh, neben dem Tabla-Spiel auch mit Bongos und dem Schlagzeug umzugehen. Zu den Musikern, die ihn beeinflussten, zählt er vor allem John Coltrane, Jimi Hendrix, James Brown und The Supremes. In den 70er und 80er Jahren hat Gurtu die Jazzszene belebt. Er spielte mit vielen Jazzstars zusammen, angefangen bei Charlie Mariano über Don Cherry, Jan Garbarek, Philip Catherine, Gil Evans, Airto Moreira, Paul Bley bis zu John McLaughlin, Pharao Sanders , Pat Metheny und Joe Zawinul. Seit Mitte der 90er Jahre wandte sich Gurtu mehr und mehr der „Worldmusic“ zu und spielte mit Musikern aus Indien und Afrika (Salif Keita, Wasis Diop, Angélique Kidjo, Jabu Khanyile) zusammen.

Eintritt: 20,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Otto Wolters & Friends

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1

30 Jahre Musiker-Initiative Braunschweig e.V.
Jazz in der Landessparkasse Braunschweig

Otto Wolters: Piano
Norbert Gottschalk: Gesang
Peter O’Mara: Gitarre
Uli Beckerhoff: Trompete
Matthias Nadolny: Tenorsaxophon
Gunnar Plümer: Bass
Michael Küttner: Schlagzeug

Zum Jubiläumskonzert „30 Jahre Musiker-Initiative Braunschweig“ spielt Gründungsmitglied Otto Wolters, der gerade 70 Jahre alt geworden ist, mit einem Septett aus Freunden und Weggefährten. Als Musiker, die gemeinsam seit nun schon 24 Jahren Dozenten beim jährlichen Jazz-Workshop in Bielefeld sind und die alle eigene Projekte haben, sind sie in allen Stilrichtungen des Modern Jazz zu Hause.

Der Pianist Otto Wolters ist ein Urgestein der Braunschweiger Jazzszene. Technisch brillant dank einer 10jährigen klassischen Klavierausbildung und offen für die Trends des Modern Jazz hat sich Otto Wolters einen Namen in Deutschland gemacht. Seine CD „Ever Green“ (1999), auf der er deutsche Ohrwürmer für sein Jazztrio (mit Gunnar Plümer und Michael Küttner) arrangiert hat, zeigt dies besonders deutlich mit Witz, Virtuosität und ausgeprägtem Jazzfeeling. Wolters lehrte seit 1974 als Dozent für Jazzpiano an der Musikhochschule Hannover und seit 1986 als Musiklehrer an der Städtischen Musikschule Braunschweig – bis zu seiner Pensionierung 2003.
Sänger Norbert Gottschalk setzt seine Stimme wie ein Instrument ein. Das gelingt ihm deshalb so gut, weil er als großartiger Live-Musiker auch hervorragend Gitarre und Trompete spielt. Gottschalk unterrichtet Jazzgesang an der Jazz&Rock-Schule Freiburg und am Staatlichen Konservatorium für Musik in Maastrich (Niederlande)..
Uli Beckerhoff gehört zu den namhaftesten Trompetern in Europa. Auf mehr als 40 LPs/CDs, viele davon als Bandleader, ist er zu hören. Beckerhoff ist Professor für Jazztrompete an der Folkwang-Hochschule in Essen.
Tenorsaxophonist Matthias Nadolny hat sich mit seinem rauchigen, sonoren und unverwechselbaren Sound einen Namen gemacht. Auch er ist Dozent an der Folkwang-Hochschule in Essen.
Peter O’Mara ist als Gitarrist und Komponist an mehr als 30 CD-Produktionen beteiligt, meist als Bandleader. Geboren in Sydney, Australien, ging er nach New York und übersiedelte 1981 nach München. O’Mara ist Professor an der Hochschule in Linz und am Konservatorium in München.
Gunnar Plümer ist dank seines klanglich eigenständigen Spiels ein gefragter Bassist in Europa und war an vielen Platten- und CD-Produktionen beteiligt.
Michael Küttner ist ein innovativer Schlagzeuger, dessen interkultureller Stil auf klassische Musik, afrikanische Folklore und Jazz zurückgreift. Er ist mit namhaften Musikern auf mehr als 30 LP- und CD-Einspielungen zu hören.

Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Roger Hanschel Quartett – Heavy Rotation

“Da Paolo” Lindenhof, Kasernenstraße 20

Roger Hanschel: Saxophon
Markus Segschneider: Gitarre
Dietmar Fuhr: Bass
Daniel Schröteler: Schlagzeug

Kraftvollen Modern Jazz, der die klangliche und kompositorische Fülle mit zeitgenössischer Kammermusik verbindet, spielt Saxophonist Roger Hanschel, seit 1987 Mitglied der „Kölner Saxophon Mafia“, mit seinem Quartett „Heavy Rotation“. Markus Segschneider (Gitarre) Dietmar Fuhr (Bass) und Daniel Schröteler (Schlagzeug) sind Hanschels Partner für eine „kraftvoll-differenzierte Virtuosenmusik“ (Frankfurter Rundschau).

Roger Hanschel, 1964 in Wolfsburg geboren, begann mit 11 Jahren das Saxophonspielen, gründete mit 14 die erste eigene Band, studierte von 1981 bis 1987 Saxophon an der Musikhochschule Köln und ein Jahr in Banff/Kanada bei Dave Liebman und Dave Holland. Mit seinem Quartett Nana spielte er von 1983 bis 1988 zusammen. Dabei wurde neben dem Saxophon mehr und mehr das Komponieren ein Schwerpunkt. Mit der Kölner Saxophon Mafia war Hanschel auf internationalen Konzerttourneen, errang insgesamt 4 deutsche Schallplattenpreise und den SWR-Jazzpreis 1999. Seit 1995 Arbeitet der Saxophonist im Duo mit der Sängerin Gabriele Hasler zusammen, 1998 realisiert er eine Komposition für Saxophon und Streichquartett, gründet 2000 „Triosphere“ (mit dem Gitarristen Dirk Mündelein und dem Saxophonisten Steffen Schorn) und schließlich 2006 „Heavy Rotation“, wo alle musikalischen Einflüsse zusammenfließen.

„Obwohl seine Stücke auf komplexen rhythmischen Strukturen basieren und sich auch auf die Harmonik und Melodik von Neuer Musik und Avantgarde beziehen, klingen sie weder kopfig abgehoben noch intellektuell unterkühlt. Dieser Vierer macht dem Bandnamen alle Ehre und rockt manches Mal sogar mit kräftigen „grooves“ und saftigen Riffs“, schreibt Martin Laurentius in Jazzthing (11/2007).

Eintritt: 15,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
GOD, Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung mbH

Philip Catherine String Trio

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße

Philip Catherine: Gitarre
Alexandre Cavaliére: Violine
Quentin Liégeois: Gitarre

Philip Catherine (Jahrgang 1942), als Allround-Gitarrist seit den 60er Jahren in der europäischen Jazzszene dabei, kehrt mit seinem neu gegründeten Trio zu einer seiner musikalischen Wurzeln zurück: zu Django Reinhardt mit seinem rhythmisch dynamischen Gitarrenspiel im Hot Club de France in der Swing-Ära. Dazu hat sich Catherine zwei junge Musiker geholt, den Violin-Virtuosen Alexandre Cavaliére (Jahrgang 1985) und den Gitarristen Quentin Liégeois (Jahrgang 1980).

Vielseitig, anpassungsfähig, virtuos und technisch brillant ist Philip Catherine, der akustische und elektrische Gitarren gleichermaßen perfekt spielen kann. Seine musikalische Sensibilität zeigt sich auch in seinen eigenen Kompositionen, die neben einigen Reinhardt-Stücken im Mittelpunkt seines akustischen Trios stehen.

Geboren in London, aufgewachsen in Brüssel lernte Philip Catherine mit 14 Jahren Gitarre und tourte bereits mit 18 Jahren mit dem Organisten Lou Bennett durch Europa. „Young Django“ nannte ihn Charles Mingus, als er ihn 1977 für die Aufnahme von „Three Or Four Shades Of Blues“ geholt hatte. „Young Django“ hieß auch die 1979 eingespielte Platte mit Stéphane Grapelli und Larry Coryell, auf der er die Django-Tradition in moderner Jazz-Perspektive aufleben ließ. Durch seine Mitgliedschaft bei Pork Pie, der Anfang der 70er Jahre wichtigsten europäischen Rock-Jazz-Gruppe mit Charlie Mariano und Jasper van’t Hof, und durch zahlreiche Duo-Auftritte mit dem Gitarristen Larry Coryell erreichte Philip Catherine einen internationalen Ruf. Zu den unzähligen Musikern, mit denen Catherine zusammen gespielt hat, zählen: Jean-Luc Ponty, Chet Baker, Stephane Grapelli, Dexter Gordon, Niels-Henning Ørsted Petersen, Joachim Kühn, Toots Thielemans.

Eintritt: 17,- € (Abendkasse)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Enrico Rava – Stefano Bollani Duo

Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße

Enrico Rava: Trompete
Stefano Bollani: Piano

Der italienische Trompeter und Komponist Enrico Rava (Jahrgang 1939) gehört zu den Pionieren des europäischen Jazz. Beeinflusst vor allem von Miles Davis und Chet Baker entwickelte er einen spannungsgeladenen eigenen Stil, der bei aller Wildheit immer klar auf melodische Linien bezogen ist. „Sein warmer, offener Sound strahlt in klassischer Kultiviertheit“ (Jazz-Lexikon). Sein Duo-Partner, der mehr als 30 Jahre jüngere Stefano Bollani, der Ende der neunziger Jahre aus der Band Ravas hervorging, „ist der europäische Jazzpianist mit der wohl größten Delikatesse und Raffinesse im Anschlag“, heißt es in „Das Jazzbuch“. Im Duo-Spiel der beiden treffen das sichere Gespür für Stil und Atmosphäre eines Enrico Rava auf die Expressivität und die Virtuosität eines Stefano Bollani.

„Ich hörte Miles Davis und kaufte mir sofort eine Trompete“, wird Enrico Rava im Jazz-Lexikon zitiert. Er war der erste europäische Musiker, der ab Mitte der sechziger Jahre in der New Yorker Szene Akzeptanz fand. Er spielte mit Gato Barbieri, Steve Lacy, Don Cherry, Carla Bley, Dollar Brand, Archie Shepp, um nur einige zu nennen. 1969 gündete Rava seine erste amerikanische Band mit dem damals noch unbekannten Gitarristen John Abercrombie. Zahlreiche Alben spielte Rava dann mit eigenen Gruppen, zumeist in Quartett-Besetzung, ein. Er schrieb daneben auch Filmmusik (unter anderen für Bernardo Bertulucci) und setzte sich seit den 80er Jahren intensiv mit der italienischer Musik, vor allem auch mit der Oper auseinander.

Rava lobt seinen Pianisten Stefano Bollani als „einen wirklichen Poeten am Klavier“. Seine brillanten Soli verarbeiten Einflüsse aus Chanson, Avantgarde, Rock und Klassik. „Bollani phrasiert ohne das weihevolle Pathos Keith Jarrettts, sondern mit einem ausgeprägten Sinn für Ironie und mediterranem Humor“, heißt es in „Das Jazzbuch“.

Eintritt: 17,- € (ermäßigt 15,- €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigische Landessparkasse

Myra Melford – Marty Ehrlich Duo

“Da Paolo” Lindenhof, Kasernenstraße 20

Myra Melford: Piano
Marty Ehrlich: Saxofon

Myra Melford (Jahrgang 1957) gilt als talentierteste Pianistin und Komponistin im heutigen Jazz. Sie greift in ihrem freien Spiel die gesamte Jazztradition auf. „Blues und Boogie, Barrelhouse und Bop verarbeitet sie mit explosiver Kraft und rhythmischem Feeling zu Linien von außergewöhnlich kontrapunktischer Dichte“, so „Das Jazzbuch“. Marty Ehrlich (Jahrgang 1955), auch er in allen Stillagen des postmodernen Jazz zu Hause, ist mit seinen auch poetischen Klängen, die er Saxophon und Bassklarinette entlockt, ein kongenialer Duo-Partner.

Aufgewachsen in Chicago studierte Myra Melford Klavier, Komposition und Klavierpädagogik in Washington, Seattle und New York und hatte auch Privatunterricht bei dem vitalen Pianisten Don Pullen, von dem sie neben Cecil Taylor, Muhal Richard Abrams und Andrew Hill in ihrem expressiven Klavierspiel beeinflusst wurde. Ab 1984 in New York spielte sie um Avantgarde-Umfeld der Knitting Factory, gründete ein Trio und gastierte seit 1990 auf alljährlich auf europäischen Festivals. Außer mit Trio und Quintett spielte sie auch mit dem eigenen Improvisationsensemble „The Same River, Twice“ und im Duo. Mit Marty Ehrlich arbeitet sie seit 15 Jahren zusammen. Die erste Duo-CD „Yet Can Spring“ spielten die beiden 2000 ein.

Marty Ehrlich ist nicht nur Multiinstrumentalist (Saxophone, Klarinetten, Flöte), sondern auch Multistilist, der die Summe aus Avantgarde und Tradition zieht. Aufgewachsen in St. Louis lernt er mit sieben Jahren das Klarinettenspiel, erweitert als Jugendlicher das Instrumentenspektrum und studiert am Konservatorium in Boston bei George Russell und Jaki Byard. Ab 1978 in New York spielte er unter anderen mit Anthony Braxton, Muhal Richard Abrams, Gunter Schuller, Jack DeJohnette, Peter Erskine, Roscoe Mitchell und John Zorn.

Eintritt: 15,- € (ermäßigt 13,- €)

Mit freundlicher Unterstützung:
ckc integrated solutions AG, Braunschweig

Heinz Sauer & Michael Wollny Duo

“Da Paolo” Lindenhof, Kasernenstraße 20

Heinz Sauer: Tenorsaxophon
Michael Wollny: Klavier

Heinz Sauer, einer der prägenden Saxophonisten des bundesdeutschen Nachkriegsjazz, und Michael Wollny, die große Jazz-Entdeckung am Klavier des Jahres 2005 in Deutschland, trennen 46 Jahre. Sauer (Jahrgang 1932) ist groß geworden mit dem Jazz als Ausdrucks des Neubeginns nach Nazi-Diktatur und zweitem Weltkrieg. Wollny (Jahrgang 1978) dagegen ist aufgewachsen in Zeiten des Stile-Pluralismus, in dem musikalisch alles erlaubt ist, Einflüsse aus allen Jazz-, Funk- und Rockepochen in der improvisierten Musik verarbeitet werden. Beide Musiker zeichnet eine immense Intensität aus, die sie im Duo-Spiel zur Geltung bringen.
Sauer hat einen Saxophonton, den der Kritiker Ulrich Ohlshausen einmal mit strömender Lava verglichen hat, ein Ton, der sich mit elementarer Kraft ergießt und der dann in ganz vielen verblüffenden Farbnuancen verglimmt. Wollny überzeugt mit seinen überraschenden Eruptionen am Klavier, seinen nach allen Seiten stiebenden Klang-Splittern aus einer harmonisch völlig freien Welt , die die Frage nach Tonalität und Atonalität längst hinter sich gelassen hat.
Überschwängliche Kritiken bekam das Duo für ihre erste CD Melancholia“ (2005), hochgelobt auch die zweite CD „Certain Beauty“ (2006), auf der das Stücke-Spektrum von Gerschwins „I Love You, Porgy“ über Monks „Evidence“ und „Ruby My Dear“ bis „Nothing Compares 2 You“ von Prince reicht.
Heinz Sauer wurde 1932 in Merseburg geboren. Seit 1960 ist er als Saxophonist und Komponist für das Jazz-Ensemble des Hessischen Rundfunks tätig. Von 1960 bis 1978 war er Mitglied der Band des Posaunisten Albert Mangeldorff. 1991 erhielt er den Jazzpreis der Hessischen Landesregierung, 1999 den Albert Mangelsdorff-Preis.
Michael Wollny, 1978 in Schweinfurt geboren, studierte Jazz-Piano an der Hochschule für Musik in Würzburg, spielte in verschiedenen Formationen. Zusammen mit Eva Kruse (Cello) und Eric Schaefer (Schlagzeug) gründete er das Trio „(em)“.

Eintritt: 15,- € (ermäßigt 13,- €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung Braunschweig

Jonas Schoen Quintett

“Da Paolo” Lindenhof, Kasernenstraße 20

Jonas Schoen: Saxofon, Bandoneon
Sandra Hempel: Gitarre
Buggy Braune: Piano
Paul Imm: Bass
Heinrich Köbberling: Schlagzeug

Der Verbindung von Tango und Jazz zu einem neuen großen Ganzen” widmet sich der Berliner Saxophonist und Komponist Jonas Schoen (Jahrgang 1970). Die Magie des “Tango Nuevo” eines Astor Piazzollas mit der Kraft
bildhafter Motive treffen auf die Energie des interaktiven
Zusammenspiels und den solistischen Ideenreichtum des Modern Jazz.

Ausgangspunkt ist die Musik, die Schoen 1997 für den Kurzfilm “Jeden Tag Weihnachten” komponiert hat und die von der inzwischen gestorbenen Bandoneon-Legende Hugo Diaz gespielt wurde. Nun stellt Schoen diese
Musik und den betörenden Klang des Bandoneons, das er inzwischen neben dem Saxophon spielt, in den Zusammenhang seiner Jazzband. Mit Buggy
Braune am Klavier, Sandra Hempel an der Gitarre, Paul Imm am Bass und Heinrich Köbberling am Schlagzeug hat Schoen (“der große Melodiker”, NDR) ein Quintett zusammengestellt, das diese Musik facettenreich und
solistisch brillant umsetzt.

“Travesia”, also Überfahrt, hat Jonas Schoen die CD genannt. Gemeint ist damit einmal die Überfahrt von Heinrich Bands Handzuginstrument von Krefeld nach Amerika und, viel später, die des Tango zurück nach Europa. In “Travesia” klinge aber auch mit, wenn Musik im Stile Piazzollas auf die interaktive Spielpraxis einer Jazzband übertragen wird und die “Filmmusik” im Modern Jazz neu atmen darf, stellt Schoen fest, der seit drei Jahren an der Musikhochschule Hannover Professor für Jazzkomposition, Saxophon und Bigband ist.

Eintritt: 15,- € (ermäßigt 13,- €)

John Scofield Trio plus Horns

NORD/LB, Dankwardstraße

John Scofield: Gitarre
Steve Swallow: Bass
Bill Stewart: Schlagzeug
Phil Grenadier: Trompete, Flügelhorn
Eddie Salkin: Saxophon, Flöte
Frank Vacin: Baritonsaxofon, Bassklarinette

Der US-Amerikaner John Scofield (Jahrgang 1951), berühmt geworden durch sein Spiel bei Miles Davis, gilt als einer der großen Neuerer für die Gitarre im modernen Jazz. Ob Bebop, Blues, Jazz-Funk, akustischer Gitarrenklang oder elektronische „groove music“ – Scofield entwickelte passend seinen eigenen unverwechselbaren Sound. Zum Konzert kommt Scofield mit seinem Trio, das seit 1980 immer wieder zusammen spielt und das er sein „A-Team“ nennt: Steve Swallow am Bass und Bill Stewart am Schlagzeug. Erweitert hat Scofield das Trio um drei Bläser, die der Musik einen orchestralen Anklang geben.
Scofield misst dem Bassisten Steve Swallow (Jahrgang 1940) eine enorme Bedeutung für seine eigene Entwicklung zu „seit ich ihn 1973 traf“. Scofield: „Wir Drei haben eine Vertrautheit im musikalischen Austausch, der nur entsteht, wenn gleichgesinnte Individualisten über Jahrzehnte zusammen spielen.“

Die Musik des Trios – meist Kompositionen von John Scofield – basiert auf Modern Jazz und Jazz-Rock, lässt aber auch Einflüsse von Rock, Folk und Country spürbar werden. So hat das Scofield Trio auf seiner jüngsten CD („This Meets That“) eine Version von „Satisfaction“ (Rolling Stones) und „House Of Rising Sun“ eingespielt. Das seien die ersten Songs gewesen, die er auf der Gitarre gelernt habe, sagt Scofield. Entscheidend, ob ein Stück gelinge, sei eben die rhythmische Energie, der „swing“.

Scofield, der von 1970 bis 1973 am Berklee College studierte, wurde dank seiner technischen Meisterschaft und seinem improvisatorischen Können schon bald ein begehrter Mitmusiker in den Bands von Gary Burton, Gerry Mulligan, Bill Cobham, Herbie Hancock, McCoy Tyner und Charles Mingus, um nur einige zu nennen. Als Mitglied der Gruppe von Miles Davis wird ihm ein starker Einfluss auch als Komponist für den „funky Miles“ der Achtziger Jahre zugeschrieben. Seinen Gitarrenstil beschreibt „Das Jazzbuch“ so: „Er mischt ein starkes Gefühl für den Bebop mit Blues- und Rockeinflüssen, verbindet das Legatofeeling von Jim Hall und Wes Montgomery mit dem bissigen Blues und der „funkiness“ B. B. Kings.“

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Eintritt: Abendkasse: 20 € (erm. 18 €), Vorverkauf: 17 € (erm. 15 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

André Nendza Quartett feat. Paolo Fresu

Städtisches Museum Braunschweig

André Nendza: Bass
Claudius Valk: Saxofon
Hendrik Soll: Klavier
Christoff Hillmann: Schlagzeug
Paolo Fresu: Trompete

Modernen europäischen Jazz jenseits aller Stilgrenzen spielt das Quartett des Bassisten André Nendza. Die Offenheit des Komponisten und Bandleaders für die verschiedensten Quellen, auf die sich Jazz heute bezieht, ist wie geschaffen für den italienischen Trompeter Paolo Fresu, der „den Sound von Miles Davis in eine ideenfunkelnde, mediterrane Jazzpoesie transformiert“ („Das Jazzbuch“). Die Instrumentalisten von Nendzas Quartett zählen zu den eigenständigsten Jazzmusikern der „mittleren Generation: Saxofonist Claudius Valk, Pianist Hendrik Soll und Schlagzeuger Christof Hillmann.

Paolo Fresu (Jahrgang 1961), stammt aus Sardinien und gehört zu den europäischen Trompetern mit eigenem Stil: empfindsam und zartfühlend „mit Einflüssen der sardischen Folkmusik, die auf Einfachheit und schlichte Melodik bedacht ist und zwischen nordafrikanischen und europäischen Mittelmeerklängen vermittelt“ (Das Jazzbuch).

André Nendza (Jahrgang 1968) stammt aus Westfalen, studierte E-Bass und Kontrabass unter anderem in Hilversum und Köln. Zu seinen musikalischen „Helden“ zählt Nendza den E-Bassisten Jaco Pastorius und Dave Holland und „über allen Miles Davis und John Coltrane“. „Wild Open Rooms“, heißt die 2004 erschienene CD des Quartetts und das beschreibt die wilden und offenen akustischen Räume, die Nendza mit seiner Klangarchitektur und chromatischer Melodik entwirft. Vom Kontrabass aus leitet er die Band souverän. „Und dass der Komponist einen Schritt zurücktritt, um Platz für die Solisten zu machen, zeichnet eben den Bandleader André Nendza aus“, wie Martin Laurentius in „Jazzthing“ schrieb.

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

E-L-B Erskine / Lê / Benita

NORD/LB Braunschweig

Nguyên Lê: Gitarre
Peter Erskine: Schlagzeug
Michel Benita: Bass

Drei Buchstaben genügen als Signet für das herausragende Trio, das vor knapp zwei Jahren in Frankreich gebildet wurde. E-L-B stehen für Erskine, Lê, Benita _ und wer die vergangenen zwanzig Jahre das internationale Jazzgeschehen verfolgt hat, schnalzt bei den drei Namen mit der Zunge. „Bei uns gibt es keinen Chef, wir sind drei gleichberechtigte Akteure,“ sagt Gitarrist Nguyên Lê. Zusammen mit Schlagzeuger Peter Erskine und Michel Benita spielt das Trio Jazz wie aus einem Guss, der mal energiegeladen rockig, mal federnd locker und auch mal ungemein lyrisch klingt.

Eng verzahnt ist ihr Zusammenspiel, immer eine geschlossene Einheit, bei der das Ganze wichtiger ist als gelegentliche solistische Höhenflüge. Perfekt aufeinander abgestimmt sind die messerscharfen, oft leicht fernöstlich gefärbten Töne Nguyên Lês, die leichthändige Geschmeidigkeit von Michel Benitas Bass-Spiel und Peter Erskines feinsinnige Präzision, die einem Pianissimo die Kraft eines Vulkanausbruchs geben kann.

Der US-Amerikaner Peter Erskine (Jahrgang 1954) wurde als Mitglied der Gruppe Weather Report Ende der 1970er Jahre weltbekannt, spielte mit Musikern wie Gary Burton, Pat Metheny, John Abercrombie und der Songwriterin Joni Mitchell zusammen und hat sich mit seinen eigenen Bands als ein Schlagzeuger profiliert, der Trommeln und Becken auch flüstern lassen kann.

Gitarrist Nguyên Lê, als Sohn vietnamesischer Eltern 1959 in Paris geboren, hat international spätestens 1994 (Auftritt beim Berliner Jazz-Fest) den Durchbruch geschafft. Mit CDs wie „Tales from Viet-Nam“ und „Purple (Celebrating Jimi Hendrix)“ untermauerte er seinen Ruf als eigenwilliger Weltmusiker.
Bassist Michel Benita, 1954 in Algier geboren, lebt seit 1981 in Paris. Sein warmer, kraftvoller Ton hat ihn zu einem gefragten Partner von Musikern wie Aldo Romano, Marc Ducret und Martial Solal, aber auch Lee Konitz und Archie Shepp gemacht.

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

Matthias Schriefl “Shreefpunk”

Städtisches Museum Braunschweig

Matthias Schriefl: Trompete, Flügelhorn
Johannes Behr: Gitarre
Robert Landfermann: Bass
Jens Düppe: Schlagzeug

Shreefpunk – das Projekt des jungen Trompeters Matthias Schriefl passt in keine gängige Schublade. Statt Mainstream eine wilde Mischung übermütiger Ideen und perfekter Arrangements mit Einflüssen aus Jazz, Pop, Punk, Neuer Musik und auch schon mal schalkhaft bayerischer Blasmusik. Der 25-jährige Schriefl stammt aus dem Allgäu, lebt in Köln und spielte schon mit 15 Jahren in Jazzbands. Neben zahlreichen Nachwuchspreisen erhielt er 2006 den renommierten WDR Jazzpreis für Improvisation.
Shreefpunk besteht neben Schriefl aus drei jungen Jazzvirtuosen, die alle in der internationalen Szene erprobt sind. Gitarrist Johannes Behr, Bassist Robert Landfermann und Schlagzeuger Jens Düppe leben auch in Köln und spielen mit ihm seit vielen Jahren zusammen.

Brillant ist das Trompetenspiel von Matthias Schriefl. “Er beherrscht sein Instrument mit Mitte 20 schon so souverän wie einst die (Alt-)Meister seiner Zunft: Phänomenal sein Ton-Umfang und sein Ansatz, mitreißend sein Improvisations-Talent und nicht weniger originell seine Arrangements”, stellt WDR-Journalist Reiner Brückner fest. Seine Energie und Experimentierfreude entsprechen dagegen dem jugendlichen Elan.

Schriefl nennt als Motto für das Projekt Shreefpunk: “Keine Angst vor Einfachem, keine Angst vor Kompliziertem.” Zu seinen musikalischen Vorbildern gehört Duke Ellington als Musiker, Komponist, Arrangeur, Bandleader und Manager in einer Person. Unter den Trompetern steht Louis Armstrong obenan, wohl auch wegen der rastlos scheinenden Virtuosität, die auch sein Spiel auszeichnet.

Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10€)

Mit freundlicher Unterstützung:
G.O.D.

NDR-Bigband

Städtisches Museum Braunschweig

1. Set: “The Music of Steve Grey”

2. Set: “NDR Bigband plays Piazolla”

Leitung: Steve Gray

Mit der Musik des Argentiniers Astor Piazolla widmet sich die NDR Bigband einem jazzverwandten Bereich. Der englische Komponist, Arrangeur und Pianist Steve Gray, der seit über zehn Jahren immer wieder einmal mit der NDR Bigband zusammen gearbeitet hat, arrangierte für das brillante Orchester der Solisten aus Hamburg die Tango-Musik des berühmten Argentiniers.
Astor Piazzolla (1921–1992) hat den Tango revolutioniert und in die Moderne geführt. Sein Handwerk lernte er in traditionellen Tango-Orchestern. Mitte der 50er studierte Piazzolla klassische Komposition und verschmolz Einflüsse von Bach bis Strawinsky mit den Überresten des alten Tango. Der Name seines Quintetts — “Tango Nuevo” — wurde zum Inbegriff einer neuen Musikrichtung. Bei allen Experimenten blieb Piazzolla dabei immer dem Geist des Tango verpflichtet: seiner Melancholie, seiner Passion.
“Er hat den Tango gerettet”, sagt der Komponist und Arrangeur Steve Gray. “Dass die Menschen heute überall auf der Welt Tango hören, ist Piazzolla zu verdanken. Seine Musik für die NDR Bigband zu arrangieren war eine große Herausforderung für mich. Sie besitzt eine dramatische Qualität, hat Freiheit und Leidenschaft. Das sind zwei Wesensmerkmale, die auch den Jazz ausmachen.”

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Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NDR

Andrea Marcelli Quartett – Beyond The Blue

Städtisches Museum Braunschweig

Andrea Marcelli: Schlagzeug, Klarinette, Komposition)
Dirk Engelhardt: Saxofon
Ekkehard Wölk: Klavier
Robin Draganic: Bass

„Beyond the blue“ nennt sich das nach Klängen forschende Projekt des italienischen Schlagzeugers und Komponisten Andrea Marcelli (Jahrgang 1962). Mit seinem Quartett wird er eigene Kompositionen spielen, aber auch Jazz-Bearbeitungen von bekannten italienischen Stücken, etwa von Monteverdi, Puccini, Scarlatti und Nino Rota. „Andrea Marcellis Musik ist dynamisch und nachdenklich zugleich – wie die täglichen Ereignisse“, urteilte der Saxofonist Wayne Shorter und lobte die Sensibilität und Kreativität des Komponisten Marcelli, der klassische Klarinette und Komposition studiert hat und dessen Schlagzeugspiel mit polyrhythmischen Strukturen an Max Roach erinnert.

Zum Konzert in Braunschweig bringt Marcelli Musiker mit, mit denen er seit langem zusammenarbeitet: Saxofonist Dirk Engelhardt spielt expressiv, aber auch lyrisch im Geiste der Avantgarde der 70er Jahre, aber auch in der Tradition des Hard Bops. Mit dem klassisch ausgebildete, virtuosen Pianist Ekkehard Wölk, hat Marcelli auch beim Bach-Festival 2006 in Leipzig zusammen gespielt. Bassist ist Robin Draganic, mit dem Marcelli, Engelhardt und Wölk seit Jahren oft zusammen gespielt haben.

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10€)

Mit freundlicher Unterstützung:
Istituto Italiano di Cultura Wolfsburg

Jasper van’t Hof: HOTLIPS

NORD/LB Dankwardstraße

Jasper van’t Hof : Piano, Keyboards
Eric van de Westen: Bass
Jürgen Neudert: Posaune
Peter Weniger: Saxophon
Christian Kappe: Trompete
Moritz Müller: Schlagzeug

Der holländische Pianist und Keyboard-Spieler Jasper van’t Hof (Jahrgang 1947), seit 1970 energiegeladener Wirbelwind in der Jazzszene, kehrt nach Piano-Solo-Projekten mit seinem Sextett “Hotlips” zu Jazz-Fusion-Formaten zurück. Durch die Einbeziehung von drei Bläsern — den Hotlips (heiße Lippen) — in den Sound der Band erschließt Jasper van’t Hof neue Möglichkeiten der Verschmelzung von Jazz, Rock und Weltmusik: satte Grooves, afrikanische Rhythmik, energiegeladene Bläser-Riffs, aber auch sphärische Klangflächen am Keyboard sind die Basis für die spielfreudigen Improvisationen van’t Hofs ebenso wie des Posaunisten Jürgen Neudert, des Saxophonisten Peter Weniger und des
Trompeters Christian Kappe.

Den internationalen Durchbruch schaffte Jasper van’t Hof 1971 mit der freien Rockjazz-Gruppe “Association P.C.” des Schlagzeugers Pierre Courbois. Durch die neuen Klänge von E-Piano und Syntheziser war er dann mit seiner Band “Pork Pie” (mit Saxophonist Charlie Mariano und Gitarrist Philip Catherine) einer der Pioniere des europäischen Jazz-Rock in den 1970er Jahren. Seit 1984 — lange vor Beginn des Ethnotrends — startete er das Erfolgsprojekt “Pili Pili”, das den europäischen Jazz mit afrikanischer Musik und tanzbaren Grooves verband.

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

Erik Ineke JazzXpress

Städtisches Museum Braunschweig

Rik Mol: Trompete, Flügelhorn
Sjoerd Dijkhuizen: Tenorsaxofon
Rob van Bavel: Piano
Marius Beets: Bass
Eric Ineke: Schlagzeug

Der holländische Jazz-Schlagzeuger Eric Ineke (Jahrgang 1947) steht seit den 1960er Jahren auf den Bühnen der Welt und hat mit vielen Jazz-Stars zusammen gespielt, so u.a. mit Dizzie Gillespie, Lee Konitz, Dexter Gordon, Dave Liebman. Mit seinem vor einem Jahr gegründeten eigenen Quintett JazzXpress spielt Eric Ineke Modern Jazz mit viel Drive und Spielfreude in der Tradition des Hardbop.
Um die Schlagzeuglegende haben sich Stars aus drei Musikgenerationen der holländischen Jazzszene versammelt: der junge Trompeter Rik Mol, Tenorsaxofonist Sjoerd Dijkhuizen, Pianist Rob van Bavel und Bassist Marius Beets.
Das Repertoire der Band hat seine Wurzeln im Hardbop, einer Jazzepoche, die sich seit Ende der 1950er-Jahre trotz Free Jazz und Electric Jazz als Mainstream immer behauptet hat. Auch die Kompositionen der Bandmitglieder fußen auf dieser Tradition, die durch unbändige Energie und Improvisationsfreude gekennzeichnet ist und sich mit modernen rhythmischen und harmonischen Konzepten bestens verknüpfen lässt. Zusammengehalten wird das durch Eric Ineke, dem in der Presse ein einzigartiges Gespür für Dynamik und technische Brillanz bescheinigt wird.

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10€)

Mit freundlicher Unterstützung:
ckc integrated solutions AG, Braunschweig

Masha Bijlsma Superband

NORD/LB in der Dankwardstraße

Masha Bijlsma: Gesang
Dries Bijlsma: Schlagzeug
Hengt de Ligt: Bass
Rob van den Broeck: Piano
Tony Lakatos: Saxofon
Bart van Lier: Posaune

Die holländische Sängerin Masha Bijlsma gilt heute als eine der besten Jazzsängerinnen in Europa. Stilistisch im Mainstream und im Bebop zuhause singt sie Eigenkompositionen, aber auch Interpretationen von Klassikern des Pop- und Soulgenres. Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Masha Bijlsma Band hat sie ihr eingespieltes Quartett mit zwei hervorragenden Bläsern verstärkt: Tony Lakatos (Tenor- und Sopransaxofon) und Bart van Lier (Posaune).
Masha Bijlsma (Jahrgang 1971) spielte zunächst Piano und Bassgitarre ehe sie mit 19 Jahren ihre Karriere als Jazzsängerin mit ihrer Band begann. Sehr erfolgreich tourte sie in Europa und den USA und spielte auf großen Veranstaltungen wie dem North Sea Jazz Festival. 1997 war sie auf Einladung der Musiker-Initiative Braunschweig beim legendären Open Air Doppel-Konzert mit Maria Joao auf dem Burgplatz zu Gast. In ihrem Repertoire sind Kompositionen von Thelonius Monk, Fats Waller, Charlie Haden, Jasper van’t Hof, Bill Evans und Kate Bush.
Ihre Band ist mit exzellenten Musikern besetzt: Pianist Rob van der Broeck ist Mitglied des European Jazz Ensemble, spielte mit Charlie Haden, Kenny Wheeler, Billie Higgins. Der Schlagzeuger Drijs Bijlsma war unterwegs mit Jasper van’t Hof , Mal Waldron, Woody Shaw. Der junge Bassist Henk de Ligt spielte bei Joe Pass. Als zusätzliche Instrumentalisten hat Masha Bijlsma für ihre Superband mit Tony Lakatos einen der meistbeschäftigten Saxofonisten Europas geholt. Geboren 1958 in Budapest, studierte Lakatos Saxofon am Bela Bartok Conservatorium, lebt seit 1981 in Deutschland und spielte mit vielen Jazzgrößen zusammen, angefangen bei Toto Blanke über Barbara Dennerlein bis Kenny Wheeler und Terry Lynn Carrington. Posaunist Bart van Lier startete seine Profikarriere 1968 und war Mitglied in zahlreichen Bands, so auch in der Slide Hampton 4-Trombone Group. Auch als Lehrer war van Lier sehr aktiv. Seit 2004 ist er Professor an der Folkwangschule in Essen.

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Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

Silke Eberhard Quartett – mohnmarzipan

Städtisches Museum Braunschweig

Silke Eberhard: altsaxophone, bassclarinet, clarinet
Niko Meinhold: piano, toys, melodica
Jan Roder: bass
Sebastian Merk: drums

Die junge Saxofonistin und Klarinettistin Silke Eberhard (Jahrgang 1972) spielt mit ihrem Quartett nicht gerade leicht eingängigen modernen Jazz: “Schräge Themen, äußerst merkwürdige Instrumentierung (Bassklarinette, Melodika) und nie nachlassende Energie” (Jazzthing) kennzeichnen die Musik von Silke Eberhard, die seit Jahren in Berlin lebt und “auf hohem spielerischen Niveau aktiv zum kreativen Potenzial der Hauptstadt beiträgt” (Jazzpodium). Sie selbst sagt, dass sie Aufnahmen von Thelonius Monk aus den 1960er Jahren gerne hört. “Und da ich Bassklarinette spiele, verehre ich natürlich Eric Dolphy.” Mit dabei in ihrem Quartett ist Pianist Niko Meinhold, der auch Melodika spielt, Bassist Jan Roder und Schlagzeuger Sebastian Merk, der in Braunschweig geradezu ein Heimspiel hat: er gehört zum Frank Spaniol Quartett (im März in Braunschweig) und sprang beim September-Konzert des Julia Hülsmann Trios mit Daniel Matter ein.

Silke Eberhard wuchs in einem schwäbischen Dorf mit volkstümlicher Blasmusik auf und lernte schon als Kind Klarinette. Als Teenager entdeckte sie den Jazz, war zunächst von Big Bands fasziniert, dann vom Free Jazz. Seit 1997 arbeitet sie in den Bereichen Jazz, improvisierte Musik und Theater mit Studienaufenthalten in Kanada und den USA (Masterclass Dave Liebmann). 2000 war sie Mitglied in Projekten der Pianistin Aki Takase und trat bei den Berliner Jazztagen auf.

Heute bindet sie in ihrem Quartett die musikalischen Erfahrungen zusammen. “Versteckte Märsche reiben sich an urbanen Grooves, weiche Streicheleinheiten stehen gleichberechtigt neben knochentrockenen Strukturen oder kompromisslosen Kollektivimprovisationen”, stellt Wolf Kampmann zur CD des Quartetts “Mohnmarzipan” fest. Und: “Diese Prozesse ergeben sich aus dem spielerischen Miteinander der vier Musiker. Pianist Niko Meinhold und Drummer Sebastian Merk stehen für den urbanen Teppich, während Bassist Jan Roder und die Bandleaderin die jazzige Bodenständigkeit innerhalb der Band verkörpern.”

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung Braunschweig

Barbara Dennerlein & BEBAB (Quartett)

Nord/LB in der Dankwardstraße

Barbara Dennerlein: Orgel
Christian Kapp: Trompete
Jörg Kaufmann: Saxofon
Marcel Gustke: Schlagzeug

Barbara Dennerlein gehört international zu den Stars des Jazzszene als kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazzmusikern und als Protagonistin ihres Instruments, der legendären Hammond-B3-Orgel, auf der sie „die größte stilistische Breite und Offenheit“ aller Jazz-Organisten besitzt (Das Jazzbuch). Die Souveränität, mit der Barbara Dennerlein das Potenzial der Hammond-Orgel ausschöpft und neue Klangmöglichkeiten entdeckt, macht sie als Jazzmusikerin unverwechselbar. „Und vor allem: Sie hat das Spiel mit den Fußpedalen – durch eine größere Virtuosität und rhythmische Unabhängigkeit – auf ein neues Niveau gehoben“ (Das Jazzbuch). Gefeiert wird sie von Kritikern und Publikum, egal ob sie solo oder mit ihrer Formation „Bebab“ auftritt. Der Name spielt mit Bebop und Barbara, weist auf Eigenes hin, für das es keine Schublade gibt. Barbara Dennerlein weiß um die Werte der Tradition und ist im modernen Jazz von heute zu Hause.
Die Grooves der Jugendkultur sind ihr ebenso vertraut wie die Hörerfahrungen einer Generation, die mit dem Hammond-Orgel-Boom in den 50er Jahre (Jimmy Smith) aufgewachsen ist. Swing und Bebop, Blues, Soul, Latin, Rock, Funk und Free – für Barbara Dennerlein gibt es keine starren Grenzen, sondern fließende Übergänge. Dennerlein: „Jazz ist für mich ein Synonym für Freiheit. Der Freiheit von Vorurteil und Diskriminierung, der Freiheit von Zwang und Konvention. Diese, meine Definition von Jazz will ich dem Zuhörer vermitteln. Ob Jung oder Alt, Traditionalist oder Modernist, Jazzfan oder Nicht-Jazzfan.“
Geboren 1964 in München begann Barbara Dennerlein schon mit 11 Jahren das Orgelspiel und trat mit 15 schon regelmäßig auf. Heute sind ihr die großen internationalen Festival-Bühnen in Europa und den USA ebenso vertraut wie die Jazz-Clubs in New York, London oder Tokio.

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Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

Dauner & Dauner

Nord/LB in der Dankwardstraße

Wolfgang Dauner, Piano
Florian Dauner, Schlagzeug

Wolfgang Dauner ist einer der profiliertesten Jazzpianisten Europas, der sich von Anfang an jedweder puristischen Stileinengungen verweigerte. Der Mann mit dem Zopf, der zu seinem 70. Geburtstag Anfang des Jahres für sein jahrzehntelanges musikalisches Schaffen mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet wurde, war immer ein Wanderer zwischen dem Jazz in allen seinen Facetten und der Klassik. Begleitet von seinem Sohn Florian (33) am Schlagzeug, der seit 1993 bei der Hip-Hop-Band „Die Fantastischen Vier“ trommelt, zeigt Wolfgang Dauner die ganze Bandbreite seines pianistischen und improvisatorischen Könnens.
„Wolfgang Dauner führt die hohe Kunst am Piano vor, vom technisch höchst anspruchsvollen Ravel bis zu swingendem Gershwin, nicht zu vergessen die Eigenkompositionen, die seine Bedeutung als Komponist bestätigen.“ (Wolfgang Platzeck, WAZ)
Wolfgang Dauner gründete schon 1964 sein erstes Trio (mit Eberhard Weber am Bass) und produzierte mit in seiner Radio Jazz Group Stuttgart mit renommierten Jazzmusikern (Chick Corea, Chet Baker, Randy Brecker, Ralf Towner, Larry Coryell) 15 Jahre lang für den Süddeutschen Rundfunk. 1975 gründete Dauner mit anderen europäischen Spitzenmusikern wie Albert Mangelsdorff, Charlie Mariano, Ian Carr, Barbara Thompson, Jon Hiseman das United Jazz & Rock Ensemble (und das eigene Label Mood Records), das mehr als 20 Jahre international Erfolge feierte.

Zu hören war Wolfgang Dauner daneben in Solo-Konzerte, in Duo-Projekten mit Albert Mangelsdorff, aber auch mit Konstantin Wecker und in Trio-Auftritten mit Mariano und Dino Saluzzi. Und er war bei den Tourneen der German All Stars durch Asien und Nord- und Südamerika sowie der Old Friends von New York bis Montevideo dabei. Dazwischen gab es Projekte mit klassischen Orchestern, eine Jazz-Oper („Urschrei“), Musik zu Filmen und Lasershows, Musiktheater.

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

Philipp van Endert Trio feat. Rick Margitza

Städtisches Museum Braunschweig

Philipp van Endert: Akustische Gitarre
Andre Nenzda: Bass
Kurt Billker: Schlagzeug
Rick Margitza: Sopran- + Tenorsaxofon

Souveränen Jazz mit einer ordentlichen Portion Groove spielt das Trio des jungen Düsseldorfer Gitarristen und Komponisten Philipp van Endert. Zusammen mit seinen Freunden André Nendza am Bass und Kurt Billker am Schlagzeug hat van Endert einen klar strukturierten, eigenständigen Trio-Stil entwickelt, der energiegeladen und gleichzeitig auch lyrisch ist. Als weiterer Solist mit dabei ist der amerikanische Saxofonist Rick Margitza, der 1989 zur Formation von Miles Davis gehörte und der ihn schlicht als „einen großen Tenorspieler“ bezeichnete.
„Khilebor“ – so heißt seine neueste hochgelobte CD – „bedeutet Lachen. Genau diesen Moment der ehrlichen Freude, den ich jedes Mal beim Spielen empfinde, soll meine Musik ausdrücken,“ sagt van Enders (Jahrgang 1969). Und Bassist André Nendza, mit dem van Enders schon als Teenager Funk-Jazz gespielt hat, ergänzt: „Die Musik ist das Ergebnis unserer Freundschaft.“
Nach einem Studium in Boston am Berklee College of Music ist Philipp van Endert zu einer wichtigen Stimme in der heutigen Jazz-Szene gereift, nicht nur als exzellenter Gitarrist, sondern auch als Komponist und subtiler Arrangeur. Er hat in Amerika und Europa bei zahlreichen Tourneen und auf Festivals (so auch in Montreux) gespielt und ist auf etwa 20 CDs, davon 13 als Leader zu hören. Zu den Jazzgrößen, mit denen er musizierte, gehören Mike Stern, Danny Gottlieb, Karl Berger, Gerd Dudek und Kenny Wheeler.
André Nendza, „einer der wichtigsten jungen Vertreter seines Fachs“ (Jazzpodium) hat sich einen Namen mit Projekten wie dem elektro-akustischen Ensemble A.tronic einen Namen gemacht. Er spielte u.a mit Kenny Wheeler, Dave Liebmann, Charlie Mariano, Christoph Spendel und im Duo mit Angelika Niescier zusammen. Von etwas älterem Semester sorgt der Schlagzeuger Kurt Billker für eine dichte Rhythmik mit präzisem Jazzfeeling und sicherem Timing. Seit Jahren zählt er zur Spitzenliga des deutschen Jazz.
Rick Margitza (Jahrgang 1961) studierte klassisches Klavier und Oboe bevor er zum Saxofon wechselte. Auch er besuchte das Berklee College of Music in Boston.1989 holte ihn Miles Davis in die Band. „In seinem melodisch weit ausholenden Bögen spiegeln sich Einflüsse von Sonny Rollins, John Coltrane und Joe Henderson, die Margitza zu einem eigenständigen Stil verbindet.“ (Jazz-Lexikon)

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
G.O.D. Gesellschaft für Organisation und Datenverarbeitung

Julia Hülsmann Trio mit Daniel Mattar

Städtisches Museum Braunschweig

Daniel Mattar (Gesang)
Julia Hülsmann (Klavier)
Marc Muellbauer (Bass)
Heinrich Köbberling (Schlagzeug)

Die Berliner Pianistin Julia Hülsmann (Jahrgang 1964) kommt erneut mit einem anspruchsvollen Projekt: Sie hat die formal streng gebauten Verse der US-Lyrikerin Emily Dickinson unter dem Titel “Good Morning Midnight” vertont und ein Werk von großer Musikalität geschaffen. Die Zeitschrift Jazzthing (Feb 06) urteilte über die CD: „Und so ist „Good Morning Midnight“, auch durch die treffende gesangliche Umsetzung der Texte durch Roger Cicero, ein weiteres harmonisch, rhythmisch und klangmalerisch spannendes Werk einer großartigen Julia Hülsmann.“

Nach dem ersten Geniestreich mit Vertonungen des US-Lyrikers E.E. Cummings (mit Rebecca Bakken) und der Randy Newman-Hommage (mit Anna Lauvernac), die sie auch in Braunschweig vor zwei Jahren vorstellte, ist diese Vertonung der Gedichte von Emily Dickinson das dritte große Projekt von Julia Hülsmann. Und auch hier erweist sich Hülsmanns Gespür für Worte, Bilder und Stimmungen, für Melodien, die ins Ohr gehen und doch das Herz rühren, für die ahnungsvollen Texte von Emily Dickinson, jener Lyrikerin aus dem ländlichen Massachusetts, die 1886 im Alter von 56 Jahren starb als der Jazz noch nicht entstanden war.

Julia Hülsmann gelingt es, eine kongeniale Verbindung zwischen Kunstlied und europäischen Jazz der Jetztzeit zu schaffen. Zum Gastspiel in Braunschweig ist Daniel Mattar, Lehrbeauftragter für jazz-Gesang an der UdK und HfM Berlin, sowie Dozent diverser nationaler und internationaler Workshops, für die gesangliche Umsetzung der Texte eingeladen und übernimmt den Part, den Roger Cicero bei der Einspielung des Albums innehatte.

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Volkswagen Bank

NDR-Bigband

Städtisches Museum Braunschweig

1. Set: „The Beastie Bones“
Joe Gallardo, Dan Gottshall, Stefan Lottermann, Ingo Lahme (Posaunen)

2. Set: Spanische Nacht
Miles Davis / Gil Evans: “Sketches Of Spain”
Claus Stötter (Trompete), Leitung: Dieter Glawischnig

Die NDR „Bigband der Solisten“, eine der renommiertesten Jazz-Orchester in Europa, hat sich für die Spanische Nacht die Original-Arrangements der „Sketches Of Spain“ auf die Notenpulte gestellt, die Miles Davis mit dem Gil Evans Orchester 1960 eingespielt haben. Dabei gelang die Verbindung der authentischen Klang- und Gefühlswelt des Flamenco mit dem Jazz. Im Mittelpunkt steht das „Concierto de Aranjuez“ von Joaquin Rodrigo mit seiner emotionalen Kraft und seinem ohrwurmartigen Hauptthema. Und in den Flamenco-Stücken wie „Saeta“ und „Solea“ mit ihrer andalusichen Wehmut sah Miles Davis das spanische „Gegenstück zum Blues“.
Der Sound ist bis heute einzigartig: Gil Evans behandelte die große Jazzbesetzung wie ein Kammerorchester mit der Fähigkeit, zu swingen und zu improvisieren. In dieser modernen Tradition steht die NDR Bigband. Solist ist der Trompeter Claus Stötter, ein kühner Improvisator und brillanter Techniker, der sich auf eine sehr persönliche Weise vor dem „Über-Vater“ Miles Davis verbeugt.
„The Beastie Bones“ ist ein Posaunen-Spektakel der Extra-Klasse, bei dem die vier Posaunisten der NDR Bigband miteinander improvisieren. Die Amerikaner Joe Gallardo, der unter anderen in den Bands von Stan Kenton und Mel Lewis spielte, und Dan Gottshall (Jahrgang 1961), sowie die Deutschen Stefan Lottermann (Jahrgang 1965) und Ingo Lahme (Jahrgang 1974), der Bassposaune spielt. „Am Anfang habe ich spontan ein kleines Motiv in den Raum geworfen“, erzählt Joe Gallardo, „die anderen reagierten.Das haben wir nun ausgebaut.“

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Michel Godard und Cousins Germains

Nord/LB in der Dankwardstraße

Michel Godard (Tuba, Serpent)
Christof Lauer (Sopran- und Tenorsaxofon)
Wolfgang Puschnig (Altsaxofon, Flöte)
Herbert Joos (Trompete, Flügelhorn)
Marc Ducret (Gitarre)
Wolfgang Reisinger (Schlagzeug)

Als neuen Geniestreich des Tuba-Spielers Michel Godard bezeichnet Ulrich Steinmetzger in Jazzthing 60 die CD „Cousins Germains“. Ungewöhnliche Klänge, ausgeklügelte Kompositionen, präzise Arrangements, anspruchvolle Bläsersätze, sprudelnde Soli, pulsierende Rhythmik und Spaß bei der Sache. Steinmetzger: „Das ist brillant und dicht inszenierte Kurzweil mit Tiefgang und schön differenzierten, unverbrauchten Nuancen.“
Michel Godard, geboren 1960 in Belfort (Frankreich), begann mit dem Trompetenspiel und machte dann als Könner auf der Tuba Karriere im Jazz und in der klassischen Musik. Heute gilt er als der Virtuose auf der Tuba und dem Serpent in der improvisierten Musik. Der Serpent , ein schlangenförmiges Blasinstrument aus dem 16. Jahrhundert, hat dank eines Holzmundstücks einen warmen, mysteriösen und intensiven Ton. Für Godard ist die Tuba eine „Bass Bee“ (Bass-Biene), die schnell fliegen, brummen und summen, aber auch plötzlich zustechen kann („Das Jazzbuch“). Er war im Jazz bei zahlreichen kreativen Projekten dabei, zusammen mit Michel Portal, Louis Scavis, Enrico Rava, Kenny Wheeler, Rabih Abou-Khalil, Simon Nabatov oder Willem Breuker.
Mit Christof Lauer, Wolfgang Puschnig und Herbert Joos hat Godard drei hervorragende Bläser dabei, dazu den Gitarristen Marc Ducret und den Schlagzeuger Wolfgang Reisinger. Michel Godard sagt: „Cousins Germains, die deutschen Cousins oder Vettern entstammen tatsächlich so etwas wie einer musikalischen Familie. Dies sind die Musiker (meine liebsten sozusagen) mit denen ich schon sehr lange, ich bin versucht zu sagen „schon immer“ zusammen spiele.“ „Wir spielen die Musik des einen oder anderen, und immer merken wir, wie sehr wir zusammen „hören“ und gehören.“

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14€ (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
NORD/LB

Rosario Giuliani Quartet

Städtisches Museum Braunschweig

Rosario Giuliani (Alt- und Sopransaxofon)
Pietro Lusso (Piano)
Gianluca Renzi (Bass)
Benoit Henocq (Schlagzeug)

Rosario Giuliani gilt als einer der frischesten und „heißesten“ Saxofonisten der aktuellen europäischen Jazz-Szene. Der Vorrat an Energie des Altsaxofonisten scheint unerschöpflich und gerade live auf der Bühne wird seine Dynamik und Entschlossenheit gerühmt. Spielfreude und italienische Grandezza kennzeichnen die Spielweise des Quartetts, das Giuliani bereits 1996 gegründet hat.

Rosario Giuliani (Jahrgang 1967) wurde 1990 Mitglied im „European Jazz Orchestra“, einer vom italienischen Rundfunksender RAI organisierten Band für junge Talente aus ganz Europa. 1996 gewann er den Massimo-Urbani-Preis als Italiens bester Altsaxofonist und 2000 den jährlichen Kritikerpreis des italienischen Jazzmagazins „Musica Jazz“ als Italiens bester junger Musiker. Seither hat Giuliani mit vielen Jazzgrößen gespielt wie Kenny Wheeler, Enrico Pieranunzi, Randy Brecker, Phil Woods oder Enrico Rava.

In seinem Quartett, das 1997 den „European Jazz Contest“ gewann, sorgen Bassist Gianluca Renzi und Schlagzeuger Benoit Henocq für eine solide rhythmische Basis. Mit Pietro Lussu hat Giuliani einen der führenden jüngeren Pianisten der italienischen Szene dabei. Lussu lernte sein Handwerk bei Franco D’Andrea und Enrico Rava an den Jazzclinics in Siena und hat schon auf zahlreichen Festivals in Europa und Übersee gespielt.

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
In Zusammenarbeit mit dem Istituto Italiano di Cultura Wolfsburg

Frank Spaniol Quartett

Städtisches Museum Braunschweig

Frank Spaniol (Saxofone, Flöte, Klarinetten)
Ulf Kleiner (Piano)
Markus Bodenseh (Bass)
Sebastian Merk (Schlagzeug)

Kraftvollen Modern Jazz, der dieses Prädikat wirklich verdient, spielt das Frank Spaniol Quartett, gekennzeichnet durch Spielwitz, Ideenreichtum, eine große Portion „Groove“ und spannende Kompositionen. Der junge Saxofonist und Bandleader Frank Spaniol, wegen seiner Vielseitigkeit gefragter Solist zum Beispiel bei der bekannten deutschen Lounge-Jazz-Kapelle DE-PHAZZ, spielt in diesem Quartett mit Freunden zusammen. Spaniol: „Das über Jahre gewachsene Vertrauen zwischen den Musikern machte das Quartett vom ersten Ton an zu einer packenden Working-Band mit großem Potenzial.“

Frank Spaniol stammt aus dem Saarland, studierte Jazz an der Hochschule in Mainz und arbeitet seit 2003 in Berlin. Pianist Ulf Kleiner wirkt als vielbeschäftigter Sideman hauptsächlich im Rhein-Main-Gebiet, ist aber auch an überregionalen Projekten mit Künstlern aus den Bereichen Jazz, Pop und Hip Hop beteiligt. Kleiner ist Dozent für Jazz-Piano in Mainz. Der aus Stuttgart stammende Bassist Markus Bodenseh ist vor allem in der süddeutschen Jazz-Szene aktiv. Der Frankfurter Sebastian Merk, der in Berlin lebt, gilt als einer der talentiertesten jungen deutschen Schlagzeuger. Flexibilität und Stilsicherheit kennzeichnen das Spiel von Merk, der im Jahr 2000 mit einem „Arbeitsstipendium“ der Stadt Frankfurt in der Musikmetropole New York spielte.

„Acoustic Jazz“ heißt die CD, die das Quartett vor einem Jahr heraus gebracht hat. Dazu schrieb Jazz Thing 53: „Frank Spaniol zeigt sich im Verbund mit seinen Mitmusikern in bester Spiellaune. Auf einer mitreißenden Modern-Mainstream-Basis fegt er mit seinem geschmeidigen, aber oft kraftvoll geblasenen Ton auf dem Tenor- und Sopransaxofon durch neun Originals“. Und in „Jazzpodium“ hieß es: „Neben den instrumentalen Stärken von Spaniol und Co besticht „Acoustic Jazz“ vor allem durch avancierte Kompositionen und feinen Sound.“

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung Braunschweig

Fleischer / Jünemann Quartett

Städtisches Museum Braunschweig

Markus Fleischer (Gitarre)
Ulli Jünemann (Saxofon)
Uli Glaßmann (Bass)
Adam Nussbaum (Schlagzeug)

Jazz aus einem Guss spielt das Fleischer-Jünemann Quartett: elegant, ideenreich und von mitreißendem Drive, für den vor allem der deutschstämmige Amerikaner Adam Nussbaum am Schlagzeug sorgt. Zusammen mit Uli Glaßmann am Bass legt Nussbaum das rhythmische Fundament für die Themen und Soli von Markus Fleischer (Gitarre) und Ulli Jünemann (Saxofon). Dabei schöpfen die vier Musiker aus der Bop-Tradition mit Anklängen an den Cool Jazz, aber auch an den Jazz-Rock oder gar den Bossa Nova.

Saxofonist Ulli Jünemann (Jahrgang 1967) setzt mit seinem reinen lyrischen Ton, der an die Spielweise von Paul Desmond im legendären Dave Brubeck Quartett erinnert, in seinen Soli Akzente von durchdachter Energie.

Dazu passt die Spielweise des Mainzer Gitarristen Markus Fleischer (Jahrgang 1972), die sich eher an den „sauberen“ Single-Tönen eines Jim Hall orientiert als am Sound-Gedonner der Rock-Gitarristen. Seine Soli bestechen durch klare Strukturen.

Perfekt stellen Jünemann und Fleischer auch sperrige Kompositionen unisono vor, um dann die Themen auf dem Saxofon und der Gitarre energiegeladen auszuloten. Zu der CD des Quartetts mit dem Titel „Four“ schrieb Falko von Ameln in Jazzthing 58: Nussbaums gewohnt solides und lebendiges Spiel bildet hörbar das Hauptkapital des Quartetts, das sich zwischen Balladen, Swing und Jazzrock bewegt. Am überzeugensten geraten dabei die ruppigen und anspruchsvollen Kompositionen von Tristano und Monk.“

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Volkswagen Bank

Gilad Atzmon & The Orient House Ensemble

Städtisches Museum Braunschweig

Gilad Atzmon (Saxofone, Klarinette, Posaune)
Frank Harrison (Klavier)
Yaron Stavi (Bass)
Asaf Sirkis (Schlagzeug)
Romano Viazzani (Akkordeon)
Dumitru Ovidiu Fratila (Violine)

Der Multi-Instrumentalist Gilad Atzmon, Exil-Israeli aus London, begeistert seine Zuhörer mit seiner machtvollen, zuweilen ironischen Mixtur aus großem Bebop und nahöstlichem Tonfall, Musiktraditionen unterschiedlichster Art in der Formensprache des Modern Jazz sozusagen. Sein Ensemble, zusammengesetzt aus im Exil lebender Künstler unterschiedlicher Nationen, mischen mit Intensität und Spielwitz unter dem Titel „Neu-Arrangement der Musik des 20.Jahrhundert“ jüdische und orientalische Folklore, Balkan und Tango mit der rebellischen Kraft des Bebop und des Freejazz.

Wichtig ist Gilad Atzmon die Rückbesinnung auf die Macht und Kraft der Musik. Das Wort „MusiK“ – deutsch ausgesprochen – signalisiert für ihn die Schönheit der Musik vor ihrer Zurichtung zur Ware, im Gegensatz zur kommerzialisierten „music“ der von ihm kritisierten globalisierten Kulturindustrie unter amerikanischer Ägide. Atzmon: „Unser musikalisches Ziel ist es, die Musik des untergegangenen europäischen Ureinwohners wiederherzustellen.“ Das sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Denn der Musiker Atzmon nennt Charlie Parker, Sonny Rollins, Roland Kirk und John Coltrane als die Saxofonisten, die ihn wesentlich geprägt haben. Technisch äußerst versiert strahlen seine Auftritte eine ungeheure Intensität aus, basiert auf dem ursprünglichen Antrieb eines jeden Musikers: der Spielfreude vor Publikum.

Eintritt: Abendkasse: 17 € (erm. 15 €), Vorverkauf: 14 € (erm. 12 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Volkswagen Bank

Rabih Abou Khalil + Joachim Kühn + Jarrod Cagwin

Nord/LB in der Dankwardstraße

Rabih Abou Khalil, Oud
Joachim Kühn, Klavier
Jarrod Cagwin, Schlagzeug

Das ist eine Begegnung der besonderen Art: Das Zusammentreffen von Hauptinstrumenten der jeweiligen tief verwurzelten Musikkulturen, der Oud für Arabien und des Klaviers für Europa. Rabih Abou-Khalil, Meister auf dem 12saitigen gitarrenähnlichen Instrument, und Joachim Kühn, Europas herausragender Jazz-Pianist, trafen sich immer wieder, weil sie seit langen Jahren in demselben Studio bei Kühns Freund Walter Quintus ihre Platten aufnahmen, ohne jemals zusammen zu spielen. Nun haben sie es gemacht und in einer Nacht zusammen mit dem Schlagzeuger Jarrod Cagwin die CD „Journey To The Centre Of An Egg“ eingespielt. „Ein ungewöhnlich schönes Album fern aller Genres mit einem Sound, der mal intim und mal episch klingt“, schreibt Max Annas in „Jazzthing“ (Sept./Okt. 05).

Joachim Kühn sagt da im Interview: „Wir haben schon nach dem ersten Set gemerkt, dass es einfach sofort klappte. Es war simpel, es war organisch, es war Musik pur.“ Und Rabih Abou-Khalil, in Beirut geboren und seit 1978 in Deutschland, der bisher nie einen Pianisten in seinen Gruppen wollte, sagt: „Nichts an Joachims Spiel konnte meine Vorurteile gegenüber dem Klavier bestätigen. Mir hat an der Zusammenarbeit mit Joachim besonders gut gefallen, dass weder ich ihn als Jazzmusiker gesehen habe, noch er mich als arabischen Musiker.“
Mit dem Schlagzeuger Jarrod Cagwin haben die beiden einen Musiker dabei, der mit dem Rhythmus „noch den Extrakick bringt“ (Kühn) und „wie eine Brücke zwischen uns beiden ist“ (Abou-Khalil).

Joachim Kühn ist in Braunschweig ein alter Bekannter. 1944 in Leipzig geboren, klassisch bestens ausgebildet, interessierte er sich durch den Einfluss seines Bruders, des Klarinettisten Rolf Kühn, schon früh für den Jazz, wurde mit 17 Berufsmusiker, gründete 1964 sein erstes Trio, das man getrost dem Free Jazz zuordnen kann und blieb 1966 in Westdeutschland. Von 1968 an wohnte Kühn in Paris und spielte mit den unterschiedlichsten Musikern zusammen. Anfang der 70er-Jahre widmete sich Kühn den elektrischen Keyboards und dem Fusion-Jazz, tauchte in Szene der amerikanischen Westküste ein. Seit 1985 konzentrierte er dann wieder ganz dem akustischen Piano. Die Zahl der LPs und CDs, die Joachim Kühn unter eigenem Namen einspielte, liegt bei über 40. Auf mehr als 150 Tonträgern ist er als Sideman zu hören, meist in hochprominenter Umgebung. Mit seiner Spielweise und Klansprache gilt Joachim Kühn heute im Kreis der Kollegen und für ein internationales Publikum als einer der großen Jazzmusiker unserer Zeit.

Eintritt: Abendkasse: 18 € (erm. 16 €), Vorverkauf: 15 € (erm. 13 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Nord/LB

Marc Copland Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Marc Copland (Piano)
Drew Gress (Bass)
Jochen Rückert (Schlagzeug)

Der amerikanische Pianist Marc Copland, Meister des sensibel modellierenden Anschlags und bekannt geworden als Erneuerer mit einer einzigartigen Beherrschung von Harmonie und Zeitgefühl, gilt als der wohl bedeutendste „lyrische“ Jazz-Pianist in der aktuellen Szene. Das Spiel in der klassischen Klavier-Trio-Formation, zu der Copland jetzt zurückgekehrt ist, lobte „Die Zeit“ gerade als „Entdeckung des Jahres“.
Der 57-Jährige erlebt seit 2000 gerade in Europa einen musikalischen Durchbruch mit fast 20 Alben in unterschiedlichsten Besetzungen: Vom Piano-Solo über Duo-Einspielungen (mit Greg Osby beziehungsweise Gary Peacock) und Trio-Formationen (mit Kenny Wheeler und John Abercrombie beziehungsweise mit Drew Gress und Jochen Rückert, mit denen er nach Braunschweig kommt) bis hin zum Quartett (mit Randy Brecker).
„Ob der Tastenspezialist, der auch schon eine kurze Karriere als Saxofonist hinter sich hat, nun solo, im Dreier oder in größerer Besetzung spielt: auffällig ist sein Hang zu warmen Tönungen, zu dunklen Kolorierungen“, schreibt Ssirus W. Pakzad in „Jazzthing“. Copland sagte ihm: „Darum spiele ich auch Klavier: weil man auf diesem Instrument so eine unglaubliche Palette an Farben entstehen lassen kann.“
Dabei drückt Copland meist das Pedal, um den Obertönen nachlauschen zu können. Pakzad: „Neben diesem Sinn für Farbgestaltung fällt bei Copland auch auf, wie sehr er die Pause, das Innehalten zur Kunst gemacht hat.“ Auf der Trio-CD mit Gress und Rückert unter dem Titel „Some Love Songs“ schwelgt Copland in Balladen, „die einem das Herz schwer werden lassen. Das Trio spielt in einer ganz anderen Zeitdimension“.

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Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Braunschweigischer Vereinigter Kloster- und Studienfonds

Vincent Herring Quartett

Nord/LB in der Dankwardstraße

Vincent Herring (Altsaxofon), Anthony Wonsey (Piano),
Richie Goods (Bass), Joris Dudli (Schlagzeug)

Den Auftakt am neuen Veranstaltungsort, der Schalterhalle der Nord/LB Dankwardstraße, macht das fulminante US-Amerikanische Quartett des Altsaxofonisten Vincent Herring (Jahrgang 1964). Feste Verwurzelung in der Tradition und Offenheit für neuere Entwicklungen sind „kreative Antriebskräfte, wenn Herring seinen stets bluesig unterfütterten „hard driving“ Sound auf den Weg bringt“ (Jazz-Lexikon). Funky-swingend, kräftig boppend und extrem soulig sind besonders seine Live-Auftritte auch ein Bekenntnis zur schwarzen Musik. Dabei führt Herring selbst seine Live-Qualität auf Erfahrungen als Straßenmusiker zurück. Der Trompeter Nat Adderly, in dessen Band Herring von 1987 bis1993 spielte, bezeichnete ihn als „in jeder Beziehung großen Musiker“. Herring hat 14 CDs als Leader und mehr als 100 als Sideman eingespielt. Dabei sind Aufnahmen mit Nat Adderly, Freddie Hubbard, Art Blakey’s Jazz Messengers, Horace Silver, Jack DeJohnette, Dollar Brand, Larry Coryell und viele mehr. Er ist heute ständiges Mitglied bei der „Kind Of Blue“-Formation und im Cedar Walton Quartet.
Pianist Anthony Wonsey bekam ein Voll-Stipendium am Berklee College of Music. Nach seinem Abschluss 1994 begann er mit vielen renommierten Jazzgrößen zu spielen, unter anderen bei Kenny Garrett , Lenny White, Antonio Hart, Clark Terry und Carmen Lundy. Außerdem wurde er festes Mitglied bei Elvin Jones, Nicholas Payton und Pharao Sanders.
Bassist Richie Goods begann seine musikalische Laufbahn in jungen Jahren in den Kirchen und Clubs seiner Heimatstadt Pittsburgh. Auch er besuchte das Berklee College und studierte außerdem mit Ron Carter und Ray Brown. Er gilt als einer der prominentesten jungen Bassisten sowohl im Pop als auch im Jazz. Er ist auf zwei Alben von Whithney Houston und auf drei von Alicia Keys dabei, arbeitete mit Will Smith und Christina Aguillera, tourte mit Manhattan Transfer, Milt Jackson, Stanley Turentine, Russell Malone und spielte drei CDs mit Mullgrew Miller ein.
Schlagzeuger Joris Dudli (geboren in der Schweiz, lebt in Österreich und in den USA) hat jahrelang beim Vienna Art Orchestra und dem Art Farmer Quintet gespielt und viele Konzerte mit Musikern wie Benny Golson, Mulgrew Miller, Chico Freeman, Johnny Griffin und Joe Henderson gegeben. 2002 war er auch bei Joe Zawinuls Sydicate dabei.

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Eintritt: Abendkasse: 16 € (erm. 14 €), Vorverkauf: 13 € (erm. 11 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
Nord/LB

Moscow Art Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Mikhail Alperin, Piano, Claviola, Melodica, Gesang
Arkady Shilkloper, Waldhorn, Flügelhorn, Gesang
Sergey Starostin, Klarinette, Blasinstrumente, Gesang

Mit dem Moscow Art Trio kommt eine der aufregendsten und humorvollsten Formation des neuen Jazz. Das Trio der drei singenden Musiker in der ungewöhnlichen Besetzung Piano, Waldhorn und Klarinette spielen eine Mischung aus Jazz, Klassik und Folklore. Sie erzählen so Geschichten durch Musik, horchen weniger dem Intellekt, mehr dem Herzen nach. Dazu vermengen sie mit Witz und Spaß verschiedenste Musikstile: Kammermusik und moderner Jazz, russische Hochzeitsmusik und Folklore aus Bali. Letztere hat der studierte Klassik-Pianist Mikhail Alperin, der unter anderen mit Donald Byrd und Benny Bailey spielte, für sich entdeckt. Im übrigen nennt er Keith Jarrett und den Miles Davis der 60er Jahre als wichtige Jazz-Einflüsse.

Zur Gründung des Trios: In der Umbruchzeit musiziert Alperin eines Tages gerade in seiner Mokauer Wohnung, als sein Nachbar zu ihm kommt: Es ist Arkady Shilkloper, Waldhornist, Mitglied im Orchester des Bolschoi-Theaters, der auch schon mit Lionel Hampton und Elvin Jones aufgetreten ist. Die beiden Touren als Duo, unter anderem auch in der DDR. Dort treffen sie im Hotel auf das Folk-Ensemble von Sergey Starostin, Klarinettist und Autor einer Weltmusiksendung im russischen Fernsehen. Zurück in Moskau gründen die drei 1990 das Moscow Art Trio, das sehr erfolgreich ist. Seither sind diverse Trio und Solo-CDs erschienen.

Eintritt: Abendkasse: 15 € (erm. 13 €), Vorverkauf: 12 € (erm. 10 €)

Mit freundlicher Unterstützung:
CKC integrated solutions

City Jazz Night

Städtisches Museum Braunschweig

1. Set: Jazzkantine + Schauspieler des Staatstheaters
2. Set: Yakou Tribe + Christian Brückner

Weitere Infos gibt es auf der Website http://www.cityjazznight.de !

Ion Baciu Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Ion Baciu, piano
Dietmar Osterburg, bass
Billy Bontas, drums

Als einer der einfühlsamsten und ideenreichsten Pianisten Rumäniens hat sich Ion Baciu jr. schon sehr früh erwiesen. Im Jahr 1980 entfloh der damals kmapp 20-jahrige Baciu den unwirtlichen und kunstfeindlichen Bedingungen im kommunistischen Rumänien nach Schweden. Nicht ohne zuvor noch ein kräftiges Zeichen zu setzen. Seine damals mit Dan Mandrila aufgenommene Platte kann getrost zu den besten der rumänischen Jazzhistorie gezählt werden. Heute ist er längst fester Bestansteil der schwedischen und internationalen Szene, hat mit Palle Danielsson aufgenommen und getourt und spielt oft und gerne wieder in seiner alten Heimat. Mit Gefährten aus alten Zeiten wie dem in Deutschland lebenden Drummer Billy Bontas.
Der im Umland Braunschweigs beheimatete Dietmar Osterburg war als junger Geiger wiederholt Preisträger beim Wettbewerb “Jugend musiziert”, ehe er das Studium der E-Gitarre und Kontrabass aufnahm. Er ist als Gitarrist und Komponist Leiter einer eigenen Band, des “Dietmar Osterburg-Quartett” u.a. mit den Trompetern Christian Kappe und Uli Beckerhoff, beteiligt an Co-Produktionen mit dem “Kussi Weiss Trio” und dem “Martin Weiss Ensemble” und als Theatermusiker in Hannover, Braunschweig und Celle tätig.
Der Schlagzeuger des Trios ist Billy Bontas, ein seit langem in Deutschland lebender Drummer, mit dem Baciu oft zusammen gespielt hat.

Eintritt: 13,- € an der Abendkasse

Mit freundlicher Unterstützung:
G.O.D.

Nabatov / Wogram – Duo

Städtisches Museum Braunschweig

Siman Nabatov Piano
Nils Wogram Posaune

Unbändigen Spaß am Zusammenspiel haben der Braunschweiger Posaunist Nils Wogram und der in Moskau geborene Pianist Simon Nabatov, seit sie 1995 zum ersten Mal zusammen trafen. Sowohl der junge Nils Wogram (Jahrgang 1972) als auch der ältere Simon Nabatov (Jahrgang 1959) haben nach einer Ausbildung in klassischer Musik zur improvisierten Musik und zum Jazz gefunden. Das merkt man ihren Spielweisen und ihren Kompositionen an, die offen sind für Einflüsse verschiedenster Musik-Stilrichtungen. Dabei sind die Stücke durch längere arrangierte beziehungsweise komponierte Teile geprägt – mit viel Freiraum für Improvisationen. Das Duo-Debüt dieses Traumpaares 1997 wurde von der Kritik und vom Publikum gefeiert. Die neue, dritte CD der beiden hat den Titel „The Move – Between The Lines“.

Nils Wogram, der in der jazzverwöhnten Stadt Braunschweig groß geworden ist, studierte klassische Musik auf seinem Instrument Posaune, gewann 1989 den Preis „Jugend musiziert“ für Solo-Posaune, war 1990 unter den Gewinnern im „Jazzpodium Niedersachsen“ und studierte von 1990 bis 1992 mit einem Stipendium – gefördert durch die Braunschweiger Brauerei Feldschlösschen – in New York an der „New School“ auch Komposition und Musik-Arrangement. Mit den New Yorker Erfahrungen heimst Wogram, der auf der Posaune einen eigenen unverwechselbaren Sound entwickelt, auch danach jede Menge Preise ein. Mit Bands in verschiedenster Besetzung – vom Duo bis zum Oktett – verwirklicht Wogram, der heute in Köln lebt Konzepte aufregender Mischungen aktueller Jazzströmungen in einzigartigen Soundstrukturen. Da fließen Blues, mikrotonale Arabesken, Balkan-Musik, Latin-Grooves oder Obertongesänge wie aus einem Atem ein.

Pianist Simon Nabatov ist in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Er studierte am Moskauer Konservatorium und – nach der Emigration 1979 nach New York – an der „Juillard School Of Music“. Damals begann er sich für die improvisierte Musik und den Jazz zu interessieren. Seitdem spielte er mit den verschiedensten Jazzgrößen und unterschiedlichen eigenen Bands.

Eintritt: 17 Euro an der Abendkasse

Mit freundlicher Unterstützung:
VW-Bank

Mark Wyand Quartet

Städtisches Museum Braunschweig

Mark Wyand, saxophones
Carsten Daerr, piano
Oliver Potratz, bass
Sebastian Merk, drums

Jazz mit einer großen Bandbreite spielt das Quartett des gebürtigen Briten Mark Wyand (Jahrgang 1974, s. auch http://www.markwyand.com), der als Saxofonist in der deutschen Jazzszene zu den aufregendsten Stimmen seiner Generation zählt. Die Band, die 1991 in Berlin gegründet wurde, spielt ausschließlich Eigenkompositionen und – so Wyand – „spannt einen Bogen von energetischen Grooves über freie Passagen bis hin zu elegischen Balladen“.
Inspirationen der Bandmitglieder aus Jazz, Pop, Klassik und Neuer Musik werden in der klassischen Quartettbesetzung zusammengeführt, wobei die Herausforderung im Detail des Zusammenspiels liegt. Wyand: „Im Vordergrund steht nicht die Festlegung auf eine bestimmte Stilistik, sondern die Suche nach der Freiheit für alle, stets auf jeden Einfluss zurückgreifen zu dürfen und in jedem Augenblick die größtmögliche Authentizität zu erreichen.“
Mark Wyand studierte an den Musikhochschulen in Köln, Würzburg und Berlin, unter anderen bei Wolfgang Engstfeld und Leszek Zadlo, beendete sein Studium im Jahr 2000 mit Auszeichnung, lebt seither als freischaffender Saxofonist in Berlin und arbeitete mit den verschiedensten Ensembles aus dem Jazz-, Pop- und Klassikbereich zusammen. Das reicht von Kenny Wheeler, Clark Terry und Till Brönner über Bigbands von RIAS und SWR, dem Summit Jazz Orchestra und dem Radiosinfonieorchester Berlin bis hin zu Klaus Doldinger, Carlo Morena und dem Popstar Robbie Williams. Sein Debütalbum seines Quartetts mit dem Titel „Lucid Dreams“ bekam sehr gute Kritiken. So Jazzpodium (9/2004): „Alle Facetten und Klangfarben des modernen Jazz werden hier bedient…. Ein durchaus gelungener Einstand eines bemerkenswerten Debütanten.“
Der Berliner Carsten Daerr (Jahrgang 1975), der früh klassischen Klavierunterricht erhielt, studierte bis 2002 Jazzpiano und Komposition. Seit 1998 ist er in eigenen Bandkonzepten engagiert. Daneben komponiert er regelmäßig im Bereich Neue Musik für Kammermusikbesetzungen. Den Bass spielt Christian von Kaphengst (Cafe du Sport, Till Brönner Group) als Ersatz für Stammbassist Pepe Berns, der auf China-Tournee ist.
Schlagzeuger Sebastian Merk (Jahrgang 1977) kommt aus der Frankfurter Musikszene und ist seit 2001 fester Bestandteil der jungen Berliner Jazzgemeinschaft. Er spielte unter anderem mit Lee Konitz, Tony Lakatus und Frank Möbus und arbeitet heute mit stilistisch unterschiedlichen und vielseitigen Gruppen zusammen.

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Eintritt: 15 Euro an der Abendkasse

Mit freundlicher Unterstützung:
VW-Bank

Gerardo Nuňez Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Gerardo Nuňez, Gitarre
Pablo Martin, Bass
Angel Sanchez “Cepillo”, Perkussion

Flamenco-Jazz könnte man nennen, was der spanische Flamenco-Gitarrist Gerado Nuňez mit seinen Kollegen Pablo Martin am Bass und dem Perkussionisten Angel Sanchez „Cepillo“ spielt. Improvisationen voller Leidenschaft, eine präzise und ungeheuer schnelle Spielweise von hoher Virtuosität und eine rhythmische Komplexität, die aus dem profunden Wissen um den Kern des Flamenco kommt.

Gerado Nuňes wurde 1961 in Jerez de la Frontera (Andalusien), der Wiege des Flamenco geboren. Von Kindesbeinen an hat er als Gitarrist die fulminante Technik und die faszinierende Rhythmik dieser spanischen Musik angeeignet. Und er hat neben Paco de Lucia die Verbindung zu anderen Stilrichtungen gesucht, vor allem zum Jazz.

Den internationalen Durchbruch brachte dem heute in Madrid lebenden Nuňez das Album „Flamencos de Nueva York“ (1989). Das Fachmagazin Guitar Player urteilte: „Ein herausragender Techniker – wer das nicht ist, bringt es bei den hohen Maßstäben des Flamenco eh nicht weit. Viel bemerkenswerter sind deshalb sein unbestechlicher musikalischer Geschmack und seine Meisterschaft in der Verschmelzung unterschiedlicher Stile.“ In Zusammenarbeit mit Jazzmusikern wie dem Saxofonisten Michael Brecker nahm er 2000 die CD „Jazzpaňa II“ auf, die den „Preis der deutschen Schallplattenkritik 1/2001“ und den „German Jazz Award“ gewann. Auch seine neueste Platte „Andando el Tiempo“, aufgenommen in seinem eigenen Studio in Madrid, ist wieder ein Meilenstein des Erneuerers der Flamenco-Musik. Mit dabei ist auch der sardische Trompeter Paolo Fresu, der im Februar mit seinem Trio P.A.F. in Braunschweig war.

Eintritt: 17 Euro an der Abendkasse

“P.A.F. Trio”

Städtisches Museum Braunschweig

Paolo Fresu, Trompete & Flügelhorn
Antonello Salis, Klavier & Akkordeon
Furio di Castri, Double-Bass

Das P.A.F.-Trio des italienischen Trompeters und Flügelhornisten Paolo Fresu (siehe auch: http://www.paolofresu.it ) hat mediterranes Flair. Zwischen freien Improvisationen und dem Verweilen und Umspielen von Standards und Evergreens Italiens balancieren die drei Musiker mit seiltänzerischer Leichtigkeit und in unglaublich harmonischem Zusammenspiel.
Paolo Fresu, der zahlreiche nationale und internationale Preise einheimste und mit seinen sehr verschiedenen Projekten zum Star am europäischen Jazzhimmel wurde, spielt die Trompete und das Flügelhorn mit Dämpfer. Seine an Miles Davis und Chet Baker orientierte Spielweise erzeugt den verhangenen, melancholischen Ton, der aus der Entfernung zu einem zu dringen scheint. Der kleine, zierliche Sarde entwickelt mit diesen gedämpften lyrischen Tönen raumfüllende und vitale Strahlkraft.

Vor mehr als zehn Jahren begann Fresu gemeinsam mit dem Bassisten Furio di Castri mit ihren akustischen Instrumenten ebenso konsequent wie kreativ die klanglichen Möglichkeiten elektronischer Effekte auszuloten. Ihr eigenes Repertoire aus Eigenkompositionen, Standards und Improvisationen erhielt dabei stets neue Farben durch die Zusammenarbeit mit Tänzern, Schauspielern und Musikern. Dazu zählten der englische Pianist John Taylor, der Percussionist Naco, der norwegische Pianist Jon Balke und der Schlagzeuger Pierre Favre.
1995 stieß der Multiinstrumentalist und Akkordeonvirtuose Antonello Salis zum Duo und blieb. Wie Fresu ist Salis auf Sardinien geboren. Gemeinsam mit den Trio-Partnern, der sardischen Sängerin Elena Ledda und traditionellen sardischen Chören realisierte Fresu sein Großprojekt „Sonos E Memoria“, das auch außerhalb Europas begeisterten Zuspruch fand. Zu filmischen Bildern aus den 30er bis 50er Jahren spielen die Musiker live: Auf den Spuren der Vergangenheit moderne Musik mit den Facettenreichtum sardischer Klangfarben.

Das P.A.F.-Trio nimmt diese Auseinandersetzung mit der Geschichte der Insel im Schnittpunkt der Mittelmeerkulturen auf. Das rhythmische Herz schlägt der Bassist Furio die Castri. Salis Akkordeon führt von vulkanartigen Ausbrüchen bis zu versunkener Hingabe und klingt in den höchsten Lagen wie ein in Musik verwandeltes gleißendes Licht. Fresus kraftvolles Spiel auf Trompete und Flügelhorn führt souverän sowohl durch Hardbop-artige schnelle Passagen als auch durch lyrische balladenhafte Momente. „P.A.F.“ hat Beat und Bilder.

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Eintritt: 17 Euro an der Abendkasse

Mit freundlicher Unterstützung:
Öffentliche Versicherung

Friedrich / Hebert / Moreno-Trio feat. Dave Liebman

Städtisches Museum Braunschweig

Jürgen Friedrich, Piano
John Hebert, Bass
Tony Moreno, Schlagzeug
David Liebman, Sopransaxophon

Für das 1998 in New York gegründete Trio Friedrich-Hebert-Moreno war vom ersten Tag an klar, dass diese Konstellation ein echter Glücksfall ist und dementsprechend liest sich ihre Erfolgsgeschichte. Nach vielen gefeierten Konzerten in den USA und Europa sowie zwei hochgelobten CD-Einspielungen geht das Trio um den jungen Braunschweiger Pianisten und Komponisten Jürgen Friedrich, erneut auf Tournee, um ihre dritte CD „Resistance“ vorzustellen. Mit von der Partie ist als Stargast David („Dave“) Liebman, einer der bedeutendsten Saxophonisten des Jazz der letzten Jahrzehnte und „nach Sydney Bechet, Steve Lacy, John Coltrane und Wayne Shorter der wichtigste neuere Stilist auf dem Sopransaxophon“ (Jazz-Lexikon). Friedrich, der heute in Köln lebt, spielt im Trio zusammen mit dem Bassisten John Hebert aus der New Yorker Szene, der schon mit Uri Caine, Billy Hart, Gary Thomas und John Abercrombie zusammengespielt hat, und dem Schlagzeuger Tony Moreno, der als „alter Hase“ einer der gefragtesten Drummer ist: er spielte etwa mit Bill Frisell, Paul Bley, Sam Rivers, Richie Beirach, The Lounge Lizzards, und Ravi Coltrane.
Dave Liebman, der auf dem Sopransaxophon „eine eigene Sprache mit einem schlanken, dennoch in seinen Konturen vielfarbig chancierenden Ton“ (Jazz-Lexikon) entwickelt hat, spielte Anfang der 70er Jahre bei Miles Davis und wurde danach mit seiner Band „Lookout Farm“ bekannt. Liebman hat auch als Lehrer Einfluss auf viele Musiker und ist Autor zahlreicher didaktischer Bücher.
Jürgen Friedrich begann in seiner Heimatstadt Braunschweig mit klassischem Klavierunterricht. Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewann er als Partner des Braunschweiger Posaunisten Nils Wogram den Preis für Klavierbegleitung. An der Kölner Musikhochschule studierte Friedrich dann Jazzklavier (bei John Taylor) sowie Komposition und Arrangement. 1997 gewann Friedrich mit seinen Stücken und Arrangements für Big Bands als erster Europäer den renommierten Gil-Evans-Preis für Jazzkomposition und spielte 1998 in New York seine Werke mit dem Orchester von Maria Schneider. Seitdem gibt es das Friedrich-Hebert-Moreno-Trio, geboren aus einer Jam-Session, bei der alles stimmte. Jürgen Friedrich sagt: „John hat einen Wahnsinn-Sound, schnelle Ohren, virtuose Technik und Tony beherrscht die Kunst wirklich zu formen und zu gestalten, die Kunst des Bruchs und die seltene Kunst des Atmens auf dem Schlagzeug.“
Die Stücke Friedrichs sprechen eine klare, eigenständige Sprache, die Musik des Trios bewegt sich traumwandlerisch sicher im Spannungsfeld der Traditionen des Modern Jazz mit überraschenden Wendungen.

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Eintritt: 15 Euro an der Abendkasse

Mit freundlicher Unterstützung:
VW-Bank

“Jazz + Literatur”

Städtisches Museum Braunschweig

Otto Wolters, Piano
Gunnar Plümer, Bass
Dieter Hufschmidt, Lesung

Als Jahresabschlusskonzert eine Uraufführung: Der Pianist Otto Wolters, den man in Braunschweig nicht weiter vorstellen muss, spielt zusammen mit dem Bassisten Gunnar Plümer Jazz, der sich auf Literatur bezieht. Und zwar auf den fulminanten Roman „Der menschliche Makel“ des US-Autors Philip Roth. Der Schauspieler Dieter Hufschmidt (seit 1969 am Schauspiel Hannover, davor unter anderem auch am Staatstheater Braunschweig) liest aus diesem ausufernd erzählten Roman, der sowohl ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft nach Clinton ist, als auch eine Liebesgeschichte eines alternden Intellektuellen mit einer faszinierenden Analphabetin, die Geschichte einer Intrige um Rassismus ebenso wie ein Krimi auf höchsten Niveau und, scheinbar am Rande, spielen die Spätfolgen des Vietnamkrieges hinein. Hufschmidt: „Die Lesung bezieht sich auf zwei Aspekte und macht hoffentlich Leseappetit auf die anderen.“ Darauf wiederum beziehen sich die Jazzimprovisationen, die Otto Wolters zusammen mit Gunnar Plümer, der auch bei der Wolters-CD „Evergreen“ dabei ist, im Duo spielen.
Die Verbindung von Jazz und Literatur hat eine lange Tradition. Erinnert sei an den Schriftsteller Peter Rühmkorf, der in Hamburg mit dem Pianisten Michael Naura schon Ende der 60er Jahre „Jazz&Lyrik“ zum Begriff gemacht hat. Auch für Wolters und Hufschmidt ist es das zweite Projekt: 1997 gab es einen sehr erfolgreichen Jazz&Lyrik-Auftritt zu Texten von Heinrich Heine.
Dieter Hufschmidt (Jahrgang 1935) ist Schauspieler (Theater, Radio, Fernsehen), Pädagoge (Honorarprofessor der Hochschule für Musik und Theater Hannover) und Sprecher,Vorleser. Er las in acht Jahren die 4500 Seiten von Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ vor, zurzeit ist der Roman (1200 Seiten) „Die Fälschung der Welt“ von William Gaddis dran. Außerdem und immer wieder besonders häufig sind es Texte von Beckett, Heine, Busch, Schwitters, Musil und Jandl. Hufschmidt ist einer von den „7 Brüder“n, so der Titel des Dokumentarfilms von Sebastian Winkel (2003).
Otto Wolters (Jahrgang 1938) kam nach 10 Jahren klassischer Ausbildung zum Jazz. Der „technisch brillante Pianist, der Einflüsse von Bill Evans und McCoy Tyner mit Zitaten der gesamten Tradition des Jazzklaviers verbindet“ (Jazz-Lexikon), lebt in Braunschweig. Er unterrichtete auch an der Hochschule für Musik in Hannover. Seine CD „Evergreen“ (1998, mit dem Bassisten Gunnar Plümer und dem Schlagzeuger Michael Küttner) schlägt auf spielerische Weise aus alten deutschen Schlagern Jazzfunken hervor. Das reicht von „Auf Wiederseh’n“ bis zu „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“.

Eintritt: 15,- €

Mit freundlicher Unterstützung:
Buchhandlung GRAFF
La Vigna

Gebhard Ullmann “Basement Research (New Edition)”

Städtisches Museum Braunschweig

gebhard ullmann, bassclarinet, tenor saxophone, soprano saxophone, bassflute
steve swell, trombone
tony malaby, tenor saxophone
mark helias, double bass
gerry hemingway, drums, percussion

Der deutsche Multiinstrumentalist Gebhard Ullmann (Jahrgang 1957, http://www.gebhard-ullmann.com), der mehr als 20 CDs in unterschiedlichsten Bands eingespielt hat, knüpft mit seinem neu formierten Quintett an die Formation “Basement Research” an, die er 1995 in New York – neben Berlin seinem zweiten Aktionsfeld – zusammen gestellt hatte. Fünf Jahre nach der von der Kritik als äußerst dicht und intensiv hochgelobte CD “Kreuzberg Park East” kommt Ullmann, der als Instrumentalist vor allem auf der Bass-Klarinette seinen ureigenen Sound gefunden hat, nun mit den vier fulminanten amerikanischen Musikern Tony Malaby (Tenorsaxofon), Steve Swell (Posaune), Mark Helias (Doppel-Bass) und Schlagzeuger Gerry Hemingway zum Konzert.

“Ullmanns CDs sind faszinierende Essays über verschiedene Aspekte der Tradition und Avantgarde und wie beides verschmilzt”, heißt es im Penguin Jazz Book. Und der Komponist und Pianist Paul Bley hält Ullmann für “einen der besten improvisierenden Musiker in der heutigen Welt”.

Gebhard Ullmann studierte hat an der Musikhochschule in Hamburg Flöte und daneben privat bei Herb Geller und Dave Liebman Saxofon. In der ersten Phase spielte er zusammen mit dem Gitarristen Andreas Willers im Duo und erhielt 1983 den Nachwuchspreis der Deutschen Phonoakademie. 1984 gründete das Duo in Berlin das Quartett “Out To Lunch” (nach dem Albumtitel einer der besten Aufnahmen des Bass-Klarinettisten Eric Dolphy) und ging auf internationale Tourneen. 1992 beginnt Ullmann zusammen mit dem Akkordeonisten Hans Hassler das Projekt “Tá Lam”, bei dem diverse Flöten und Bass-Klarinetten zu einem eindrucksvollen Geflecht verwoben werden. Da zeigt sich der außergewöhnliche Stilwillen Ullmanns. “Er bereist als improvisierender Komponist und komponierender Improvisator mit Vehikeln der Tradition wie auch der Avantgarde wechselnde Welten von Rhythmus, Klang, Spieltechnik und Funktion und assimiliert sie für sein unverwechselbares Œuvre.” (Jazz-Lexikon)

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Nguyên Lê & Band

Städtisches Museum Braunschweig

Nguyên Lê (Gitarre)
Paul McCandless (Saxofone, Klarinetten)
Art Landes (Piano)
Jamey Haddad (Perkussion)

Weltmusik im wahrsten Sinne des Wortes ist von der vierköpfigen Band des Gitarristen Nguyên Lê http://www.nguyen-le.com zu erwarten, der ja nicht zum ersten Mal zu einem Konzert nach Braunschweig kommt. Die Einflüsse, die Lê so virtuos und einfallsreich in seine Musik einbezieht, reichen vom Jazzrock über vietnamesische und nordafrikanische Musiktraditionen bis hin zum Modern Jazz.

„Ungewöhnliche melodische Wendungen, weite Intervalle, vertrackte Rhythmen und überraschende Zitate“ attestiert das Jazz-Lexikon Nguyên Lê, der 1959 in Paris als Sohn vietnamesischer Exilanten geboren wurde. Mit 15 Jahren spielte er zunächst Schlagzeug und kam dann über den E-Bass autodidaktisch zur Gitarre.

Seitdem arbeitete Lê mit Größen wie Johnny Griffin, Michael Gibbs, Carla Bley, Steve Swallow, Randy Brecker, Steve Lacy, Gil Evans, Triluk Gurtu, John McLaughlin, Dewey Redman und Ornette Coleman zusammen.

Seine CD-Aufnahmen unter eigenem Namen zeigen das breite Musikspektrum dieses herausragenden, rockigen Jazz-Gitarristen: „Tales Of Vietnam“ (1995), „Maghreb And Friends“ (1998), „Bakida“ (2000) oder „Purple – Celebrating Jimi Hendrix” (2002).

Mit dem amerikanischen Pianisten Art Lande spielt Lê mit einem Musiker zusammen, von dem er sagt: „Mein erstes Zusammentreffen mit Art Lande im Jahre 1986 war für mich ein einschneidender Punkt in meiner musikalischen Entwicklung. Mit den ersten Tönen, die wir zusammen spielten, lernte ich Wesentliches über die Essenz des Jazz: Gemeinsame Leidenschaft auf der Basis gemeinsamer Improvisationen, als Einheit von Kopf und Bauch, von Poesie und Verstand.“ Paul McCandless – vor bald 30 Jahren Gründungsmitglied der ersten „Weltmusik“-Band Oregon – bringt auf den selten gebrauchten Instrumenten wie Oboe, Sopran- und Sopranino-Saxofon seine eigenwilligen und unverkennbaren Soundvorstellungen sowie seine lyrische Spielweise ein. Jamey Haddad, Amerikaner mit libanesischen Wurzeln, studierte in Indien Perkussion. Danach spielte nicht nur mit Jazzern wie Dave Liebman und Joe Lovano, sondern auch mit Brasilianern oder Musikern aus Palästina und Marokko zusammen und hat dabei ein eigenes Instrumentarium als Mischung afrikanischer und indischer Perkussionsinstrumente entwickelt.

Mit freundlicher Unterstützung:
BS | ENERGY

International Skoda All Star Band

Städtisches Museum Braunschweig

Uli Beckerhoff (Trompete)
Norma Winstone und Maria Pia De Vito (Gesang)
Matthias Nadolny (Saxophon)
Peter O’Mara (Gitarre)
Glauco Venier (Piano)
Gunnar Plümer (Bass)
Bruno Castellucci (Schlagzeug)

Die acht Musiker aus sechs Ländern kennen sich seit vielen Jahren und haben in verschiedensten Gruppierungen miteinander gearbeitet. Der deutsche Trompeter Uli Beckerhoff und die italienische Sängerin Maria Pia De Vito begeisterten erst Ende Februar das Braunschweiger Publikum mit einem fulminanten Konzert voll wunderbarer Musik. Auch diesmal wird die Musik der All Star Band so vielfältig sein wie die unterschiedlichen kulturellen und musikalischen Einflüsse der einzelnen Musiker. Zeitgenössischer Jazz, klassische Musik des 20. Jahrhunderts sowie Vokal-Musik des Mittelmeerraumes und amerikanischen Songbooks sind die Quellen, auf die zurückgegriffen wird. Alle Musiker, die als Dozenten beim alljährlichen Jazzworkshop des Jazzclubs Trier auftreten, bringen eigene Kompositionen ein, die in unterschiedlichsten Besetzungen, vom Duo bis zum Oktett, gespielt werden. Und das alles mit großer emotionaler Ausdruckskraft, Kreativität, stupenden instrumentalen Fähigkeiten, Spielfreude und nicht zuletzt Humor.

Uli Beckerhoff gehört seit mehr als 30 Jahren zu den führenden Trompetern in Europa. Er veröffentlichte etwa 30 LP/CD unter eigenem Namen oder als Co-Leader. Seit 1991 ist er Professor an der Folkwang Musikhochschule in Essen.
Die neapolitanische Sängerin und Komponistin Maria Pia De Vito studierte klassischen Gesang und Musiktheorie und startete zunächst als Sängerin mediterraner Ethno-Musik, ehe sie sich dem Jazz zuwandte.
Die Engländerin Norma Winstone, die Klavier und Orgel in London studierte, ist eine der erfolgreichsten Jazzsängerinnen in Europa. Sie arbeitete mit Musikern wie Mike Westbrook, Don Cherry, Mike Gibbs, John Abercrombie zusammen. Ihr Trio Azimuth mit John Taylor und Kenny Wheeler ist seit Jahren über die Grenzen Europas hinaus bekannt.
Der Saxofonist Matthias Nadolny stammt aus Deutschland, der Pianist Glauco Venier ist einer der bekanntesten Pianisten in Italien. Der Gitarrist Peter O’Mara stammt aus Australien, kam 1981 aus New York nach München und ist unter anderem Mitglied bei Klaus Doldingers Passport. Bass spielt der Deutsche Gunnar Plümer und Schlagzeug der Belgier Bruno Castellucci.

Mit freundlicher Unterstützung:
Skoda

Eric Watson / Christof Lauer Quartett

Städtisches Museum Braunschweig

Eric Watson (Piano)
Christof Lauer (Saxofon)
Jean-Philippe Morel (Bass)
Christophe Marguet (Schlagzeug)

Unbändiger Drive und ausufernde Spielfreude kennzeichnen den Modern Jazz, den das Quartett mit dem amerikanischen Pianisten Eric Watson und dem deutschen Saxofonisten Christof Lauer spielt. Gerade Lauer mit seiner Phantasie und seiner herausragenden Technik sorgt für eine Strukturfülle und einen „wundervollen Farbenreichtum der Töne von rotziger Sonorität bis zu fahlen Überblasexkursen“.

Eric Watson, der seit 1978 in Paris lebt, hat sich schon während seiner Ausbildung für Klassik und Jazz gleichermaßen interessiert. Als Jazzmusiker spielte er mit Größen wie Steve Lacy, Paul Motian, Ray Anderson und Benny Wallace zusammen: „Ein nirgends einzuordnender Grenzüberschreiter, in dessen Spiel seine unendlichen Erfahrungen vitale Irrlichter anzünden. Eckige Thelonius Monk-Erinnerungen, verbinden sich mühelos mit der klassischen Moderne, romantischer Tastendonner mit Free Jazz-Ausreißern und Abstraktionen der Lennie Tristano-Schule.“ (Ulrich Olshausen, FAZ).

Der deutsche Saxofonist Christof Lauer (Jahrgang 1953) verbindet in seiner heutigen reifen Spielweise die Tradition des zupackenden Hard Bops mit souligem Jazz-Funk und des rauen Balladen-Tons von Ben Webster mit der impulsiven Energie von John Coltrane. Die Freiheit im Ausdruck und der Fluss der Gedanken sind für ihn entscheidende. Die wilde Free-Zeit ab Mitte der 60er Jahre hat Christof Lauer nur am Rande miterlebt, doch sie prägten sein Denken. Als die New Yorker Avantgarde 1964 die Revolution im Jazz ausrief, übte der Pastorensohn Christof Lauer noch fleißig Cello und bereitete sich auf ein Musik-Studium vor. Erst 1971 wechselte er zum Tenorsaxophon, und schon ein Jahr später studierte er an die Hochschule für Musik in Graz. Dort blieb er bis 1974. Danach verbrachte er seine Lehr- und Wanderjahre in Wiener und Münchner. In Frankfurt wurde er 1979 Mitglied des Jazz Ensembles des Hessischen Rundfunks: Nun zählte er zu den wichtigsten Musikern Deutschlands. 1993 wurde er zudem Solist der NDR Big Band, 1994 Mitglied des United Jazz + Rock Ensemble und 1996 Mitglied des Albert Mangelsdorff Quintett. Heute zählt Lauer zu den bedeutendsten Saxophonisten des Europäischen Jazz.

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BS | ENERGY

Angelika Niescier Quartett „Sublim“

Städtisches Museum Braunschweig

Angelika Niescier, Saxofon
Hans Lüdemann, Klavier
Sebastian Räther, Bass
Christoph Hillmann, Schlagzeug

Handwerkliche Perfektion und einen sinnlichen Ton von großer Intensität loben die Fachzeitschriften an der jungen Saxofonistin und Komponistin Angelika Niescier (Jahrgang 1970). Die gebürtige Polin, die seit über 20 Jahren in Köln lebt und an der Folkwang-Schule in Essen studiert hat, gilt als eine der stärksten jungen Musikerpersönlichkeiten von unbefangener Eigenständigkeit, feinnerviger Ausdruckskraft und intelligenter Virtuosität. Seit 1998 ist sie mit einem eigenen Quartett auf europäischen Bühnen präsent und gilt mittlerweile längst nicht mehr als Geheimtipp.

Nicht von ungefähr hat sie ihre Band „Sublim“ (also etwa feinsinnig) genannt, denn originelle Kompositionen, rhythmisch raffinierte Arrangements, melodischer Einfallsreichtum und kraftvolle Improvisationskunst fügen sich zum feinsinnigen Ganzen. „Sublim“ heißt auch die Debut-CD von Angelika Niescier, die von der Jazzkritik als grandios gelobt wurde.

Ebenso einfühlsam wie virtuos ist die Rhythmusgruppe, in der Sebastian Räther (Bass) und Christoph Hillmann (Schlagzeug) wie aus einem Guss zusammenspielen. Hinzu kommt die immense Ausdruckskraft Hans Lüdemanns – einem Pianisten von internationaler Klasse.

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BS | ENEREGY

Heinz Sauer – Uwe Oberg Quartett

Städtisches Museum Braunschweig

Heinz Sauer, Tenorsaxofon
Uwe Oberg, Piano
Georg Wolf, Kontrabass
Jörg Fischer, Schlagzeug

Der Saxofonist und Komponist Heinz Sauer (Jahrgang 1932, http://www.heinzsauer.de ) gehört zum Urgestein des Modern Jazz in Deutschland. In den 60er und 70er Jahren war er Mitglied der Gruppe des Posaunisten Albert Mangelsdorff. Seit 1960 gehört er als Saxofonist und Komponist zum „Jazzensemble des Hessischen Rundfunks“. Er war auf Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Nordafrika unterwegs und spielte mit Jazzgrößen wie Archie Shepp, George Adams, Benny Wallace, Bop Degen oder Tomas Stanko zusammen. 1991 erhielt Sauer den Jazzpreis des Landes Hessen, 1999 den Albert Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis). Mit heiserem Saxofon-Sound, melodischer Phantasie und virtuoser Expressivität bezieht Sauer die Traditionen des Modern Jazz von Bebop über Cool bis zum Free Jazz ein.

Der Wiesbadener Pianist Uwe Oberg (Jahrgang 1962, http://www.uweoberg.de ) begann mit sieben Jahren, Klavier zu spielen, ging durch verschiedene populäre Musikstile und landete in den frühen 80er Jahren beim Jazz. Beeindruckt vom Free Jazz entwickelte er ungewöhnliche Spieltechniken. Oberg spielte in verschiedenen musikalischen Kontexten und beschäftigte sich intensiv mit der Musik von Thelonius Monk und John Coltrane. Oberg gehört zu den interessantesten freien Pianisten der jüngeren Generation, urteilt die Fachpresse. Und: Oberg spielt mit sicherem Klanggespür aus einem distanzierten, aber liebevollen Verhältnis zur Geschichte des Jazz-Pianos heraus.

Mit freundlicher Unterstützung:
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Lasse Lindgren Hip Bop Constellation

Städtisches Museum Braunschweig

Lasse Lindgren, Trompete
Björn Cedergren, Saxophon
Daniel Nolgard, Klavier
Johan Öijen, Gitarre
Peter Janson, Bass
David Sundby, Schlagzeug
Göran Kroon, Perkussion

Der schwedische Trompeter Lasse Lindgren ist einer der innovativen Top-Trompeter der aktuellen Jazzszene in Schweden, der in vielen internationalen Bigbands (NDR-Bigband, Danish Radio Jazzorchestra, Stockholm Jazz Orchestra, Swedish Jazz Composers Orchestra) und als Sideman etwa mit Ray Anderson, Ray Charles, Joe Henderson, Palle Mikkelborg, David Sanborn und McCoy Tyner gespielt hat.

Sein Hip Bop Constellation Projekt ist ein Glaubensbekenntnis an die Kraft und Energie des Jazz mit eigener Handschrift: Highnotes wechseln sich ab mit weichen Melodielinien, dem Staccato folgt gefühlvolle Gelassenheit. Lasse Lindgren hat eine virtuose immer transparente Hingabe zu seinem Instrument. Er ist das nimmermüde Kraftwerk in einer Gruppe von Gleichberechtigten.

Power-Jazz mit deutlichen Bezügen auf die Zeiten des Hard Bop mit den großen Interpreten kennzeichnen das Spiel der Lindgren-Constellation, deren erste CD „Walkin’ around“ hochgelobt wurde.

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Julia Hülsmann Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Anna Lauvergnac, Gesang
Julia Hülsmann, Klavier
Marc Muellbauer, Bass
Heinrich Köbberling, Schlagzeug

*”Mama told me” Songs by Randy Newman*

Julia Hülsmanns http://www.bit-musikverlag.de/kuenstler/julia-huelsmann.html Projekt Scattering poems, welches die norwegische Sängerin Rebekka Bakken präsentierte, ist eines der erfolgreichsten, wenn nicht das erfolgreichste deutsche Jazzprojekt in diesem Jahr (Jazzcharts März #3, September #8, seit März 2003 in den top 20). Nach der Vertonung von E.E.Cummings Gedichten entschied sie, sich für ihr nächstes Projekt auf das Arrangieren von fremdem Material zu konzentrieren. Sie hatte schon seit Längerem die Idee, Songs von Randy Newman zu bearbeiten, mit dessen Musik sie aufgewachsen war, und den sie als Songwriter und Komponisten sehr schätzt.
Newmans Songs vermeiden stereotype Kriterien von “Schönheit”, sie sind direkt, rau und emotional. Seine Kompositionen sind sehr starke Vorlagen, die oft die “naheliegende” musikalische Lösung vermeiden, und sich durch sehr eigene, originelle Wendungen auszeichnen. Für Hülsmann liegt die Faszination und Herausforderung eben darin: Die Eigenheiten der Musik zu erhalten und in die eigene musikalische Sprache zu integrieren.
Diese Eigenheit spiegelt sich auch in den Texten wider. Texte, deren Bandbreite Zynismus, Wärme, Poesie und Ironie gleichermaßen umfasst und die eine Stimme erfordern, die diese Bandbreite und Tiefe ausdrücken kann.
Julia Hülsmann suchte mehrere Monate lang in unzähligen Plattenläden und im Internet, und kam schließlich auf die Italienische Sängerin Anna Lauvergnac, die durch ihre langjährige Mitgliedschatft im Vienna Art Orchestra bekannt ist. Anna kam für eine Probe nach Berlin und nach kurzer Zeit war klar, dass die Suche beendet war.

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G.O.D.

NDR-Bigband

Städtisches Museum Braunschweig

Leitung: Lucas Schmid
Reiner Winterschladen, Trompete

*George Gershwin: Porgy & Bess*

Die NDR Bigband präsentiert Arrangements der Gershwin-Oper „Porgy And Bess”, die der Arrangeur Gil Evans (1912-1988) und Miles Davis (1926-1991) als Orchester-Suite 1958 in nur vier Tagen als Platte aufnahmen. Es war nach „Miles Ahead” das zweite Projekt der Zusammenarbeit des herausragenden Orchesterarrangeurs und des über Jahrzehnte stilbildenden Jazztrompeters. Ihre Interpretation von „Summertime” gehört zu den Klassikern des modernen Jazz.
Den „Part” von Miles Davis übernimmt der Trompeter Reiner Winterschladen.
„Alle großartigen Musiken der Vergangenheit” – schrieb George Gershwin (1898-1937) während der Arbeit an seiner Oper „Porgy And Bess” – „gehen auf Volksmusik zurück. Sie ist der sprudelnde Quell für musikalische Gestaltungskraft. Und der Jazz ist für mich ein wichtiger Teil der amerikanischen Volksmusik.” Damit sprach Komponist George Gershwin auch die Quellen afroamerikanischen Ursprungs an. Das von seinem Bruder Ira Gershwin verfasste Libretto stützt sich auf den Roman „Porgy”, von DuBose Heyward aus South-Carolina. Er handelt von dem Krüppel Porgy , der sich in die schöne Bess verliebt. Mord und Totschlag zerstören die Idylle. Im Herbst 1935 wurde die Oper uraufgeführt, nur mit schwarzen Sängerinnen und Sängern. Mit dieser Bedingung überwand Gershwin einige Rassenschranken. Die Opernmusik basiert auf Elementen des Spirituals wie „Call and Shout” und auf den vom Blues geprägten „blue notes”.
Zum Projekt der NDR-Bigband gesteht Reiner Winterschladen: „Die Perfektion von Miles ist einengend, denn eigentlich möchte ich genau seine Linien spielen.” Bescheiden fügt er hinzu:„Das, was ich mache, kann nur ein Abklatsch sein!” Dennoch vertraut Reiner Winterschladen seiner Intuition. Dass die NDR Bigband Evans-getreu und doch modern spielt, dafür sorgen Joachim Ullrich und Lucas Schmid.
Dirigent, Produzent und Künstlerischer Leiter der WDR-Bigband Lucas Schmid betont: ” Die heutige Tongebung ist anders als die von 1958, bedingt allein schon durch die größeren Mensuren der Mundstücke bei den Bläsern und durch ihre Spielweise.”
Dirigent, Musiker und Komponist Joachim Ullrich, Mitbegründer u.a. der „Kölner Saxophon Mafia”, sah anfangs die Gefahr, dass „man eher Interpret denn improvisierender Jazzmusiker und das ganze Projekt denn auch bei der musealen Pflege tradierter Jazzwerte angesiedelt ist”. Doch alle Beteiligten spüren, dass es genügend Freiräume gibt für andere Tempi, für mehr Durchsichtigkeit. „Aber” – sagt Reiner Winterschladen – „der Grat für eigene Akzente ist sehr schmal.”

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NDR

All Star Quartett

Städtisches Museum Braunschweig

Uli Beckerhoff, Trompete; Maria Pia de Vito, Gesang; Rita Marcotulli, Klavier; Anders Jormin, Bass

Mit Uli Beckerhoff – Trompete, Maria Pia de Vito – Gesang, Rita Marcotulli – Klavier Anders Jormin – Bass kommt vor eine All-Star-Band ins Städtische Museum, deren Mitglieder in Europa zu den großen musikalischen Persönlichkeiten und Stilisten zu zählen sind. Auf dem Programm stehen vorwiegend eigene Kompositionen der beteiligten Künstler, die stark geprägt sind durch die unterschiedlichen musikalischen Kulturkreise. So singt Maria Pia de Vito ihre Texte auf neapolitanisch, der Sprache ihrer Heimatstadt. Die Musik dieses Quartetts bezieht ihre Einflüsse aus dem Modern Jazz, der
klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und der Musik des Mittelmeerraumes und wird mit stupender Technik, großer emotionaler Ausdruckskraft und Humor von den Musikern dargeboten. Etliche Kompositionen des Programms sind Welturaufführungen.

Uli Beckerhoff – Trompete

Uli Beckerhoff gehört seit mehr als 30 Jahren zu den führenden Trompetern in Deutschland und Europa, Er veröffentlichte mehr als 30 LP/CD unter eigenem Namen und als Sideman. Er komponierte Hörspiel-, Film-, Fernseh- und Bühnenmusiken für große Orchester, Big Bands und kleine Ensembles. Tourneen, Festivals und Rundfunk- und Fernsehproduktionen in ganz Europa.
1979 machte er Konzerttourneen durch 11 afrikanische Staaten im Auftrag des Goethe-Institutes. Zusammenarbeit in den letzten Jahren u.a. mit Musikern wie John Taylor, Maria Joao, John Abercrombie, Palle Danielsson, Norm Winstone, John Scofield, Jasper van’t Hof. Albert Mangelsdorff und Jon Christensen. Er ist Professor für Jazztrompete an der Folkwanghochschule in Essen und unterrichtet bei Meisterkursen in Bremen, Burghausen, Trier, Weimar, Münster und Berlin. Er war künstlerischer Berater in Weimar, der Kulturhauptstadt Europas 1999. Außerdem arbeitete er am Theater als Komponist und Solist u.a. mit den Regisseuren Werner Schroeter und Hans Kresnik.

Maria Pia De Vito – Gesang http://www.ejn.it/mus/mpdevito.htm

Die neapolitanische Sängerin, Komponistin und Arrangeurin Maria Pia de Vito studierte klassischen und zeitgenössischen Gesang, Musiktheorie und Harmonielehre, bevor sie Mitte der 70er Jahre eine Karriere als Sängerin und Gitarristin mediterraner Ethno-Musik begann.
Aber bereits in den 80ern wandte sie sich dem Jazz zu und arbeitete mit Größen wie John Taylor, Kenny Wheeler, Ralph Towner, Joe Zawinul,
Michael Brecker, Dave Liebman, Miroslav Vitous, Billy Hart, dem Art Ensemble of Chicago u.V.a. zusammen. Sie nahm an den Festivals in London, Bath, Birmingham, Berlin, Köln, Graz, Le Mans, Dublin, Marseille, Rom, Sevilla und Umbria Jazz teil und tourte durch Europa und den USA.

Sandra Hempel Quartett

Städtisches Museum Braunschweig

Sandra Hempel, Gitarre; Gabriel Coburger, Saxophon;
Paul Imm, Bass; Philipp Bernhardt, Schlagzeug

Die Idee für dieses neu ins Leben gerufene Projekt der Hamburger
Gitarristin Sandra Hempel entstand eigentlich in New York: dort
verbrachte sie – mit der Unterstützung eines Stipendiums vom DAAD –
die letzten 2 Jahre und traf unabhängig voneinander auf Gabriel
Coburger (den sie noch aus gemeinsamen Hamburger Bands kannte) und
Philipp Bernhardt.
In den unterschiedlichsten musikalischen Kombinationen trafen sie
sich zum „Jammen” – allerdings nie in dieser Konstellation zu dritt.
Mittlerweile leben alle drei wieder in Deutschland (Hamburg/Berlin)
und einem gemeinsamen Projekt stand nichts mehr im Wege.
Als Bassist konnte der Amerikaner Paul Imm (aus Lancaster/PA)
gewonnen werden, der seit rund 12 Jahren in Deutschland lebt. Er
spielte u.a. mit Dizzy Gillespie, Jim Pepper, James Moody, Eddie
Harris und Tom Harrell und gehörte zur regulären Live-Band von Lee
Konitz.

Gabriel Coburger (Saxophon), geboren in Hamburg, studierte an der
Hochschule für Musik und Theater Hamburg und – unterstützt vom DAAD –
1993-94 an der renommierten New School in New York City, wo er mit
Unterbrechungen bis 2001 lebte und als Musiker arbeitete. Er spielte
u.a. mit Rigmor Gustafsson, dem Bujazzo (Bundesjazzorchester), der
NDR-Bigband und in eigenen Projekten.

Philipp Bernhardt (Schlagzeug) aus Braunschweig, studierte an der
Essener Folkwang Hochschule und – mit Hilfe eines Stipendiums der
Stiftung Kunst und Kultur NRW – am City College of New York
(1998-2001). Sein Studium schloss er 2001 mit dem Master’s Degree in
Jazzperformance ab und lebte bis Sommer 2003 in NY. Hier spielte er u.a.
mit Ron Carter.

Sandra Hempel wurde in Pinneberg bei Hamburg geboren, studierte an
der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, am Amsterdamer
Konservatorium und von 2001-2003 am Queens College in NYC (mit
Unterstützung eines DAAD-Stipendiums). Im Sommer 2003 schloss sie ihr
Studium mit dem Master’s Degree ab und lebt seitdem in Hamburg.
Bereits 2001 gewann sie beim “Sisters in Jazz”-Wettbewerb der IAJE
(International Association of Jazz Educators), spielte beim Mary Lou
Williams Festival in Washington D.C. und auf mehreren europäischen
Jazzfestivals. 2002 erhielt sie den Louis Armstrong Award der
amerikanischen ASCAP Foundation.

Das Repertoire der Band besteht zum Großteil aus Eigenkompositionen,
als auch aus selten zu Gehör gebrachten Standards im bandeigenen
musikalischen Gewand.
Im Zentrum steht dabei das dynamisch-transparente Zusammenspiel der
Musiker im Stil des Modern Jazz, der nach allen Seiten hin offen ist.

Mit freundlicher Unterstützung:
Volkswagen Bank

Charlie Mariano & Dieter Ilg

Städtisches Museum Braunschweig

Charlie Mariano, Saxophones
Dieter Ilg, Bass

*sax with a bass 2003*

Die minimalistische Besetzung aus Saxophon und Bass ist der Inbegriff musikalischer Reduktion. Trotzdem lassen Charlie Mariano und Dieter Ilg http://www.dieterilg.de/site/e_aktuell.html nichts vermissen, vielmehr führen sie Jazz auf seine Bestandteile zurück.
Standards wie “All the things you are”, vielleicht schon einmal zu oft gehört, gewinnen neue Facetten durch die Interpretation des Duos Mariano (Saxophon) – Ilg (Bass). Mit Herzblut, aber unsentimental und leise groovend läßt jeder dem anderen Zeit, Ideen zu entwickeln und die Geschichte ganz eigen zu interpretieren.

Der fast 80jährige Charlie Mariano, Sohn italienischer Einwanderer, wuchs in Boston/USA auf. Dort vermischten sich amerikanische und europäische Kultur zu einem dritten, aus dem Mariano musikalisch sehr erfolgreich schöpft. “Seine Melodien schrauben sich ins Ohr, sein ausdrucksstarker Ton geht unter die Haut, und seine phänomenale Kontrolle der Überblaseffekte und Klangausbrüche erstaunt immer wieder.” (Jazzzeitung)
Charlie Mariano spielte mit Charles Mingus, Stan Kenton und tourte unter anderem mit Astrud Gilberto. Seit Jahren beschäftigt er sich eingehend mit Weltmusik, Rock und zeitgenössischen Entwicklungen des Jazz.
Er lebte mehrere Jahre in Japan und lehrte danach am Berkley College of Music in Boston.

Dieter Ilg, 42, wird als einer der weltbesten Bassisten und exzellenter Techniker gehandelt. Er “formt seine Linien wie ein tönernes Gefäß, warm, dunkel, melodieführend und immer nachvollziehbar.” (Jazzpodium)
Dieter Ilg spielte mit dem Mangelsdorff-Dauner-Quintett, tourte schon mit der Charlie Mariano Group und dem Trompeter Till Brönner. Er hat mehrere Lehraufträge inne, so auch an der Akademie der Künste in Berlin. Seit einigen Jahren ist er Dozent an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau.

Charlie Mariano und Dieter Ilg veröffentlichten 2001 das Album “A la Carte”.

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Niedersächsische Lottostiftung
Volkswagen Bank

Ramón Valle Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Ramón Valle, Piano; Omar Rodriguez, Bass; Julio Barreto, Schlagzeug

Es gibt mehr Kubanisches zu entdecken als den “Buena Vista Social Club”. Zum Beispiel den Pianisten Ramón Valle, 1964 auf Kuba geboren und mittlerweile in den Niederlanden lebend. Chucho Valdez, “Übervater aller kubanischen Pianisten” (Jazz Podium) hält Valle für einen der talentiertesten der jungen Pianisten, denn dieser ist bekannt für seine ausgereifte Technik, seinen differenzierten Anschlag und die mitreißende Spielfreude.

Ramón Valle seinerseits entdeckte den Komponisten der Prä-Castro-Ära, Ernesto Lecuono, neu. Dessen Stücke mußte er als Klassik-Schüler am kubanischen Konservatorium spielen. Auf seinem Album “Danza Negra” drückt Valle den Vorlagen Lecuonos seinen persönlichen Stempel auf, allerdings mit Respekt für die Original-Kompositionen. Dabei konnte er aus einem Riesenwerk schöpfen: Lecuono hinterließ bei seinem Tod (ein Jahr vor Valles Geburt) neben 176 Soloklavierstücken noch 406 Lieder, darunter bekannte wie “Malagueña” oder “Siempre En Mi Corazon”, und 37 Orchesterwerke.

Angesichts von “Danza Negra” überschlagen sich die Rezensenten sämtlicher Zeitschriften, was für die Qualität Valles und Lecuonos gleichermaßen spricht. Der Brückenschlag ist geglückt: “Behutsam durchfließen die berühmten Latin-Melodien die offenen, jazzigen Arrangements des Pianisten.” (Jazzthing). Die Süddeutsche Zeitung spricht Valle sogar die Fähigkeit zu, “die Kluft zwischen intellektuellem Anspruch und unschuldiger Unterhaltung” überbrücken zu können.

Dabei ist seine Musik kein weiterer Beitrag zu einer „Buena Vista”-Nostalgie. Valle´s Interpretationen aus dem „Great Cuban Songbook” sind vielmehr eine mit großer Ausdruckskraft vorgetragene Verschmelzung von kubanischer Musiktradition und zeitgenössischem Jazz, die ganz ohne die üblichen Klischees des Latin-Jazz auskommen, es aber an karibischem Esprit nicht fehlen lassen.

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung NORD/LB-Öffentliche

The Art of Solo

Städtisches Museum Braunschweig

Luis Di Matteo – Bandoneon Solo
Jasper Van´t Hof – Piano Solo

Der 68jährige *Luis Di Matteo*, einer der letzten großen Meister des Bandoneons vom Rio de la Plata, begeistert mit seiner Version des Tango Nuevo seit 1987 ein Publikum in Europa.
Zu den Einflüssen seiner Kompositionen gehört natürlich der Tango seiner Jugend, der in den Hafenvierteln von Buenos Aires und Montevideo entstanden war und die musikalische Atmosphäre dieser Zeit prägte. Die Musik der ländlichen Gebiete, der Landarbeiter und Gauchos ist die Milonga, die ebenfalls eine Basis seiner Musik ist, wie auch die sehr rhythmischen Candombes der schwarzen Bevölkerung Uruguays.
Zusätzlich hat sich Luis Di Matteo mit der europäischen Klassik und Moderne auseinandergesetzt, so daß seine Kompositionen ein sehr subjektiver Ausdruck eines Musikers des 20. Jahrhunderts sind und eine spannende Auseinandersetzung mit der Musik der beiden Kontinente.
Ein besonderer Schwerpunkt Luis Di Matteos ist seine Arbeit als Solist. In seinen Solokonzerten konzentriert er seine musikalischen Ideen, so daß z.B. Die Woche schrieb: “Luis Di Matteo, der Soloist, war fast so etwas wie ein Kapellmeister, und seine im Kasten versteckte Combo ein Welt-Orchester.”

25 Jahre nach seiner ersten Piano Solo CD ist *Jasper van’t Hof*, einer der wichtigsten europäischen Jazzpianisten, 2002 erneut ins Studio gegangen und hat das Solo-Album „Axioma” aufgenommen.
Im Körper des niederländischen Pianisten ist für viele verschiedene Seelen Platz: Längst Geschichte sind Bands wie “Association P.C.” und “Pork Pie”, die in den siebziger Jahren für Furore sorgten, und in denen van’t Hof den Jazzrock-Feuerkopf gab.
Seit 1984 betreibt Jasper van’t Hof die Ethno-Jazz-Großband “Pili Pili”, die auf tanzbare Grooves abzielt und damit die Tanzpaläste stürmte.
Als Solist am Flügel enthüllt Jasper Van´t Hof ganz andere Schichten seiner Persönlichkeit: Da finden sich zwar auch überbordend fröhliche und mitunter komische Ausbrüche, in denen er den “Tasten-Paganini” gibt, aber weit mehr Gewicht legt er hierbei auf sensible Klangauslotungen, auf impressionistische Farbgebungen, auf die Musikgeschichte gewissermaßen im Sauseschritt durchlaufende und durchleuchtende Inspirationen, die ihn mal bei Bach halten lassen, mal zu Debussy führen, mal dem Cool-Jazz Reverenz erweisen. Jasper van’t Hof singt sich seine Eingebungen vor, setzt am Flügel um, was sein Gefühl ihm eingibt, improvisiert sich – im besten Sinn des Wortes – vom Anfang zum Ende, und das ist schließlich das A und O, das Alpha und Omega inspirierter Musik.

Mit freundlicher Unterstützung:
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Renaud Garcia-Fons Trio

Städtisches Museum Braunschweig

Renaud Garcia-Fons, Kontrabass; Antonio „Kiko” Ruiz, Gitarre;Negrito Trasante, Perkussion

Der französische Bassist *Renaud Garcia-Fons*, der auch “der Paganini des Kontrabasses” genannt wird, gehört zu jenen Jazzmusikern, die musikalische Grenzen außer Kraft setzen. Er verwendet Elemente aus afrikanischer und arabischer Musik, auch europäische Volksmusiken wie Flamenco und schafft so neue, eigenständige Formen der Improvisationsmusik zwischen Orient und Okzident.

“Es gibt diese sehr engen Verbindungen zum Jazz…. man spürt beim Spielen: da sind Brücken, schmale Stege, manchmal sogar etwas wie Autobahnen…” beschreibt Garcia-Fons seinen Hang zur Grenzüberschreitung.

Er studierte Klassik, Jazz und orientalische Musik am Konservatorium in Paris und perfektionierte eine von seinem Lehrer entwickelte besondere Spieltechnik: er streicht den Bogen, so daß der Kontrabass zum Beispiel indischen Streichinstrumenten ähnlich klingt.

Renaud Garcia-Fons war unter anderem Ensemblemitglied des Orchestre National de Jazz und spielte mit Musikern wie Kenny Clarke, Daniel Humair, Rabih Abou Khalil oder Michael Riessler zusammen. Gemeinsam mit Antonio Riuz an der Flamenco-Gitarre und Negrito Trasante an den Perkussionsinstrumenten – beides Weggefährten früherer Projekte – reist Garcia-Fons in wenigen Minuten um die Welt, Endstation: Grenzenlosigkeit.

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung NORD/LB-Öffentliche

Otto Wolters Piano Summit

Städtisches Museum Braunschweig

Otto Wolters, Piano; Bernd Homann, Piano; Jürgen Friedrich, Piano; Rolf Zielke, Piano

*Im Rahmen des Festivals „Tastentaumel”.* http://www.tastentaumel.de

Mit zwei Flügeln auf der Bühne wird Otto Wolters, der als Pianist über die Region hinaus eine Institution im Modern-Jazz ist, gemeinsam mit seinen ehemaligen Schülern und mittlerweilen erfolgreichen Kollegen, Bernd Homann, Jürgen Friedrich und Rolf Zielke in wechselnden Besetzungen konzertieren.

Auf dem Programm stehen Eigenkompositionen der vier Pianisten sowie Jazz-Standarts, die die Grundlage für Improvisationen in spontanen Dialogen bilden werden und dies in einer Formation, die es in dieser Weise noch nie vorher gebeben hat:
*2 Flügel – 3 Generationen – 4 Pianisten – 8 Hände.*

Das Konzert ist die Auftaktveranstaltung anläßlich des *25-jährigen Bestehens der Musiker-Initiative* Braunschweig, zu deren Gründungsmitgliedern im Jahre 1978 u.a. Otto Wolters gehörte.

Mit freundlicher Unterstützung:
Stiftung NORD/LB-Öffentliche
Grotrian-Steinweg
Schimmel

Jean-Michel Pilc Trio

Jean-Michel Pilc, Piano/François Moutin, Bass/Ari Hoenig, Schlagzeug

Frank Gratkowski Quartett

Frank Gratkowski, Altsaxophon, Klarinette, Kontrabassklarinette, Kompositionen/Wolter Wierbos, Posaune/Dieter Manderscheid, Kontrabass/Gerry Hemingway, Schlagzeug

Susi Hyldgaard & Band

Susi Hyldgaard, Gesang, Piano, Akkordeon/Gunnar Halle, Trompete/Johannes Lundberg, Bass/Lisbeth Diers, Perkussion, Schlagzeug

Nils Wogram – Root 70

Nils Wogram, Posaune/Hayden Chisholm, Altsaxophon, Bassklarinette/Matt Penman, Bass/Jochen Rückert, Schlagzeug

Christoph Spendel Trio

Christoph Spendel, Piano/André Nendza, Bass/Kurt Billker, Schlagzeug

Wolfgang Haffner & Band

Tony Lakatos, Saxophon/Peter Tiehuis, Gitarre/Vladslav Sendecki, Keyboards/Magnum Coltrane Price, Bass/Wolfgang Haffner, Schlagzeug

Joachim Kühn Trio

Joachim Kühn, Piano/Detlev Beier, Bass/Wolfgang Reisinger, Schlagzeug

Electric Sufi

Dhafer Youssef, Oud, Gesang/Bojan Zulfikarpaic, Piano/Dieter Ilg, Bass/Mino Cinelo, Perkussion

Trevor Watts Moiré Music Group

Trevor Watts, Saxophon/Colin McKenzie, Bass/Giampaolo Scatozza, Schlagzeug/Rony Barrak, Perkussion

Al Foster Quartet

Eli Degibri, Tenorsaxophon/Aaron Goldberg, Piano/Doug Weiss, Kontrabass/Al Foster,Schlagzeug

Peter Erskine Trio

Peter Erskine, Schlagzeug/Alan Pasqua, Piano/Dave Carpenter, Bass

Philip Catherine

Philip Catherine, Gitarre/Philippe Aerts, Bass/Joost van Schaik, Schlagzeug

Ingolf Burkhardt Quartett

Ingolf Burkhardt, Trompete/Matthias Bätzel, Piano/Paul Impe, Bass/Mark Mondisera, Schlagzeug

Paul Auster: Schlagschatten – Live-Musikhörspiel

Liquid Penguin Ensemble: Bernd Neunzling und Katharina Bihler, Stimme/Christof Thewes, Posaune/Thomas Bracht, Piano, Orgel/,Stefan Scheib, Bass, Komposition/Regie: Katharina Bihler

Paolo Fresu Quintet

Paolo Fresu, Trompete, Flügelhorn/Tino Tracanna, Saxophon/Roberto Cipelli, Piano/Attilio Zanchil, Bass/Ettore Fioravanti, Schlagzeug

Soriba Kouyaté

Soriba Kouyaté, Kora/Thierry M’Vie, Tasteninstrumente/Moussa Diouf, Bass/Sega Seck, Schlagzeug

European Jazz Ensemble – 25 Jahre

Stan Sulzman, Saxophon (England)/Gerd Dudek, Tenorsaxophon (Deutschland)/Jiri Stivin, Altsaxophon, Flöte (Tschechien)/Jarmo Hoogendijk, Trompete (Niederlande)/Allan Botschinsky, Trompete (Dänemark)/Rob van den Broeck, Piano (Niederlande)/Ali Haurand, Bass (Deutschland)/Tony Levin, Schlagzeug (England)

Der Rote Bereich

Rudi Mahall, Bassklarinette/Frank Möbus, Gitarre/John Schröder, Schlagzeug

Chano Dominguez

Chano Dominguez, Piano/Yadam González, Bass/Ignacio Guerra Acosta, Perkussion/Sören Siegumfeldt Eriksen, Altsaxophon/Martin Andersen, Schlagzeug

Nguyên Lê

Nguyen Lé, Gitarre/Renaud Garcia Fons, Kontrabass/Karim Ziad, Schlagzeug

John Nugent Quartet

John Nugent, Saxophon/Wilson, Schlagzeug/Weiss, Bass/Brecker, Trompete

Christof Lauer Group – Fragile Network

Christof Lauer, Tenor- und Sopransaxophon/Michel Godard, Tuba, Serpent/Marc Ducret, Gitarre/Anthony Cox, E-Bass, Kontrabass/Gene Jackson, Schlagzeug

Cornelius Claudio Kreusch & Fo Doumbé

Cornelius Claudio Kreusch, Piano/Fender Rhodes, Piano, Perkussion, Gesang/Zaf Zapha, E-Bass, Perkussion, Gesang/David Fall, Schlagzeug, Perkussion, Gesang/Adjiri Odametey, Gesang, Perkussion/Taffa Clasé, Perkussion, Gesang

Wolfert Brederode-Eric Ineke Quintet

Wolfert Brederode, Klavier/Eric Ineke, Schlagzeug/Gulli Gudmundsson, Bass/Harry Sokal, Saxophon/Jarmo Hoogendijk, Trompete

Michael Riessler – “Orange”

Michael Riessler, Holzblasinstrumente/Elise Caron, Gesang/Pierre Charial, Drehleier/Jean Louis Matinier, Akkordeon

Drums, Bass & Two Tenors

Peter Weniger, Tenorsaxophon/Wilson de Oliveira, Tenorsaxophon/Mario Castronari, Bass/Thomas Cremer, Schlagzeug

Piano Solo Gipfel

Jens Thomas/Bernd Homann/Werner Kirschbaum

Nils Wogram Quartett

Nils Wogram, Posaune/Simon Nabatov, Klavier/Henning Sieverts, Bass/Jochen Rückert, Schlagzeug

Charlie Mariano Group

Charlie Mariano, Altsaxophon/Vic Juris, Gitarre/Dieter Ilg, Bass/Jeff Hirshfield, Schlagzeug

Barbara Dennerlein Trio

Barbara Dennerlein, Hammond B3-Orgel/Rick Keller, Tenorsaxophon/Daniel Messina, Schlagzeug

Arthur Blythe Trio

Arthur Blythe, Altsaxophon/Bob Stewart, Tuba/Cecil Brooks III, Schlagzeug

Bump The Renaissance Band

Bobby Previte, Schlagzeug/Ray Anderson, Posaune/Marty Ehrlich, Klarinette, Alt- und Sopransaxophon, Flöte/Wayne Horvitz, Piano, Keyboard/Steve Swallow, E-Bass

Renaud Garcia Fons & Alborea

Renaud Garcia Fons, 5-Saiten-Bass/Jean Louis Matinier, Akkordeon/Yves Torchinsky, Kontrabass/Jacques Mahieux, Schlagzeug

Coco Schumann-Quartett

Coco Schumann, Gitarre/Karl-Heinz Böhm, Tenorsaxophon/Georg Schätzke, Bass/Michael Clifton, Schlagzeug

Abraham Burton Quartet „Rawbone“

Abraham Burton, Alt- und Tenorsaxofon/James Hurt, Klavier/Yosuke Inoue, Bass/Eric McPherson, Schlagzeug

Bobo Stenson Trio

Bobo Stenson, Klavier/Anders Jormin, Bass/Jon Christensen, Schlagzeug

Diana Krall Trio

Diana Krall, Gesang, Klavier/Russell Melone, Gitarre/Ben Wolfe, Bass

Sigi Finkel & African Heart

Sigi Finkel, Saxophon/Adrian Mears, Posaune, Didgeridoo/Robert Riegler, Bass/Cheikh M’Boup + Ousmane M’Boup + Oumar M’Boup + Majong M’Boup, Trommeln, Perkussion

A Touch of Jazzviolins

Hajo Hoffmann, E-Geige/Jörg Widmoser, E-Geige/Walter Lang, Klavier/Henning Sieverts, Bass/Harald Rüschenbaum Trio

Anouar Brahem Trio

Anouar Brahem, Oud/Barbaros Erköse, Klarinette/Lassad Hossni, Perkussion

Jazz & Lyrik

Atta Troll liest aus: Ein Sommernachtstraum/Otto Wolters-Trio

Jazz-Spektrum ’95

Staatstheater: Stéphane Grappelli Trio

Joachim Kühn Trio

Joachim Kühn, Piano/Daniel Humair, Schlagzeug/Jean François Jenny-Clark, Bass

Jazz-Spektrum ’94

Staatstheater: Joe Zawinul-Trilok Gurtu Duo

Jazz-Spektrum ’93

Lindenhof: Karnataka College of Percussion meets Charlie Mariano

Jazz-Spektrum ’93

Lindenhof: Bigband der Städtischen Musikschule Braunschweig

Jazz-Spektrum ’93

Lindenhof: Ben van den Dungen-Jarmo Hoogendijk Quintet

Jazz-Spektrum ’93

Staatstheater: Jörg Engels-Nils Wogram Quintett (Vorgruppe)
Betty Carter – Gesang, Geri Allen – Piano, Dave Holland – Bass, Jack DeJohnette – Schlagzeug

Azimuth

Norma Winstone, Gesang/Kenny Wheeler, Piano/John Taylor, Trompete

Jazz-Spektrum ’92

Staatstheater: John McLaughlin Trio

Jazz-Spektrum ’91

Staatstheater: Joachim Kühn Jubiläum Band

Joachim Kühn, Michel Portal, Joe Lovano, Christof Lauer, Rolf Kühn, Palle Mickeborg, Randy Brecker, Albert Mangelsdorff, Conny Bauer, J.F. Jenny-Clark und Adam Nussbaum

Jazz-Spektrum ’91

Städtisches Museum: The Houdini’s Jazz Sextett / Dick de Graaf Septet / Jasper van’t Hof-Malando Gasamma Duo (Jazz aus Holland)

Jazz-Spektrum ’90

Jazzgruppen aus der DDR

Städtisches Museum: “Saxophon Trio Magdeburg” , “Acoustic Art Trio” , “Manfred Hering Trio”

Jazz-Spektrum ’90

Jazzgruppen aus der DDR

Magnikirchplatz: “Steps”, “Chinchilla”